Artikel zur Kategorie Politik


Politik · Projekt

Neues Verbundprojekt zu Governance-Fragen neuer genomischer Techniken

Mit dem interdisziplinären Verbundprojekt ALIGN entsteht ein neuer Forschungsrahmen, um die rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Fragen neuer genomischer Techniken (NGT) wie CRISPR/Cas in der Pflanzenzüchtung systematisch zu bearbeiten. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Förderlinie „Ethische, rechtliche und soziale Aspekte von Zukunftsthemen in den modernen Lebenswissenschaften“. Die Gesamthöhe der Verbundförderung beträgt über eine Million Euro davon entfallen rund 485.000 Euro auf die Universität Bayreuth. Partner im Verbund sind das Julius Kühn-Institut, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie das Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften der LMU München. Die Universität Bayreuth übernimmt die Gesamtkoordination des Verbunds, einschließlich administrativer Steuerung, Finanzmanagement und Kommunikation mit dem Fördergeber. Zudem baut sie den ALIGN Knowledge Hub als zentrale Plattform für interne Kooperation und externe Wissenschaftskommunikation auf. Darüber hinaus entwickelt die Universität Bayreuth eine Podcast-Serie, organisiert Stakeholder-Formate und erstellt einen abschließenden Stakeholder-Report.

Quelle: Uni Bayreuth
Förderung · Politik

Neues Förderinstrument „Nexus“ für Exzellenznetzwerke der Forschung auf EU-Ebene vorgeschlagen

Wie lässt sich die europäische Wissenschaft im weltweiten Wettbewerb stärken? Zu dieser Frage haben Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Wissenschaftsrat (WR) am 3. März in Brüssel ein Diskussionspapier mit dem Titel Nexus – Networking excellence – Enabling participation – Transforming European Science vorgestellt (hier das ganze Konzept in English als pdf). Darin schlagen sie vor, die Spitzenforschung innerhalb des Europäischen Forschungsraums stärker zu vernetzen. Mit Nexus soll – in Ergänzung zu bereits bestehenden Förderinstrumenten – die institutionalisierte Zusammenarbeit der besten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Europa gestärkt werden. Ausgangspunkt der Überlegungen ist der Draghi-Bericht des früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit, der 2024 in Anlehnung an den European Research Council (ERC) einen „ERC für Institutionen“ als hoch kompetitives Programm für besonders forschungsstarke Einrichtungen skizziert hatte. 

Quelle: DFG
Biodiversität · Forschungsergebnis · Politik

Fahrplan für ein europaweites Biodiversitäts-Monitoring

Ein europaweites Monitoring soll den Wandel der biologischen Vielfalt verfolgen und den Naturschutz unterstützen. Das Foto zeigt einen Buchenwald im thüringischen Nationalpark Hainich. Foto und (c): Stefan Bernhardt

Die Biodiversität verändert sich, doch den Regierungen fehlen gute Daten, um den Wandel zu verfolgen und wirksame Naturschutzmaßnahmen abzuleiten. Eine neue Studie unter der Leitung der Universität Amsterdam (UvA), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) schlägt nun einen umfassenden Fahrplan für den Aufbau eines modernen europäischen Netzwerks für Biodiversitätsbeobachtung (BON) vor – eines Netzwerks, das zu einem globalen Vorbild für das Monitoring biologischer Vielfalt werden könnte. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Reviews Biodiversity veröffentlicht.

Quelle: iDiv
Politik

VBIO an Evaluation der EU-Verordnung zu Access and Benefit Sharing beteiligt

Seit 2015 ist die EU-ABS-Verordnung (EU) Nr. 511/2014 in Kraft, die sich mit der Nutzung genetischer Ressourcen und der gerechten Verteilung der daraus resultierenden Vorteile befasst. Diese Verordnung dient der Umsetzung des Nagoya Protokolls zu Access and Benefit Sharing (ABS) und wird nun nach zehn Jahren turnusgemäß überprüft. Im Rahmen einer ersten Sondierung hat der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) aktiv an einer Stellungnahme mitgearbeitet, die die Allianz der universitären und außeruniversitären Biodiversitätsforschung in Deutschland gemeinsam mit Konsortium europäischer taxonomischer Einrichtungen (CETAF) vorgelegt hat. Neben der Beantwortung der von der EU vorgegebenen Fragen geht die Stellungnahme auf weitere Beobachtungen ein und betont, dass der Zugang zu genetischen Ressourcen für die Biodiversitätsforschung essenziell ist. Es bestehen derzeit erhebliche rechtliche Unsicherheiten bezüglich der Nutzung und der Verantwortlichkeiten der Nutzenden, so der Biologie Dachverband, in dem auch unsere DBG Mitglied ist. Einer der Änderungswünsche: es bedarf einer Überarbeitung der EU-ABS-Verordnung, um rechtliche Unsicherheiten zu reduzieren und die Forschung zu erleichtern.

Details: VBIO
Politik

Zukunftsagenda für den Wissenschaftsstandort Deutschland

Die Rahmenbedingungen für die Wissenschaft in Deutschland verändern sich grund­legend. Geopolitische Unsicherheiten, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen, internationale Konkurrenz sowie technologische Umbrüche machen strategische Entscheidungen und konkrete Änderungen nötig. Was ist zu tun, damit Deutschlands Wissenschaftssystem auch in Zukunft erfolgreich ist? Der Wissenschaftsrat (WR) schlägt eine Agenda hierfür vor und entwirft ein Zielbild für das Jahr 2040: Deutschland soll ein weltweit sichtbarer und wettbewerbsfähiger Wissenschaftsstandort sowie ein Modell freier und starker Wissenschaft sein – geprägt durch Spitzenforschung, hochwertige Bildungsangebote und hohe gesellschaftliche Wirksamkeit.

Quelle: WR
Förderung · Politik

30 Millionen Euro für Forschungsdaten-Sicherung

Die Bundesregierung stellt rund 30 Millionen Euro für die Sicherung wichtiger Forschungsdatenbestände zur Verfügung. Die Fördermittel sollen über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bereitgestellt werden und sind für „kurzfristige Maßnahmen zur Unterstützung bereits bestehender und aufgrund des Gefährdungspotentials unmittelbar zu veranlassender Datenrettungsmaßnahmen" gedacht. Dies antwortet die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die ersten Anträge würden sich aktuell in der Begutachtungsphase befinden. Dies meldet der Kurznachrichtendienst Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib
Politik

Novellierung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes im Kabinett beschlossen

Die Bundesregierung hat den von der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) vorgelegten Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes im Kabinett beschlossen. Das deutsche Wissenschaftssystem steht in einem fortgesetzten internationalen Wettbewerb. Die außeruniversitäre Forschung in Deutschland ist daher auch weiterhin auf forschungsfreundliche Bedingungen angewiesen. Denn gemeinnützige, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sollen im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen können. Das Bundeskabinett hat deshalb eine Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes beschlossen. Es soll insbesondere auch industrienahe, gemeinnützige Forschungseinrichtungen ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler künftig durch die Zahlung von Gehältern besserstellen dürfen als vergleichbare Bundesbeschäftigte. Das gilt für Einrichtungen, die Projektförderungen aus öffentlichen Mitteln erhalten, jedoch für die Gehaltszahlungen keine öffentlichen Mittel einsetzen. Die nun beschlossene Regelung sorgt auch dafür, dass künftig weniger Einzelanträge auf Ausnahmen von diesem sogenannten Besserstellungsverbot gestellt und geprüft werden müssen. Sie leistet also zugleich einen Beitrag zur Entbürokratisierung.

Quelle: BMFTR
Förderung · Politik

DFG-Senatskommission fordert stärkere Unterstützung für vielfältige Anbausysteme von Nutzpflanzen sowie mehr Forschungsförderung

Wie kann die deutsche Landwirtschaft nachhaltiger und widerstandsfähiger gegenüber externen Faktoren werden? Die Ständige Senatskommission zur Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen (SKAE) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fordert in einer Stellungnahme stärkere politische Bemühungen zur Förderung von sogenannten diversifizierten Anbausystemen für Nutzpflanzen. Zudem plädieren die Wissenschaftler*innen für eine deutliche Ausweitung der Forschungsförderung, um langfristig die Effekte solcher Anbausysteme untersuchen und dadurch wissensbasierte Entscheidungen treffen zu können. Es ist die erste Stellungnahme der 2024 gegründeten und damit jüngsten Ständigen Senatskommission der DFG. Konkret benennt die Kommission sechs Themenfelder, die für eine erfolgreiche Transformation hin zu widerstandsfähigen Anbausystemen von zentraler Bedeutung sind:

  • Züchtung
  • Integrierte Systeme
  • Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz
  • Resilienz der Landwirtschaft
  • Technische Innovation und Digitalisierung
  • Kosten-Nutzen-Analyse

„Übergeordnetes Ziel ist ein anpassungsfähiges Anbausystem, das langfristig Krisensicherheit hinsichtlich der Versorgung mit Nahrungsmitteln und ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet“, betont Professorin Dr. Doris Vetterlein vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Vorsitzende der Senatskommission. „Aus unserer Sicht sind jetzt Forschung, Politik und Marktakteure gefragt. Nur so kann der Wandel hin zu einer resilienteren, nachhaltigeren und zukunftsfähigeren Landwirtschaft gelingen.“

Quelle: DFG
Biodiversität · Politik

UN-Hochseeschutzabkommen: Meilenstein für marine Biodiversität

Ein Meilenstein im weltweiten Meeresschutz: Nach rund 20 Jahren internationaler Verhandlungen tritt am 17. Januar 2026 das Hochseeschutzabkommen der Vereinten Nationen in Kraft – in der Langfassung: Abkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der marinen biologischen Vielfalt in Gebieten jenseits nationaler Hoheitsgewalt. Das Abkommen ist der erste völkerrechtlich verbindliche internationale Vertrag zum Schutz der biologischen Vielfalt auf Hoher See, die rund zwei Drittel der Weltmeere umfasst. Die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) begrüßt das Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens. 

Quelle: DAM
Politik

Kluge Kaufleute bauen vor: Warum die Wirtschaft Umweltbelange nicht ignorieren darf

Der Global Risks Report 2026 zeigt, dass Umweltrisiken wie "Extremwetter", "Artensterben" und „kritische Veränderungen der Erdsysteme“ langfristig als größte Gefahr gelten. Im 2-Jahres-Ranking wurden sie jedoch wenig überraschend von geopolitischen Risiken, aber auch von wirtschaftlichen Risiken wie „Inflation“ oder „Rezession“ verdrängt. Diese Prioritätensetzung Richtung Wirtschaft ist zu kurzfristig gedacht, scheibt Prof. Katrin Böhning-Gaese, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und Professorin für Biodiversität im Anthropozän an der Universität Leipzig in ihrem Statement. Die Umwelt nicht zu beachten, erhöhe vielleicht jetzt die Gewinne, langfristig steige jedoch das unternehmerische Risiko.

Quelle: UFZ
Forschungsergebnis · Politik

Technologischer Fortschritt ermöglicht nachhaltigere landwirtschaftliche Systeme

Wie ein visionsgeleiteter Wandel von Agrartechnik, Politik und Praxis gelingen kann, diskutiert der Exzellenzcluster PhenoRob der Universität Bonn in einem neuen wissenschaftlichen Artikel. Foto und (c): Volker Lannert, Uni Bonn

Die Landwirtschaft produziert so viel Nahrung wie nie zuvor, belastet aber gleichzeitig Klima, Böden und Biodiversität. Ein Forschungsteam des Exzellenzclusters PhenoRob der Universität Bonn stellt in einem nun erschienenen Artikel im Journal Agricultural Systems dar, welche entscheidende Rolle technologische Innovationen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft spielen, und warum diese durch kluge Politiken und neue Geschäftsmodelle begleitet werden müssen.

Quelle: Uni Bonn
Forschungsergebnis · Politik

Natur, Gesellschaft und Wirtschaft zusammendenken: Neues Konzept nachhaltiger Entwicklung gefordert

Das neue Modell nachhaltiger Entwicklung: Natur, Wirtschaft und Gesellschaft inkl. Rückkopplungsschleifen. Grafik und (c): CORDIO East Africa

Was bedeutet eigentlich der Begriff nachhaltige Entwicklung? Bislang basierte der Nachhaltigkeitsrahmen auf einem Drei-Säulen-Modell, das Natur, Gesellschaft und Wirtschaft voneinander trennt. Doch das scheint vor dem Hintergrund des beschleunigten Klimawandels, des Verlusts der biologischen Vielfalt und der Ungleichheiten zwischen den Menschen nicht mehr zweckmäßig. Eine Gruppe renommierter Forschender, die sich so wie Prof. Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) seit vielen Jahre im Weltbiodiversitätsrat (IPBES) engagieren, fordern in Nature Communications Sustainability eine grundlegende Neuausrichtung der Art und Weise, wie die Menschheit nachhaltige Entwicklung versteht und verfolgt. Um dies zu erreichen empfehlen die Autorinnen und Autoren vier wesentliche Veränderungen.

Quelle: UFZ
Politik

Auf Eckpunkte für Forschungssicherheit in Deutschland verständigt

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Wissenschaftsministerien der Länder und Allianzorganisationen haben sich auf Eckpunkte zur Stärkung der Forschungssicherheit und zum Aufbau einer Nationalen Plattform für Forschungssicherheit geeinigt. Die Pressemitteilung des BMFTR nennt dazu die Erklärungen von Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär, der Präsidentin der Wissenschaftsministerkonferenz und Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern Bettina Martin, des Sprechers der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka sowie des Vorsitzenden des Wissenschaftsrates Prof. Dr. Wolfgang Wick.

Quelle: BMFTR
Politik

NGT-1: Meilenstein für neue Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft

Der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten hat sich für eine weitgehende Regelung zur neuen genomischen Techniken (NGT) ausgesprochen. Aus Sicht des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFRT) ist es sachgerecht, dass künftig Pflanzen und Produkte mit Veränderungen, die so auch in der Natur oder durch herkömmliche Züchtungsmethoden entstehen hätten können, vom EU-Gentechnikrecht ausgenommen werden sollen (Kategorie 1/NGT-1).

Quelle: BMLEH
Politik

Bestandsaufnahme: Deutschlands Gentechnikforschung steht unter Druck - bietet aber enormes Potenzial

Die neue Broschüre „Im Fokus: Forschungshemmnisse und -chancen in Deutschland“ der Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) zeigt, dass zahlreiche gesetzliche und administrative Hürden die Entwicklung moderner Gentechnik und Biotechnologie in Deutschland bremsen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Forschung hierzulande über enorme wissenschaftliche Stärken verfügt, die durch gezielte politische Reformen erheblich besser genutzt werden könnten.

Quelle: BIH
Politik · WissKomm

NGT: Stellungnahmen zur Einigung der EU zur den Neuen Genomischen Techniken

Zur Vereinbarung zwischen Europäischem Parlament, Europäischem Rat und EU-Kommission zu einem neuen Rechtsrahmen für Pflanzen, die mit NGTs hergestellt werden, hat das Science Media Center Germany (SMC) unter dem Titel "EU-Trilog zur Grünen Gentechnik – Stimmen aus der Forschung" hat insgesamt zwölf Stellungnahmen von Wissenschaftler*innen aus Agrarökonomie, Lebensmittelrecht, Ökologie + Pflanzengenetik für Medien-Menschen zusammengestellt. Darunter auch die Expertise mancher DBG-Mitglieder, die aus ihrem Blickwinkel Forschung berichten. 

Quelle: SMC
Politik

DFG begrüßt EU-Übereinkunft zu neuen Züchtungstechniken

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) begrüßt die von der Europäischen Union bekannt gegebene vorläufige Vereinbarung zu einem neuen rechtlichen Rahmen für Pflanzen, die mit neuen Züchtungstechniken (New Genomic Techniques, NGT) hergestellt werden. Die Vereinbarung sieht vereinfachte Regeln für sogenannte NGT-1-Pflanzen vor, die auch durch konventionelle Züchtungsmethoden hätten entstehen können. Für sie entfallen die strengen Zulassungs- und Kennzeichnungspflichten, die für andere mit neuen Züchtungstechniken erzeugte Pflanzen (NGT-2) weiterhin gelten. „Diese Neubewertung von Pflanzen, die mit neuen Züchtungstechniken erzeugt werden, wird der Wissenschaft in Deutschland einen Schub verleihen“, sagt DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker. „Der in den Verhandlungen erzielte politische Durchbruch stärkt den Forschungsstandort Europa und eröffnet neue Wege für eine klimaresiliente und ressourcenschonende Landwirtschaft. Wichtig ist nun, dass die neuen Regelungen auch zügig im EU-Parlament und im EU-Rat bestätigt und in allen Mitgliedstaaten umgesetzt werden“, so Becker. 

Quelle: DFG
Politik

NGT: Rat und Parlament erzielen Einigung für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Lebensmittelsysteme

Der Europäische Rat hat eine vorläufige Einigung mit dem Europäischen Parlament über eine Reihe von Vorschriften erzielt, mit denen ein Rechtsrahmen für neue genomische Verfahren geschaffen wird. Sie sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Agrar- und Lebensmittelsektors verbessern und gleiche Wettbewerbsbedingungen für europäische Akteure zu gewährleisten, die Ernährungssicherheit erhöhen und externe Abhängigkeiten verringern. Mit der Verordnung wird gewährleistet, dass die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt zuverlässig geschützt werden. Zugleich ist sie ein Beitrag zu den Zielen der EU für mehr Nachhaltigkeit. In der Einigung ist ein vereinfachtes Verfahren für NGT-Pflanzen vorgesehen, das sie herkömmlichen Pflanzen gleichstellt. Auch Fragen des geistigen Eigentums und des Zugangs zu Saatgut werden berücksichtigt.

Quelle: Europäischer Rat
Politik

Schutz des größten Ökosystems der Erde: Kabinett beschließt Beitritt zu UN-Hochseeschutzabkommen

Das Bundeskabinett hat auf Vorschlag von Bundesumweltminister Carsten Schneider zwei Gesetzesentwürfe beschlossen, die Deutschlands Beitritt zum UN-Hochseeschutzabkommen und dessen Umsetzung möglich machen. Mit dem 2023 beschlossenen Abkommen wird erstmals weltweit die Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf hoher See möglich. Zudem soll es Umweltprüfungen von menschlichen Aktivitäten im Ozean geben. Das Abkommen stellt erstmals einheitliche Umweltregeln für alle Staaten auf. Für den Beitritt Deutschlands, die sogenannte Ratifizierung, sind anders als in anderen Staaten zwei Gesetze notwendig: ein Vertragsgesetz und ein Umsetzungsgesetz. Das Vertragsgesetz regelt Deutschlands Beitritt als Vertragspartei zum Übereinkommen. Das Umsetzungsgesetz (Hochseeschutz-Gesetz) regelt zudem bereits die Anpassungen nationaler Gesetze an das neue Völkerrecht.

Quelle: Bundesumweltamt
Politik

Greifswalder Moorwissen trieb Durchbruch für Moorschutz auf der COP30 voran

Die Klimakonferenz der Vereinten Nationen 2025 (COP30 Brasil Amazônia) bot eine Chance für Moore. Das Team des Greifswald Moor Centrum (GMC) nutzte sie. Vor Ort in Belém setzte sich Dr. Franziska Tanneberger von der Universität Greifswald, Co-Direktorin des GMC und Gewinnerin des Deutschen Umweltpreises 2024, dafür ein, fundiertes Moorwissen in praktische, zukunftsweisende Maßnahmen zu überführen. Als Rednerin auf Veranstaltungen der COP30 warb sie erfolgreich für einen ‚Peatland Breakthrough‘ www.greifswaldmoor.de/peatland-breakthrough.html. Der ‚Peatland Breakthrough‘ ist eine Initiative unter der „Action Agenda“ der Klimakonvention, die Maßnahmen zum Schutz, zur Wiedervernässung und zur nachhaltigen Nutzung von Mooren weltweit beschleunigen und mobilisieren will. Mit der Unterstützung der globalen Umweltkonventionen geht es darum, mit vielen Ländern gemeinsame Ziele anzustreben und dafür Finanzierung zu mobilisieren.

Quelle: Uni Greifswald
Politik

Internationaler Agrarhandel: Leopoldina-Diskussionspapier zu positiven Wirkungen für Biodiversität, Klima und Ernährung

Die Art und Weise, wie Menschen die Flächen der Erde nutzen, hat einen großen Einfluss auf die Ernährungssicherheit, die Biodiversität und das Klima. Die hohe Nachfrage beispielsweise nach Soja als Futtermittel oder Palmöl als günstiges, vielseitiges Pflanzenöl bewirkt, dass Flächen intensiv bewirtschaftet oder neu erschlossen werden. Oft gehen damit der Verlust von Biodiversität und die Beschleunigung des Klimawandels einher. Die Wirkmechanismen des internationalen Agrarhandels können aber auch genutzt werden, um positiv auf diese Zielkonflikte einzuwirken, so die Autorinnen und Autoren eines heute erschienenen Diskussionspapiers der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. n dem Papier „Wie kann der internationale Agrarhandel zu Biodiversitätsschutz, Klimaschutz und Ernährungssicherung beitragen?“ beschreiben sie politische, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen für eine positive Hebelwirkung. Das zeitgleich veröffentlichte digitale Dossier „Agrarhandel und Konsum“ veranschaulicht das Thema am Beispiel von Soja, Kaffee und Palmöl.

Quelle: Leopoldina
Politik

Natur schützen, um Zukunft zu sichern – Appell an UN-Klimakonferenz COP30

Pflanzenvielfalt in einem Regenwald in Malaysia. Foto und (c): Alexander Haas, LIB

Die biologische Vielfalt müsse stärker in die globalen Klimaverhandlungen einfließen, appellieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) mit Blick auf die anstehende UN-Klimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém. Denn ohne intakte Ökosysteme und das Wissen über ihre Funktionsweise seien naturbasierte Lösungen für den Klimaschutz und die ökologische Transformation nicht umsetzbar. „Klimaschutz und Artenschutz sind zwei Seiten derselben Medaille“, sagt Prof. Dr. Bernhard Misof, Generaldirektor des LIB. „Wir können die Folgen der Erderwärmung nur dann wirksam begrenzen, wenn wir zugleich die biologische Vielfalt bewahren – und verstehen. Jeder Quadratmeter Erde erzählt uns etwas über die Anpassungsfähigkeit des Lebens. Dieses Wissen zu verlieren hieße, unsere Zukunft zu riskieren.“

Quelle: LIB
Politik

Experten sehen deutsche Forschungssicherheit bedroht

Die deutsche Forschungslandschaft muss resilienter gegenüber Angriffen von außen werden. Darin sind sich die Sachverständigen bei einem öffentlichen Fachgespräch zur Forschungssicherheit am Mittwochvormittag im Forschungsausschuss einig gewesen. Zu dem Gespräch waren Vertreterinnen und Vertreter von außeruniversitären Einrichtungen, Hochschulen und Sicherheitsbehörden geladen. Darunter: Katja Becker von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Christian Hummert von der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH, Wolfgang Liebert, Professor im Ruhestand, Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der Boku University Wien, Claudia Plattner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie Sinan Selen vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Darüber berichtet der Kurznachrichtendienst “heute im Bundestag” (hib).

Quelle: hib
Politik

Report mit Lösungen für globale Krisen erschienen

Die globalen Krisen sind eng miteinander verbunden. Grafik und (c): Darstellung des Thünen-Instituts

Mit mehr als 70 Handlungsoptionen legt der Welt-Biodiversitätsrates (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, IPBES) seinen bisher umfangreichsten Bericht zu den Verflechtungen zwischen biologischer Vielfalt, Wasser, Ernährung und Gesundheit zur Beratung politischer Entscheidungsträgerinnen und -träger vor. Damit gehört er zu den anspruchsvollsten Berichten, die die IPBES-Gemeinschaft je hervorgebracht hat. Der Nexus-Bericht thematisiert und bewertet als erster seiner Art die Zusammenhänge zwischen dem Verlust an Biodiversität, der Wasserqualität und -verfügbarkeit, der Ernährungssicherheit und Gesundheit sowie der Widerstandsfähigkeit gegen Klimawandelfolgen. Expertise kommt auch vom Thünen-Institut für Biodiversität.

Quelle: Thünen
Ausbildung · Politik

Gleichstellungsmonitor Wissenschaft und Forschung veröffentlicht

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat den aktuellen „Gleichstellungsmonitor Wissenschaft und Forschung“ veröffentlicht. Der Gleichstellungsmonitor des Jahres 2025 bestätigt zwar den leicht positiven Trend der vergangenen Jahre: So stieg der Frauenanteil an Professuren von 28 % auf knapp 29 %. Doch der Weg zur Parität bleibt weit und es fehlt klar an Dynamik. Die ‚Leaky Pipeline‘, also der systematische Verlust von Frauen auf dem akademischen Karriereweg, besteht unverändert fort. Es braucht daher dringend einen umfassenden Kulturwandel hin zu geschlechtergerechten Strukturen, um die Entwicklung weiter in Richtung Parität voranzutreiben. Aktuell ist aber national wie international eher eine gegenteilige Entwicklung zu beobachten, dem sowohl wissenschaftlich als auch wissenschaftspolitisch entschieden entgegenzutreten ist. Im Zehnjahresvergleich wird deutlich, dass sich der Anteil von Frauen von 2013 bis 2023 auf den verschiedenen Qualifikationsstufen nur minimal erhöht hat:

  • Erstimmatrikulationen von 52,3 % auf 52,4 %,
  • Studienabschlüsse von 52,9 % auf 53,1 %,
  • Promotionen von 46,1 % auf 46,3 % und
  • Habilitationen von 36,5 % auf 36,9 %. 

Der Gleichstellungsmonitor ist bereits die 29. Datenfortschreibung (2023/2024) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen, die jährlich die Situation von Frauen im deutschen Wissenschaftssystem beleuchtet und sowohl Fortschritte als auch Baustellen darstellt. 

Quelle: GWK (pdf)
Forscheralltag · Politik

Daten teilen, Anerkennung wahren

Dr. Cristina Moraru (UDE), maßgeblich an der Entwicklung der Roadmap beteiligt, beim Analysieren öffentlicher Sequenzdaten. Foto und (c): Cristina Moraru, UDE

DNA- und RNA-Datensätze in öffentlichen Datenbanken wachsen rasant und bilden einen globalen Atlas mikrobieller Vielfalt. Der offene Zugang treibt die Wissenschaft voran, stellt Forschende jedoch vor ein Dilemma: Häufig werden mühsam erhobene Daten weltweit nutzbar, noch bevor eigene Ergebnisse veröffentlicht sind. Ein internationales Konsortium von über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Probst (Universität Duisburg-Essen) hat deshalb in Nature Microbiology eine Roadmap für den fairen Umgang mit Sequenzdaten vorgelegt.

Quelle: UDE
Politik

Bundeshaushalt 2026: Weniger Geld für Forschung

Für das Jahr Haushaltsjahr 2026 sieht der Regierungsentwurf für das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Ausgaben in Höhe von 21,3 Milliarden Euro vor. Das sind rund 1,1 Milliarden Euro weniger als im Entwurf für den Haushalt 2025, berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO). Als Einnahmen seien im Einzelplan 30 wie im Vorjahr 51,3 Millionen Euro vorgesehen.

Quelle: VBIO
Politik

Bundesregierung legt „Hightech_Agenda_Deutschland“ vor

Mehr Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität: Das verspricht sich die Bundesregierung von der „Hightech_Agenda_Deutschland“, die als Unterrichtung (21/1100) vorliegt. Mit der Agenda will die Bundesregierung verstärkt in Zukunftstechnologien investieren und so die „Innovations- und Wirtschaftskraft unseres Landes deutlich erhöhen“. Ein besonderer Fokus der Agenda liegt laut Unterrichtung auf den sechs Schlüsseltechnologien Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung sowie Technologien für die klimaneutrale Mobilität.

Quelle: Bundestag (hib)
Politik

Potenziale der Phytoextrakte besser nutzen - Roadmap erschienen

Die deutsche und europäische Phytoextrakt-Industrie sehen sich vor allem durch regulatorische Einschränkungen und Vorgaben erheblichen Risiken ausgesetzt. In der „Roadmap Phytoextrakte 2034“ stellen Expertinnen und Experten der DECHEMA/VDI-Fachgruppe Phytoextraktion dar, welche technologischen Entwicklungen und regulatorischen Anpassungen nötig sind, um den Standort zu sichern und die Potenziale pflanzlicher Inhaltsstoffe besser zu nutzen. Extrakte aus Pflanzen sind eine wichtige Grundlage für zahlreiche Anwendungen von der Pharmaindustrie über Nahrungsmittel bis hin zur Materialherstellung oder Medizintechnik. Die Verbraucherakzeptanz ist hoch; als Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen können sie außerdem einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Rund 200.000 Menschen arbeiten geschätzt in der deutschen Industrie inklusive der Anbau- und Zulieferbetriebe bei einem Marktvolumen von geschätzt 10 Mrd Euro. Um die Branche in Deutschland und Europa zukunftsfähig aufzustellen und einen erfolgreichen Einsatz außerhalb pharmazeutischer Produkte wettbewerbsfähig zu gestalten, bedarf es nach Ansicht der Autoren zeitnah

  • des Einsatzes neuer Technologien in Anbau, Ernte und Verarbeitung von Pflanzen für Phytoextrakte
    einer europaweit einheitlichen Regulierung
  • risiko-orientierter und datenbasierter Zulassungsverfahren, wie sie ähnlich bereits für Biologika etabliert sind
  • einer wertschöpfenden Nutzung aller Pflanzen-Bestandteile inklusive der Nebenströme. 

