Forschungsergebnis

Neuer Mechanismus der pflanzlichen Immunabwehr entdeckt

Ertragreicher und widerstandsfähiger: Das Team um Prof. Dr. Brigitte Poppenberger erforscht Mechanismen der Krankheitsresilienz in Pflanzen. Foto und (c): Andreas Heddergott, TUM

Wachstum oder Krankheitsabwehr? Forschende haben nun einen Mechanismus entdeckt, mit dem pflanzliche Steroidhormone die Immunabwehr hemmen und dadurch Ressourcen für das Wachstum bereitstellen können. Pflanzenzüchter stoßen oft an biologische Grenzen, wenn sie die Immunabwehr der Pflanzen stärken möchten, denn das geht häufig auf Kosten des Wachstums. Das Team um Brigitte Poppenberger, Professorin für Biotechnologie gartenbaulicher Kulturen an der Technischen Universität München (TUM), hat nun einen Mechanismus entdeckt, der helfen könnte, diese biologischen Grenzen zu verschieben: pflanzliche Steroidhormone regulieren einen molekularen Schalthebel, über den die Immunabwehr gesteuert wird. Das konnten die Forschenden an der Modellpflanze Ackerschmalwand beim Befall mit einem Erreger zeigen, der Mehltau verursacht. Wie Brassinosteroid-regulierte Transkriptionsfaktoren epigenetische Änderungen beeinflussen, die die pflanzliche Immunreaktion unterdrücken, schildert das Team im Fachmagazin PNAS.

Quelle: TUM
Projekt

EU-Projekt erforscht Vernetzung von Korallenriffen, Mangrovenwäldern und Seegraswiesen

Küstenlinie von (Nord-)Sulawesi, Indonesien: Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen sind eng miteinander vernetzt und bilden gemeinsam eine 'Tropische Triade' von Küstenökosystemen. Foto und (c): Sebastian Ferse, ZMT

Zwanzig interdisziplinäre Partner aus 12 Ländern in Europa, Südostasien und Melanesien starten im September 2026 das vierjährige Verbundprojekt m-CONNECT (Management of Coastal Networks Nurtured through Ecosystem Assessment, Collaboration and Technology). Es untersucht Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen als Ökosysteme von zentraler Bedeutung für Biodiversität, Klimaresilienz und das Wohlergehen der Menschen an tropischen Küsten. Es wird vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen koordiniert und von der Europäischen Union mit einem Budget von sechs Millionen Euro finanziert.

Quelle: ZMT