Neue Strategien zum Erhalt einheimischer Kakaosorten
Links: Einheimischer Kakaobaum, der mit der kommerziellen Sorte CCN-51 veredelt wurde. Am Fuß des Stammes ist noch eine Schote des ursprünglichen Baumes zu sehen. Rechts: Kakaobaum, den die Forschenden mit einheimischen Blanco de Piura-Genotypen veredelt. Fotos und (c): Teja Tscharntke und Fredy Yovera
Der Massenanbau von Kakao verdrängt in Anbauländern wie Peru häufig einheimische Sorten. Doch lokale Kakaosorten liefern besonders aromatische Bohnen und tragen zur genetischen Vielfalt bei. Wie sich hoher Ertrag und genetische Vielfalt verbinden lassen, hat nun ein internationales Forschungsteam gezeigt: Sie veredelten ausgewachsene Bäume mit besonders ertragreichen Züchtungsvarianten, wodurch der Ertrag bereits nach drei Jahren um 59 Prozent stieg. Die Ergebnisse des Team unter Leitung der Universität Göttingen und der Forschungsorganisation Bioversity International wurden in der Fachzeitschrift Agronomy for Sustainable Development veröffentlicht.