Quelle: DECHEMA 

Quelle: DECHEMA
Politik

Weiterentwicklung Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat in Berlin die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz (WBNK) zur Weiterentwicklung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) entgegengenommen. Der WBNK, ein unabhängiger Expertenrat, der das Bundesumweltministerium berät, hat umfassende Empfehlungen erarbeitet, um die Klimaschutzfunktion von natürlichen Lebensräumen wie Mooren, Wäldern, Auen, Böden und Küstengebieten wiederherzustellen, weiter zu stärken und die Ziele des Klimaschutzgesetzes für den Landnutzungssektor (LULUCF) in Deutschland zu erreichen. Das meldet das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Quelle: BMUKN
Politik · Publikation

Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Publikationswesens 2026-2030

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen fördert den offenen Zugang zu wissenschaftlicher Information als Grundlage für transparente, effiziente und qualitativ hochwertige Forschungsprozesse und als Motor für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Das bereits seit 2003 bestehende Engagement der Allianz für Open Access mündete in die Open-Access-Strategie der Allianz 2021-2025, die nun zu einer Strategie der Allianz für die Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Publikationswesens 2026-2030 aktualisiert wurde. Diese Strategie fokussiert auf Maßnahmen in vier Themenbereichen, meldet der Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland. 

Quelle: Allianz der Wissenschaftsorganisationen
Politik

Biotechnologie eines der sechs Forschungsfelder der deutschen Hightech-Agenda

Heute hat das Bundeskabinett die neue Hightech Agenda Deutschland beschlossen. Damit richtet die Bundesregierung ihre Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik neu aus, um Deutschland für die Zukunft handlungs- und wettbewerbsfähig zu machen. "Wir werden verstärkt in Zukunftstechnologien investieren, bessere Rahmenbedingungen und Anreize schaffen, um schneller von der Forschung in die Anwendung zu kommen", sagte die Bundesministerin Dorothee Bär vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Und fährt fort: "Mir ist wichtig, dass die Menschen in Deutschland wieder spüren, dass Technologien zu Wohlstand führen, unser Leben erleichtern und Abhängigkeiten reduzieren."  In einem ersten Schritt fokussiert die Hightech Agenda Deutschland auf sechs Schlüsseltechnologien, darunter Biotechnologie.

Quelle: BMFTR
Ausbildung · Karriere · Politik

WR: Wissenschaft braucht moderne Personalstrukturen und mehr Dauerstellen

Der Wissenschaftsrat (WR) fordert eine grundlegende Reform der Personalstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem. Das Ziel sind attraktive, vielfältige Stellen mit klar strukturierten Entwicklungsoptionen, die die Wissenschaftseinrichtungen in der Konkurrenz um Fachkräfte sowie im internationalen Wettbewerb stärken. Nötig ist ein Personalgefüge, das den immer stärker ausdifferenzierten Anforderungen an die und aus der Wissenschaft gerecht wird und attraktive Dauerstellen ergänzend zur Professur bietet. Hierfür schlägt der WR ein Personalstrukturmodell mit vier Stellenkategorien vor, die für wissenschaftliche genauso wie für wissenschaftsnahe Aufgabenprofile gelten. Es soll klar zwischen Daueraufgaben und Qualifizierung unterschieden werden. Deutlich früher als bislang, etwa nach zwei bis drei Jahren nach der Promotion, sollen Entscheidungen über den Verbleib und die weitere Entwicklung im Wissenschaftssystem getroffen werden. Befristete Verträge sollen künftig die Ausnahme sein und vor allem für Qualifizierungs- und Projektstellen gelten. Bei Daueraufgaben sollen mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse dafür sorgen, dass wichtige Expertise dauerhaft entwickelt und gebunden wird und dadurch ein hohes Maß an Professionalität etabliert werden kann, beispielsweise in Bereichen wie IT, Infrastrukturen oder Wissenschaftsmanagement.

Quelle: WR
Politik

Stellungnahme: Warum ein „Verbundfach Naturwissenschaften“ in der Sekundarstufe I derzeit keine gute Idee ist

Naturwissenschaftliche und naturwissenschaftsdidaktische Gesellschaften äußern sich in einer Stellungnahme kritisch zu einem möglichen „Verbundfach Naturwissenschaften“, das perspektivisch den Fachunterricht in Biologie, Chemie und Physik in der Sekundarstufe I ersetzen könnte. Diese Option war von der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Prüfung empfohlen worden. Die Gesellschaften befürworten stattdessen ein „Kooperationsmodell Naturwissenschaften“. Ein Verbundfach kann schnell auf ein bildungspolitisches Sparmodell reduziert werden, befürchten die an der Stellungnahme beteiligten Gesellschaften 

  • Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) und Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB) im VBIO
  • Fachgruppe Chemieunterricht (FGCU) der GDCh und Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
  • Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)
  • Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP). 

Die Gesellschaften sprechen sich für den Erhalt und eine engere Kooperation der Einzelfächer, Biologie, Chemie und Physik mit ihren jeweiligen fachlichen Profilen in der Sekundarstufe I aus und liefern Vorschläge, wie dennoch zentrale Anliegen des SWK-Gutachtens erreicht werden können.

Quelle: VBIO
Politik

Biologieverband VBIO zur Life-Science-Strategie der EU-Kommission: Gutes Signal – entscheidend wird die Umsetzung

Die Anfang Juli von der EU-Kommission vorgestellte Strategy for European Life Sciences ist nach Einschätzung des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) ein starkes Signal für die Lebenswissenschaften. Doch die Strahlkraft der Strategie wird sich erst nach ihrer Umsetzung in konkrete Maßnahmen entwickeln können. Die aktive Einbindung der Grundlagenforschung sei ebenso essentiell wie die nachhaltige Sicherung wissenschaftlicher Dateninfrastrukturen. Erforderlich seien mutige Schritte zur Entbürokratisierung im Hochschul- und Forschungsbereich, vor allem aber im Bereich von Biotechnologie und Gentechnik. Sektorübergreifende Themen wie One Health oder Bioökonomie werden nehmen an Bedeutung zu und bedürfen einer verbindlichen Governance.

Quelle: VBIO
Politik

Zeichnen Sie mit: Offener Brief fordert nachhaltige Finanzierung wissenschaftlicher Datenbanken

Der Fortbestand biowissenschaftlicher Datenbanken ist in Gefahr. Hintergrund sind kurzfristige Streichungen von Fördermitteln durch das US National Institutes of Health (NIH), die es den Betreibern der Datenbanken unmöglich machen, diese weiterhin aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln (siehe auch: https://www.vbio.de/aktuelles/details/vbio/die-zukunft-biowissenschaftlicher-datenbanken-erst-die-kleinen-und-dann). Die Global Biodata Coalition hat daher nun einen offenen Brief vorgelegt, in dem sie die Bedeutung des Erhalts der Biodaten der Welt für unser aller Zukunft betont. Daher fordert der Biologie-Dachverband VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland) dazu auf, die Initiative der Global Biodata Coalition zu unterzeichnen. 

Quelle: VBIO
Politik

G7-Wissenschaftsakademien veröffentlichen „Ottawa Declaration“ für Wissenschaftsfreiheit

Vor dem Hintergrund weltweiter Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit, und nicht zuletzt angesichts der Entwicklungen in den Vereinigten Staaten, haben die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten heute die gemeinsame „Ottawa Declaration“ veröffentlicht. Darin betonen sie die Bedeutung von Wissenschaftsfreiheit, Unabhängigkeit der Forschungsinstitutionen, wissenschaftlicher Integrität, Forschungssicherheit sowie von verantwortungsvoller Forschung zur Förderung des Gemeinwohls. Die Erklärung von Ottawa ist ein Ergebnis des „Science 7“-Treffens, das am 7. und 8. Mai in der kanadischen Hauptstadt stattfand. Im Rahmen des „Science 7“-Prozesses begleiten die Nationalen Akademien der G7-Länder seit vielen Jahren die jährlichen Gipfeltreffen der G7-Staaten und erarbeiten gemeinsam Stellungnahmen zu wissenschaftsbezogenen Themen, die im Zusammenhang mit der Agenda stehen und eine multilaterale Herangehensweise erfordern. Die G7-Staaten profitieren erheblich von Investitionen in die Forschung, der Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der länderübergreifenden Zusammenarbeit, schreiben die Wissenschaftsakademien, darunter die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina. 

Quelle: Leopoldina
Politik

Zugang zu Forschungsdaten in Gefahr: Ein aktuelles Beispiel aus der Infektionsbiologie

Grundlagenforschung ist auf den freien Zugang zu Forschungsdaten angewiesen. Unterhaltung, Pflege und Weiterentwicklung von Forschungsdatenbanken kosten viel Geld, das bislang dank weniger großer Förderer zur Verfügung stand. Heute ist die Zukunft vieler Repositorien allerdings ungewiss. Die Betreiber der Datenbanken beginnen bereits damit, hohe Nutzungsgebühren einzuführen. Finanzmittel, die nicht eingeplant und für viele Forscherinnen und Wissenschaftler aus den Ländern des globalen Südens auch gar nicht leistbar sind. Am Beispiel der Datenbank VEuPathDB (The Eukaryotic Pathogen, Vector, and Host Informatics Resources) veranschaulicht der neue Präsident des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), Prof. Dr. Markus Engstler, die Konsequenzen des Verlusts von freiem Zugang zu Daten. Daher wäre es dringend Zeit, dass die Naturwissenschaften sich der Gefahr bewusst werden und dass die Politik die Instrumente schafft, wissenschaftliche Datenbanken unangreifbar und resilient zu machen, mahnt der VBIO. 

Quelle: VBIO
Forschungsergebnis · Politik

Wie sich die Welt entwickeln kann, ohne sich zu ruinieren

Eine Szenarien-Studie im Journal Nature richtet jetzt den Blick weit nach vorn – und zeichnet für unterschiedliche Politikpfade ein Bild von Klima und Umwelt bis Ende des Jahrhunderts. Bezugspunkt sind die „planetaren Grenzen“, die den sicheren Handlungsraum für die Menschheit definieren. Demnach bleibt das Thema Nachhaltigkeit noch auf Jahrzehnte kritisch, doch mit ambitionierten Maßnahmen lässt sich für 2050 zumindest ein Zustand wie 2015 erreichen und bis 2100 deutlich verbessern. Die Studie wurde mitverfasst vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). „Die menschliche Zivilisation steht an einem kritischen Punkt – und wir zeigen mit einer neuartigen Methodik, wie sie sich weiterentwickeln kann, ohne ihre natürlichen Lebensgrundlagen zu ruinieren“, sagt PIK-Direktor Johan Rockström, Co-Autor der Studie. „Dies ist die bislang umfassendste Verknüpfung des Konzept der planetaren Grenzen, das ursprünglich auf die aktuelle Bestandsaufnahme ausgerichtet war, mit Daten aus modellgestützten Zukunftsszenarien. Das Ergebnis ist ein wertvolles Navigationssystem für die Politik. Wir können klar beziffern, wie gefährlich ein Weiter-so ist, und zeigen, dass sich ambitioniertes Umsteuern auszahlt.“

Quelle: PIK
Politik

Wissenschaft braucht mehr als Geld und gute Worte

Zu den vier mit dem Namen "Wissenschaft verbindet" agierenden Fachgesellschaften zählen: der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO). Grafik: Wissenschaft verbindet

Der jüngst vorgelegte Koalitionsvertrag enthält verschiedene Absichtserklärungen zur Gestaltung von Bildung und Forschung. Die im Bündnis „Wissenschaft verbindet“ zusammengeschlossenen großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften - darunter der Biologie Dachverband VBIO - teilen die im Koalitionsvertrag vom April 2025 niedergelegte Einschätzung, dass Bildung, Forschung und Innovation der Schlüssel für die Zukunft unseres Landes sind. Ob die vorgesehenen Maßnahmen und deren finanzielle Ausstattung ausreichend sind, um den Wissenschaftsstandort zukunftssicher zu gestalten, wird sich erst in der Praxis zeigen. Die vier Gesellschaften weisen vor diesem Hintergrund explizit darauf hin, dass zusätzliche finanzielle Mittel essentiell sind, aber allein nicht ausreichen. Darüber hinaus sind vielmehr weitere Maßnahmen notwendig, um optimale Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Wissenschaft zu schaffen. Denn in einer zunehmend komplexeren Welt mit schnellem Wissensfortschritt benötigen junge Menschen eine umfassende Bildung zur sachgerechten Bewertung und lösungsorientiertem Handeln – insbesondere im Bereich von Mathematik und Naturwissenschaften.

Quelle: VBIO
Forschungsergebnis · Politik

Wie Konflikte um die Waldnutzung entschärft werden können

Mit dem internationalen „Tag des Waldes“ am 21. März machen die Vereinten Nationen auf die Bedeutung von Wäldern aufmerksam – weltweit mehren sich Konflikte um den bedrohten Lebensraum. Auch in Deutschland verschärfen sich Debatten um die Waldnutzung. Sie werden nicht zuletzt durch den Klimawandel angefeuert. Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung hat jetzt mit Ansätzen der Mediation eine Methode entwickelt und erprobt, um solche Konflikte um den Wald konstruktiv zu bearbeiten: Sie bringt alle Interessengruppen an einen Tisch. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Forest Policy and Economics veröffentlicht.

Quelle: ISOE
Politik

Antipluralistische Parteien bedrohen die Wissenschaftsfreiheit

Der zunehmende Einfluss antipluralistischer Parteien geht oft mit einer geringeren Wissenschaftsfreiheit im jeweiligen Land einher. Dies ist eines der Ergebnisse des aktuellen Academic Freedom Index (AFI), der am 13. März 2025 veröffentlicht wurde. Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) veröffentlichen den Index jährlich in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen des V-Dem-Instituts an der Universität Göteborg. Er umfasst 179 Länder weltweit. Der diesjährige Academic Freedom Index zeigt, dass acht der im Index erfassten Länder im Jahr 2024 deutlich höhere Wissenschaftsfreiheit aufweisen als vor zehn Jahren, während die Werte in 34 Ländern oder Territorien gesunken sind. Zu den Ländern, in denen der Rückgang der Wissenschaftsfreiheit statistisch und substanziell signifikant war, gehören mehrere Demokratien, wie beispielsweise Argentinien, Finnland, Griechenland, Israel, Portugal und die Vereinigten Staaten, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch in Österreich und Deutschland war der Rückgang der akademischen Freiheit messbar, in beiden Fällen aber bleibt der Rückgang gering und ist noch nicht substanziell signifikant, so die Autorinnen und Autoren des Berichts. Obwohl die Wissenschaftsfreiheit in Demokratien nach wie vor deutlich besser geschützt ist als in Autokratien, verdeutlichen diese Beispiele, dass die Wissenschaftsfreiheit auch in Demokratien unter Druck geraten kann. Daher konzentriert sich der diesjährige Bericht zum Academic Freedom Index auf Länder, in denen mehrere Parteien zur Wahl zugelassen sind.

Quelle: FAU
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Gemeinsame Forschung und Innovation sind der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit Europas

Die Forschungsministerinnen und -minister der Europäischen Union haben heute die „Warschauer Erklärung zur strategischen Rolle des zukünftigen EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation“ verabschiedet, meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Erklärung betont, dass exzellente und wirksame Forschung und Innovation die Wettbewerbsfähigkeit der EU und der Mitgliedsstaaten stärken und zu Sicherheit, Nachhaltigkeit, Resilienz, technologischer Souveränität und strategischer Autonomie der EU beitragen.

Quelle: BMBF
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Zehn-Punkte-Plan der Max-Planck-Gesellschaft für die neue Bundesregierung

Innovation und Wertschöpfung basieren auf Bildung und Spitzenforschung. Um Deutschlands führende Rolle in der Wissenschaft zu sichern, muss die neue Bundesregierung zum einen eine verlässliche Finanzierung gewährleisten und die institutionelle Autonomie und Wissenschaftsfreiheit wahren und zum anderen die Rahmenbedingungen für Forschung schnell an die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs anpassen. Nur so lassen sich bahnbrechende Erkenntnisse gewinnen, technologische Durchbrüche erzielen und innovative Lösungen für den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt entwickeln. Die Max-Planck-Gesellschaft fordert daher die rasche Umsetzung dieses 10-Punkte-Plans:

  1. Ein Bundesministerium für Forschung, Innovation und Transformation (BMFIT) schaffen
  2. Eine wissenschaftliche Chefberatung (Chief Scientific Advisor) einsetzen
  3. Überregulierung umgehend abschaffen
  4. In Forschung und Infrastruktur investieren
  5. Für eine starke europäische Forschungspolitik eintreten
  6. Bedingungen für Talentgewinnung und Karriereentwicklung verbessern
  7. Ein Tierversuchsgesetz einführen
  8. Das Forschungsdatengesetz verabschieden
  9. Forschungspartnerschaften in Mittel- und Osteuropa stärken
  10. Diskurs und Wissenschaftskommunikation schützen
Quelle: MPG
Politik

Wissenschaftlicher Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen übergibt Stellungnahmen an das BMEL

Zum Abschluss seiner sechsten Amtsperiode hat der Wissenschaftliche Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen (WBBGR) dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Berlin am 25. Februar drei aktuelle Stellungnahmen mit zentralen Empfehlungen zu Biodiversität, Landwirtschaft und Klimaschutz überreicht. Prof. Dr. Inga Schleip von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) übergab als Leitautorin die Stellungnahme „Biodiversität bei klimaschonender Moorbewirtschaftung mitdenken!“. In der Stellungnahme betonen die Wissenschaftler*innen die Bedeutung einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Moorlandschaften für den Klimaschutz und die biologische Vielfalt. Prof. Dr. Schleip unterstreicht: „Wenn wir die Wasserstände in Mooren anheben wollen, um die Emission von Treibhausgasen zu verringern, müssen wir gleichzeitig und von vornherein Lösungen für die biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung dieser Flächen mitdenken. Dann können wir Klimaschutz, Biodiversität und Landwirtschaft miteinander verbinden.“

Quelle: HNEE
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DFG-Impulse für neue Legislaturperiode - u.a. für Pflanzen-Züchtungstechniken

Wenige Tage nach der Bundestagswahl hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in einem Impulspapier die aus ihrer Sicht wichtigsten wissenschaftspolitischen Weichenstellungen für die neue Legislaturperiode benannt. Eine Reihe der Impulse zielen darauf ab, die Innovationskraft der lebenswissenschaftlichen Forschung zu stärken. Unter anderem besser ausgeschöpft werden soll das Potenzial der Pflanzen- und Agrarforschung für die Ernährungssicherheit durch die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für den Einsatz neuer Züchtungstechniken in der Europäischen Union (EU), durch gemeinsame Forschungsansätze von Wissenschaft und Praxis sowie eine stärker nachhaltig ausgerichtete Förderung und transparentere Kommunikation mit Verbraucher*innen und anderen Stakeholdern. Einleitend in dem Papier heißt es: „In einer Welt, die von rasanten Veränderungen und komplexen Herausforderungen geprägt ist, erfüllen Wissenschaft und Forschung eine Schlüsselrolle. Ohne langfristige, mutige Investitionen in Bildung und Forschung stehen unsere Innovations- und Zukunftsfähigkeit auf dem Spiel. Für die nächste Bundesregierung muss daher ein stabiles, optimal ausfinanziertes Wissenschaftssystem hohe politische Priorität haben.“ Es ist unter dem Titel „Erkenntnisgeleitete Forschung als Fundament für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands“ veröffentlicht. Darin beschreibt die größte Forschungsförderorganisation und zentrale Einrichtung für die wissenschaftliche Selbstverwaltung in Deutschland insgesamt zehn Handlungsfelder und gibt zu jedem eine Reihe konkreter Handlungsempfehlungen.

Quelle: DFG
Politik

Botanischer Garten Berlin hofft auf Rettung des einzigartigen Gewächshauses

Das Mittelmeerhaus im Botanischen Garten Berlin – Publikumsmagnet und historisches Baudenkmal. Foto: I. Haas (c): Botanischer Garten Berlin

Gestern wurde im Berliner Abgeordnetenhaus die Kürzung der Mittel für die Sanierung des beliebten Mittelmeerhauses im Botanischen Garten (BO) nicht zurückgenommen. Das Jugendstilgebäude ist eine echte architektonische Rarität und beherbergt eine der wertvollsten Pflanzensammlungen des Mittelmeerraumes. Es ist der Publikumsliebling und das Älteste der insgesamt 15 historischen Gewächshäuser im Botanischen Garten Berlin. Nun droht die baldige Schließung.

Quelle: BO
Politik

"Ohne intakte Natur werden wir unseren Wohlstand nicht halten können..."

Wirtschaftliche Aktivitäten sind hochgradig abhängig von einer vielfältigen Natur und intakten Ökosystemen. Hierin waren sich alle Expert*innen  einig, die heute beim "Hauptstadt-Impuls", einer von mehreren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien gemeinsam durchgeführten Online-Veranstaltung, zu einer ambitionierten Biodiversitätspolitik in der kommenden Legislaturperiode aufriefen. Die Beteiligten richteten ihren Appell an alle politischen Parteien, die sich am Sonntag zur Bundestagswahl stellen. Die Kernbotschaft: Ohne intakte Natur werden wir unseren Wohlstand nicht halten können, weil wir essenzielle Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen verlieren. Wir brauchen deshalb eine ambitionierte Biodiversitätspolitik in der nächsten Legislaturperiode. "Oft hört man in der öffentlichen Debatte, dass Naturschutz ein Luxus sei, den man sich in wirtschaftlich guten Zeiten leisten kann. Vordergründig mag das manchmal so wirken, aber auf lange Sicht ist das ein gefährlicher Trugschluss", bekräftigte Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ein verbreitetes politisches Argument. "Als Wissenschaftlerin kann ich Ihnen sagen: Schutz und Wiederherstellung von Natur sind effektiv und verhindern größere Schäden und höhere Kosten bereits heute, aber erst recht in der Zukunft."

Quelle: UFZ
Politik

Policy Brief: Forschende empfehlen der Bundespolitik mehr Revitalisierungen von Flüssen

Fließgewässer. Foto: Angelina Tittmann

Deutschlands Flüsse und Auen sind wichtige Ressourcen für uns Menschen und wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Doch ihre Ökosystemleistungen sind durch den Klimawandel und den Nutzungsdruck in Gefahr. Flussrevitalisierungen sind eine wichtige Zukunftsinvestition, die auch in wirtschafts- und sicherheitspolitisch herausfordernden Zeiten nicht hintangestellt werden sollte. Darauf weisen Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) anlässlich der Bundestagswahl 2025 hin. In einem IGB Policy Brief empfehlen sie der Bundespolitik, die Revitalisierung von Flüssen in Zusammenarbeit mit den Bundesländern stärker zu priorisieren.

Quelle: IGB
Politik

Deutschland als globaler Vorreiter in Biomanufacturing und Foodtech

SPRIND, die Bundesagentur für Sprunginnovationen, hat ein Positionspapier zur Bioökonomie veröffentlicht. Um sich nicht länger von fossilen Rohstoffen abhängig zu sein, sucht sie nach Alternativen und ist überzeugt, dass Hightech-Bioökonomie einen entscheidenden Beitrag zu einer klimaneutralen Industrie in Deutschland leisten wird, vor allem im Bereich des Biomanufacturing.

Quelle: SPRIND
Politik

Initiative Bioökonomie: Acht Forderungen für die Wirtschaft der Zukunft

In einem Acht-Punkte-Papier fordern führende Expert*innen von der Politik eine entschlossene Förderung der Bioökonomie, um Deutschland als Wirtschaftsstandort zu stärken und globale Herausforderungen anzugehen. Grafik: Evelyn Reinmuth, Uni Hohenheim

Nur entschlossenes Handeln kann Deutschlands Wirtschaft nachhaltiger, resilienter und zukunftsfähiger machen. Das legen Experinnen und Experten in einem Positionspapier dar. Umbau zur Kreislaufwirtschaft, Förderung von Forschung und Innovation sowie Abbau rechtlicher Hürden, Schaffung fairer Marktbedingen und Förderung von regionalen Bioökonomie-Initiativen – diese Themen müssen laut führenden Expert:innen jetzt ganz oben auf die politische Agenda. Die Botschaft ist klar: Wer die Bioökonomie stärkt, stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Sie ist ein wichtiger Schlüssel, um unsere Wirtschaft zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten. Deutschland muss jetzt handeln, um seine internationale Führungsrolle zu behaupten und die Weichen für kommende Generationen zu stellen“, betonen die beiden Hauptinitiatorinnen Prof. Dr. Iris Lewandowski von der Universität Hohenheim in Stuttgart und Prof. Dr.-Ing. Daniela Thrän vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig. Bereits 150 Personen aus Forschung und Industrie unterstützen den Aufruf an die Politik.

Quelle: Uni Hohenheim
Politik

Kabinett beschließt Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt

Die heute vom Kabinett verabschiedete Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 (NBS 2030) ist ein Meilenstein zum Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland, fasst das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) zusammen. Sie bündelt alle für den Biodiversitätsschutz zentralen Themen und Ziele in insgesamt 21 Handlungsfeldern mit 64 Zielen unter einem strategischen Dach. Dabei berücksichtigt sie neben den übergeordneten Biodiversitätszielen wie zum Beispiel dem Artenschutz und der Wiederherstellung von Ökosystemen auch weitere aktuelle Themen wie Stadtnatur, die Erderhitzung, den Ausbau von Erneuerbaren Energien oder auch die Entwicklungen in den verschiedenen Wirtschaftssektoren. Die NBS 2030 trägt damit auch dazu bei, dass die Bundesregierung ihre internationalen Vereinbarungen zum Schutz der Biodiversität umsetzt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der EU Biodiversitätsstrategie für 2030.

Quelle: BMUV

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Politik

G20-Wissenschaftsakademien empfehlen Maßnahmen für nachhaltiges Wirtschaften

Mit der Agenda 2030 setzten sich die Vereinten Nationen (UN) klare Nachhaltigkeitsziele. Wissenschaftliche Erkenntnisse leisten einen Beitrag zu dieser Transformation. Im Vorfeld des Gipfeltreffens der G20-Staaten im November in Rio de Janeiro/Brasilien haben die G20-Wissenschaftsakademien (Science20), darunter die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die gemeinsame Stellungnahme Science for Global Transformation veröffentlicht. Darin empfehlen sie den G20-Staaten konkrete Maßnahmen, die das Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele unterstützen, unter anderem in den Themenbereichen Energiesystem, künstliche Intelligenz, Bioökonomie, Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit.

Quelle: Leopoldina

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Politik

Kritik an europäischem Waldmonitoring-Vorschlag

Markierter Baum auf der Fläche des Projektes Langfristige Waldökologieforschung in Vordemwald. Foto: Tamara Baumann, WSL

Die Europäische Kommission plant, die Wälder genauer zu beobachten, und zwar mit Daten vom Boden und aus der Luft kombiniert. Ihr Vorschlag ignoriert jedoch wichtige, bestehende Ressourcen, bemängeln Waldforschende aus ganz Europa in einem 20 Waldforschende aus diversen europäischen Ländern in einem Meinungsartikel in der Fachzeitschrift Forest Ecology and Management. Auch weil manche, bereits laufende Programme und Monitoring-Projekte nicht berücksichtigt wurden. Zwei Forscher der Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) erläutern Gründe und Gegenvorschläge.

Quelle: WSL beim idw

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Politik

Wie Wissenschaft besser zum Agrar- und Ernährungswandel beitragen kann

Der Wissenschaftsrat empfiehlt eine Neuorientierung der Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften. Denn weltweit leiden über 800 Millionen Menschen Hunger, etwa zwei Milliarden sind übergewichtig. Wie Nahrungsmittel heute produziert und verarbeitet werden, trägt außerdem zum Klimawandel sowie Biodiversitätsverlust bei und begünstigt prekäre Arbeitsbedingungen. Damit sich das ändert, müssen die Agrar- und Ernährungssysteme grundsätzlich transformiert werden. Maßgeblich können die Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften sowie die angrenzenden Disziplinen dazu beitragen. Hierfür muss sich das Wissenschaftsfeld jedoch selbst verändern, wie der Wissenschaftsrat (WR) in seinen Empfehlungen „Perspektiven der Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften“ analysiert. Zwar sind die betreffenden Disziplinen international anerkannt und im deutschen Wissenschaftssystem breit verankert – von den Hochschulen bis zu den Ressortforschungseinrichtungen –, doch sie sind zugleich fragmentiert und nicht ausreichend auf die notwendigen Transformationsaufgaben ausgerichtet. „Die Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften müssen sich neu orientieren und systemisch untereinander und mit angrenzenden Disziplinen – von der Medizin bis zu den Sozialwissenschaften – zusammenwirken, um zur Lösung der großen, mit der weltweiten Ernährung verbundenen Probleme beizutragen“, erklärt der Vorsitzende des Wissenschaftsrats Wolfgang Wick.

Quelle: WR

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Politik

Biodiversitätsindikatoren vorgelegt für Agrarpolitik

Blühstreifen in einer Agrarlandschaft. Foto: Josephine Kuhlow, Thünen-Institut

Der Verlust der Artenvielfalt gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit – auch und vor allem in den Agrarlandschaften. Bisher ist es jedoch nicht möglich, bundesweite Aussagen über den Zustand und die Veränderungen der biologischen Vielfalt dort zu treffen. Das soll sich durch die Arbeit des MonViA-Verbundprojektes ändern. Ein erstes Ergebnis haben die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun vorgelegt: eine Sammlung von 41 Indikatoren, mit deren Hilfe die Entwicklung der biologischen Vielfalt wildlebender Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sowie die genetische Vielfalt der Nutzpflanzen und -tiere in Agrarräumen gemessen werden kann.  Das vorgeschlagene Indikatoren-Set umfasst mit der Einteilung in Lebensräume, Organismen und Genetik die drei Ebenen der Biodiversität. Vervollständigt wird der Bericht durch die Prüfung von Monitoringansätzen, die Erprobung von innovativen und bestandsschonenden Erfassungsmethoden wie Kamerafallen oder auch die gemeinsame Auswertung von Daten aus dem Naturschutz und der Landwirtschaft, meldet das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei.

Quelle: Thünen

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Politik

DFG-Senatskommission fordert Entbürokratisierung bei Umsetzung des Gentechnikrechts

Die Mitglieder der Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) haben Empfehlungen zur Vereinfachung und Vereinheitlichung des Verwaltungsvollzugs bei gentechnischen Arbeiten der Sicherheitsstufe S1 gegeben. Sie hat kurzfristig umsetzbare Empfehlungen erarbeitet, um den bürokratischen Aufwand in gentechnischen Anlagen zumindest auf der niedrigsten von vier Sicherheitsstufen (S1) abzubauen. Ziel ist es, dort ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheitsanforderungen und wissenschaftsförderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen herzustellen.

