Forschungsergebnis

Regionale Wildpflanzen für vielfältige und widerstandsfähige Blühflächen

Heimische Wildpflanzen wie der Klatschmohn erweisen sich als besonders widerstandsfähig in Agrarlandschaften. Foto und (c): Verena Schäfer, Uni Göttingen

Mehrjährige Blühflächen fördern die biologische Vielfalt in Agrarlandschaften. Welche Pflanzenarten dabei besonders wirksam sind, ist bislang eine wichtige Frage für die Gestaltung solcher Blühflächen. Eine neue Studie der Universität Göttingen zeigt: Insbesondere regionalisierte Saatgutmischungen fördern die Biodiversität und verdrängen gleichzeitig problematische Unkräuter. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Basic and Applied Ecology erschienen.

Quelle: Uni Göttingen
Forschungsergebnis

Hightech-Landwirtschaft rechnet sich weltweit

Smart Farming rechnet sich schon weltweit auf 42 Prozent des Ackerlands, vor allem in Nordamerika, Westeuropa, Australien und Japan. Grafik: AG Wuepper, Uni Bonn

Smart Farming, also der Einsatz von Robotern, Drohnen oder KI-Tools in der Landwirtschaft, rechnet sich heute schon auf 42 Prozent der weltweiten Ackerfläche. In den nächsten 20 Jahren könnte diese Quote auf 50 Prozent steigen, bei strengeren Umweltauflagen sogar auf 75 Prozent; würden diese gelockert, könnte sie auf 31 Prozent sinken. Das sind die zentralen Ergebnisse einer internationalen Studie unter Federführung der Universität Bonn, die erstmals die Rentabilität dieser Technologien weltweit abschätzt. Smart Farming ist zudem oft gerade in Regionen profitabel, die mit Umweltproblemen wie Dürren oder Überdüngung zu kämpfen haben. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift PNAS erschienen.

Quelle: Uni Bonn
Forschungsergebnis

Klimaschutz: Wo Aufforstung soziale Risiken birgt

Das Pflanzen von Bäumen wird oft als einfacher Weg zur Bekämpfung des Klimawandels angesehen. Weltweit haben Maßnahmen zur Schaffung neuer Wälder (Aufforstung) und zur Wiederherstellung verlorener Wälder (Wiederaufforstung) dazu beigetragen, die Waldfläche bislang um mehr als 300 Millionen Hektar zu vergrößern. Schätzungen zufolge wurden dadurch in den letzten zehn Jahren jährlich rund 2,2 Milliarden Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre gebunden – was in etwa den jährlichen CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen in der gesamten Europäischen Union entspricht. Allerdings konkurriert diese großflächige Aufforstung mit der Nahrungsmittelproduktion und den Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort. Ihr Erfolg hängt zudem von den Landnutzungsrechten sowie von Institutionen ab, die die Projekte langfristig unterstützen und schützen können. Eine neue Studie in One Earth unter der Leitung des LMU-Geographen Wenkai Bao zeigt, dass rund drei Viertel der bisher geschätzten Potenziale zur CO₂-Bindung durch Aufforstung und Wiederaufforstung auf erhebliche soziale und institutionelle Hindernisse stoßen könnten.

Quelle: LMU
Projekt

Zu schade für den Abfluss: Nährstoffe im Gießwasser

Gewächshaus im Botanischen Garten der Universität Kiel. Foto und (c): Jürgen Haaks, CAU

Ein neues Sensorsystem soll zeigen, welche Nährstoffe im Gießwasser von Gewächshäusern enthalten sind. In dem neuen deutsch-dänischen Interreg-Projekt NutriCycle entwickeln Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der University of Southern Denmark (SDU) in Dänemark dafür eine optische Messmethode, das einzelne Pflanzennährstoffe im Wasser erfassen soll. Mit einem Gesamtbudget von 1,8 Millionen Euro wollen sie dazu beitragen, Wasser und Dünger effizienter einzusetzen und Nährstoffeinträge ins Abwasser zu reduzieren.

Quelle: CAU