Quelle: DFG

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Politik

Appell: Sommerurlaub bitte ohne Pflanzensouvenirs

Bild der Kampagne #PlantHealth4Life der European Food Safety Authority (EFSA). https://www.efsa.europa.eu/de/plh4l Quelle: EFSA

Wer von einer Reise außerhalb der EU zurückkehrt, bringt gerne Pflanzen oder Pflanzenteile mit: Samen und Ableger für Hobby-Gärtner, Zapfen und Äste als Dekoration, oder frisches Obst als Reiseproviant. Keine gute Idee! Als koordinierende, nationale Behörde im Bereich der Pflanzengesundheit warnt das Julius Kühn-Institut (JKI) Reisende davor, unbedacht Pflanzenmaterial in die EU einzuführen: All diesen Mitbringseln können unbemerkt Insekten, Pilze oder Bakterien anhaften, in Holz reisen Käferlarven mit und Viren schlummern in den Blättern exotischer Zierpflanzen. „Schadorganismen aus Nicht-EU-Ländern können große wirtschaftliche, aber auch ökologische Schäden in der EU und Deutschland verursachen,“ erklärt Dr. Bernhard Schäfer, Institutsleiter des zuständigen Fachinstituts am JKI, „Selbst innerhalb der EU sollte darauf verzichtet werden, einfach so Pflanzen oder Bodenmaterial von einem Land ins nächste zu transportieren.“ Mandelbäume aus Mallorca könnten zum Beispiel mit dem Bakterium Xylella fastidiosa befallen sein – dieses infiziert neben Mandel, Weinrebe, Olive, Kirsche und Pflaume auch zahlreiche Zierpflanzen (z. B. Oleander) oder Laubbäume wie Ahorn, Eiche, Platane und Ulme.

Quelle: JKI

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Politik

Schäden durch invasive Arten werden unterbewertet

In einer breit angelegten Befragung haben Forschende der Goethe-Universität und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt die Sichtweise und Wahrnehmung von Interessenvertreter*innen in Deutschland zum Thema invasive Arten untersucht. Die Ergebnisse der im Fachjournal Biological Invasions erschienenen Studie zeigen, dass alle befragten Interessengruppen die Verbreitung von invasiven Arten als Problem wahrnehmen und ein hohes Interesse an der Thematik haben. Der wirtschaftliche Schaden, den invasive Arten jährlich in Deutschland verursachen, sowie deren Vielfalt wurden aber in allen Gruppen deutlich unterschätzt.

Quelle: Senckenberg

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Politik

EU-Umweltrat sagt "Ja" zum Nature Restoration Law

Die umstrittene europäische Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law) hat überraschend die letzte Hürde genommen und ist am 17. Juni vom EU-Umweltrat verabschiedet worden. Prof. Dr. Josef Settele, Agrarbiologe am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU), erklärt die Verbesserungen, die die Verordnung für den Naturschutz bringt, und warum Renaturierung so wichtig ist.

Quelle: UFZ

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Politik

Stellungnahme zur Wiederherstellung der Natur

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) fordert darin die Bundesregierung auf, die „Wiederherstellung der Natur in Deutschland anzugehen“. Der Bericht betont, dass Natur nicht nur geschützt, sondern ihr Zustand dringend aktiv verbessert werden müsse. Zentrale Forderung der 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind dabei bessere Rahmenbedingungen für die Wiederherstellung von Natur, Flächen „zukunftsfähig zu bewirtschaften“ sowie eine „ambitionierte Renaturierungspolitik“ in Deutschland und in Europa. Der SRU unterstreicht in dem 92-seitigen Papier die Bedeutung von Fördermaßnahmen für den Natürlichen Klimaschutz, unter anderem im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Die Stellungnahme ist gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen (WBBGR) sowie dem Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik (WBW) entstanden und liegt als Unterrichtung (20/11595) der Bundesregierung vor, berichtet Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Politik · WissKomm

Ausschuss stimmt für Stärkung der Wissenschaftskommunikation

Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat sich für eine Stärkung der Wissenschaftskommunikation ausgesprochen. Der Ausschuss stimmte in seiner Sitzung am Mittwoch einem entsprechenden Antrag (20/10606) der Koalitionsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zu. Für den Antrag votierten die antragstellenden Fraktionen sowie die CDU/CSU-Fraktion. Die AfD-Fraktion und die Gruppe Die Linke enthielten sich. Mit dem Antrag sollen die Potenziale der Wissenschaftskommunikation besser ausgeschöpft werden. Denn die Wissenschaftskommunikation biete „Wissen als Grundlage für demokratische Prozesse an“ und ermögliche evidenzbasierte Entscheidungen und wirke gegen Fake News und Desinformationen. Das meldet heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Politik

Mehr Artenvielfalt durch Schutzgebiete und biodiversitätsfreundliche Landwirtschaft

Streifenanbau mit Winterraps und Winterweizen zur Förderung der Artenvielfalt. Foto: Uwe Holst

Die anhaltenden Verluste an biologischer Vielfalt durch die Ausweitung und Intensivierung der Landwirtschaft sind dramatisch. In einem Meinungsartikel in der Fachzeitschrift Trends in Ecology and Evolution argumentieren Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Hohenheim sowie dem Centre for Ecological Research in Vácrátót in Ungarn, dass ein Mix aus Maßnahmen in der Landwirtschaft und für Schutzgebiete notwendig ist, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. „Mit diesem Artikel wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die falsche Dichotomie der „land sparing versus land sharing“-Debatte zu überwinden“, sagen der Erstautor, der Göttinger Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke und seine beiden Koautoren, Dr. Péter Batáry vom Centre for Ecological Research in Vácrátót, Ungarn, und Prof. Dr. Ingo Grass von der Universität Hohenheim. Bei dieser Debatte geht es darum, ob es eher eine Integration (land sharing) oder Segregation (land sparing) von Naturschutz-Maßnahmen und landwirtschaftlicher Produktion geben soll.  

Quelle: Uni Göttingen

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Politik

Waldforum der Vereinten Nationen: „Aufforstung ist keine einfache Win-Win-Geschichte“

Prof. Dr. Daniela Kleinschmit. Foto: Jürgen Gocke

Die Universität Freiburg interviewte Daniela Kleinschmit, Professorin für Forst- und Umweltpolitik und angehende Präsidentin der internationalen Dachorganisation der Forstwissenschaften IUFRO, die in dieser Woche ihre Ergebnisse bei den Vereinten nationen in New York präsentieren wird. Dort wird beim Waldforum (UNFF19) über Fragen der internationalen Wald-Governance beraten, also darüber, wie Staaten und internationale Organisationen gute Regeln für die Nutzung und Erhaltung der globalen Wälder finden können. Ein wichtiger Impulsgeber wird dabei ein Bericht sein, den ein internationales Team von Forstwissenschaftler*innen unter der Leitung von Professorin Kleinschmit erstellt hat.

Quelle: Uni Freiburg

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Politik · WissKomm

Sachverständige fordern bessere Wissenschaftskommunikation

In einer öffentlichen Anhörung hat sich der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwochvormittag mit der Wissenschaftskommunikation beschäftigt. Grundlage war ein Antrag (20/10606 -> siehe pdf) der Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, die darin eine systematische und umfassende Stärkung der Wissenschaftskommunikation fordern. Die Koalitionsfraktionen wollen unter anderem die Potenziale der Wissenschaftskommunikation besser ausschöpfen. Denn diese biete „Wissen als Grundlage für demokratische Prozesse an“ und ermögliche evidenzbasierte Entscheidungen und wirke gegen Fake News und Desinformationen. „Gesamtgesellschaftlich fördert sie Resilienz, Zukunftsfähigkeit und Innovationsbereitschaft und stärkt das Vertrauen in Wissenschaft“, heißt es in dem Antrag weiter. Dabei präsentiere moderne Wissenschaftskommunikation Forschungsergebnisse nicht nur, sondern setze auf Diskussion, Co-Produktion und Kontextualisierung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Ergebnissen.

Quelle: Heute im Bundestag (hib)

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Politik

Warum Deutschland eine Politik zur Wiederherstellung der Natur braucht

Auch wenn das EU-Renaturierungsgesetz nach Zustimmung des Parlaments derzeit im Ministerrat feststeckt, sollte Deutschland die Aufgabe der Wiederherstellung der Natur dringend angehen. Der Zustand vieler Ökosysteme in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten weiter verschlechtert. Ergänzend zum Schutz der verbliebenen Natur sollte stärker als bisher der Zustand geschädigter Ökosysteme verbessert werden. Dazu gehört es, sowohl die bestehenden Schutzgebiete aufzuwerten als auch mehr landwirtschaftliche Flächen und Wälder naturnäher und zukunftsfähiger zu bewirtschaften.

Quelle: Umweltrat.de

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Politik

G7-Wissenschaftsakademien: Stellungnahme zur nachhaltigen Landwirtschaft

Die Landwirtschaft steht durch die wachsende Weltbevölkerung, die Auswirkungen des Klimawandels und den Verlust der Biodiversität unter Druck: Die Nahrungsmittelproduktion muss global gesteigert werden, ohne gleichzeitig weiter zu Klima- und Umweltwandel beizutragen. Hierzu sind auch nachhaltige Ernährungsweisen und Konsummuster notwendig. Die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten sprechen sich dafür aus, Forschung und Innovationen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie die Möglichkeit zur Aus- und Weiterbildung weltweit zur Verfügung zu stellen. Dafür sollen geeignete Studiengänge geschaffen und für Forschung und Innovation auch lokales Wissen einbezogen werden. Die S7-Akademien empfehlen den G7-Staaten Investitionen, um die mikrobielle Biodiversität des Bodens zu sichern und zu überwachen, Wasser effektiver aufzufangen, zu nutzen und zu recyclen sowie Saatgut für an Trockenheit angepasste und widerstandsfähige Nutzpflanzen zu entwickeln und weltweit verfügbar zu halten. Der internationale Agrarhandel sollte zudem so strukturiert sein, dass nachhaltig erzeugte Lebensmittel bevorzugt werden. Die Stellungnahme zur Landwirtschaft ist eine der sieben Stellungnahmen, die die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten - darunter die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina - heute veröffentlicht haben. Die Akademien rufen die Regierungen der G7-Staaten dazu auf, sich beim diesjährigen G7-Gipfel in Apulien/Italien im Juni mit Themen der Landwirtschaft, der künstlichen Intelligenz, des kulturellen Erbes, der Gesundheit, der nuklearen Rüstungskontrolle und der sozialen Ungleichheit zu befassen.

Quelle: Leopoldina

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Politik

EU: Vielversprechende Technologiefelder Biotechnologie und Bioproduktion

Die EU-Kommission hat heute eine Reihe gezielter Maßnahmen zur Förderung der Biotechnologie und der Bioproduktion in der EU vorgeschlagen. In ihrer Mitteilung über die Natur als Fundament der Zukunft werden die damit in Zusammenhang stehenden Herausforderungen und Hürden aufgezeigt und Vorschläge unterbreitet, wie diese im Einklang mit der Mitteilung über die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der EU angegangen werden können. Wegen der Fortschritte im Bereich der Biowissenschaften, die mithilfe von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) erzielt werden, und der Möglichkeiten, die sich aus biobasierten Lösungen zur Behebung gesellschaftlicher Probleme ergeben, zählen Biotechnologie und Bioproduktion zu den vielversprechendsten technologischen Gebieten dieses Jahrhunderts. Biotechnologie und Bioproduktion können die EU dabei unterstützen, die Umgestaltung ihres Agrar-, Forst-, Energie-, Lebensmittel- und Futtermittelsektors sowie ihrer Industrien voranzutreiben. Außerdem können sie einen Beitrag zu einer wettbewerbsfähigeren und widerstandsfähigeren EU leisten, die ihren Bürgerinnen und Bürgern eine bessere Gesundheitsversorgung bietet und ihren grünen und ihren digitalen Wandel erfolgreich voranbringt.

Quelle: EU Kommission

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Politik

10 Must-Knows als Wegweiser für den Erhalt der Biodiversität

Von der noch unentdeckten Artenvielfalt über widerstandsfähige Wälder bis zu den Auswirkungen des Lebensmittelkonsums auf die Natur: 64 Expertinnen und Experten haben jetzt ihr Wissen und ihre Empfehlungen gebündelt und in Form von „10 Must-Knows aus der Biodiversitätsforschung“ für 2024 veröffentlicht. Der neue Bericht des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität, dem auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) angehört, zeigt Politik und Gesellschaft konkrete Wege auf, wie die biologische Vielfalt auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene wirksam erhalten und nachhaltig genutzt werden kann, und wie sich dadurch zugleich das Klima schützen lässt. Mit der Veröffentlichung tragen die Forschenden aktuelle, wissenschaftliche Fakten zusammen und somit zur Debatte um die nationale Biodiversitätsstrategie bei, die noch vor der nächsten Weltnaturkonferenz im Herbst 2024 verabschiedet werden soll.

Quelle: PIK

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Politik

Expertenkommission fordert Präzisionstechnologien und Grüne Gentechnik für mehr Nachhaltigkeit

Das neue Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) wurde heute an Bundeskanzler Olaf Scholz übergeben. Darin wird der Einsatz von Präzisionstechnologien und Gentechnik für mehr Nachhaltigkeit befürwortet. Denn die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: das globale Bevölkerungswachstum, die Anpassung an den Klimawandel, der Rückgang landwirtschaftlicher Flächen sowie Biodiversitätsverlust und Grundwasserbelastung, die durch die Landwirtschaft selbst verursacht werden. Professor Till Requate von der Universität Kiel und Mitglied der Expertenkommission stellt klar: „Die Landwirtschaft muss in Zukunft größere Mengen an Nahrungsmitteln mit weniger umweltbelastenden Betriebsmitteln wie Pflanzenschutz- und Düngemitteln produzieren. Und das bei gleichzeitig schrumpfenden Flächen und sich verändernden Klimabedingungen. Im neuen EFI-Gutachten zeigen wir, dass der Einsatz von Präzisionstechnologien und Smartfarming sowie Produkte der Grünen Gentechnik helfen können, mit diesen vielfältigen Herausforderungen umzugehen und damit die Transformation der Landwirtschaft voranzubringen.“

Quelle: EFI

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Politik · WissKomm

Biowissenschaften bestmöglich kommunizieren - Positionspapier zur Wissenschaftskommunikation vorgelegt

Wissenschaftskommunikation in der Biologie steht vor spezifischen Herausforderungen. Dazu gehören die Geschwindigkeit des biowissenschaftlichen Erkenntnisgewinns sowie Erwartungen und Diversität der Zielgruppen. Der Verband Biowissenschaften, Biologe und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) hat in diesem Kontext ein Positionspapier vorgelegt, das die Besonderheiten skizziert und Empfehlungen an Forschungsfördernde, Hochschulen, Akademien sowie Wissenschafts- und Bildungspolitik formuliert. Zentrale Forderungen betreffen die stärkere Professionalisierung von Wissenschaftler/-innen sowie grundlegende biologisch-fachliche Qualifikationen von Vermittler/-innen aus dem Kommunikationsbereich. Das Positionspapier formuliert konkrete Forderungen, darunter:

  • Schaffung von organisationsinternen Freiräumen und die dafür erforderliche finanzielle Unterstützung sowohl für institutionelle Strukturen als auch für individuelle Projekte zur Wissenschaftskommunikation von Forschenden, zusätzliche Stellen für Kommunikationsexpert/-innen mit soliden biologischen Kenntnissen,
  • Berücksichtigung von Leistungen in der Wissenschaftskommunikation auch im Rahmen von Berufungs- und Evaluationsverfahren,
  • erleichterte Durchlässigkeit zwischen Studiengängen aus Biowissenschaften, Kommunikationswissenschaften sowie Lehramtsstudiengängen zwecks Schaffung von professionellen Ausbildungsgängen für Vermittler/-innen zwischen Wissenschaft und gesellschaftlichen Zielgruppen.

Zugleich wendet sich das Positionspapier zur Wissenschaftskommunikation auch an die biowissenschaftliche Community selbst.

Quelle: VBIO

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Politik

Neue DFG-Senatskommission "Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen"

Die globalen Agrar- und Ernährungssysteme sind in einem tiefgreifenden Wandel begriffen, Gründe dafür sind der Klimawandel, Biodiversitätsverlust, die Änderung der Landnutzung oder auch demografische Veränderungen. Diesen Wandel besser zu verstehen und wissenschaftlich fundierte Informationen für die daraus resultierenden gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen aufzubereiten, ist der Auftrag der neu eingerichteten Ständigen Senatskommission Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Einrichtung der Kommission beschloss der Senat der DFG im Dezember 2023. Jetzt haben alle 18 Mitglieder aus den Agrar-, Gesellschafts-, Natur- und Lebenswissenschaften ihre Arbeit in der Kommission zugesagt, den Vorsitz übernimmt die Agrarbiologin Professorin Dr. Doris Vetterlein. Zur Liste der 18 Mitglieder https://www.dfg.de/de/dfg-profil/gremien/senat/agrar-ernaehrungssysteme/liste.

Quelle: DFG

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Politik

NGT: EU-Parlament stimmt für neue Regeln für mehr Nachhaltigkeit

Das Europäische Parlament hat einen Vorschlag für eine neue Verordnung über Pflanzen angenommen, die mit bestimmten neuen genomischen Techniken (NGT) erzeugt wurden. Das Parlament nahm mit 307 zu 263 Stimmen bei 41 Enthaltungen seinen Standpunkt für die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über den Kommissionsvorschlag zu neuen genomischen Techniken an, mit denen das genetische Material eines Organismus verändert wird. Die neuen Regeln für NGT-Pflanzen sollen das Lebensmittelsystem nachhaltiger und krisenfest machen, indem verbesserte Pflanzensorten entwickelt und genutzt werden können, denen bestimmte klimatische Einwirkungen bzw. Schädlinge nichts anhaben können. Für NGT-Pflanzen, die als gleichwertig mit herkömmlichen Pflanzen gelten, gibt es Lockerungen; die Kennzeichnungspflicht bleibt für alle NGT-Pflanzen bestehen. Die Abgeordneten befürworteten nun den Vorschlag, zwei verschiedene Kategorien und zwei Regelwerke für NGT-Pflanzen einzuführen:

  1. NGT-Pflanzen, die als gleichwertig mit herkömmlichen Pflanzen gelten (Kategorie 1), sollen von den GVO-Vorschriften ausgenommen werden. Dies sind neue Sorten mit bis zu 20 genetischen Veränderungen im Vergleich zur ursprünglichen Pflanze.
  2. Für alle anderen NGT-Pflanzen (Kategorie 2) sollen künftig strengere Regeln gelten.

Die Abgeordneten wollen die Kennzeichnungspflicht für Produkte aus NGT-Pflanzen der Kategorien 1 und 2 beibehalten. Sie sprachen sich auch dafür aus, NGT-Pflanzen in der ökologischen bzw. biologischen Produktion weiterhin zu verbieten. Man müsse erst prüfen, ob sie mit deren Grundsätzen vereinbar sind. Die Abgeordneten fordern ein vollständiges Verbot von Patenten auf jegliche NGT-Pflanzen, jegliches Pflanzenmaterial und Teile davon sowie auf genetische Informationen und die darin enthaltenen Verfahrensmerkmale. Das Parlament beginnt nun die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über die endgültige Form des Gesetzes.

Quelle: EU-Parlament

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Politik

EU-Parlament erkennt Notwendigkeit der neuen genomischen Techniken

Die europäische Vereinigungen Association Française des Biotechnologies végétales (AFBV), Wissenschaftskreis Genomik und Gentechnik (WGG), Europäische nachhaltige Landwirtschaft durch Genom-Editierung (EU-SAGE) und Gesellschaft für Pflanzen Biotechnologie (GfPB), in denen vor allem Wissenschaftler*innen und Expert*innen der Biotechnologie zusammengeschlossen sind, begrüßen das Votum des Europäischen Parlaments vom 7. Februar (307 zu 263 bei 41 Enthaltungen) zugunsten des von der Kommission im Juli 2023 veröffentlichten Entwurfs einer Verordnung über Pflanzen, die mit Hilfe neuer Genomtechniken gezüchtet wurden (NGT).

Quelle: EU-Sage (pdf)

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Politik

Wissenschaft verbindet – offener Diskurs und internationale Zusammenarbeit sind unabdingbar

Die unter dem Motto „Wissenschaft verbindet“ zusammengeschlossenen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften sind bestürzt über die antidemokratischen und nationalistischen Ansätze in Deutschland, die einzelne Personen und ganze Gruppen bedrohen und ausgrenzen. Dies schadet dem Wissenschaftsstandort Deutschland. Wissenschaft ist angewiesen auf Weltoffenheit, internationale Zusammenarbeit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie die Freiheit von Forschung und Lehre. Alle Mitglieder der mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften sind aufgerufen, in ihrem Umfeld ein klares Signal für eine weltoffene, demokratische Gesellschaft und eine freie Wissenschaft zu setzen, zitiert der dazu gehörende Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) die gemeinsame Stellungnahme.

Quelle: VBIO

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Politik

Globale Agrar- und Ernährungswende würde volkswirtschaftliche Gewinne in Höhe von mehreren Billionen US-Dollar erzielen

Eine umfassende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme auf der ganzen Welt würde zu sozioökonomischen Gewinnen in Höhe von 5 bis 10 Billionen US-Dollar pro Jahr führen – das zeigt ein neuer globaler Bericht, der von führenden Forschenden der Ökonomie und aus der Food System Economics Commission (FSEC) auf Initiative des Direktors des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt wurde. Die bisher umfassendste Studie zur Ökonomie von Agrar- und Ernährungssystemen macht deutlich, dass diese derzeit mehr Wertschöpfung zerstören als sie hervorbringen und dass eine Überarbeitung der politischen Rahmenbedingungen für Ernährungssysteme dringend erforderlich ist. Darüber hinaus wären die Kosten einer Transformation viel geringer als der potenzielle Nutzen, der vielen Hundert Millionen Menschen ein besseres Leben ermöglichen würde.

Quelle: PIK

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Politik

Wissenschaft braucht freiheitliche Demokratie und Rechtstaatlichkeit

Vor dem Hintergrund immer unverhohlener antidemokratischer Bestrebungen und damit verbundener Menschenverachtung betont das Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) klar und eindeutig: Freiheitliche Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind die unverrückbaren Säulen unseres Landes und seiner Institutionen. Sie sind auch wesentliche Voraussetzung für die Existenz eines wettbewerbsfähigen und international kompatiblen deutschen Hochschulsystems. Der umfassende rechtliche Schutz der Wissenschaftsfreiheit, wie ihn unser Grundgesetz vorsieht, ist die Basis für den Erfolg unserer Wissenschaft. Wissenschaftler*innen müssen Forschungsthemen frei wählen und bearbeiten können. Forschung und Lehre dürfen nicht zu politischen Zwecken instrumentalisiert werden. Nur so entfaltet Wissenschaft ihr ganzes Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft.  

Quelle: HRK

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Politik

Weltweite Nahrungsmittelversorgung trotz EU-Regulierungen sichern

Forschende haben Informationen zusammengetragen, die politischen Entscheidungsträgern helfen sollen, die einzelnen Optionen für eine neue EU-weite Regulierung von Züchtungstechnologien besser zu verstehen. Damit soll der Erfolg von Lebensmittelproduzenten in der EU auf dem Weltmarkt gesichert werden. Prof. Dr. Kai Purnhagen, Professor für Lebensmittelrecht an der Universität Bayreuth, und sein Team raten dazu, sich auf Pflanzeneigenschaften mit Nachhaltigkeitsvorteilen zu konzentrieren. Dies sei „am besten geeignet, um einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Übergang zur Klimaneutralität zu leisten und Nachhaltigkeit umgehend in alle lebensmittelrelevanten Politikbereiche zu integrieren“, sagt Purnhagen. Die Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift Nature Plants veröffentlicht. Sie sollen in die aktuelle Diskussion um einen Gesetzentwurf der EU-Kommission einfließen.

Quelle: Uni Bayreuth

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Politik

EU-Gentechnikrecht: „Der Wissenschaft rennt die Zeit davon"

Rund 80 Fachleute aus Wissenschaft und Politik kamen Mitte November in der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission bei einem Parlamentarischen Abend zusammen. In der Veranstaltung sollten sie der Regierungsfraktionen den wissenschaftlichen Standpunkt zum EU-Regulierungsvorschlag für Neue Züchtungstechniken zu erläutern. „Es wäre ein falsches Signal an Wissenschaft und Forschung, sollte die Entscheidung über eine Neuregulierung des Gentechnikrechts weiter aufgeschoben werden", sagte DFG-Präsidentin Katja Becker, wie das Portal Bioökonomie von der Veranstaltung mit dem Titel „Neue Züchtungstechniken als Beitrag zur Bewältigung multipler Krisen des 21. Jahrhunderts“ berichtet. Patentrechtliche Fragen sollten auf Vorschlag der DFG vom EU-Vorschlag zum Gentechnikrecht entkoppelt werden. „Der Wissenschaft rennt die Zeit davon" mahnte der Passauer Rechtswissenschaftler Hans-Georg Dederer, denn bis eine neue Regelung tatsächlich anwendbar wäre, würden viele Monate verstreichen. Eine "riesige Chance, Pflanzen effizient, zielgerichtet und sicher zu züchten," sieht die Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger in den neuen Züchtungstechniken.

Quelle: Bioökonomie.de

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Politik

DFG: Nationaler Aktionsplan für den EU-Forschungsraum kann echten Mehrwert schaffen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) begrüßt die am 15. November erfolgte Verabschiedung des „Nationalen Aktionsplans für den Europäischen Forschungsraum“ durch die Bundesregierung. Der Aktionsplan, der federführend vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erarbeitet wurde, definiert Leitlinien und Handlungsfelder, die darlegen, wie Deutschland zu den im „Pakt für Forschung und Innovation in Europa“ formulierten gemeinsamen europäischen Zielen bis 2027 beitragen will. Darüber hinaus sieht er die Einrichtung eines „Deutschen Forums für europäische Forschungs- und Innovationspolitik“ (Forum.EU) zur Förderung der Kohärenz zwischen regionaler, nationaler und europäischer Forschungspolitik vor.

Quelle: DFG

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Ausbildung · Politik

Fach-Kompetenz als Schlüssel: VBIO setzt sich für eine Stärkung der MINT-Bildung ein

Die Förderung der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) muss angesichts der Herausforderungen einer sich wandelnden Welt ein zentrales gesellschaftliches Anliegen sein. Anlässlich der von der Kultusministerkonferenz vorgelegten Empfehlungen zur Stärkung der MINT-Bildung (in der Entwurfsfassung) weist der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) auf die besondere Rolle des Biologieunterrichtes hin: Der interdisziplinäre Charakter biologischer Fragestellungen ermöglicht es, komplexe MINT-Konzepte auf greifbare und relevante Weise zu vermitteln und das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken. Dazu bedarf es hoher fachlicher Kompetenzen und kontinuierlicher Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte, bekräftigt der VBIO, in dem auch unsere DBG Mitglied ist.

Quelle: VBIO

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Politik

„Die Rolle von Wäldern im Klimaschutz wird zu optimistisch eingeschätzt“

Weil Wälder große Mengen Kohlenstoffdioxid (CO2) speichern, gelten sie als ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel. Die Vereinten Nationen (UN) haben daher 2021 beschlossen, die globale Entwaldung bis zum Jahr 2030 zu stoppen. Wie dieses Vorhaben vorankommt, soll auf der bald stattfindenden Klimawandelkonferenz der Vereinten Nationen in Dubai (30. Nov. - 12. Dez. 2023) besprochen werden.
„Diese Diskussion beruht jedoch teilweise auf falschen Annahmen und unterschätzt die Risiken, vor denen unsere Wälder stehen“, sagt der Waldbau-Experte Prof. Dr. Jürgen Bauhus. Zusammen mit dem Forstökonomen Prof. Dr. Marc Hanewinkel und der Bodenökologin Prof. Dr. Friederike Lang erforscht er an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg, wie die Wälder der Zukunft ihre wichtigen Funktionen für Mensch und Natur weiterhin erfüllen können. Die UN würden die Rolle von Wäldern im Klimaschutz viel zu optimistisch sehen, so die drei Forschenden.

Quelle: Uni Freiburg

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Politik

Appell: Zustimmung zum EU-Vorschlag für neue Züchtungstechniken bei Pflanzen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen dringenden Appell an die Bundesregierung gerichtet, dem Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission zum Umgang mit neuen genomischen Techniken in der Pflanzenzucht zuzustimmen. Die größte Forschungsförderorganisation und zentrale Selbstverwaltungseinrichtung für die Wissenschaft in Deutschland organisierte hierfür einen Parlamentarischen Abend in Berlin, um Vertreterinnen und Vertretern der Regierungsfraktionen den wissenschaftlichen Standpunkt zum EU-Vorschlag zu erläutern. Die Veranstaltung mit dem Titel „Neue Züchtungstechniken als Beitrag zur Bewältigung multipler Krisen des 21. Jahrhunderts“ in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin brachte rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik und Wissenschaft zusammen. Auf ihr wurden unter anderem die aktuell diskutierten patentrechtlichen Fragen angesprochen, die auch aus Sicht der Wissenschaft von großer Bedeutung, aber doch so komplex sind, dass diese Debatte separat geführt und nicht mit dem vorliegenden Regulierungsvorschlag verwoben werden sollte. Der Verordnungsentwurf der EU-Kommission insgesamt könnte so idealerweise noch vor der Europawahl am 9. Juni 2024 verabschiedet werden.

Quelle: DFG

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Politik

Offener Brief: Appell für evidenzbasiertes europäisches Gentechnikrecht

Kürzlich hat die EU-Kommission einen Vorschlag zur „zukünftigen Regulierung der Nutzung von Pflanzen, die mithilfe neuer gentechnischer Verfahren (NGT) erstellt wurden“ vorgelegt. Dieser wägt klug ab zwischen wissenschaftlichem Kenntnisstand, neuesten Entwicklungen in der Pflanzenzüchtung sowie den Interessen des ökologischen Landbaus. Über 400 Wissenschaftlerinnen und WIssenschaftler in Deutschland haben auf Initiative des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e. V.) und des Wissenschaftskreises Gentechnik und Genomik (WGG) in einem offenen Brief an die drei zuständigen Bundesminister*innen, für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Steffi Lemke, und für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, appelliert, sich für die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Regelungen einzusetzen.

Quelle: WGG

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Politik

Vorteilsausgleich für biologische Vielfalt erfordert radikal neuen Ansatz für DSI

Grundsätze eines neuen multilateralen ABS-Systems für digitale Sequenzinformationen auf der Grundlage eines neuen Konzepts für den Vorteilsausgleich. Grafik: Davide Faggionato, Leibniz-Institut DSMZ

Expertinnen und Experten betonen die Notwendigkeit, bei der Entwicklung eines neuen internationalen Mechanismus zur Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung digitaler Sequenzinformationen (DSI) mit der Vergangenheit zu brechen. Auf der COP-15-Tagung 2022 erzielten die Unterzeichnenden des Übereinkommens über die biologische Vielfalt ein neues Abkommen, das sogenannte Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework, das Bestimmungen zur Einrichtung eines separaten, multilateralen Mechanismus für den Vorteilsausgleich für die Nutzung von "digitalen Sequenzinformationen" (DSI) enthält. DSI sind biologische Daten, die mit genetischen Ressourcen verbunden sind oder von diesen abgeleitet werden, wie Nukleotidsequenzen und epigenetische, Protein- und Metabolitdaten. In einer neuen Analyse des Policy Forum, die in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde, betonen die Forschenden, dass der internationalen Gemeinschaft nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung steht, um ein einfaches, harmonisiertes, effektives und transformatives Rahmenwerk für den Vorteilsausgleich bei DSI zu entwickeln. Die Autoren empfehlen, dass dieser neue Rahmen mit der bisherigen Art und Weise, wie Länder den Zugang und Vorteilsausgleich für biologisches und genetisches Material geregelt haben, brechen sollte. Das berichten die Alliance of Bioversity International und CIAT und Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in einer gemeinsamen Pressemitteilung.  

Quelle: DSMZ

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Politik

DFG und Leopoldina zur EU-Debatte um neue genomische Techniken in der Pflanzenzucht

Anlässlich der anstehenden Beratungen von Bundesrat und Bundestag zum EU-weiten Umgang mit Pflanzen, die mit neuen genomischen Verfahren gezüchtet (NGT) worden sind, haben die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute eine Ad-hoc-Stellungnahme veröffentlicht. Darin bekräftigen sie ihre Unterstützung für den von der Europäischen Kommission am 5. Juli 2023 vorgeschlagenen Verordnungsentwurf. DFG und Leopoldina greifen dabei drei Themenbereiche auf, zu denen es in der bisherigen politischen Debatte den größten Informationsbedarf gab und fassen hierzu den aktuellen Stand der Wissenschaft zusammen:

  1. Anwendbarkeit des Vorsorgeprinzips,
  2. Mögliche wirtschaftliche Konsequenzen für Züchterbetriebe,
  3. Vereinbarkeit mit ökologischer Landwirtschaft.

Auch unsere DBG hält den Verordnungsentwurf der EU-Kommission, wie NGTs in Zukunft reguliert werden sollen, für wissenschaftlich sinnvoll, wie wir im Juli in unserer Stellungnahme dargelegt haben.

Quelle: Leopoldina

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Politik

BMVU und UBA bitten um Ideen zum Leben mit dem Klimawandel

Mit dem heutigen Beginn der "Woche der Klimaanpassung" starten Bundesumweltministerium (BMVU) und Umweltbundesamt (UBA) eine dreiwöchige Online-Beteiligung zu Fragen der Klimaanpassung. Bis zum 8. Oktober 2023 können alle Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anliegen zu einem klimaangepassten Deutschland auf einer Online-Plattform einbringen. Der Online-Dialog ist Teil des breit angelegten "Dialog KlimaAnpassung – Leben im Klimawandel gemeinsam meistern", mit dem das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt derzeit die gesellschaftliche Diskussion zur notwendigen Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimakrise führen. Ziel ist es, von möglichst vielen Menschen Ideen und weitere Beiträge für die Entwicklung der neuen vorsorgenden Klimaanpassungsstrategie mit messbaren Zielen zu erhalten. Der Bereich "DeinDialog KlimaAnpassung" richtet sich besonders an Jugendliche und junge Menschen.

Quelle: BMVU

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Politik

EU-Vorschlag zu Neuen Genomischen Techniken berücksichtigt Empfehlungen der Wissenschaft

Vor dem Hintergrund des Konsultationsverfahrens der EU-Kommission zur künftigen rechtlichen Regulierung der Nutzung von Pflanzen, die mithilfe neuer gentechnischer Verfahren (NGT) gezüchtet wurden, haben der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) und seine Mitgliedsgesellschaft Wissenschaftskreis Genomik und Gentechnik e.V. (WGG) nun eine weiter gehende Stellungnahme vorgelegt. Darin arbeiten sie heraus, dass es sich bei dem nun vorliegenden Entwurf um einen gut ausbalancierten Vorschlag handelt, der die Empfehlungen und Interessen von Wissenschaft und Forschung angemessen berücksichtigt.

Quelle: VBIO

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Politik

Sensibilisierung der Wissenschaft im Umgang mit China

Die Bundesregierung sieht in der Sensibilisierung der deutschen Wissenschaft für bestehende Risiken in Bezug auf die Bildungs- und Forschungskooperation mit der Volksrepublik China eine wichtige Aufgabe. Diese Sensibilisierung erfolge durch verschiedene Beratungsangebote, wie die Bundesregierung in einer Antwort (20/7990) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (20/7842) ausführt. Sie verweist beispielsweise auf ein im Mai 2022 aufgesetztes Angebot für eine „juristische Erstberatung für eine erfolgreiche wissenschaftliche Kooperation mit China“ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Auch zur Präventions- und Sensibilisierungsarbeit des Bundesamtes für Verfassungsschutz äußert sich die Bundesregierung. So befasse sich die aktuelle Ausgabe des vom Bereich Prävention in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung des Bundesamts für Verfassungsschutz herausgebenen SPOC-Magazins mit dem Thema „Wettlauf um Zukunft - Spionage in Wirtschaft und Forschung“, berichtet das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Politik

UN: Neuer Beirat zu wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüchen

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (United Nations, UN), António Guterres, hat die Einsetzung eines neuen wissenschaftlichen Beirats angekündigt. Dieser wird die UN in Bezug auf Durchbrüche in Wissenschaft und Technologie sowie deren Vorteile und potenzielle Risiken beraten. Über die Gründung des wissenschaftlichen Beirats, mit dem die UN einen bedeutenden Schritt hin zu einer besseren Verknüpfung von Wissenschaft und Politik machen, informiert der VBIO.

Quelle: VBIO

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Politik

DFG und Leopoldina unterstützen Vorschlag der EU-Kommission zum Umgang mit neuen Gentechnikmethoden in Pflanzenzucht

DFG und Leopoldina unterstützen Vorschlag der EU-Kommission zum Umgang mit neuen Gentechnikmethoden in Pflanzenzucht
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina haben in einer heute erschienenen gemeinsamen Stellungnahme den am 5. Juli 2023 veröffentlichten Entwurf der Europäischen Kommission zum Umgang mit neuen Gentechnikmethoden in Pflanzenzucht und Landwirtschaft begrüßt. Nach ihrer Überzeugung wird die vorgeschlagene Gesetzesänderung die Pflanzenforschung erleichtern und dazu beitragen, das große Potenzial der neuen Züchtungstechniken für eine nachhaltigere Landwirtschaft in Europa zu nutzen.

Quelle: DFG

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DBG · Politik

Stellungnahme: DBG zum Regulierungsvorschlag der EU für Neue Genomische Techniken

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission vom 5. Juli 2023 zur Regulierung der Nutzung von mit neuen genomischen Techniken (NGT) erzeugten Sorten, um das Gentechnik-Recht an den aktuellen Wissensstand anzupassen. Es hat sich aus wissenschaftlicher Sicht als sinnvoll erwiesen, neue Pflanzensorten nach ihren Eigenschaften und nicht nach Art ihrer Erzeugung zu bewerten. Die DBG schätzt die Vorschläge der EU zur Kategorisierung und den einzelnen genetischen Änderungen im Folgenden ein und schlägt konkrete Präzisierungen vor.

Dem Entwurf zufolge sollen durch NGT und Genomeditierung erzeugte Pflanzensorten in zwei Kategorien eingeteilt werden. In Kategorie 1 sind Sorten, die von den Regulierungen für genetisch veränderte Organismen ausgenommen werden, und somit auf herkömmlichem Weg oder durch Mutationszüchtung erzeugten Sorten gleichgestellt werden. Sorten in Kategorie 2 sollen nach den derzeitig gelten Regeln für genetisch modifizierte Organismen (GMO) behandelt werden.

Der EU-Vorschlag nennt folgende Kriterien für die Eingruppierung in Kategorie 1 (s. Annex 1 des Gesetzentwurfs):

Eine NGT-Pflanze gilt als äquivalent zu konventionellen Pflanzen, wenn sie sich von der Empfänger-/Elternpflanze in nicht mehr als 20 genetischen Veränderungen in der DNA-Sequenz unterscheidet, die Sequenzähnlichkeit mit der Zielstelle aufweist und die mit bioinformatischen Werkzeugen vorhergesagt werden kann.

Unsere Einschätzung: Klassische Mutationszüchtung erzeugt in der Regel sehr viel mehr Mutationen die zufällig im Genom verteilt sind. Hierdurch erzeugte Sorten sind bislang von den Regelungen für die Freisetzung und Inverkehrbringung von GMOs ausgenommen. Somit ist es nur folgerichtig durch NGT erzeugte Sorten ebenfalls von der Regulierung auszunehmen. Da die Zahl der Veränderungen mit der Genomgröße korreliert, wäre statt einer festen Grenze von 20 genetischen Veränderungen ein Schwellenwert zu empfehlen, der von der Genomgröße abhängt.  

Im Entwurf der EU werden folgende fünf Formen der Äquivalenz von konventionell erzeugten und NGT-Sorten konkret beschrieben:

(1) Substitution oder Einfügung von höchstens 20 Nukleotiden;

Unsere Einschätzung: hierbei handelt es sich um einen sehr konservativ angesetzten Schwellenwert, der sich aus experimentellen Daten ableitet. So wurden bei der Sequenzierung von verschiedenen Individuen einer Art sehr häufig Substitutionen oder Einfügungen von 20 oder mehr Nukleotiden gefunden. Damit bewegt sich dieser Schwellenwert im Bereich der natürlich vorkommenden genetischen Variation. Da die absolute Zahl von Substitutionen und Einfügungen auch von der Genomgröße abhängt, wäre aus unserer Sicht ein flexibler Schwellenwert zu bevorzugen, der proportional zur Genomgröße der jeweiligen Art ist (s.o.).

(2) Deletion einer beliebigen Anzahl von Nukleotiden;

Unsere Einschätzung: Deletionen oder der Wegfall mehrerer Nukleotide entstehen relativ häufig zufällig in der konventionellen Züchtung. Auch im Vergleich von Individuen einer Art treten solche Deletionen natürlicherweise auf. Somit ist es aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll, Deletionen auch bei NGT-Sorten zuzulassen.

(3) unter der Bedingung, dass die genetische Veränderung kein endogenes Gen unterbricht:

(a) gezielte Einfügung einer zusammenhängenden DNA-Sequenz, die im Genpool des Züchters vorhanden ist;

Unsere Einschätzung: Solche Einfügungen können auch bei der konventionellen Züchtung erfolgen, jedoch ungezielt und häufig verbunden mit der zusätzlichen Einfügung auch unerwünschten genetischen Materials. Mit NGT erzeugte Sorten sind viel präziser und insgesamt mit weniger Änderungen verbunden als die der konventionellen Züchtung. Dies zuzulassen ist somit sinnvoll.

(b) gezielte Substitution einer endogenen DNA-Sequenz durch eine zusammenhängende DNA-Sequenz, die im Genpool des Züchters vorhanden ist;

Unsere Einschätzung: das Ersetzen einer bereits vorhandenen DNA-Sequenz wäre auch durch konventionelle Züchtung möglich (genetische Rekombination), ist jedoch mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Da NGT-Sorten also keine artfremden Gene enthalten, lassen sie sich nicht von herkömmlich gezüchteten unterscheiden.

(4) gezielte Inversion einer Sequenz von beliebiger Länge;

Unsere Einschätzung: Inversionen können durch konventionelle Mutationszüchtung oder auch durch Zufall hervorgerufen werden, ohne Einsatz von NGTs jedoch nicht gezielt. NGTs sind hier präziser und vorhersagbar und daher als vorteilhaft gegenüber konventioneller Züchtung zu betrachten.

(5) jede andere gezielte Modifikation beliebiger Größe, unter der Bedingung, dass die resultierenden DNA-Sequenzen bereits im Genpool einer Art vorkommen (möglicherweise mit Modifikationen gemäß den Punkten (1) und/oder (2)).

Unsere Einschätzung: es handelt sich um Veränderungen, die auch mit herkömmlicher Züchtung erreicht werden können, jedoch nicht mit der gewünschten Präzision und nur mit sehr viel höherem Kosten- und Zeitaufwand. NGT-Sorten gleichen also mit herkömmlichen Methoden gezüchteten Sorten.

Fazit

Mit NGT gezüchtete Pflanzen der Kategorie 1 lassen sich nicht von herkömmlich gezüchteten unterscheiden und bergen somit kein höheres Risiko als seit Jahrzehnten etablierte und nicht regulierte Techniken. Komplexere Veränderungen wie das Einfügen von Genen, die nicht durch Kreuzung eingeführt werden können, fallen in Kategorie 2 und werden demnach wie bisher reguliert. Pflanzen der Kategorie 2 können bestimmte Erleichterungen im Rahmen des Zulassungsprozesses bekommen, wenn sie definierte Nachhaltigkeitskriterien aufweisen. Die DBG begrüßt ausdrücklich den Fokus des Gesetzentwurfs auf Eigenschaften, die zu mehr Nachhaltigkeit beitragen: Denn die modernen genomischen Techniken können dazu beitragen, rasch und günstig neue Sorten für eine nachhaltige Nutzung zu erzeugen und Pflanzen an den fortschreitenden Klimawandel anzupassen. Für eine evidenzbasierte Modernisierung des Gentechnikrechtes und eine Anpassung an den Stand der Wissenschaft hatte sich unsere Gesellschaft bereits in den Jahren 2019 [1], 2020 [2] und 2021 [3] ausgesprochen – ebenso wie viele andere führende wissenschaftliche Organisationen in Deutschland und in Europa [4].
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass durch NGTs erzeugte Sorten in einem öffentlichen Register gelistet und Saatgut auf der Verpackung entsprechend markiert wird. Weiterhin gibt der Gesetzentwurf vor, dass mit NGT erzeugte Sorten nicht im ökologischen Landbau genutzt werden können. Dies trägt einerseits zur Wahlfreiheit der Verbraucher*innen bei, andererseits werden dem ökologischen Landbau Möglichkeiten für weitere Saatgutentwicklung vorenthalten. Aus Sicht der DBG wäre es wünschenswert, diese Regulierung den jeweiligen Verbänden zu überlassen und nicht auf europäischer Ebene im Gesetz zu verankern.
Die DBG weist darauf hin, dass auch mit NGT erzeugte Sorten der gesetzlich geregelten Sortenzulassung unterliegen und wie konventionell erzeugte Sorten nur nach mehrjähriger Prüfung an verschiedenen Standorten in den Markt gelangen können, was der Sicherheit dient.

---
[1] DBG: Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen
[2] DBG: Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen
[3] DBG Stellungnahme: Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft
[4] weitere wissenschaftliche Organisationen:

DBG · Politik

Stellungnahme: DBG zum Regulierungsvorschlag der EU für Neue Genomische Techniken

Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission vom 5. Juli 2023 zur Regulierung der Nutzung von mit neuen genomischen Techniken (NGT) erzeugten Sorten, um das Gentechnik-Recht an den aktuellen Wissensstand anzupassen. Es hat sich aus wissenschaftlicher Sicht als sinnvoll erwiesen, neue Pflanzensorten nach ihren Eigenschaften und nicht nach Art ihrer Erzeugung zu bewerten. Die DBG schätzt die Vorschläge der EU zur Kategorisierung und den einzelnen genetischen Änderungen im Folgenden ein und schlägt konkrete Präzisierungen vor.

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Politik

Internationale Forschende fordern: Beim Ozeanschutz auf Menschen in den Tropen hören

STRI-Stipendiatin Diana Lopez aus Kolumbien erforscht die Korallenriffe im Coiba-Nationalpark in Panama. Foto: Ana Endara, STRI

Um greifbare Lösungen für den Schutz der Ozeane zu finden, sollten wir den Menschen zuhören, die am meisten von den aktuellen Problemen der Ozeane betroffen sind: den Menschen in den Tropen. Das sagen 25 Autor:innen eines Kommentars, der in der Fachzeitschrift Ocean Sustainability veröffentlicht und vom Smithsonian Tropical Research Institute (STRI) in Panama initiiert wurde. An der Publikation beteiligt war auch Estradivari, eine indonesische Meereswissenschaftlerin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen.

Quelle: ZMT

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Politik

VBIO kommentiert die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt 2030

Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) ist seit 2007 die zentrale Naturschutzstrategie der Bundesregierung. Vor dem Hintergrund der Beschlüsse zum „Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework" (GBF) und der EU-Biodiversitätsstrategie 2030 besteht deutlicher Aktualisierungs- und Anpassungsbedarf. Das Bundesumweltministerium hat daher den Entwurf eines Ziele- und Maßnahmenkatalog der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS 2030) zur Kommentierung vorgelegt. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO), in dem auch die DBG Mitglied ist, hat gemeinsam mit den Deutschen Naturforschenden Sammlungen (DNFS) die Gelegenheit genutzt, diesen Entwurf zu kommentieren. VBIO und DNFS begrüßen darin die Neuauflage der Nationalen Biodiversitätsstrategie, kritisierten allerdings, dass die darin beschriebenen Maßnahmen in vielen Fällen zu wenig konkret sind. Vielfach fehlen belastbare Angaben dazu, wie eine Umsetzung der formulierten Ziele erreicht werden kann.

Quelle: VBIO

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Politik

BMBF-Ministerin: Neue Züchtungstechniken sind der Schlüssel für die großen Herausforderungen der Menschheit

Die EU-Kommission hat am heute einen Gesetzesentwurf für einen neuen regulatorischen Rahmen für die Neuen Züchtungstechniken (NGTs) vorgelegt. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger: „Ich begrüße den Vorschlag der EU-Kommission zur Neuregulierung der Neuen Züchtungstechniken, er zielt in die richtige Richtung. Denn hiermit reagiert sie auf die Entwicklung der Wissenschaft. Denn wir halten mit dieser Technologie den Schlüssel für die großen Herausforderungen der Menschheit in der Hand: Mit den Neuen Züchtungstechniken können wir schneller als je zuvor Pflanzen erzeugen, die wesentlich widerstandsfähiger gegen Schädlinge oder Extremwetter wie Hitze und Dürre sind. Das schützt zum einen die Umwelt und gibt uns zugleich die Möglichkeit, klimabedingten Ernteausfällen etwas entgegenzusetzen. Und all das in sehr kurzer Zeit! Denn mit den Neuen Züchtungstechniken gelangen wir wesentlich schneller und ressourcenschonender zu den verbesserten, widerstandsfähigeren Pflanzen, als es im Rahmen klassischer Züchtungsmethoden möglich wäre. Wir können es uns einfach nicht leisten, auf die Errungenschaften dieser Neuen Züchtungstechniken zu verzichten.“

Quelle: BMBF

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Politik

Neue Genomische Techniken (NGT): VBIO und WGG begrüßen evidenzbasierten Regulierungsentwurf der EU-Kommission

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) und seine Mitgliedsgesellschaft Wissenschaftskreis Genomik und Gentechnik e.V. (WGG) begrüßen den heute veröffentlichten Vorschlag der EU-Kommission zur Regulierung der Nutzung von Pflanzen, die mithilfe neuer gentechnischer Verfahren (NGT) gezüchtet wurden. Die Beurteilung von Pflanzen nach ihren Eigenschaften und nicht nach Art der Erzeugung, ist aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll. Es ist längst überfällig, dass Pflanzen, die auch auf natürliche Weise und durch klassische Züchtungsmethoden entstehen könnten, wie solche reguliert werden.

Quelle: VBIO

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Politik

KIT-Experte: Genom-Editierung kann die Landwirtschaft nachhaltiger und resistenter gegen die Folgen der Klimakrise machen

Die EU will den Umgang mit Genome-Editing-Methoden, auch Neue Genomische Techniken (NGT) genannt, in der Pflanzenzüchtung neu regeln, einen entsprechenden Gesetzentwurf stellte die EU-Kommission heute vor: Neue Pflanzensorten sollen demnach unter bestimmten Bedingungen nicht mehr den strengen Regeln für gentechnisch veränderte Organismen unterliegen, sondern – bei der Zulassung und im Handel – konventionell gezüchteten Pflanzen gleichgestellt werden. „Aus wissenschaftlicher Sicht ergibt es viel Sinn, zwischen konventioneller Gentechnik und den neuen Züchtungsmethoden [der Genom-Editierung] zu unterscheiden“, sagt Professor Holger Puchta vom Joseph Gottlieb Kölreuter Institut für Pflanzenwissenschaften (JKIP) des KIT. Denn anders als bei der konventionellen Gentechnik werde bei der Genom-Editierung kein fremdes Erbgut eingebracht. „Stattdessen kommen Genscheren wie CRISPR/Cas zum Einsatz, mit denen gezielte und begrenzte Veränderungen schnell vorgenommen werden können.“ All diese Veränderungen können so auch natürlich entstehen. Im Ergebnis sei die entstandene Pflanze dann nicht mehr von einer klassischen Züchtung zu unterscheiden. „Diese Möglichkeit, den langsamen Prozess natürlicher Veränderungen im Genom zu beschleunigen, eröffnet enorme Chancen“, sagt Puchta. „Europa macht sich damit auf den Weg zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft mit Nutzpflanzen, die weniger Pestizide benötigen und die den Herausforderungen des Klimawandels wie Hitze und Trockenheit standhalten.“

Quelle: idw

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Politik

Ein wichtiger und richtiger Schritt für eine nachhaltigere Landwirtschaft in der EU

Heute wurde ein Gesetzentwurf von der EU-Kommission vorgelegt, in dem das Gentechnikrecht entsprechend des aktuellen Standes der Wissenschaft novelliert wird. Demnach sollen Pflanzen, die mit Hilfe neuer genomischer Techniken (NGT) gezüchtet wurden, ohne dass dabei Gene einer anderen Art eingefügt wurden, dem gleichen Prozess der Sortenzulassung unterliegen, wie
konventionell gezüchtete Pflanzen. Das Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften (CEPLAS) begrüßt diesen Vorschlag  ausdrücklich, da mit dieser Regelung die Etablierung einer nachhaltigen Landwirtschaft und die Reduktion des Pestizidverbrauchs in der EU massiv erleichtert werde.

Quelle: CEPLAS

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Ausbildung · Politik

WissZeitVG: Stellungnahme der naturwissenschaftlichen Gesellschaften

Die fünf großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften mit zusammen über 130.000 Mitgliedern (wissenschaft-verbindet.de) nehmen Stellung zur Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) und den geplanten Änderungen des Befristungsrechts für die Wissenschaft aus dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBF). Der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) unterstützen das Ziel des BMBF, Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft planbarer zu gestalten. Sie kritisieren jedoch einzelne Punkte des geplanten Gesetzes:

  • das Gesetz müsse von einer angemessenen Grundfinanzierung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen begleitet werden und ausreichend Ressourcen für Entfristungen enthalten
  • die vorgeschlagene Befristungsregelung für Postdocs (4 + ggf. 2 Jahre) sei die untere Grenze einer Befristung und vernachlässige fachliche Besonderheiten. Ohne mehr Dauerstellen schränken sie Perspektive und Planungssicherheit der Forschenden ein und gefährden die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Deutschland
  • Neben Tenure-Track müssen alternative Qualifizierungspfade für unbefristete Positionen erhalten bleiben und es müsse nationale und internationale Nachwuchsförderungsprogramme geben
  • die pauschale Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr für studienbegleitende Beschäftigung sollte flexibel an die Dauer der übertragenen Aufgaben anzupassen sein
  • die vorgesehene Öffnung im Rahmen von Tarifverträgen wird von den Dachverbänden kritisiert, da sie Vergleichbarkeit der Verträge und die Mobilität der Forschenden gefährde

Quelle: VBIO

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Förderung · Politik

DFG setzt auf Nachhaltigkeit im Förderhandeln

Während der dreitägigen Jahresversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die größte Forschungsförderorganisation und zentrale Selbstverwaltungseinrichtung für die Wissenschaft in Deutschland beschlossen, den ökologischen Nachhaltigkeitsgedanke im zukünftigen Förderhandeln zu verankern. Ebenfalls diskutiert wurden die Herausforderungen, die sich mit dem möglichen Einsatz von ChatGPT und anderer Formen Künstlicher Intelligenz in Forschung und Forschungsförderung stellen. Ein weiteres Thema waren die auch zuletzt weiter ausgebauten internationalen Aktivitäten der DFG. „Auch diese drei Tage haben gezeigt: Die Wissenschaft und speziell die erkenntnisgeleitete Forschung können substanzielle Beiträge zur Bewältigung der aktuellen und auch kommender globaler Herausforderungen leisten. Damit stehen sie und ebenso die DFG schon jetzt und auch künftig vor enormen Aufgaben, denen wir mit Gemeinschaftssinn und Entschlusskraft jedoch zuversichtlich entgegenblicken können“, sagte DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker zum Abschluss der Jahresversammlung.

Quelle: DFG

Update: Weitere Details veröffentlichte die DFG am 30.6.2023 (Pressemitteilung), in einer ausführlichen pdf-Datei. sowie in einem Leitfragenkatalog zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten im Forschungsprozess (pdf). Die Änderungen in den Antragsmustern und Leitfäden sollen 2024 beginnen. Mitglieder der Präsidialkommission „Nachhaltigkeit“ der DFG sind u.a. der Pflanzenforscher Prof. Dr. Markus Fischer (Bern) sowie unser Präsident Prof. Dr. Andreas Weber (Düsseldorf)

Politik

Fischsterben in der Oder 2022: Ursachen und Empfehlungen für die Zukunft

Lichtmikroskopische Aufnahmen einer Zelle von Prymnesium parvum aus den Anreicherungskulturen. Die Zelle zeigt Geißeln (um den Zellkörper anliegend). Aufnahme: D. Mora, BfG

Der heute veröffentlichte Bericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) gibt einen Überblick zu den Untersuchungen zum Fischsterben in der Oder im August 2022, ein genaueres Bild zur Entstehung der Katastrophe sowie Empfehlungen um „ökologische Extremereignisse“ frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die BfG-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler verdeutlichen, dass die Kombination aus erhöhtem Salzgehalt, hohen Temperaturen, starker Sonneneinstrahlung und langanhaltend niedrigem Abfluss im Sommer 2022 die massenhafte Vermehrung der Brackwassermikroalge Prymnesium parvum in weiten Teilen der Oder ermöglichte. Ihnen gelang es, nicht nur die Alge, sondern auch das von ihr produzierte Algentoxin Prymnesin-B1 im Oderwasser nachzuweisen. Da in den Analysen keine weiteren Schadstoffe in fischtoxischen Konzentrationen gefunden wurden, schlussfolgerten sie, dass die Algentoxine der Auslöser für das massenhaften Sterben von Fischen und anderen Organismen waren. Sie empfehlen daher:

  • eine Ausweitung des Algen-Monitorings
  • die Vermeidung begünstigender Faktoren für Algenblüten
  • die Kontrolle und Eindämmung schädlicher Algenblüten
  • ein konzertiertes Vorgehen von Landes- und Bundesbehörden bei zukünftigen Krisenfällen

Quelle: BfG

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Politik

Biodiversität: "biologische Alphabetisierung" erwünscht

Die in Berlin und Brandenburg stark gefährdete Duft-Skabiose (Scabiosa canescens). Foto: E. Zippel, (c) Botanischer Garten Berlin

Der Botanische Garten Berlin rückt anlässlich des am  22. Mai 1992 verabschiedeten UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt das dramatische Schwinden von Arten in den Fokus und setzt sich für den Erhalt der globalen Biodiversität ein. „Biodiversität und Artenschutz gehen uns alle an. Denn ausgestorbene oder bedrohte Arten sind nicht beliebig ersetz- oder reparierbar. Daher ist es wichtig, dass wir jetzt ins Tun kommen“, mahnt Thomas Borsch, Direktor des Botanischen Gartens Berlin. „Doch dafür braucht es dringend mehr Wissen, auch in der Breite unserer Gesellschaft. Sozusagen eine biologische Alphabetisierung. Denn gerade in Bezug auf den Erhalt der Pflanzenvielfalt vor der eigenen Haustür sind hier aktuell viele falsche Informationen im Umlauf. Das Verstreuen von Samen aus beliebigen, bunten Tütchen hilft bei der Erhaltung bedrohter Arten nicht weiter. Ganz im Gegenteil. Damit kann sogar großer Schaden angerichtet werden“, führt Borsch weiter aus. Der Botanische Garten führt aus, warum eine Art zu erhalten, viel komplexer ist, als es oft vermittelt wird, und Borsch mahnt: „Wir beobachten zunehmend, dass Pflanzenarten in Lebensgemeinschaften eingebracht werden, in die sie eigentlich nicht gehören."

Quelle: Botanischer Garten Berlin beim idw

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Politik

Geplantes Zentrum für Umwelt- und Naturschutz-Informationen

Die Bundesregierung hat Eckpunkte zum Aufbau des geplanten Nationalen Zentrums für Umwelt- und Naturschutzinformationen als Unterrichtung (20/6701) vorgelegt. Demnach soll das Zentrum, das als neuer Standort des Umweltbundesamtes in Merseburg aufgebaut wird, die Verantwortung für Umsetzung und Betrieb des Online-Portals umwelt.info übernehmen. Auf diesem Portal soll der Bundesregierung zufolge künftig das vielfältige und dynamisch wachsende sowie teils sehr heterogene und zerstreute Daten- und Informationsangebot zu Umwelt und Naturschutz gebündelt und „mittels einer Metadatensuche“ für die Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden. Bis 2025 sollten Daten und Informationen aus rund 300 Datenquellen verfügbar sein. Das meldet das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Politik

Trotz Schutzverpflichtung: Europas letzte Urwälder verschwinden weiter

Die letzten Urwälder sind in vielen Teilen der Welt bedroht - so auch in Europa. In den meisten Ländern Europas finden sich nur wenige Urwälder, die zudem in der Regel klein und isoliert sind. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Humblodt-Universität zu Berlin warnt nun in einem Kommentar in der Fachzeitschrift Science, dass der Verlust der letzten Urwälder Europas ungebremst voranschreitet, obwohl die EU Biodiversitätsstrategie 2020 ihren Schutz vorschreibt. Dem Forschungsteam zufolge mangelt es insbesondere an Wissen, wo sich die letzten Urwaldreste Europas befinden und fordert eine systematische Kartierung von naturnahen Wäldern in Europa.

Quelle: Humboldt-Universität zu Berlin

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Politik

Pilzinfektionen von Nutzpflanzen bedrohen die globale Ernährungssicherheit

Diese Blattveränderungen sind typisch für die Septoria-Blattdürre von Getreidepflanzen. Verursacher ist der Schlauchpilz Zymoseptoria tritici. Dr. Janine Haueisen, Uni Kiel

Trotz des weit verbreiteten Einsatzes von pilzabtötenden Pflanzenschutzmitteln (Fungiziden) gehen in der Landwirtschaft weltweit jedes Jahr zwischen 10 und 23 Prozent der Ernten durch Pilzbefall verloren. Weitere 10 bis 20 Prozent Verlust fallen nach der Ernte an. Die Situation wird sich zukünftig noch verschärfen, prognostizieren Forscherinnen aus Kiel und dem britischen Exeter in einem Kommentar in der Fachzeitschrift Nature. Es sei zu erwarten, dass sich durch die globale Erwärmung Pilzinfektionen stetig in Richtung der Pole ausbreiten. Dadurch werde es in mehr Ländern zu einer höheren Prävalenz von Pilzinfektionen kommen, die die Ernten schädigen. Mit ihrem Kommentar in Nature möchten die Professorin Eva Stukenbrock und ihre englische Kollegin Professorin Sarah Gurr Politik und Öffentlichkeit auf die Probleme der Nutzpflanzen und Pilzkrankheiten aufmerksam machen, um eine große Bedrohung für die weltweite Ernährungssicherheit abzuwenden.

Quelle: Uni Kiel

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Forschungsergebnis · Politik

Klimakrise und Biodiversitätskrise dürfen nicht isoliert betrachtet werden

Arten- und funktionsreiche Ökosysteme können viel zur Minderung des Klimawandels beitragen. Foto: Anastasiya Sultanova, KIT

Der Klimawandel hat einen beispiellosen Artenschwund ausgelöst, der immer weiter voranschreitet. Dabei werden Klimakrise und Biodiversitätskrise häufig wie zwei getrennte Katastrophen behandelt. Ein internationales Forschungsteam um Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) mit Beteiligung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) fordert nun ein Umdenken. In ihrer jetzt im Fachmagazin Science veröffentlichten Übersichtsstudie (inkl. Grafik der Zusammenhänge) empfehlen sie neben der Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels den Schutz und die Renaturierung von mindestens 30 Prozent der Land-, Süßwasser- und Ozeanflächen, ein Netzwerk von miteinander verbundenen Schutzgebieten sowie eine verstärkte fachübergreifende Zusammenarbeit der oft zu isoliert agierenden politischen Institutionen.

Quelle: AWI

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Politik

VBIO zum WissZeitVG: Wissenschaftssystem muss man als Ganzes betrachten

Faire und realistische Berufsperspektiven sind wesentliche Bausteine eines starken Wissenschaftsstandortes. Bei der anstehenden Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) muss daher das Wissenschaftssystem als Ganzes im Blick behalten werden, mahnt der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.), in dem auch unsere DBG Mitglied ist. In seinem Impuls fordert er unter anderem die Qualifizierungsphase nach der Doktorarbeit nicht zu kürzen und Anschlussverträge rechtzeitig abzuschließen. Notwendig sind Personalkonzepte, die mehr Flexibilität ermöglichen sowie eine bessere Grundfinanzierung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte brauchen angemessene Verträge.

Quelle: VBIO

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Politik

„Berliner Erklärung“ zum Schutz der Polargebiete vor Schadstoffen

Die Polargebiete sind einer zunehmenden Belastung von Schadstoffen ausgesetzt. Unter Federführung des Helmholtz-Zentrums Hereon und des Umweltbundesamtes (UBA) formulierten nun Expertinnen und Experten der Europäischen Kommission, des Stockholmer Übereinkommens, des Arktischen Rats und der Antarktisvertragsstaatenkonferenz, Umweltprobenbanken, Datenzentren sowie führender Forschungseinrichtungen die „Berliner Erklärung“. Die resultierenden zehn Handlungsempfehlungen wurden jüngst im Journal Chemosphere veröffentlicht.

Quelle: Helmholtz-Zentrum Hereon

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Politik

VBIO kommentiert Strategie zu genetischen Ressourcen in der Landwirtschaft

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat den Entwurf einer Nationalen Strategie für die Erhaltung und Förderung der genetischen Ressourcen für Land-, Fortwirtschaft, Fischerei und Ernährung zur Kommentierung vorgelegt. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) hat dem BMEL nun eine detaillierte Stellungnahme zugeleitet. Der Verband begrüßt den Vorstoß des Ministeriums und regt an, diesen an einigen Stellen besser zu beschreiben und Zielkonflikte zu benennen. Er kritisiert, dass die Strategie weder die Frage der zu erwartenden Umsetzungskosten noch die der Finanzierung adressiert. Auch die Ziele sind sehr allgemein gehalten, was die zukünftige Überprüfung der Zielerreichung erschweren wird. Auch Kriterien bzw. Indikatoren werden nicht benannt. Der Verband empfiehlt zur Verstetigung der Strategie: 

  • langfristig angelegte Bildungskampagnen
  • die Entwicklung geeigneter Indikatoren und eines langfristigen Monitorings
  • und Reibungs- und Qualitätsverluste an den Schnittstellen der Akteure zu minimieren.

Quelle: VBIO

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Forschungsergebnis · Politik

Apotheke der Zukunft in Gefahr

Bioaktive Stoffe in Heilpflanzen – wie dem von der Europäischen Arzneimittel-Agentur anerkannten Pflanzen der Gattung Sideritis (Gliedkräuter) – erfüllen in Ökosystemen spezifische Aufgaben, beispielsweise bei der Bestäubung. Foto: Theodoridis, Senckenberg

Heilpflanzen könnten die medizinische Versorgung der Menschheit sichern – dazu müssten sie umfassend erforscht und geschützt werden, fordert ein Wissenschaftler*innen-Team. Im Fachjournal The Lancet Planetary Health plädieren sie dafür, die Erforschung von Heilpflanzen systematisch voranzutreiben, um ihr Potenzial für die globale Gesundheitsversorgung nachhaltig zu nutzen. Dabei zeigen sie die Möglichkeiten auf, die der wissenschaftliche und technische Fortschritt für das Verständnis der ökologischen Funktionen bioaktiver Pflanzenstoffe und ihren Einsatz in der Medizin eröffnet und weisen auf die Gefahren hin, welche die Klima- und Biodiversitätskrise für diese wichtige Naturressource darstellen.

Quelle: Senckenberg

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Politik

Neue Züchtungstechniken von Pflanzen tragen zur Bewältigung der Klima-, Biodiversitäts- und Ernährungskrise bei

Klima-, Biodiversitäts- und Ernährungskrise erfordern eine Vielzahl von Lösungsansätzen. Dazu gehört, die Landwirtschaft umweltfreundlicher und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Neue Züchtungstechniken wie CRISPR/Cas und andere Techniken der sogenannten Genomeditierung bieten hierfür ein besonders großes Potenzial. Mit dem Ziel, eine nachhaltigere Nahrungsmittelproduktion zu erreichen, den Green Deal und die Farm-to-Fork-Strategie der EU umzusetzen und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu verwirklichen, überarbeitet die EU-Kommission derzeit Teile des europäischen Gentechnikrechts mit Bezug zu neuen molekularbiologischen Züchtungstechniken und daraus resultierenden Pflanzen und Produkten. Mitte des Jahres 2023 soll ein neuer Gesetzentwurf vorliegen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (siehe auch deren Dossier) appellieren vor diesem Hintergrund an die Politik, bei der Gesetzesreform wissensbasierte Entscheidungen zu treffen.

Quelle: DFG

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Politik

Globale Biodiversitätsziele in Deutschland umsetzen – mit Unterstützung der Forschung

Die Umsetzung der kürzlich beschlossenen UN-Naturschutzziele gelingt nur, wenn alle Akteure – Politik, Verbände, Wirtschaft und Wissenschaft – an einem Strang ziehen. Die Wissenschaft liefert die Wissensgrundlage für effektives Handeln und spielt damit eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung. Dies war der Tenor beim Parlamentarischen Abend am 17. Januar in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin, zu dem das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und das Umweltministerium Sachsen-Anhalt geladen hatten. Die Forschenden fordern einen hochrangigen nationalen Biodiversitätsrat, um die Erhaltung der biologischen Vielfalt zum Kernthema in allen Ministerien zu machen.

Quelle: iDiv

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Politik

Verstöße gegen Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Erstmals ist eine Forschungseinrichtung wegen einer Verletzung der Sorgfaltspflichten nach der EU-Verordnung zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls über den Zugang zu genetischen Ressourcen mit einem Bußgeld belegt worden. Das geht aus dem sechsten Bericht zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls (20/4981) hervor, der als Unterrichtung der Bundesregierung vorliegt und sich auf den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 bezieht. Details nennt der Kurzmeldungsdienst Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Forschungsergebnis · Politik

Aufforstung und Maschinen: Beseitigung von CO2 sollte verstärkte finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten

Um Treibhausgase wieder aus der Luft heraus zu holen, müssen Fördergelder gezahlt werden. Diese Subventionen für die Beseitigung von CO2 sollten dabei höher sein als der Preis, der auf den Ausstoß von CO2 erhoben wird – das zeigt eine neue ökonomische Studie, die im Fachmagazin Journal of Environmental Economics and Management erschien. Erstmals analysierten die Forschenden u.a. des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) politische Maßnahmen, die auf das Abscheiden von CO2 aus der Atmosphäre zielen, um es dann unterirdisch oder in Produkten zu speichern. Grund für die vorgeschlagene unterschiedliche Bepreisung sind nicht technische Schwierigkeiten beim Herausholen des CO2 aus der Luft, sondern ein wirtschaftlicher Effekt, der als Leckage bezeichnet wird.

Quelle: PIK

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Politik

Genome Editing in Pflanzen: Wissenschaft trifft Politik

Unter dem Titel "Genome Editing im Gespräch: Wissenschaft trifft Politik" haben der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) und sein Mitglied Wissenschaftlerkreis Genomik und Gentechnik (WGG) in das Haus der Bundespressekonferenz geladen. Im Mittelpunkt: Die "Neuen Genomischem Techniken" und ihre Anwendung bei Pflanzen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Forschungsorganisationen folgten der Einladung, mit Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern aus der Pflanzenforschung ins Gespräch zu kommen. Für das Podium konnten mit Prof. Dr. Holger Puchta (KIT, Karlsruhe), Prof. Dr. Stephan Clemens (Universität Bayreuth), Dr. Jana Streubel (Universität Hannover) und Tobias Brügmann (vTI Großhansdorf) Kolleg/-innen gewonnen werden, deren Forschungsfelder und Erfahrungen sich perfekt ergänzten. Die Veranstaltung hat erneut das Spektrum der aus der aktuellen Regulierung erwachsenden Herausforderungen für die Pflanzenforschung in Deutschland und Europa aufgezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass die von der EU-Kommission angekündigten Änderungen es der Pflanzenforschung zukünftig erleichtern, ihr großes Potential unter Beweis zu stellen.

Quelle: VBIO

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Politik

Biologische Vielfalt jetzt aktiv schützen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität sowie Kolleginnen und Kollegen haben eine Liste konkreter Handlungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt vorgelegt. Die "10 Must-Dos aus der Biodiversitätsforschung“ sollen im Vorfeld des Weltnaturgipfels im kanadischen Montréal Lösungswege für diese globale Herausforderung aufzeigen. Die Autorinnen und Autoren aus vielen verschiedenen Fachrichtungen von insgesamt 18 Netzwerkpartnern weisen auch auf den engen Zusammenhang von Klimawandel und Biodiversitätsverlust als globale Doppelkrise hin. Die 10 Must-Dos skizzieren Wege zum Biodiversitätsschutz, die kurzfristig und gezielt beschritten werden können, so das Papier. Als konkrete Maßnahmen sprechen sich die Autorinnen und Autoren unter anderem für mehr Natur und Artenvielfalt in städtischen Räumen, eine Reduzierung der Lichtverschmutzung, den Schutz und das naturnahe Aufforstung von Wäldern sowie eine Kopplung landwirtschaftlicher Subventionen an eine biodiversitätsfreundliche Produktion. Im Forderungskatalog befindet sich auch ein offener Zugang zu wissenschaftlichen Biodiversitätsdaten, um das Wissen über die biologische Vielfalt langfristig zu sichern und ihre Erforschung zu erleichtern. Alle aufgeführten Maßnahmen würden einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen leisten.

Quelle: Leibniz

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Politik

UN-Weltnaturkonferenz COP15: Die Zehn „Must-Dos“ aus der Biodiversitätsforschung

Bis 2030 sollten 30 Prozent des Landes und der Meere unseres Planeten unter Schutz gestellt werden. Alle zur Schädigung von Natur führenden Subventionen sollten umgelenkt werden. Das sind zwei der Empfehlungen aus den „10 Must-Dos“ des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität. Die Forschenden aus mehr als 20 zusammengeschlossenen Insitutionen, darunter das  Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) veröffentlichen ihre Vorschläge aus Anlass der Weltnaturkonferenz COP15 der Vereinten Nationen, die am Mittwoch im kanadischen Montreal beginnt.

Quelle: PIK

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Politik

Falsche Anreize: Forscher kritisieren EU-Plan zur Klimaneutralität

Landnutzungs- und Klimaforscher kritisieren die EU-Pläne zur CO2-Reduzierung im Rahmen des Pakets Fit for 55. In einem Kommentar im Fachjournal Nature weist ein Team von Wissenschaftlern, darunter Dr. Thomas Kastner vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt, auf die Versäumnisse und Risiken der geplanten Regelungen hin. Das geplante „Fit for 55“-Paket enthalte viele sehr gute Ansätze – gleichzeitig würden durch falsche Anreize in der EU aber künftig noch mehr wertvolle Flächen für den Holz- statt Nahrungsmittelanbau sowie für die Gewinnung von Bio-Kraftstoffen genutzt. Dies treibe unter anderem die Auslagerung der Nahrungsmittelproduktion ins Ausland und damit die Abholzung von Wäldern weiter voran, so die Forscher. Die Förderung der Bioenergie wirke sich so negativ auf CO2-Speicherung und Biodiversität aus.

Quelle: Senckenberg

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Politik

Keine Mehrheit für Gentechnik in der Landwirtschaft

Die Kritiker einer Weiterentwicklung neuer Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft sowie einer Reform des EU-Gentechnikrechts sind bei der Sachverständigen-Anhörung am Montagnachmittag im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft in der Mehrheit gewesen. Im deutschen Bundestag wurde dazu angehört:

  • Heike Moldenhauer, Generalsekretärin der European Non-GMO Industry Association (ENGA)
  • Professor Dr. Maria Renate Finckh, Universität Kassel, Ökologische Agrarwissenschaften, Ökologischer Pflanzenschutz
  • Dr. Eva Gelinsky. Leiterin Koordinierung der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut)
  • Dr. Ricarda Steinbrecher, Biologin und Molekulargenetikerin an der Universität Oxford und Mitglied der internationalen Experten Gruppe (AHTEG) zur Synthetischen Biologie der UN Konvention für Biologische Vielfalt
  • Svenja Augustin, Biologin am Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Professor Hans-Georg Dederer, Lehrstuhlinhaber für Staats- und Verwaltungsrecht, Völkerrecht, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Universität Passau
  • Professor Dr. Nicolaus von Wirén, Leiter der Abteilung für Physiologie und Zellbiologie am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben

Zur Diskussion stand der Antrag (20/2342) der CDU/CSU-Fraktion mit dem Titel „Landwirtschaftliche Produktion zukunftsfähig gestalten - Innovationsrahmen für neue genomische Techniken schaffen“. Die einzelnen Statements listet das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Politik

Frankfurter Erklärung: Gemeinsam für die biologische Vielfalt

Eine Woche vor Beginn der 15. Vertragsstaatenkonferenz zur biologischen Vielfalt (CBD COP15) in Montreal fordert ein Bündnis deutscher Wissenschafts- und Nichtregierungsorganisationen in seiner heute veröffentlichten „Frankfurter Erklärung“, das Wirtschaften gegen die Natur zu beenden. Die Organisationen stellen in ihrem Positionspapier Forderungen an die Bundesregierung und die Europäische Union für ein Gelingen des Weltnaturgipfels. Gleichzeitig machen sie konkrete Vorschläge, um eine naturverträgliche Wirtschaft zum Standard zu machen. Dabei bieten sie ihre Expertise zur Lösung der dringendsten Herausforderung der Menschheit an – der „Zwillingskrise“ aus Biodiversitätsverlust und Klimawandel.

Quelle: Senckenberg

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Politik

HRK besorgt über Stagnation bei der Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) nimmt mit großer Sorge zur Kenntnis, dass die Fortschritte bei der angemessenen Berücksichtigung von Frauen auf den akademischen Karrierestufen trotz zahlreicher Fördermaßnahmen und Initiativen immer noch zu gering ausfallen. Die jüngst von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) veröffentlichte 26. Datenfortschreibung zur Chancengleichheit belegt, dass der prozentuale Anteil von Wissenschaftlerinnen an den Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen gegenüber den Vorjahren zwar erneut gestiegen ist, aber auf den höheren Karrierestufen de facto stagniert.

Quelle: HRK

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Politik

Kabinett beschließt Nationale Moorschutzstrategie für Klima- und Biodiversitätsschutz

Das Bundeskabinett hat heute die von Bundesumweltministerin Steffi Lemke vorgelegte Nationale Moorschutzstrategie beschlossen, die Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz ist. Mit dem Plan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) soll ein Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele geleistet sowie die für Moorgebiete typische Artenvielfalt besser geschützt und wiederhergestellt werden. Mit diesen Maßnahmen wirkt die Nationale Moorschutzstrategie auch den Folgen der Klimakrise entgegen und sie unterstützt eine nachhaltige Bewirtschaftung von Moorböden.

Quelle: BMUV

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Politik

EU-Umweltrat beschließt Mandat für ambitionierten globalen Rahmen für biologische Vielfalt

Beim Rat der EU-Umweltministerinnen und -minister hat sich Bundesumweltministerin Steffi Lemke erfolgreich für eine ehrgeizige Rolle der EU bei der anstehenden Weltnaturkonferenz (CBD COP 15) in Montreal eingesetzt. Die 27 Mitgliedstaaten haben heute eine gemeinsame Richtschnur für die Verhandlungen bei der CBD COP vom 7. bis 19. Dezember festgelegt. Die EU geht nun mit einem starken Mandat in die Verhandlungen für einen ambitionierten globalen Rahmen für biologische Vielfalt und spricht sich unter anderem für das Ziel aus, 30 Prozent der Fläche an Land und auf dem Meer bis zum Jahr 2030 unter Schutz zu stellen. Das meldet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV).

Quelle: BMUV

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Politik

Umwelt-Studierende aus ärmeren Regionen schätzen UN-Nachhaltigkeitsziele wichtiger ein

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN. Wikimedia. Public Domain.

Umweltstudierende aus Ländern mit niedrigeren Wohlstandsindikatoren halten die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für wichtiger als Umweltstudierende aus Ländern mit höheren Wohlstandsindikatoren. Zudem ordnen sie die Ziele meist nur einer Säule der Nachhaltigkeit zu, entweder der sozialen, der ökonomischen oder der ökologischen. Das hat eine Studie der Goethe-Universität Frankfurt ergeben, die auf einer Online-Umfrage in 41 Ländern basiert. Damit liegen jetzt erstmals Erkenntnisse vor, wie eine bestimmte Gruppe von möglichen künftigen Entscheidungsträgern die 17 Ziele aktuell wahrnimmt. Daraus lassen sich ganz konkrete Handlungsempfehlungen für die universitäre Bildung ableiten, folgern die Forschenden, die ihre Ergebnisse um Fachjournal Humanities and Social Sciences Communications veröffentlich haben.

Quelle: Uni Frankfurt

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Forschungsergebnis · Politik

Neue Bewertungsindikatoren für marine Ökosysteme entwickelt

Mangroven, Korallenriffe und Salzwiesen liegen zu mehr als 40 % in geschützten Gebieten. Dagegen liegen beispielsweise Seeberge häufig in Gebieten außerhalb nationaler Gerichtsbarkeit und sind bislang daher nicht geschützt. Foto: Octavio Aburto-Oropeza

Ein internationales Team hat neue Bewertungs- und Überwachungsindikatoren zum Schutz von Meeres- und Küstengebieten entwickelt. Wie es im Fachjournal Scientific Data zeigt, gibt es große Lücken beim Schutz mariner Ökosysteme. Laut dem Forschungsteam mit Senckenberger Beteiligung hätten beispielsweise Hochseegebiete ein hohes Erhaltungspotential für die Artenvielfalt – Schutzgebiete gebe es hier aber kaum. Die Daten sollen helfen, die – von der Vertragsstaatenkonferenz für biologische Vielfalt aktuell diskutierte – Ausweitung von Schutzgebieten auf 30 Prozent sinnvoll einzusetzen.

Quelle: Senckenberg

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Anwendung · Politik

Moore klimaschonend bewirtschaften – was ist zu beachten?

Im Projekt PEATWISE haben Forschende aus sechs europäischen Ländern und Neuseeland Handlungs- und Politikempfehlungen für eine Bewirtschaftung von Mooren erarbeitet, bei der die Treibhausgasminderung im Fokus steht. Zu den untersuchten Optionen gehörten Paludikulturen mit Torfmoosen, Schilf, Rohrkolben und Rohrglanzgras. Aus Deutschland beteiligte sich das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), berichtet die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Der Abschlussbericht des Vorhabens „Nachhaltige Nutzung entwässerter Moore in der Bioökonomie: Entwicklung von optimierten Bewertungsansätzen und nachhaltigen Techniken für die Vermeidung von Treibhausgasen (PEATWISE)“ steht bei der FNR unter dem Förderkennzeichen 22408917 zur Verfügung.

Quelle: FNR

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Politik

Appell: Grundlagenforschung in Deutschland muss gestärkt werden

Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen „Internationalen Jahres der Grundlagenwissenschaften für nachhaltige Entwicklung 2022/2023 (IYBSSD)“ fordern die fünf großen Fachgesellschaften der Biowissenschaften (VBIO), Chemie, Geowissenschaften, Mathematik und Physik, die Grundlagenforschung in Deutschland und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung stärker wertzuschätzen, besser zu kommunizieren und wirksamer zu fördern.

Quelle: VBIO

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Politik

Genome Editing in der Pflanzenzüchtung: Auf die Eigenschaften kommt es an!

Der VBIO und seine Fachgesellschaften aus den Pflanzenwissenschaften - wie unsere DBG - haben sich vor dem Hintergrund des europäischen Green Deal und der Diskussion um eine Neuregulierung des EU-Gentechnikrechtes an Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir gewandt. Mit Verweis auf die erheblichen Potentiale der neuen Züchtungsmethoden wie beispielsweise CRISPR und dem aktuellen Stand der Wissenschaft treten sie für eine differenzierte juristische Betrachtungsweise ein und erklären ihre Dialogbereitschaft. Neue Pflanzen müssen generell sorgfältig auf ihre Auswirkungen auf die Umwelt und ihre Unbedenklichkeit für den menschlichen oder tierischen Verzehr geprüft werden. Dabei sollten sie aber nach ihren Eigenschaften, und nicht nach der Art ihrer Erzeugung beurteilt werden, so die Überzeugung der Pflanzenforscher*innen.

Quelle: VBIO

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Politik

Union fordert neue Regeln bei Gentechnik

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag fordert eine gezielte Nutzung und die Weiterentwicklung neuer Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft sowie eine Reform des EU-Gentechnikrechts. In dem Antrag (20/2342), der am Donnerstag in erster Lesung beraten werden soll, wird auf die Notwendigkeit verwiesen, die „landwirtschaftliche Produktion zukunftsfähig zu gestalten“. ... „Mit der Entdeckung von Crisper/Cas und anderen ,Neuen Genomischen Techniken' (NGT) wurde auch die Pflanzenzucht weltweit revolutioniert“, heißt es in dem Antrag. Das meldet der Deutsche Bundestag in seinen Kurzmeldungen "heute im Bundestag" (hib).

Quelle: hib

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Politik

Wissenschafter*innen fordern rasche Umsetzung eines "Grünen Marshallplans"

Der Verlust an Biodiversität schreitet rasant voran – mit unabsehbaren Folgen für die Nahrungsmittelversorgung, dem Schutz vor Naturgefahren oder dem Entstehen neuer Pandemien. Ein internationales Team von mehr als 50 Wissenschafter*innen mit Beteiligung von Forscher*innen der Universität Wien und des Internationalen Instituts für Angewandte System Analyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien fordert daher die Regierungen auf, bei der kommenden Weltnaturschutzkonferenz in Kunming (China) Maßnahmen zu beschließen, um die Biodiversitätskrise zu beenden. Um dies zu erreichen, werden von den Forscher*innen mehrere zentrale Maßnahmen identifiziert. Diese Ergebnisse wurden im Wissenschaftsjournal One Earth veröffentlicht.

Quelle: Uni Wien

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Politik

VBIO-Jahresbericht 2021 jetzt online

Der VBIO-Jahresbericht schildert die Aktivitäten und Positionen des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin, in dem auch unsere DBG Mitglied ist. Er zeigt außerdem, dass der Dachverband auch 2021 trotz Corona-Einschränkungen ein überzeugender Ansprechpartner für Politik, Presse und Wissenschaft gewesen ist. Die Rückkehr zu Präsenzveranstaltungen und persönlichem Austausch zu Themen der Biowissenschaften war praktisch unmöglich. Trotzdem hat der Biologenverband mit vielen online-Veranstaltungen Stellung zu wissenschaftlich und gesellschaftlich relevanten Themen genommen und wissensbasierte Positionen gegenüber der Politik und Öffentlichkeit vertreten.

Quelle: VBIO

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Politik

Wissenschafts-Zeitvertragsgesetz soll reformiert werden

Nach einer Konferenz mit dem Titel „Gute Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft - Auf dem Weg zu einer Reform des WissZeitVG“ am 27. Juni 2022 will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf Basis einer Evaluation das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) im Sommer/Herbst 2022 diskutieren. Im Anschluss daran soll ein Referentenentwurf zur Änderung vorgelegt werden. Das schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (20/2002) auf eine Kleine Anfrage (20/1696) der CDU/CSU-Fraktion, berichtet der Pressedienst "Heute im Bundestag" (hib).  

Quelle: hib

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Politik

Klimaschutz, Energiewende, Pandemievorsorge, One Health: Wissenschaftsakademien legen Stellungnahmen für G7-Gipfel vor

Zum Schutz des Ozeans und der Polargebiete sowie für eine umfassende Dekarbonisierung sind aus Sicht der Wissenschaftsakademien der G7-Staaten dringend internationale Maßnahmen erforderlich. Im Gesundheitsbereich fordern die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine bessere globale Pandemievorsorge sowie die Umsetzung des One Health-Ansatzes, der die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt eng miteinander verknüpft. Diese Empfehlungen sind in vier Stellungnahmen enthalten, die heute beim Science7 Dialogue Forum 2022 in Berlin der Bundesregierung überreicht wurden.

Quelle: Leopoldina

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Politik

Berliner Erklärung: Für die Zukunft der Menschheit

Dreißig Jahre nach dem ersten Weltnaturgipfel in Rio de Janeiro sind der Verlust der Artenvielfalt und der globale Klimawandel die größten und drängendsten Herausforderungen der Zukunft. Nichts weniger als unsere eigene Existenz steht auf dem Spiel. Unter der Federführung der drei Leibniz-Naturforschungsmuseen ruft ein breites Bündnis renommierter Forscher*innen in ihrer heute veröffentlichten "Berliner Erklärung" Deutschland dazu auf, der besonderen Verantwortung der G7-Präsidentschaft bei der Bekämpfung dieser "Zwillingskrise" gerecht zu werden. Der derzeit für Ende August geplante Weltnaturgipfel (CBD COP15) böte die historische Gelegenheit einer dringend notwendigen Trendumkehr zugunsten von mehr Klima- und Biodiversitätsschutz. „Gelingt es uns in dieser Dekade nicht, den katastrophalen Verlust der Biologischen Vielfalt aufzuhalten, laufen wir Gefahr, bis zu einer Million Arten zu verlieren und 80 Prozent der Nachhaltigkeitsziele sowie zentrale Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens nicht zu erreichen!“, warnt Prof. Johannes Vogel, Generaldirektor am Museum für Naturkunde Berlin (MfN) und fährt fort: „Der ungebremste Verlust der Biodiversität und die zunehmende Erderwärmung sind die Herausforderungen für die Zukunft unserer Gesellschaft Zukunft.“ In ihrem Positionspapier präsentieren die Forschenden der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, des MfN und des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) konkrete Handlungsempfehlungen mit "naturbasierten Lösungen" als einem wesentlichen Schlüssel zum Erfolg (-> Link zur ausführlichen Erklärung, pdf).

Quelle: MfN

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Politik

Debatte erwünscht: Schutz der genetischen Vielfalt verhindert artenreiche Renaturierungen

Artenvielfalt zu fördern, gilt als Kernaufgabe für erfolgreichen Naturschutz. Behindert die strikte Umsetzung des Naturschutzgesetzes hierbei? Das klingt paradox, aber es besteht tatsächlich ein innerfachlicher Konflikt: Um die genetische Vielfalt zu erhalten, darf Wildpflanzensaatgut zur Wiederherstellung von Lebensräumen nur aus regionalen Ursprungsgebieten stammen. Das hat in der aktuellen Praxis zur Folge, dass selbst bei Naturschutz-Maßnahmen viele Pflanzenarten nicht angesät werden dürfen. Ein 20-köpfiges Team am Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim hat in einem Thesenpapier die Schwachstellen des rechtlichen Rahmens analysiert und Handlungsoptionen für mehr Biodiversität aufgezeigt.

Quelle: Hochschule Geisenheim

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Politik

Lobbyregister: wissenschaftlich-basierte Beratung nicht mit Lobbying gleichsetzen

Auf Basis ihrer empirischen Forschung beraten wissenschaftliche Einrichtungen auch Abgeordnete von Bundes- und Landtagen, sowie der Exekutive. Das vom Deutschen Bundestag jüngst beschlossene Gesetz zum Lobbyregister erfordert nun, dass sich auch wissenschaftliche Einrichtungen und individuelle Wissenschaftler*innen in dieses Lobbyregister eintragen, wenn sie in den Austausch mit Leitungsebenen von Exekutive und Legislative treten. Institutsleitung und Forscher*innen des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) kritisieren diesen Ansatz und fordern, ähnlich wie bereits andere Wissenschaftseinrichtungen bundesweit, eine Nachbesserung des Gesetzes. Die Petition „Änderung des Lobbyregistergesetzes vom 24.02.2022“ ist erreichbar unter: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2022/_02/_24/Petition_13112 Sie kann dort bis zum 14. April 2022 gezeichnet werden.

Quelle: DIE

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Politik

Forschungsnetzwerk veröffentlicht „10 Must-Knows“ zur Biodiversität

Im Vorfeld der UN Biodiversity Conference veröffentlichen Leibniz-Forschende zehn „Must-Knows“ zur Artenvielfalt. Vom Klimastress für deutsche Wälder über den Umbau der Landwirtschaft bis zum von Tieren auf Menschen übergesprungenen Coronavirus reichen die jetzt erstmals veröffentlichten „10 Must-Knows aus der Biodiversitätsforschung“. Die Bestandsaufnahme zum Erhalt der Natur als Lebensgrundlage des Menschen wurde von 45 Expertinnen und Experten des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität erstellt. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, ruinieren wir die Grundlagen unseres Lebens auf diesem Planeten“, erklärt Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), die das Forschungsnetzwerk koordiniert. Im Vorfeld der UN Biodiversity Conference im chinesischen Kunming – zur Vorbereitung treffen sich diese Woche Forschende in Genf – soll der Report zum Dialog einladen, so die Autorinnen und Autoren. Zugleich stellen sie konkrete Forderungen an die Politik. Die 10 Must-Knows umfassen:

  1. Klima- und Biodiversitätsschutz zusammen verwirklichen
  2. Planetare Gesundheit stärken
  3. Unsichtbare Biodiversität beachten
  4. Biokulturelle Lebensräume fördern
  5. Wald nachhaltig nutzen
  6. Landwirtschaft umbauen
  7. Land und Ressourcen schützen
  8. Transnationale Infrastrukturen und Bildung für Nachhaltigkeit ausbauen
  9. Zugang und offene Nutzung von Forschungsdaten sichern
  10. Biodiversitätsfreundliche Anreize setzen

Die Pressemitteilung der Leibniz Gemeinschaft führt alle zehn Punkte weiter aus.

Quelle: Leibniz Gemeinschaft

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Förderung · Politik

DFG setzt Kommission für Nachhaltigkeit ein

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) will Aspekte der Nachhaltigkeit in ihrem Handeln angemessen berücksichtigen. Dazu hatte das Präsidium der DFG im Dezember 2021 die Einrichtung einer Kommission unter der Leitung von DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker beschlossen. Die Kommission, in der 20 Mitglieder die Fächervielfalt des Wissenschaftssystems abbilden, trat nun zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Sie soll den DFG-Gremien im Sommer 2023 Empfehlungen für nachhaltiges Handeln vorlegen. Zu den 20 Mitgliedern zählen u.a.:

  • Professor Dr. Markus Fischer, Professor für Pflanzenökologie am Institut für Pflanzenwissenschaften, Pflanzenökologie der Universität Bern, Schweiz, Sprecher der Biodiversitäts-Exploratorien
  • Professor Dr. Andreas Weber, Leiter des Instituts für Biochemie der Pflanzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sprecher des Exzellenz-Clusters CEPLAS und amtierender Präsident unserer DBG.

Quelle: DFG

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Ausbildung · Politik

Fort- und Weiterbildung naturwissenschaftlicher Lehrkräfte ist keine Freizeitgestaltung

Ein Positionspapier der in Wissenschaft-verbindet zusammengeschlossenen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften fordert Politik wie Schulträger auf, Lehrkräften mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulfächer qualifizierte Angebote zu schaffen und die Teilnahme daran während der regulären Arbeitszeit zu erleichtern. Das fordern der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO). In ihrem Statement machen sie konkrete Vorschläge zu Gestaltung und Durchführung der Fort- und Weiterbildungen.

Quelle: VBIO

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Forscheralltag · Politik

Wissenschaftsfreiheit in vielen Ländern nimmt ab

Stand der Wissenschaftsfreiheit 2021 (0-1, niedrig zu hoch). Grafik: FAU/V-Dem CC BY-NC-SA 4.0

Wissenschaftsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht. Es leben jedoch beinahe zwei von fünf Menschen weltweit in Ländern, in denen die Wissenschaftsfreiheit in den vergangenen zehn Jahren zunehmend eingeschränkt wurde, darunter Brasilien, Indien, Kamerun, Russland, Thailand oder die USA. Zu diesem Ergebnis kommt der jährlich aktualisierte Academic Freedom Index (AFI). Herausgegeben wird der Index von Forschenden um Prof. Dr. Katrin Kinzelbach der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des V-Dem-Instituts der Universität Göteborg. Die VolkswagenStiftung ermöglicht die Erstellung und wissenschaftliche Auswertung der Index-Daten seit 2021; sie fördert das Index-Projekt für insgesamt fünf Jahre.

Quelle: VolkswagenStiftung

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Politik

Wissenschaft verbindet: Statement gegen den Krieg in der Ukraine

Gemeinsam mit drei anderen großen naturwissenschaftlichen Organisationen hat der Dachverband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) das Statement "Wissenschaft verbindet" veröffentlicht: Sie alle sind tief bestürzt über die kriegerische Gewalt, die an-stelle friedlichen Ausgleich und Kooperation zu suchen, Menschenleben vernichtet, Selbstbestimmung ignoriert und Zusammenarbeit zerstört. Ihre Sorge und Solidarität gilt der ukrainischen Bevölkerung und allen anderen Leidtragenden dieses Krieges, dessen sofortiges Ende sie fordern. Als wissenschaftliche Gesellschaften kooperieren sie mit Partnerorganisationen in aller Welt und fördern die internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Studierenden. Sie stehen für den nationenübergreifenden Dialog und die gemeinsame Entwicklung von wissensbasierten Lösungen.

Quelle: VBIO

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Politik

IPCC-Bericht: Klimarisiken gefährden Lebens- und Umweltqualität

Der Weltklimarat (IPCC) hat heute den zweiten Teil seines 6. Sachstandsberichts vorgestellt und warnt: Die Klimarisiken für Ökosysteme und Menschen nehmen weltweit rapide zu. Nur konsequenter Klimaschutz und frühzeitige Klimaanpassung können Risiken verringern.

-> ins Deutsche übertragene Zusammenfassung für politische Entscheidungsfindung (SPM, pdf-Datei)

weitere Details: Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle

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Forschungsergebnis · Politik

Klimawandel: „Die bisherigen Risikoabschätzungen waren zu optimistisch“

Der heute veröffentlichte Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) macht deutlich: Die Weltgemeinschaft wird noch früher und stärker mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert als bislang angenommen. Für den Bericht werteten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Tausende von Studien aus, um die Folgen des Klimawandels zu bewerten. „Die bisherigen Risikoabschätzungen waren zu optimistisch“, sagt Matthias Garschagen, Inhaber des Lehrstuhls für Anthropogeographie mit dem Schwerpunkt Mensch-Umwelt-Beziehungen am Department Geographie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). „Wir haben es immer mehr mit Verflechtungen und Komplexitäten im System zu tun, durch die sich Risiken gegenseitig hochschaukeln, etwa wasserbezogene und nahrungsmittelbezogene Risiken. Diese Komplexität hat die Wissenschaft erst in den letzten Jahren verstärkt in den Blick genommen.“

Quelle: LMU

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Politik

Politische Lösung für Nutzung Digitaler Sequenzinformationen (DSI)

41 Forschende aus 17 Ländern bieten in einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Nature Communications einen Kompromiss zum kontroversen Thema Nutzung von DSI im Rahmen des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Biodiversität) an. Die Wissensschaffenden erklären, warum eine politische Lösung für DSI zwingend erforderlich ist, und schlagen eine Vorgehensweise vor, der die Erhaltung der Biodiversität unterstützen und gleichzeitig die freie Nutzung der genetischen Daten weiterhin erlauben würde. Die Forschenden, darunter Pflanzenwissenschaftler*innen vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), stellen einen politischen Prozess vor, der eine positive Rückkopplungsschleife und somit Anreize für die betroffenen Länder schafft, digitale Sequenzinformationen über die dort vorhandene biologische Vielfalt zu generieren, weiterzugeben und gleichzeitig den geforderten Vorteilsausgleich zu erhalten.

Quelle: IPK (pdf)

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Politik · Publikation

Wissenschaftsrat empfiehlt Open Access als Standard

Bei den Wintersitzungen (19.–21. Januar 2022) hat der Wissenschaftsrat Empfehlungen zur Transformation des wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access und ein Positionspapier zu Problemen und Perspektiven des Hochschulbaus 2030 verabschiedet. Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen stärkt die Forschung, steigert die gesellschaftliche Rezeption und erhöht die Wirtschaftlichkeit. Je schneller und breiter Forschungsergebnisse rezipiert und diskutiert werden, desto schneller können andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darauf aufbauen.

Quelle: Wissenschaftsrat

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Forschungsergebnis · Politik

Nutzungsanalyse und Appell: Zugang zu Digitalen Sequenz-Informationen muss frei sein

Nutzung Digitaler Sequenzinformationen: Kreisverkehr statt Einbahnstraße. Grafik: IPK Gatersleben und DSMZ

Nicht zuletzt die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig der Austausch global verfügbarer, digitaler Sequenz-Informationen (DSI) beziehungsweise Nukleotidsequenzdaten (NSD) ist. Forschende des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH haben nun untersucht, wie solche Daten bisher aufbereitet und genutzt werden. Demnach greift ein einfaches Modell einer ausschließlichen Anbieter-Nutzer-Beziehung viel zu kurz. Die vereinfachte Vorstellung, nach der Länder mit einer großen biologischen Vielfalt nur Zugang zu genetischen Ressourcen gewähren und die Wissenschaft nur in den reichen Staaten diese Daten nutzt und eine Wertschöpfung erzielt, ist nicht länger haltbar. "Viele glauben, es läuft wie eine Einbahnstraße. Aber das ist falsch. Es ist eine Art Kreisverkehr mit Zufahrten und Abfahrten“, sagt Dr. Amber Hartman Scholz vom Leibniz-Institut DSMZ und Erstautorin einer der beiden Studien im Journal Giga Science veröffentlichten Studien. „Die Nutzung von DSI von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Herkunftsländern ist viel starker als wir erwartet haben. Wir schätzen, es ist gerade dieses offene DSI-Ökosystem, das dazu führt, dass DSI in Ländern mit einem eher niedrigen Bruttoinlandsprodukt stärker genutzt werden als gedacht", sagt die DSMZ-Forscherin. „Deshalb sollten alle politischen Entscheidungen darauf abzielen, den offenen Zugang zu diesem wichtigen Gemeingut zu erhalten.“ „Neue Entdeckungen in den Lebenswissenschaften sind auf offen zugängliche Daten angewiesen", sagen Dr. Matthias Lange von der Arbeitsgruppe „Bioinformatik und Informationstechnologie“ am IPK und Hauptautor der zweiten Studie im Journal Giga Science und Dr. Guy Cochrane, Leiter des Europäischen Nukleotid-Archivs am EMBL-EBI. Gemeinsam appellieren Dr. Amber Hartman Scholz, Dr. Guy Cochrane und Dr. Matthias Lange an die politischen Entscheidungstragenden, auch künftig den freien Zugang zu den digitalen Sequenzinformationen zu erhalten.

Quelle: IPK (pdf)

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Politik

Bericht zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat zwischen Juli 2020 und Juni 2021 bei zehn Institutionen der Grundlagenforschung zum Abschluss des Risikokontrollplans 2018/1 Nutzerkontrollen nach Artikel 9 der Verordnung (EU) Nr.511/2014 in schriftlicher Form durchgeführt. Das geht aus dem Fünften Bericht der Bundesregierung zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls (20/183) hervor. Bei einem Unternehmen aus dem Sektor Biotechnologie fanden zudem Vor-Ort-Kontrollen statt, berichtet "heute im Bundestag" (hib).  

Quelle: hib

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Politik

Empfehlungen für Das Grüne Band – Rückgrat der europäischen Biodiversität

Nationalpark Thayatal. Foto und (c): Stefan Fuchs, Uni Wien

Das Grüne Band Europa (EGB), eine Naturschutzinitiative im ehemaligen Grenzgebiet des "Eisernen Vorhangs", ist eines der größten Verbundsysteme geschützter Naturräume in Europa. Im Interreg Projekt "DaRe to Connect (D2C)" erarbeitete die Universität Wien gemeinsam mit zehn Partnerorganisationen aus acht europäischen Ländern der Donauregion und unter Beteiligung des Umweltbundesamts Empfehlungen, um diese Naturräume künftig noch besser zu vernetzen. Wie eine gemeinsame europäische Schutzstrategie aussehen könnte und Lücken im größten europäischen Lebensraumverbund geschlossen werden können, wurde von den Projektpartnern kürzlich bei der Abschlusskonferenz vorgestellt.

Quelle: Uni Wien

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Forschungsergebnis · Politik

Biologische Vielfalt: Zeit, endlich zu handeln

Um die globalen Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu erreichen, muss die Umsetzung auf nationaler Ebene deutlich verbessert werden. Verbindliche Maßnahmen und verantwortliche Akteure müssen klar definiert und die Umsetzung durch systematisches Monitoring überwacht werden. Diese Empfehlungen stehen im Zentrum eines dreistufigen Rahmenplans, den ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in der Fachzeitschrift Conservation Letters veröffentlicht hat. Um ein erneutes Scheitern der internationalen Vereinbarungen zu vermeiden, dürfe vor allem ein Fehler nicht mehr passieren.

Quelle: iDiv

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Outreach · Politik

Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik stärken gesellschaftliches Vertrauen

Der Stifterverband veröffentlicht eine neue Analyse und Vorschläge zur wissenschaftsbasierten Politikberatung auf Basis der Erfahrungen der Covid-19-Pandemie. Im Zentrum der Empfehlungen stehen neue Orte der ko-kreativen Zusammenarbeit von öffentlicher Verwaltung und Wissenschaft in Form eines Science Policy Hubs. Die Publikation steht als Download zur Verfügung unter: https://www.stifterverband.org/medien/wissenschaftsbasierte-politikberatung

Quelle: Stifterverband

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Politik · Tagungsbericht

Biodiversität als Chance. Handeln. Jetzt.

Die digitale „Konferenz der Arten III“ endete heute mit einem großen Anliegen der mehr als 300 Teilnehmenden: Es ist jetzt nötig, zu handeln, um die abstürzende Kurve des Biodiversitätsverlustes wieder nach oben zu biegen – und zwar auf allen Ebenen! Im Privaten, an den Schule, in der Politik und in der Verwaltung. Es ist dringend notwendig, aktiv zu werden und das Artensterben zu stoppen. Die Energiewende darf nicht auf Kosten der Biodiversität gehen. Die Klimakrise kann nicht ohne die Biodiversitätskrise gedacht werden. Mit mehr Vernetzung und mehr Austausch durch gemeinsames Handeln können nachhaltige Lösungen entstehen, die die Welt lebenswerter machen. In den Vorträgen, Workshops und virtuellen Diskussionsräumen sind unglaublich viele neue mögliche Aktivitäten zur Förderung der Artenvielfalt genannt worden. Darüber berichtet das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) beim Informationsdiesnt Wissenschaft (idw).

Quelle: idw

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Politik

Naturbasierter Klimaschutz und Biodiversitätspolitik müssen Leitlinien der Bundespolitik werden

Anlässlich der 15. Weltbiodiversitätskonferenz (COP15) in Kunming, China, und rechtzeitig vor Beginn der Koalitionsverhandlungen in Deutschland legt das Wissensnetzwerk Sustainable Development Solutions Network (SDSN) Germany ein Orientierungspapier zu Fragen des Natur- und Biodiversitätsschutzes in Deutschland vor. Die Handlungsempfehlungen für die neue Bundesregierung wurden von namhaften wissenschaftlichen Expert*innen verfasst. Sie beziehen sich auf Ökosysteme wie Wälder, Moore und Meere sowie auf Fragen der Finanzierung und Organisation von Naturschutz. Die Autor*innen zeigen auf, wo der größte Handlungsbedarf besteht und wie die massiven Umsetzungslücken zu schließen sind. Zu den Kernforderungen des Papiers von SDSN Germany gehört, Natur- und Klimaschutz als gemeinsames Leitbild allen politischen Handelns zu machen. Die Potenziale der Natur, Treibhausgase zu absorbieren, müssen dringend erhalten und ausgebaut werden. Darüber hinaus soll die nächste Bundesregierung eine gesetzliche Grundlage für den Biodiversitätsschutz schaffen und die massiven finanziellen und personellen Lücken beim Naturschutz schließen. Das berichtet das Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) beim idw.

Quelle: DIE beim idw

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Politik

Bitte Ihre Expertise einbringen zur Regulierung neuer genomischer Techniken durch EU-Kommission

Die EU-Kommission will einen neuen Rechtsrahmen für Pflanzen (sowie daraus hergestellte Lebens- und Futtermittel) schaffen, die durch gezielte Mutagenese wie beispielsweise CRISPR und Cisgenese gewonnen werden. Grundlage bildet eine Studie der Kommission über neuartige genomische Verfahren. In diesem Kontext hat die EU-Kommission jüngst einen Fahrplan vorgelegt, in dem die nächsten Schritte skizziert werden, die eine Entscheidung der EU-Kommission in der ersten Jahreshälfte 2023 vorbereiten sollen. Diesen Fahrplan bittet die EU-Kommission zu kommentieren und Beiträge zur Folgenschätzung einzureichen. Individuelle Rückmeldungen von Expertinnen und Experten werden dingend hier bis zum 22. Oktober erbeten.

Quelle: EU-Kommission

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Politik

Vorbereitung der Biodiversitätskonferenz: "Joint submission" zu Digitalen Sequenzinformationen

Im Vorfeld der Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversitätskonvention (CBD) hat das Sekretariat der CBD ein Papier vorgelegt, in dem der aktuelle Stand der Diskussion sowie mögliche politische Optionen und Modalitäten für die Regulierung von DSI festgelegt werden. Gemeinsam mit dem Leibniz-Netzwerk Biodiversität und dem Konsortium Deutscher Naturforschender Sammlungen hat der VBIO die Gelegenheit zur Kommentierung des Papiers genutzt. Basis für die „joint submisson“ bildete ein Positionspapier europäischer Forschender, an dem auch der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) beteiligt war, in dem unsere DBG Mitglied ist.

Quelle: VBIO

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Politik

Wald- und Holzforschung in Deutschland neu strukturieren

Trockenstress erleiden viele Wälder in Deutschland, wie hier im Harz 2019. Foto: André Künzelmann, UFZ

Wälder sind von großer Bedeutung für den Naturhaushalt und erbringen vielfältige Ökosystemleistungen. Vor allem die Folgen des Klimawandels lassen diese Fähigkeiten jedoch zunehmend schwinden und stellen damit auch bisherige Bewirtschaftungskonzepte infrage. Eine Expert:innengruppe hat nun im Auftrag der zwei Bundesministerien BMEL und BMBF Vorschläge erarbeitet, um die nationale Forschung im Bereich Wald und Holz neu auszurichten. Unter anderem wird die Gründung eines nationalen Zentrums für Wald- und Holzforschung empfohlen. Das Konzept wurde heute durch Prof. Folkhard Isermeyer (Thünen-Institut) und Prof. Georg Teutsch (UFZ), an die zuständigen Bundesministerien übergeben.

Quelle: UFZ

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Politik

Entschlossenes Vorgehen gegen Biodiversitätsverlust und Klimawandel gefordert

Der Kongress der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) ist heute in Marseille (Frankreich) mit der Annahmen des Marseille Manifesto zuende gegangen. Zentrale Forderung des Manifests ist es, die beiden zentralen globalen Herausforderungen Klimawandel und Biodiversitätsverlust beim Wiederaufbau nach Corona gleichermaßen zu berücksichtigen und stärker miteinander zu verknüpfen. Bei dem als hybride Veranstaltung durchgeführten IUCN World Conservation Congress (WCC) trafen sich vom 3. bis 10. September mehr als 5.000 Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen und Zivilgesellschaft, zusätzlich registrierten sich über 3.000 Teilnehmende online. Die Verbindung zwischen Biodiversität und Klima war prominentes Thema aller Veranstaltungen, ergänzt um den Aspekt der globalen Gesundheit.  Deutschland war in der ersten Wochenhälfte durch Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) beim High-level Segment des WCC vertreten.

Quelle: BMU

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Politik

Forschung empfiehlt eine nachhaltigere Gewässerpolitik

Die biologische Vielfalt von Binnengewässern ist stark bedroht. Sie sit Lebensgrundlage für das Leben von Natur und Mensch. Foto: Michael Roggo

Binnengewässer gehören in Deutschland zu den am stärksten genutzten und bedrohten Ökosystemen. Der Klimawandel mit Wetterextremen wie Dürren und Überflutungen verschärft die Situation zusätzlich. Die Folge ist u.a. ein rasanter Rückgang der aquatischen Vielfalt, der nicht nur Pflanzen und Tiere gefährdet, sondern auch die menschlichen Lebensgrundlagen. Darauf weist das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Deutschlands größtes Forschungszentrum für Binnengewässer, in einem aktuellen Policy Brief anlässlich der Bundestagswahl hin.

Quelle: IGB

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Politik

Bürger*innen-Rat Klima fordert Einhaltung des Pariser Klimaziele

Der Bürgerrat Klima aus 160 zufällig ausgelosten Bürgerinnen und Bürgern hat seine Empfehlungen zur zukünftigen Klimapolitik in Deutschland veröffentlicht (siehe pdf-Datei). Diese Art "Mini Deutschland" hatte unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten a. D., Horst Köhler in den letzten Monaten darüber diskutiert, welche Empfehlungen sie für die zukünftige deutsche Klimapolitik geben. Darin fordern sie von der kommenden Regierung die strikte Einhaltung der Pariser Klimaziele ein.

Quelle: VBIO

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Politik

Wahlprüfsteine zur Bundestagwahl: Was die Parteien in Forschung, Bildung, Wissenschaft und Hochschule vorhaben

Im September wird ein neuer Bundestag gewählt. Unabhängig vom konkreten Wahlergebnis sind damit auch Weichenstellungen für Bildung und Wissenschaft verbunden. Daher hat der VBIO (gemeinsam mit den mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften) den im Bundestag vertretenen Parteien einen Fragenkatalog vorgelegt. In den gemeinsamen „Wahlprüfsteinen“ werden die Positionen der Parteien erfragt zu Themen aus „Wissenschaft und Öffentlichkeit“, „Beziehungen von Wissenschaft und Politik" sowie „Wissenschaft und Technik in Europa“. Auch zu Themen der, „Forschungsförderung“, der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung, sowie zu „Klima und Umwelt“ sowie „Nachhaltigkeit“ werden Auskünfte erbeten. Wertungsfrei stellt der biowissenschaftliche Dachverband diese zusammen. Auch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat Wahlprüfsteine zur Wissenschafts- und Hochschulpolitik der Parteien zusammengestellt wie etwa zur Finanzierung, Digitalisierung, Forschung und zu wissenschaftlichen Karrierewegen.

Quelle: Details beim VBIO
Quelle: Details beim HRK  

Politik

BMU veröffentlicht Nationale Moorschutzstrategie

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat erstmals eine Nationale Moorschutzstrategie veröffentlicht. Sie enthält die Grundsätze, Ziele und Maßnahmen, die für einen erfolgreichen Moorschutz auf Bundesebene erforderlich sind. Rund sieben Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen entweichen aus entwässerten Moorböden. Durch die Entwässerung ist auch die für Moorgebiete typische Artenvielfalt stark bedroht. Daher ist ein ambitionierter Moorschutz wichtig: für Klimaschutz und Biodiversität, für die Klimaanpassung und für eine nachhaltige Landwirtschaft.

Quelle: BMU

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Politik

Nachhaltigkeits-Bewertung landschaftlicher Systeme

Durchschnittlich um 20 Prozent sind die Erträge im ökologischen Landbau geringer als im konventionellen Landbau. Dafür schneidet die biologische Landwirtschaft hinsichtlich ökologischer Indikatoren wie etwa der Bodenfruchtbarkeit, des Schutzes von Biodiversität und Gewässern vor Stickstoffeinträgen deutlich besser ab. Zu diesem Urteil kommt der Bericht „Nachhaltigkeitsbewertung landwirtschaftlicher Systeme - Herausforderungen und Perspektiven“ (19/31714), den das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) vorgelegt hat. Im Auftrag des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat es darin Stand und Perspektiven der Nachhaltigkeitsbewertung landwirtschaftlicher Systeme beleuchtet.

Quelle: Heute im Bundestag (hib)

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Politik

Zum Nachweis genomeditierter Lebens- und Futtermittel

Nachweismethoden für genomeditierte Lebens- und Futtermittelprodukte pflanzlichen Ursprungs können für die Marktzugangskontrollen nur dann eingeführt werden, wenn deren genetische Veränderung bekannt und auch bisher einzigartig ist. Unbekannte Produkte können unter den bisherigen technischen Voraussetzungen nicht nachgewiesen werden, heißt es in einer Antwort (19/31759) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/31255) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Dies stelle ein Problem bei der Durchsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 25. Juli 2018 dar.

Quelle: Heute im Bundestag (hib)

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Politik

Umweltministerium will Erhalt von artenreichen und klimastabilen Wäldern honorieren

Angesichts der Bedeutung von intakten Wäldern sowohl für das Klima, als auch für den Schutz der biologischen Vielfalt hat das Bundesumweltministerium (BMU) Eckpunkte für ein Umsteuern in der deutschen Waldpolitik und für eine Honorierung der vielfältigen Leistungen für den Erhalt artenreicher und naturnaher Ökosysteme vorgelegt. Zentrale Forderung ist, durch die Förderung von Maßnahmen im Wald gleichzeitig eine gezielte Lenkungswirkung für mehr Klima- und für den Biodiversitätsschutz zu erreichen.

Quelle: BMU

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Politik

Kabinett beschließt Rechenschaftsbericht 2021 zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

Trotz vielfacher Gegenmaßnahmen, die die Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bereits beschlossen und umgesetzt hat, besteht weiter großer Handlungsbedarf, um den Verlust der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen. Dies ist das Ergebnis des vom Bundesumweltministerium (BMU) vorgelegten Rechenschaftsberichts 2021 zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS), den die Bundesregierung heute beschlossen hat. Die Naturschutzfinanzierung wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich aufgestockt, insbesondere für Maßnahmen zum Insektenschutz und das Bundesprogramm Biologische Vielfalt. In dem umfassenden Bericht legt die Bundesregierung wie in jeder Legislaturperiode dar, mit welchen Maßnahmen sie die biologische Vielfalt in Deutschland erhält und schützt.

Quelle: BMU

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Politik

Waldbericht 2021: Massive Schäden in Deutschlands Wäldern

Die Folgen des Klimawandels haben in den vergangenen Jahren deutliche Spuren in Deutschlands Wäldern hinterlassen. Die starken Stürme in den Jahren 2017 und 2018, die extreme Dürre und Hitzewellen in den Jahren 2018 bis 2020 sowie die massenhafte Vermehrung von Borkenkäfern haben zu massiven Waldschäden geführt, heißt es in einer Unterrichtung der Bundesregierung (19/31700) zum Waldbericht 2021.

Quelle: Heute im Bundestag (hib)

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Politik

Digitale Sequenz-Informationen müssen frei verfügbar bleiben

Unter der Überschrift „Digitale Sequenzinformationen als Gemeingut erhalten“ haben 350 europäische Institutionen bzw. Einzelwissenschaftler und Einzelwissenschaftlerinnen kürzlich eine Stellungnahme lanciert, an der auch der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) beteiligt ist, zu dem auch die DBG zählt. Die Unterzeichnenden sind besorgt, dass Einschränkungen des offenen Austausches von Digitalen Sequenzinformationen (DSI) die Grundlagenforschung behindern, Maßnahmen zum Biodiversitätsschutz beeinträchtigen und Innovationen hemmen könnten. Letzteres wäre vor allem in Hinblick auf diejenigen Forschungen und Technologien fatal, die sich mit Herausforderungen in den Bereichen Ernährungssicherheit, Gesundheit, Biodiversitätsverlust und Klimawandel befassen. Beeinträchtigungen in diesem Bereich würden den Fortschritt bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) untergraben. Vor diesem Hintergrund sollten DSI offen zugänglich bleiben, was einen gerechten Vorteilsausgleich nicht ausschließt. Die Stellungnahme empfiehlt den politischen Entscheidungsträgern daher, multilaterale Ansätze zu verfolgen, die durch internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit ergänzt werden sollen.

Quelle: VBIO

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Politik

EU-Kommission stärkt Europäischen Forschungsraum

Mit einem Pakt für für Forschung und Innovation hat die Kommission am 16. Juli einen Vorschlag für eine Empfehlung des Rates in Europa angenommen. Der Vorschlag für den Pakt definiert gemeinsame Maßnahmen zur Unterstützung des Europäischen Forschungsraums (EFR), legt die Ziele für Investitionen und Reformen fest. Er bildet auch die Grundlage für eine EFR-Plattform, die die Koordinierung auf Ebene der EU und der Mitgliedstaaten vereinfachen soll und es den Mitgliedstaaten möglich macht, sich über bewährte Verfahren bei ihren Reform- und Investitionsansätzen auszutauschen. Um einen wirkungsvollen EFR zu gewährleisten, sollen vor allem Forschungs- und Innovationsakteuren in den Pakt eingebunden werden. Das berichtet der VBIO und verweist auf das Original-Dokument (pdf).

Quelle: VBIO

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Ausbildung · Politik

Lebenslanges Biologie-Lernen ist essentiell – nicht-formale Bildungsangebote sicherstellen

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) hat jüngst ein Positionspapier zu nicht-formalen Bildungsangeboten vorgelegt. Diese bilden eine zusätzliche Basis für die Entwicklung einer naturwissenschaftlichen bzw. biologischen Grundbildung. Um die entsprechenden Aktivitäten langfristig zu sichern, müssen sowohl die Bildungsinstitutionen selbst, als auch Politik und Förderinstitutionen gewisse Weichenstellungen vornehmen. Der Verband fordert insgesamt an fünf Stellschrauben zu drehen:

  • besserer Zugang zu nicht-formalen Bildungsangeboten
  • gesicherte Grundfinanzierung
  • Initiativen zur Fortbildung
  • Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • stärkere Verzahnung der Angebote.

Quelle: VBIO

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Politik

Europäischer Grüner Deal: Neue EU-Waldstrategie für 2030

Die Europäische Kommission hat heute die neue EU-Waldstrategie für 2030 angenommen, eine Leitinitiative des europäischen Grünen Deals, die auf der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 aufbaut. Die Strategie trägt zu dem vorgeschlagenen Maßnahmenpaket bei, mit dem die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % reduziert werden sollen und bis 2050 Klimaneutralität in der EU angestrebt wird. Sie trägt auch dazu bei, dass die EU ihrer Zusage nachkommen kann, den Abbau von CO2 durch natürliche Senken gemäß dem Klimagesetz zu beschleunigen. Auf ihrer Website gibt die Europäische Kommission Fragen und Antworten zur neuen EU-Waldstrategie für die Zeit nach 2020 (FAQ).

Quelle: EU Kommission

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Politik

Biodiversitäts-Konferenz: VBIO und GASB kommentieren Überlegungen zur Synthetischen Biologie

Auch wenn noch nicht entschieden ist, ob die ursprünglich für den Herbst letzten Jahres geplante Biodiversitätskonferenz in Kunming pandemiebedingt nicht noch einmal verschoben wird, so sind die Vorbereitungen und Diskussionen in eine heiße Phase eingetreten. Unter dem Cartagena Protokoll wurde unter anderem die Studie Technical Series on Synthetic Biology vorgelegt, an deren peer review sich VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland) und GASB (German Association on Sythetic Biology) mit einer gemeinsamen Kommentierung beteiligt haben. Beide Organisationen setzen sich ein für die Freiheit biowissenschaftlicher Forschung wie für deren ethische, sichere Durchführung und die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften durch alle Beteiligten. Beide bemängeln gleichzeitig die nach wie vor fehle eine klare Unterscheidung zwischen Methoden und Anwendungen, die undifferenziert unter dem Oberbegriff Synthetische Biologie subsumiert werden. Ohne klare Definition sei eine Bewertung der Aussagen in der vorgelegten Studie nicht möglich. Eine gemeinsame Definition zu finden, sei zwar keine einfache Aufgabe, diese Schwierigkeit dürfte andererseits aber nicht genutzt werden, um den politischen Prozess zu blockieren.

Quelle: VBIO

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Politik

Allianz der Wissenschafts-Organisationen zur Wissenschafts- und Innovationspolitik in der Legislaturperiode 2021–2025

Unmittelbar vor der Bundestagswahl wendet sich die Allianz der Wissenschaftsorganisationen an die deutsche Politik und appelliert an deren Vertreterinnen und Vertreter, gemeinsam mit der Wissenschaft schon jetzt die Weichen für die Zukunft des deutschen Wissenschaftssystems zu stellen. Autonome Wissenschaft und verantwortungsbewusster Erfindergeist müssen im Dialog mit der Gesellschaft gestärkt und gegenüber den globalen Partnern und Wettbewerbern aktiv vertreten werden. In ihrem Positionspapier stellt die Allianz sieben Handlungsfelder vor, die in diesem Entwicklungszusammenhang von besonderer Bedeutung sind:

  1. Freiheit und Autonomie stärken
  2. Europäisch denken, global handeln
  3. Wissenschafts- und Innovationssystem agiler und partizipativer gestalten
  4. Wissenschaftskommunikation weiterentwickeln – Dialog zwischen Wissenschaftund Politik stärken
  5. Digitale Souveränität leben und gestalten
  6. Bildung und Karrieren ermöglichen, Talente gewinnen
  7. In die Zukunft investieren

Das meldet der Wissenschaftsrat.

Quelle: Wissenschaftsrat

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Politik

Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität und soziale Gerechtigkeit – nur im Dreiklang lösbar

Der Kampf gegen die Erderwärmung und für eine nachhaltige Entwicklung kann nur gelingen, wenn die Menschheit die Themen Klimaschutz, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit fortan gemeinsam denkt und bei allen politischen Entscheidungen – global, national und regional – in ihren Wechselwirkungen gleichrangig berücksichtigt. Diese Aussage ist nach Ansicht deutscher Ko-Autoren die wichtigste Kernbotschaft eines neuen wissenschaftlichen Workshop-Berichtes zu „Artenvielfalt, Ökosystemen und Klimawandel“, den Expertinnen und Experten des Weltbiodiversitätsrates IPBES und des Weltklimarates IPCC erstmals gemeinsam erarbeitet haben. Er wird heute der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen darin, warum vor allem der Verzicht auf fossile Brennstoffe für Klima- und Naturschutz wichtig ist. Außerdem belegen sie, wie gesunde Ökosysteme langfristig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Autor*innen legen aber auch offen, in welchem Ausmaß einseitig gedachte Klimaschutzkonzepte wie der großflächige Anbau von Energiepflanzen der Natur kurz- und langfristig schaden und ihre Fähigkeit mindern, das Klima zu regulieren und die Menschen mit ausreichend Nahrung, Trinkwasser und anderen überlebenswichtigen Dienstleistungen zu versorgen.

Quelle: Gemeinsame Mitteilung Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

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Politik

Schutz biologischer Vielfalt durch Gemeinsame Agrarpolitik ist machbar

Landschaften wie diese vielfältig genutzte und reich strukturierte Agrarlandschaft im niedersächsischen Wesertal erfüllen viele der aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen Eigenschaften. Foto: Sebastian Lakner

Ein Team aus 300 europäischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen hat in Abstimmung mit der EU-Kommission Empfehlungen erarbeitet, wie die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union mit den bereits beschlossenen Instrumenten einen substantiellen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt leisten kann. Der Bericht (siehe pdf bei Thünen), verfasst von Forschenden des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), des Thünen-Instituts und der Universität Rostock, wird der EU-Kommission am 19. Mai in einem öffentlichen Online-Symposium vorgestellt. Informationen zum Online-Symposium: https://www.idiv.de/de/icap-bes/cap-post-2020.html

Quelle: iDiv

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Politik

Impulse für kommende Legislaturperiode: Wissenschaft als Schlüssel zur Bewältigung der großen Herausforderungen

Mit einem Impulspapier für die 20. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die aus ihrer Sicht wichtigsten Handlungsfelder und -empfehlungen formuliert, damit Wissenschaft auch künftig die Schlüsselrolle bei der Bewältigung zentraler Herausforderungen einnehmen kann. „Erkenntnisgeleitete Forschung stärken, von Wissensspeichern profitieren“ lautet der Titel des Papiers, das die größte Forschungsförderorganisation und zentrale Einrichtung für die wissenschaftliche Selbstverwaltung in Deutschland mit Blick auf den beginnenden Bundestagswahlkampf an politische Akteure adressiert hat und das nun auch im Internetangebot der DFG veröffentlicht worden ist https://www.dfg.de/download/pdf/presse/20210505_pm_impulspapier_legislaturperiode.pdf

Quelle: DFG

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Politik

Forschende begrüßen Einschätzung der EU-Kommission zum europäischen Gentechnik-Recht

Die EU-Kommission hat eine Studie über den Status der neuen Züchtungstechniken veröffentlicht, die Basis für weitere Beratungen über eine Neuregulierung des EU-Gentechnikrechtes sein soll. Verschiedene Gesellschaften und Forschende aus Deutschland - darunter auch der VBIO - begrüßen einen solchen Schritt ganz ausdrücklich. Denn: wie auch in der Studie festgestellt wird, ist die derzeitige GVO-Gesetzgebung, die 2001 verabschiedet wurde, für diese innovativen Technologien nicht geeignet. Die Forschenden machen konkrete, wissenschaftsbasierte Vorschläge, wie das Gentechnikrecht für Pflanzen modernisiert werden kann, um die Zucht nachhaltiger und klimaresilienter Pflanzen zu ermöglichen.

Zu den Unterzeichnern der VBIO-Stellungnahme zählen

  • unser DBG-Präsident, Prof. Dr. Andreas Weber, gleizeitig Sprecher des Exzellenzclusters CEPLAS
  • Prof. Dr. Gabriele Krczal, Gesellschaft für Pflanzenbiotechnologie (GfPB)
  • Prof. Dr. Maria von Korff Schmising, Gesellschaft für Pflanzenzüchtung e.V. (GPZ)
  • Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO)
  • Prof. Dr. Klaus-Dieter Jany, Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik e.V. (WGG)
  • Prof. Dr. Jens Boch, Institut für Pflanzengenetik Leibniz Universität Hannover
  • Prof. Dr. Stephan Clemens, Lehrstuhl Pflanzenphysiologie, Gründungsdekan der Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit Universität Bayreuth
  • Prof. Dr. Holger Puchta, Botanisches Institut Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
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Politik

Studie der EU-Kommission zur Anpassung des europäischen Gentechnik-Rechts

Zum Status der neuen Züchtungstechniken wie GenomEditierung und die Genschere CRISPR hat die EU-Kommission hat eine Studie veröffentlicht, die die Basis für weitere Beratungen über eine Neuregulierung des EU-Gentechnik-Rechtes sein soll. Wie die EU berichtet können die neuen Züchtungstechniken dazu beitragen nachhaltige Nahrungsmittelwirtschaft zu etablieren und damit den Grean Deal und die Farm-to-Fork-Strategie der EU umzusetzen. Wie sie darin auch feststellt, ist die derzeitige GVO-Gesetzgebung aus dem Jahr 2001 für diese Technologien nicht geeignet und macht eine Reform der veralteten Gentechnik-Gesetzgebung notwendig.

Quellen:
Zur Übersicht (in English) https://ec.europa.eu/food/plant/gmo/modern_biotech/new-genomic-techniques_en
Zur Pressemitteilung https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_21_1985
Zum deutschen Executive Summary (pdf) https://ec.europa.eu/food/sites/food/files/plant/docs/gmo_mod-bio_ngt_exec-sum_de.pdf

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Forschungsergebnis · Politik

Globale Nachhaltigkeit: Kombination von Ökolandbau und Gentechnik

Für mehr Nachhaltigkeit auf globaler Ebene sollte die EU-Gesetzgebung geändert und der Einsatz der Gen-Schere im Ökolandbau erlaubt werden. Dies fordert ein internationales Forschungsteam. Die EU-Kommission hatte im Mai 2020 die Farm-to-Fork-Strategie vorgelegt, die Teil des European Green Deal ist. Das Ziel ist es, die europäische Landwirtschaft und das Ernährungssystem nachhaltiger zu gestalten. Insbesondere soll der Anteil des ökologischen Landbaus an der Agrarwirtschaft innerhalb der EU bis 2030 auf 25 Prozent erhöht werden. Diese Steigerung gewährleistet jedoch - wenn es bei der derzeitigen EU-Rechtslage bleibt - keineswegs mehr Nachhaltigkeit, wie die Studie in der Zeitschrift Trends in Plant Science zeigt, zu der Wissenschaftler*innen aus Bayreuth, Göttingen, Düsseldorf, Heidelberg, Wageningen, Alnarp und Berkeley beigetragen haben. „Den Ökolandbau unter den gegenwärtigen rechtlichen Beschränkungen der Biotechnologie weiter auszudehnen, könnte leicht zu weniger anstatt zu mehr Nachhaltigkeit führen. Dabei bietet gerade die Gen-Schere vielversprechende Potenziale für eine nachhaltige Agrarwirtschaft“, erklärt Kai Purnhagen, Erstautor der Studie und Professor für Lebensmittelrecht an der Universität Bayreuth.

Quelle: Uni Bayreuth

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Politik

Wissenschaftsakademien legen drei Stellungnahmen für G7-Gipfel vor

Wie lässt sich der Verlust der Artenvielfalt umkehren, wodurch sinkt der Nettoausstoß von Treibhausgasen auf Null und wie können Gesundheitsdaten im Krisenfall datenschutzkonform international ausgetauscht und genutzt werden? Zu diesen Fragen haben die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten drei Stellungnahmen veröffentlicht.

Quelle: Leopoldina

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DBG · Politik

Stellungnahme: Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft

Das „Trilemma der Landnutzung“ im Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherung, Klimawandel und Erhalt der Biodiversität veranschaulicht der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem aktuellen Gutachten. Unter dem Titel „Landwende im Anthropozän: Von der Konkurrenz zur Integration“ liefert das WBGU-Gutachten mehrere passende Lösungsvorschläge. Dass im Gutachten das Potential und die sowohl wissenschaftlich wie politisch anerkannten Lösungsmöglichkeiten der Pflanzenforschung inklusive der neuen Züchtungsmethoden jedoch kaum vorkommen, bedauern mehrere wissenschaftliche Gesellschaften und Vereine in ihrem Brief an die Ministerinnen Svenja Schulze (BMU) und Anja Karliczek (BMBF). Die Pflanzenwissenschaft kann die Grundlagen für neue Anwendungen bereitstellen und darf daher in den Lösungsvorschlägen nicht fehlen. Neben den im Bericht des WBGU erwähnten Maßnahmen bieten die züchterische Nutzung von genetischen Ressourcen und neue Züchtungstechniken wie die Genomeditierung zügig umzusetzende Lösungen für eine produktive, ressourcensparende sowie nachhaltige Landwirtschaft, um auf die derzeit wichtigsten Herausforderungen reagieren zu können. Die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), die Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ), die Deutsche Gesellschaft für Pflanzenernährung (DGP), der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), das Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen sowie das Öko-Progressive Netzwerk e.V. appellieren daher an die Ministerinnen, die Potentiale der Pflanzenforschung und -züchtung für eine nachhaltige Landwirtschaft zu nutzen. Sie alle bieten ihre fachliche Expertise als unabhängige Expertinnen und Experten für Pflanzenwissenschaften, Pflanzengenetik, Pflanzenzüchtung, Agrarökonomie und Agrarökologie an.

zum gemeinsamen Brief an die Ministerinnen (pdf)

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Politik

Senckenberg tritt Globaler Koalition für Artenvielfalt bei

Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wird Mitglied der „Globalen Koalition für Artenvielfalt“ der Europäischen Kommission. Gemeinsam mit 150 europäischen Partnerorganisationen vermittelt Senckenberg einer breiten Öffentlichkeit die immense Bedeutung der biologischen Vielfalt für das Wohlergehen von Natur und Mensch. Ziel der Initiative ist es, die Delegierten der Nationen dabei zu unterstützen, auf der UN-Konferenz für Biodiversität im zweiten Quartal 2021 mutige und weitreichende Maßnahmen gegen das dramatische Artensterben zu vereinbaren.

Quelle: Senckenberg

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Politik

Grobkonzept für nationales Biodiversitätszentrum vorgelegt

Die Bundesregierung hat ein Grobkonzept für das nationale Monitoringzentrum zur Biodiversität (19/26454, pdf) vorgelegt. Das Konzept definiert die Eckpunkte für ein bundesweites Biodiversitätsmonitoring und stellt die Struktur des geplanten Zentrums dar. Demnach soll die Zentrale des Zentrums beim Bundesamt für Naturschutz verortet und aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit finanziert werden. Hinzu kommen ein ressortübergreifendes Steuerungsgremium und ein Grundsatz-Fachgremium. Für die Aufbauphase dieser Struktur sind circa zwei Jahre vorgesehen.

Quelle: Heute im Bundestag

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Politik

Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität beschlossen

Die Bundesregierung hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Einrichtung des nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität beschlossen. Damit wird ein Grundstein gelegt, um die Datenbasis zu Entwicklungen der biologischen Vielfalt deutlich zu verbessern. Das nationale Monitoringzentrum wird beim Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Leipzig angesiedelt und nimmt bereits in diesem Monat die Arbeit auf.

Quelle: BMU

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Forschungsergebnis · Politik

Biodiversität: Nicht die gleichen Fehler machen

Die globalen Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt müssten künftig als Mindestanforderungen in nationales Recht aller Mitgliedstaaten der UN-Biodiversitätskonvention (CBD) übernommen werden. Das ist einer von vier Vorschlägen zur Verbesserung der globalen Strategie zum Biodiversitätsschutz eines Forscherteams des Nanjing Instituts für Umweltforschung in China, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die bisherigen Ziele sind weitgehend verfehlt worden. In der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution nennen die Forschenden Gründe für das Scheitern und zeigen konkrete Politikoptionen auf.

Quelle: iDiv

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Politik · Publikation

DFG setzt neue Akzente für Open Access

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verstärkt ihre Bemühungen um den freien Zugang zu Publikationen und anderen Forschungsergebnissen im Netz. Um Open Access zu unterstützen und diesen bedarfsgerecht an die sich ändernden Anforderungen von Wissenschaft und Forschung anzupassen, hat die DFG weitere Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Diese sind miteinander vernetzt und reichen von verbesserten Rahmenbedingungen über die Finanzierung von Publikationskosten und den Aufbau einer wissenschaftsadäquaten Publikationsinfrastruktur bis zur Mitwirkung in nationalen und internationalen Arbeitsgruppen.

Quelle: DFG

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Forschungsergebnis · Politik

Ein Dollar für den Regenwald spart 5,40 Dollar für sonstigen Klimaschutz

In der Diskussion über Klimaschutz-Investitionen geht es viel um Technik. Etwa Windparks und Solarkraftwerke, riesige CO₂-Staubsauger oder ein Pipeline-Netz, das mit Grünstrom produzierten Wasserstoff als Energieträger der Zukunft verfügbar macht. Doch so wichtig innovative Technologien sind – der bedeutsamste Schauplatz beim Kampf gegen die Erderhitzung ist der Tropische Regenwald: Jeder hier investierte Dollar spart 5,40 Dollar für sonstigen Klimaschutz. Das zeigt jetzt eine Studie unter Leitung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) in Zusammenarbeit mit der US-Forschungseinrichtung Environmental Defense Fund im Fachjournal Global Sustainability.

Quelle: MCC

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Politik

Zeit zum Handeln: Museum ruft zum Beitritt zum weltweiten Bündnis für Biodiversität auf

Die Welt steht vor der größten Bedrohung seit der Entstehung der Menschheit. Dabei handelt es sich nicht um die derzeitige Pandemie, sondern um die globale Biodiversitätskrise – ausgelöst durch die massiven Eingriffe des Menschen in globale Stoff- und Energieflüsse und die Zerstörung von Habitaten. Das hierbei verursachte Artensterben geht mit nie dagewesener Geschwindigkeit vonstatten und wird durch die gleichen Prozesse, die den Klimawandel verursachen, noch beschleunigt. Bezüglich der Biodiversität bleibt es oft bei Absichtserklärungen, international gesetzte Minimalziele werden bei Weitem verfehlt und globale Abkommen von wichtigen Partnerstaaten nicht eingehalten - ganz im Gegensatz zur Corona-Pandemie. Daher sagt die Generaldirektorin des Wiener Naturhistorischen Museums (NHM), Dr. Katrin Vohland: „Die Weltgemeinschaft muss für die zentrale Bedeutung von Biodiversität für das Wohlergehen der Menschheit weiter sensibilisiert und anlässlich des UN CoP15 Meetings zur Biodiversität Anfang 2021 in China zum unverzüglichen, entschlossenen und gemeinsamen Handeln veranlasst werden. Zu diesem Zweck hat die EU Anfang März 2020 die Formierung eines weltweiten Bündnisses für Biodiversität „United for #Biodiversity“ eingeleitet. Bisher beteiligen sich über 150 Institutionen, darunter allein 60 Naturhistorische Museen. Wir rufen auch andere Museen und Einrichtungen dazu auf, den Wert und die Bedeutung von Arten für uns Menschen sichtbarer und erlebbarer zu machen.“

Quelle: NHM

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Politik

Klimaschutz wird in Europa unumkehrbar

Die Europäische Union wird zum ersten Mal das rechtsverbindliche Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 gesetzlich festschreiben. Unter Leitung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze einigten sich die EU-Umweltministerinnen und -Umweltminister heute beim Umweltrat in Brüssel auf eine gemeinsame Position zum Europäischen Klimagesetz, die neben der Festlegung der Treibhausgasneutralität auch ein höheres Klimaziel für 2030 festlegt: Bis dahin sollen die Treibhausgasemissionen der EU um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Erreicht sind bislang 25 Prozent Minderung, angestrebt wurde zuvor mindestens 40 Prozent bis 2030. Beschlossen wurde auch, dass die Mitgliedstaaten das neue Ziel für 2030 als EU-Klimaschutzbeitrag wie im Pariser Abkommen vorgesehen noch in diesem Jahr an die Vereinten Nationen übermitteln.

Quelle: BMU

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Politik · Projekt

Pflanzenwissen der Welt jetzt an einem Ort verfügbar

Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis): Eine in Deutschland vom Aussterben bedrohte Pflanzenart. Foto: Ingo Haas, BGBM

In einem einzigartigen Projekt hat das World Flora Online Consortium alle weltweit bekannten Pflanzenarten erstmals in einer Online-Ressource zusammengebracht. Die dynamische Datenbank trägt den Namen World Flora Online. Ziel war es bis Ende des Jahres 2020 eine Gesamtliste der etwa 350.000 bisher bekannten Landpflanzenarten aufzustellen, Beschreibungen für diese Arten verfügbar zu machen und soweit vorhanden Angaben zum Gefährdungsstatus von Pflanzenarten direkt zu verlinken. Es ist ein botanischer Meilenstein: Mit der World Flora Online machen Wissenschaftler*innen zum ersten Mal alle bisher bekannten 350.000 Landpflanzenarten der Welt in einem dynamischen Informationssystem online verfügbar – und setzen dabei neue Standards in der globalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Der Botanische Garten Berlin (BGBM) ist von Anfang an maßgeblich im World Flora Online-Projekt beteiligt.

Quelle: BGBM

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Anwendung · Politik

Warum Mangrovenexperten der IUCN vor Massenanpflanzungen warnen

Junge Mangroven wachsen nach erfolgreicher Anpflanzung am Sine Saloum-Ästuar in Senegal. Foto und (c): Martin Zimmer, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)

Obwohl globale Bemühungen um den Mangrovenschutz und Wiederaufforstungsprojekte teilweise Erfolge erzielen und die weltweite Verlustrate der Mangroven in den vergangenen 30 Jahren von ein bis zwei Prozent auf weniger als 0,2 Prozent pro Jahr gesunken ist, blicken Forschende der Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) mit Sorge auf Massenanpflanzungen von Mangrovensetzlingen. Ihre Bedenken hat die Mangrove Specialist Group der IUCN jetzt in einem Positionspapier mit dem Titel Pause before you plant („Halte inne, bevor Du pflanzt“) zusammengefasst, mit dem sich das internationale Expertengremium an Entscheidungsträger in Politik, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und an die allgemeine Öffentlichkeit wendet. ZMT-Mangrovenökologe und IUCN-Mitglied Martin Zimmer erklärt den Hintergrund.

Quelle: ZMT

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Forschungsergebnis · Politik

Internationales Forschungsteam fordert europaweite Phosphat-Richtlinie

Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris), auch Studentenröschen genannt, ist eine der bedrohten Arten, die in dieser Studie erforscht wurde. Foto: Dr Jerry van Dijk

Durch eine europaweite Nitrat-Richtlinie will die EU Stickstoffemissionen in der Umwelt reduzieren. Es wird angenommen, dass dies gleichzeitig viele gefährdete Pflanzenarten schützen könnte, von denen viele unter hohen Nährstoffkonzentrationen in der Umwelt leiden. Aber gerade die Nitrat-Richtlinie der EU könnte dazu führen, dass viele der seltenen und bedrohten Pflanzenarten besonders leiden. Das hat ein internationales Forschungsteam der Universitäten Göttingen, Utrecht und Zürich herausgefunden. Ihre Studie wurde in der internationalen Zeitschrift Nature Ecology and Evolution (DOI: https://doi.org/10.1038/s41559-020-01323-w) veröffentlicht.

Quelle: Uni Göttingen

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Politik

VBIO-Stellungnahme zum Monitoring-Zentrum Biodiversität

Die Regierungsparteien hatten in ihrem Koalitionsvertrag 2017 festgelegt, ein Monitoringzentrum Biodiversität aufzubauen. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) hatte dies bereits unmittelbar nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages explizit befürwortet, weil er sich dadurch eine Verbesserung und langfristige Absicherung des Biodiversitätsmonitorings erhoffte. Nun hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) einen ersten Konzeptentwurf vorgelegt, den der VBIO im Rahmen der Verbändeanhörung kommentiert. Er befürchtet eine wenig geliebte „formale Verwaltungseinheit mit exzellenter IT-Struktur“, der es letztlich am Rückhalt in der Community mangelt. Auferdem bedauert er das Fehlen finanzieller Aussagen sowie der Einbindung von Akteuren jenseits der Ressortforschung. Der VBIO kritisiert darüber hinaus Inkonsistenzen und die fehlende Fristigkeit.

Quelle: VBIO

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Politik

Monitoring-Programme zur Biodiversität brauchen Kultur des Miteinanders

Der Verlust der Artenvielfalt schreitet weltweit unaufhaltsam voran. Um wirkungsvoller dagegen zu steuern, braucht es Monitoringprogramme, die den Zustand der Tier- und Pflanzenarten sowie deren Gefährdungszustand präzise abbilden. Doch daran mangelt es noch zu oft – zu lückenhaft, zu wenig aufeinander abgestimmt und zu begrenzt ist das zu untersuchende Artenspektrum. Ein vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) geführtes Team von Forschenden beschreibt in einem Beitrag für das Fachjournal OneEarth (DOI: https://doi.org/10.1016/j.oneear.2020.09.010), wie verschiedene Interessengruppen mit viel Expertise zusammenarbeiten können, um Monitoring zu stärken und damit einem weiteren Artenrückgang entgegenzuwirken.

Quelle: iDiv

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Forschungsergebnis · Politik

Sicherheitsnetz für die Biodiversität gefordert

Um dem alarmierenden Rückgang der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken, braucht es ein „Sicherheitsnetz" aus miteinander verbundenen ehrgeizigen Zielen. Denn kein einzelnes Ziel kann dem breiten Spektrum der Anforderungen gerecht werden, so das Fazit eines großen internationalen Teams mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB). Die in der Fachzeitschrift Science (DOI: https://doi.org/10.1126/science.abe1530) erschienene Studie skizziert die wissenschaftliche Grundlage für die Neugestaltung der Ziele der UN-Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD).

Quelle: IGB

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Politik

REDD+ setzt Waldschutz auf die globale Agenda - Erwartungen bislang unerfüllt

Das Waldschutzprogramm REDD+ soll Entwaldung und Walddegradierung in Entwicklungs- und Schwellenländern reduzieren und so zeitnah CO2-Emissionen verringern sowie zum Klimaschutz beitragen. Diese hohen Erwartungen konnte das Programm bisher nicht erfüllen. Das zeigt ein Report des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit (DEval). REDD+ hat aber sowohl zur politischen Aufmerksamkeit wie zu erheblichem Kapazitätsaufbau für den Waldschutz in den beteiligten Ländern beigetragen. Dieser Kapazitätsaufbau und der Einfluss politischer und wirtschaftlicher Interessen, die der Emissionsreduktion entgegenstehen, wurden unterschätzt.

Quelle: DEval

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Politik

14 Empfehlungen für den Schutz der Süßwasser-Biodiversität nach 2020

Beestland Moor. Foto: Dominik Zak, IGB

2020 endet die „UN-Dekade der Biodiversität“. Doch der im September veröffentlichte UN-Bericht zeigt: Keines der 20 Aichi-Biodiversitätsziele wurde in den letzten zehn Jahren erreicht. Weltweit bleibt der Schutz der biologischen Vielfalt also eine große Herausforderung – dies gilt insbesondere für Süßwasser-Ökosysteme, die bislang in politischen Prozessen und Regelwerken nicht ausreichend berücksichtigt werden. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) gibt im Fachjournal Conservation Letters (DOI: https://doi.org/10.1111/conl.12771) 14 Empfehlungen für politische Folgeabkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt aus – mit Blick auf die Süßwasser-Biodiversität.

Quelle: IGB

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Politik

Akademien fordern schnelles Handeln zum Schutz und zur Erhöhung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft

Die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft ist in Deutschland in den letzten Jahren, selbst in Naturschutzgebieten, stark zurückgegangen. In ihrer heute veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme "Biodiversität und Management von Agrarlandschaften" geben die deutschen Wissenschaftsakademien Empfehlungen in acht Handlungsfeldern. Sie benennen den Schutz der Artenvielfalt als eine dringende und komplexe Herausforderung. Durch eine Kombination der vorgeschlagenen Maßnahmen ließe sich der Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft nicht nur aufhalten, sondern auch wieder umkehren, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Stellungnahme zeigt Handlungsoptionen in acht Bereichen auf. Gemeinsames SAtatement der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Quelle: Leopoldina

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Forschungsorte · Politik

Nationale Forschungsdateninfrastruktur NFDI als Verein gegründet

Bund und alle Länder haben als Gründungsmitglieder am 12. Oktober 2020 in Hannover den Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. gegründet. Damit ist nach dem Abschluss der Bund-Länder-Vereinbarung zur NFDI, die die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) im November 2018 beschlossen hatte, dem fortschreitenden Aufbau des NFDI-Direktorats und dem Förderbeginn der ersten neun NFDI-Konsortien Anfang Oktober 2020 ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. „Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur ist für den Wissenschaftsstandort Deutschland von strategischer Bedeutung", sagte der stellvertretende GWK-Vorsitzende, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Konrad Wolf. „Wir schaffen damit entscheidende Grundlagen, mit den erhobenen Daten Spitzenforschung in der Zukunft zu betreiben." Der Sitz von NFDI ist in Karlsruhe.

Quelle: GWK (pdf)

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Anwendung · Politik

Neue Verfahren der Pflanzenzüchtung: Jurist warnt vor den Folgen ihrer strikten Reglementierung in der EU

Neue Technologien der Pflanzenzüchtung, insbesondere die Genom-Editierung CRISPR/Cas, für die heute der Nobelpreis in Chemie verliehen wurde, ermöglichen eine gezielte und präzise Veränderung des Erbguts von Pflanzen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat 2018 entschieden, dass diese Technologien, die die Züchtungsforschung revolutioniert haben, den gleichen gesetzlichen Regelungen unterliegen wie gentechnisch veränderte Organismen (GMO). In der Zeitschrift Applied Economic Perspectives and Policy (DOI: https://doi.org/10.1002/aepp.13084) analysieren der Rechtswissenschaftler für Lebensmittel, Prof. Dr. Kai Purnhagen, LL.M., von der Universität Bayreuth, und Prof. Dr. Justus Wesseler von der Universität Wageningen die Folgen dieser Rechtslage. Sie wird sich langfristig zum Nachteil Europas und zu Gunsten Chinas auswirken, schlussfolgern sie in ihrem Artikel der Ende September publiziert wurde.

Quelle: Uni Bayreuth

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Politik

20,24 Milliarden Euro für Bildung und Forschung (Etat 2021)

Der Haushaltsentwurf für Bildung Forschung und Technikfolgenabschätzung sieht für 2021 Ausgaben in Höhe von 20,24 Milliarden Euro Milliarden Euro (2020: 20,31 Milliarden Euro) vor. Das geht aus dem im Regierungsentwurf für den Haushalt 2021 (19/22600) enthaltenen Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Einzelplan 30) hervor, den der Bundestag am Donnerstag, 1. Oktober 2020, berät. Gegenüber dem Mitte Juni beschlossenen zweiten Nachtragshaushalt (19/20000, 19/20601) von 20,31 Milliarden Euro sinkt der Ansatz des Etats von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) um rund 70 Millionen Euro.

Quelle: hib (Kurzmeldungen des Bundestages)

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Anwendung · Politik · Veranstaltung

Virtuelle Konferenz zur Regulierung genomeditierter Pflanzen in der EU

In der Debatte um die Regulierung von genomeditierten Pflanzen in der Europäischen Union empfehlen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einen differenzierten Rechtsrahmen, der die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt. Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in diesem Jahr veranstalten die beiden Organisationen von Donnerstag, 1. bis Freitag, 2. Oktober 2020 eine englischsprachige virtuelle ZOOM-Konferenz mit dem Titel "Genome Editing in Europe: New Agenda or New Disputes?", die auf die Beratung von Politik und Gesellschaft abzielt. Am Donnerstag, 1. Oktober 2020, von 11 bis 15.30 Uhr, und am Freitag, 2. Oktober 2020, von 12.30 bis 17:00 Uhr(MESZ). Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Quelle: Leopoldina

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Ausbildung · Politik

Dauer der Höchstbefristung für Qualifizierungen nochmal um sechs Monate verlängert

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine Rechtsverordnung erlassen, durch die die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf befristet beschäftigte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Qualifizierungsphase weiterhin abgefedert werden sollen. Die Höchstbefristungsdauer für Qualifizierungen im Wissenschaftszeitvertragsgesetz wird um weitere sechs Monate verlängert. Der Bundesrat hat der WissZeitVG -Befristungsdauer-Verlängerungs-Verordnung (WissBdVV) in seiner Sitzung am heutigen Freitag zugestimmt.

Quelle: BMBF

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Politik

Klimawandel: Fachgesellschaften aquatischer Ökosystemforschung rufen zu sofortigem Handeln auf

Weltweit sind Wasserressourcen derzeit der größten Bedrohung in der Geschichte der Menschheit ausgesetzt, schreiben Gewässerökologen in ihrem Statement-Papier. Foto: André Künzelmann, UFZ

„Die Wasserressourcen der Welt sind derzeit der größten Bedrohung in der Geschichte der Menschheit ausgesetzt“, schreiben Gewässerökolog*innen in ihrem aktuell erschienenen Statement-Papier. Über hundert Fachgesellschaften aquatischer Ökosystemforschung rund um den Globus haben die gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Darin zeigen die Forscher*innen auf, welche dramatischen Effekte der Klimawandel auf Gewässerökosysteme weltweit hat. Sie fordern ein sofortiges konzertiertes Handeln von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, um das Fortschreiten des Klimawandels einzudämmen, berichtet das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), an dem Prof. Markus Weitere forscht, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Limnologie (DGL) e. V. ist, eine der unterzeichnenden Fachgesellschaften. Die Veröffentlichung dieser Erklärung erfolgt anlässlich des Beginns der virtuellen Jahrestagung der American Fisheries Society (AFS) am 14. September 2020.

Quelle: DGL (pdf)

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DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

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Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

Meinung · Politik

Meinung: Wirtschaftswissenschaft behindert aktiv die Lösung der Umweltkrisen

Klimaerwärmung, Artensterben, knapper werdende Ressourcen – Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler warnen mit hoher Dringlichkeit vor dem irreversiblen Kollaps von Ökosystemen. Laut Einschätzung des Ökonoms Prof. Dr. Michael Roos von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist von diesem ökologischen Krisenbewusstsein in der Volkswirtschaftslehre nicht viel zu spüren. Er analysierte die Jahresberichte des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zwischen 2009 und 2019 und kam zu dem Schluss, dass das Gremium die Bekämpfung ökologischer Krisen nicht als zentrale Zukunftsaufgabe darstellt.

Quelle: RUB

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Politik

Projekt zur Genom Editierung für hiesige Landwirtschaft wieder aufnehmen

Nachdem Ministerpräsident Winfried Kretschmann das “Forschungsprogramm Genome Editing – mit Biotechnologie zu einer nachhaltigen Landwirtschaft“, das seine Wissenschaftsministerin Theresia Bauer aufgelegt hatte, auf Eis gelegt hat, fordern mehrere Professorinnen und Professoren baden-württembergischer Universitäten und Max-Planck-Institute dessen erneute Ausschreibung. Wie sie in ihrem offenen Brief (Original, pdf) betonen, kann das Projekt die notwendigen Fakten liefern, um die Chancen und Risiken der Genom Editierung ergebnisoffen und mit evidenzbasierten Kriterien zu bewerten und über deren zukünftige Nutzung sowie Regulierung zu entscheiden. Die gesellschaftliche Diskussion um die Grüne Gentechnik und den Einsatz moderner Pflanzenzuchttechniken wird oft emotional geführt, wobei herkömmliche und ökologische Landwirtschaft als Gegensätze dargestellt werden. Diese Gegenüberstellung ignoriert jedoch jüngste Forschungsergebnisse, welche die Vorteile des Genome Editing mit ökologischen Praktiken verknüpfen, wie beispielsweise bei Reis. Genom Editierung kann daher einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft und zur Ernährungssicherung leisten. Die Unterzeichnenden unter Federführung von Prof. Dr. Karl Schmid von der Universität Hohenheim verweisen darauf, dass bisherige Züchtungstechniken viel Zeit benötigen, die angesichts des Klimawandels fehlt. Daher sei es jetzt notwendig, alle zur Verfügung stehenden Ansätze zu erforschen und gegebenenfalls zu nutzen, um klima- und schädlingsresistente Sorten zu entwickeln.

Quelle: Uni Hohenheim

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Politik

Exzellenzcluster CEPLAS: Offener Brief zum europäischen Gentechnikrecht

Gemeinsam mit Europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler - wie auch der DBG - appelliert das Cluster of Excellence on Plant Sciences (CEPLAS) in einem heute veröffentlichten offenen Brief an die Europäischen Institutionen, den Einsatz moderner Genomeditierungsverfahren in der Pflanzenzucht zu vereinfachen. Die Unterzeichner*innen des offenen Briefes weisen darauf hin, dass diese strengen Regularien die Nutzung der neuen Züchtungstechniken für die schnelle Entwicklung neuer, verbesserter Nutzpflanzensorten behindern. Diese neuen Sorten werden jedoch dringend benötigt, nicht nur wegen der veränderten klimatischen Bedingungen, die sich bereits in den ausgedehnten Dürreperioden der letzten Sommer gezeigt haben. Sie können auch dazu beitragen, die Abhängigkeit von Pestiziden und Düngemitteln zu verringern und nährstoffreichere Nahrungsmittel für eine wachsende Weltbevölkerung zu produzieren. Mitunterzeichner sind Prof. Dr. Andreas Weber, Sprecher des Exzellenzclusters CEPLAS und weitere CEPLAS Mitglieder.

Quelle: CEPLAS

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Ausbildung · Förderung · Politik

Stärkerer Akzent auf Bildung & Forschung im neuen EU-Haushalt gefordert

Die für Bildung und Forschung vorgesehenen Fördermittel des neuen siebenjährigen EU-Finanzrahmens und des Corona-Konjunkturprogramms Next Generation EU bleiben aus Sicht von DAAD, DFG und HRK bislang klar hinter den Erwartungen und künftigen Erfordernissen zurück. Die drei Wissenschaftsorganisationen begrüßen daher, dass das EU-Parlament fraktionsübergreifend Nachbesserungen für mehr Innovationskraft und eine erfolgreiche Krisenbewältigung anmahnt. DFG-Präsidentin Prof. Dr. Katja Becker, HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt und DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee fordern, die Programme „Horizon Europe“ und „Erasmus+“ finanziell besser auszugestalten, um den europäischen Wissenschaftsstandort langfristig zu sichern und zu stärken.

Quelle: DAAD

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DBG · Politik

Öffentliche Stellungnahme zur Genomeditierung von Nutzpflanzen

Die EU und Neuseeland stechen mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände - darunter unsere DBG – appellieren an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch unter dem Begriff Genomeditierung bekannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig, um nachhaltige Wege aus der COVID-19 Krise zu finden sondern auch, weil die Genomeditierung zahlreiche Lösungen bietet für eine einfache, zielgerichtete und schnelle Zucht klimaresistenter Nutzpflanzen. Auch die Entwicklung von Pflanzen, die weniger Düngemittel und Pestizide benötigen, ist mit diesen Methoden effizienter. Das schont die natürlichen Ressourcen unserer Erde und unterstützt daher das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals ,SDGs)“ der Vereinten Nationen sowie des Green Deal der EU. Das European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerk, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind, empfiehlt der Europäischen Kommission, diese Tatsachen zum Nutzen und zum Wohlergehen aller EU-Bürgerinnen und EU-Bürger anzuerkennen und die rechtlichen Regelungen zur Nutzung der Genomeditierung für Nutz- und Kulturpflanzen an den Stand der Forschung anzupassen. In ihrer öffentlichen Stellungnahme zitiert EU-SAGE die wissenschaftlichen Studien für die erfolgreiche Zucht genomeditierter Nutzpflanzen mit erhöhter Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels, mit größerer Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten und daher verbessertem Ernteertrag. Auch Studien zum verringerten Pestizideinsatz bei Reis, Wein, Weizen, Tomaten sowie Grapefruits gibt es inzwischen. Daneben lassen sich mit dieser Technik auch die gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Obst- und Gemüsesorten mit Präzisionszüchtung beschleunigen, wie Studien belegen.

Lesen Sie die ganze Statement von EU-SAGE (pdf), ins Deutsche übertragen von

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Politik

Globales Forschungsteam fordert Umstellung der Lebensmittel-Produktion

Das Überleben des Menschen hängt nicht zuletzt von der Landwirtschaft ab. Diese nimmt allerdings weltweit mehr als ein Drittel der Landmasse ein und gefährdet 62 Prozent aller bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Trotzdem könnten Agrarlandschaften dazu beitragen, die biologische Vielfalt eher zu fördern als zu schädigen – durch eine Umstellung der weltweiten Lebensmittelproduktion nach agrarökologischen Prinzipien. Mehr als 360 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 42 Ländern unter der Leitung der Universität Göttingen und der Westlake University in China plädiert in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution (DOI: https://doi.org/10.1038/s41559-020-1262-y) dafür, auf der UN-Biodiversitätskonferenz agrarökologische Grundsätze in das Global Biodiversity Framework aufzunehmen.

Quelle: Uni Göttingen

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Politik

Umweltgutachten 2020: "Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ...viel zu zögerlich"

Über das Umweltgutachten 2020 des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) informiert die Bundesregierung in einer Unterrichtung (19/20590, pdf). In dem Gutachten greift der SRU umweltpolitische Themenfelder auf, in denen "großer Handlungsbedarf besteht" und benennt Maßnahmen für ein Umsteuern. Da sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den ökologischen Herausforderungen viel zu zögerlich stellen würden, wachse die Kluft zwischen dem Erreichten und dem Notwendigen, schreiben die Mitglieder des SRU. Studien zeigen, dass Innovationen und Effizienzsteigerungen zwar wichtig seien, aber nicht mehr ausreichten. Auch die Wirtschafts- und Lebensweisen müssten sich verändern, um ökologische Grenzen einzuhalten. Das berichtet das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Anwendung · Politik

Pflanzen reisen innerhalb der EU nur noch mit Reisepass

EU-Pflanzenpassaufkleber auf einem Blumentopf. Foto: Irene Fischbeck, JKI

Seit Dezember 2019 gilt eine Pflicht, dass eingeführte Pflanzen einen Gesundheitspass mitführen müssen. Das gilt  
auch für Zimmer-, Garten- und Balkonpflanzen sowie für Pflanzenteile und Saatgut bestimmter Arten. Zu erkennen sind diese Pässe an der aufgedruckten EU-Flagge und der Aufschrift „Pflanzenpass/Plant Passport“. Aufmerksamen Verbraucherinnen und Verbrauchern dürften beim Kauf von Pflanzen in jüngster Zeit die kleinen Etiketten aufgefallen sein. Allerdings sind die ablesbaren Informationen auf dem Pflanzenpass an Kontrolleure und Behörden gerichtet. Der Pass macht so Handelsketten nachverfolgbar und soll die Verbreitung gefährlicher Schädlinge unterbinden. Denn finden mitgereiste Schadorganismen hier optimale Lebensbedingungen vor, können sie sich stark vermehren, ausbreiten und oftmals große ökologische und ökonomische Schäden anrichten. In einem kurzen Video zeigt das Julius Kühn-Institut (JKI), worauf beim Pflanzenkauf im Internet geachtet werden sollte: https://www.youtube.com/watch?v=fxAf-ZGmNP0.

Quelle: JKI

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Politik

Wissenschafts-Kommunikation im Bundestag

Die Stärkung der Wissenschaftskommunikation war Thema eines Öffentlichen Fachgesprächs des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Die Sachverständigen waren sich überwiegend darin einig, dass Wissenschaftskommunikation immer wichtiger werde, sie institutionell auch in der Forschung stärker verankert werden müsse und Wissenschaftsjournalismus stärker finanziert werden solle, wie das Portal heute im Bundestag (hib) berichtet.

Quelle: hib

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Förderung · Politik

Chancengleichheit: Bedarf an Förderung weiterhin groß

Die immer noch ungleiche Verteilung der Geschlechter auf den verschiedenen Hierarchiestufen der wissenschaftlichen Karriere sowie in zentralen Gremien und Kommissionen macht deutlich, dass eine gezielte Förderung von Frauen zur Entlastung von der mehrfachen Inanspruchnahme in Beruf und Familie weiterhin notwendig ist. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich diese generelle Problematik durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie noch verschärft hat. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sich daher im Rahmen der DFG-Jahresversammlung mit Rekrutierungsverfahren zur Gewinnung von Wissenschaftlerinnen und mit ihrer Entlastung für die Gremienarbeit befasst. Sie beschloss die Veröffentlichung der „Zusammenfassung und Empfehlungen 2020“ zu diesen zwei Schwerpunktthemen der Chancengleichheit in der Wissenschaft. Die Mitgliederversammlung tagte wegen der Coronavirus-Pandemie per Videokonferenz.

Quelle: DFG

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Politik · WissKomm

Thema Wissenschafts-Kommunikation im deutschen Bundestag

Die Stärkung der Wissenschaftskommunikation war am Mittwoch Thema eines Öffentlichen Fachgesprächs des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung gewesen. Die Sachverständigen waren sich überwiegend darin einig, dass Wissenschaftskommunikation immer wichtiger werde, sie institutionell auch in der Forschung stärker verankert werden müsse und auch der Wissenschaftsjournalismus stärker finanziert werden solle. ZUsammengefasst hat die Anhörung des Ausschusses der Deutsche Bundestag auf seinre Palltform "Heute im Bundestag (hib)". Eingeladene Expert*innen waren:

  • Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
  • Stefan Brandt, Direktor des Futurium ("Haus der Zukünfte")
  • Beatrice Lugger, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation
  • Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts
  • Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • Steffi Ober vom Naturschutzbund Deutschland
  • Nicola Kuhrt, Mitglied im Vorstand Wissenschaftspressekonferenz (WPK) und Medizinjournalistin
  • Volker Stollorz, Redaktionsleiter und Geschäftsführer des "Science Media Center Germany"

Den gesammten Mitschnitt gibt es hier: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw22-pa-bildung-wissenschaftskommunikation-684002

Quelle: hib

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Politik

USA lockern Regularien bzgl. Genome-Editierung

Ab April 2021 wird es leichter, in den USA durch Genom-Editierung entstandene Pflanzen auf den Markt zu bringen. Neue Sorten, die auf den kleineren Veränderungen des Erbguts mittels Genom-Editierung basieren und auch auf klassischem Weg hätten gezüchtet werden können, sollen von der bisherigen Regulierung ausgenommen werden. Es wird in Zukunft also auf die fertige Pflanze und nicht mehr auf deren Entstehungsweg geschaut, berichtet Erik Stokstad in der Fachzeitschrift Science

Quelle: Science

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Politik

Karliczek: Forschung und Innovation sind unsere Stärke

Die Bundesregierung hat heute den neuen Bundesbericht Forschung und Innovation 2020 beschlossen. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht stellt die aktuellen Strukturen, Prioritäten und die Ziele der Forschungs- und Innovationspolitik in Deutschland dar. Dazu erklärt Ministerin Anja Karliczek vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): „Wir sind in Deutschland auch dank der staatlichen Forschungsförderung in vielen Innovations-Bereichen weltweit an der Spitze. Allerdings ist Erfolg in der Vergangenheit kein Garant für die Zukunft. Deutschland ist Innovationsland. Und wir wollen Innovationsland bleiben. Wir werden intensiv daran arbeiten müssen, dass wir die Innovationskraft unseres Landes erhalten können. Gerade weil wir mitten in der Pandemie stecken, müssen wir jetzt den Blick nach vorn richten. Wir wollen stärker aus der Krise herauskommen als wir reingegangen sind. Das können wir nur mit guter Bildung, intensiver Forschung und genügend Innovationskraft leisten. Deshalb werden die 20er Jahre das Jahrzehnt von Bildung, Forschung und Innovation sein."

Quelle: BMBF

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Politik

Bürger*innen halten Klima-Krise langfristig für gravierender als Corona-Krise

Fast drei Fünftel aller Bundesbürger*innen sind sich sicher, dass die langfristigen Auswirkungen der Klima-Krise gravierender sind als die der Corona-Krise. Sie wünschen sich, dass wissenschaftliche Erkenntnisse stärker für politische Entscheidungen herangezogen werden. Sie schätzen einen Staat wert, der mit Krisen fertig wird und haben im Licht von COVID-19 nicht nur gelernt, wie ihnen Freunde, Familie und Mobilität gefehlt haben, sondern auch, was ihnen Natur und regionale Produkte bedeuten. – Das sind einige Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der forsa Politik- und Sozialforschung (Berlin) unter 1.029 Bundesbürgern ab 14 Jahren. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatte die als DBU-Umweltmonitor publizierte Umfrage zu den Corona-Folgen in Auftrag gegeben, um mit Blick auf ihrer Förderarbeit mehr über die Sichtweisen und Bewertungen der Bundesbürger zu den Folgen der Corona-Krise für die Umwelt zu erfahren. Einen dementsprechenden Appell hatte die DBG bereits im September 2019 an die Bundesregierung adressiert.

Quelle: DBU

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Politik

Corona-Krise nur mit Mathe und Naturwissenschaften zu verstehen und bekämpfen

Die COVID-19-Pandemie kann ohne mathematisch-naturwissenschaftlichen Sachverstand nicht überwunden werden. Dies betonen fünf große mathematisch-naturwissenschaftliche Fachgesellschaften in Deutschland in einem Positionspapier. Die Fachgesellschaften vertreten die Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Geowissenschaften. Die fünf Gesellschaften weisen auf die Beiträge hin, die von den Naturwissenschaften gerade in der aktuellen Krise geleistet werden. Ob es um technische Einrichtungen wie Intensivbetten oder Beatmungsgeräte geht, um die Voraussage künftiger Fallzahlen, für die mathematische, medizinische und epidemiologische Kenntnisse gleichermaßen wichtig sind, um die Erforschung des Virus, die Entwicklung neuer Tests auf COVID-19 bzw. auf Antikörper gegen das Virus oder um die Herstellung der benötigten Schutz- und Desinfektionsmittel – überall ist naturwissenschaftlicher Sachverstand gefragt. Das gilt insbesondere für die medizinische Versorgung sowie für die Entwicklung eines Impfstoffes oder wirksamer Medikamente, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in aller Welt derzeit mit Hochdruck arbeiten. Der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), in dem auch die DBG Mitglied ist, vertreten insgesamt mehr als 130.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. "Die COVID-19-Pandemie ist damit ein eindrückliches Beispiel für die essenzielle Bedeutung der Grundlagenforschung, deren Anwendungsrelevanz weder zeitlich noch inhaltlich vorhersagbar ist“, sagt Professorin Felicitas Pfeifer, Vizepräsidentin des VBIO.

Quelle: VBIO

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Ausbildung · Politik

Überbrückungshilfe für Studierende vom BMBF

Die Corona-Pandemie stellt viele Studierende vor finanzielle Herausforderungen. Zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Viele von ihnen haben ihre Jobs infolge der aktuellen Corona-Pandemie verloren. Das stellt viele vor finanzielle Engpässe. Für solche Fälle stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Überbrückungshilfe bereit, berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO).

Quelle: VBIO

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Politik

Konjunkturpakete müssen Leben retten, Lebensgrundlagen schützen und Natur bewahren

Forscher*innen des Weltbiodiversitätsrates IPBES fordern, dass die Konjunkturpakete anlässlich der COVID-19-Krise nicht nur die Wirtschaft ankurbeln, sondern einen transformativen Wandel anstoßen sollen, um das Risiko künftiger Pandemien zu verringern. Dieser umfasst eine grundlegende technologische, wirtschaftliche und soziale Reorganisation. Den Beitrag verfassten die Professor*innen Josef Settele, Sandra Díaz, Eduardo Brondizio und Dr. Peter Daszak als Experten-Gastbeitrag beim IPBES. Der Text baut auf Ergebnissen der verabschiedeten IPBES-Berichte auf.

Quelle: IPBES

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Politik

Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP): Steuergelder für Umwelt und Gemeinwohl

Eine strukturreiche Landschaft erfreut das Auge, fördert die biologische Vielfalt und kommt auch der Landwirtschaft zugute. Foto: Sebastian Lakner

Über 3600 Forscheinnen und Forscher aus ganz Europa fordern von der EU, die Wissenschaft bei der GAP-Reform zu berücksichtigen. In einem Positionspapier koordiniert von Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Rostock, bewerten sie die aktuellen Reformvorschläge der EU-Kommission als unzureichend. Weder die angestrebten Klima- und Naturschutzziele noch wesentliche soziale Ziele der GAP würden so erreicht. Milliarden Euro von Steuergeldern würden ineffektiv eingesetzt – wider besseres Wissen. „Die GAP nach 2020, wie sie derzeit von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wird, geht die Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit nur unzureichend an. Das macht ein Weiter-wie- Bisher-Szenario sehr wahrscheinlich“, schreiben die Autor*innen des Positionspapiers. 21 Ökolog*innen, Ökonom*innen und Agrarwissenschaftler*innen hatten das Positionspapier (DOI: doi.org/10.5281/zenodo.3666258) verfasst und im Herbst vergangenen Jahres als Petition ins Internet gestellt. Über 3600 Wissenschaftler*innen aus allen 27 EU- und 36 weiteren Staaten haben seitdem die Petition unterschrieben (DOI: doi.org/10.5281/zenodo.3685632). Im aktuellen Artikel in der Zeitschrift People and Nature (DOI: https://doi.org/10.1002/pan3.10080) schlagen sie zehn Maßnahmen für eine nachhaltige und gerechte Landwirtschaft vor.

Quelle: iDiv

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Politik · WissKomm

Wissenschafts-Kommunikation schon im Studium

Die FDP-Fraktion fordert in einem Antrag (19/17517) die Wissenschaftskommunikation zu stärken. So soll Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Wissenschaft vermittelt werden, Bürger sollen stärker in die Kommunikation über Wissenschaft und ihre Entwicklungen einbezogen werden. Es sollen mehr als bisher diejenigen Menschen erreicht werden, die sich nicht ständig und unmittelbar mit Wissenschaft beschäftigen. Ein besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, was die Bürger angesichts der Informationen über wissenschaftliche und technologische Entwicklung bewegt, beunruhigt oder was sie gar an den Botschaften zweifeln lässt. Details offeriert das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Politik

Forschende diskutieren Lösungsansätze für die europäische Gentechnik-Gesetzgebung

Es wird immer deutlicher, dass die veraltete Gesetzgebung im Gentechnik-Bereich mit der immer rascheren wissenschaftlichen Entwicklung auf diesem Gebiet nicht Schritt gehalten hat, und ihren Zweck nicht mehr erfüllt. Vor langer Zeit eingeführte Grundsätze, die einen sicheren Umgang mit einer damals noch neuen Technologie gewährleisten sollten, werden immer mehr zum Bremsklotz für innovative Entwicklungen, und lassen Europa zunehmend im internationalen Wettbewerb zurückfallen. Der Ruf nach einer Reform des Rechtsrahmens in der EU aus der Forschung, aber auch von Pflanzenzüchtern wird immer lauter. Eine Gruppe von 11 Wissenschaftlern aus fünf europäischen Ländern, darunter auch aus der Schweiz, stellen jetzt in einer Serie von drei Fachartikeln Optionen für eine Reform der EU Gesetzgebung im Gentechnik-Bereich vor. Sie vertreten verschiedene Fachrichtungen, von der Pflanzenzüchtung über Agrarökonomie, Biotechnologie, Ökologie und Umwelt, Politikwissenschaften, Philosophie, bis hin zu Recht und Wirtschaft.

Quelle: VBIO

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Anwendung · Politik

Wissenschaftsrat: Anwendungsorientierung in der Wissenschaft

Der Wissenschaftsrat hat ein Positionspapier zur Anwendungsorientierung in der Wissenschaft veröffentlicht. Forschende, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen sich mit gesellschaftlichen Akteuren austauschen, kooperieren und strategische Partnerschaften aufbauen. Wissenschaftlich erzeugtes Wissen und seine Anwendung sind zentrale Treiber für technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Zunehmend bestehen Erwartungen an das Wissenschaftssystem, Antworten auf große gesellschaftliche Herausforderungen zu finden sowie einen Beitrag zu dringend erforderlichen Innovationen zu leisten. Die Empfehlungen im vorliegenden Positionspapier des Wissenschaftsrates richten sich an wissenschaftliche Gemeinschaften, Leitungen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen, Wissenschaftsförderer, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure – sowie nicht zuletzt auch an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern.

Quelle: Wissenschaftsrat

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Politik

Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Die Bundesregierung hat ihren dritten Bericht zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls (Unterrichtung 19/16721) vorgelegt, wie der VBIO meldet. Schwerpunkte bilden dabei Beratung und Vollzug sowie die Abschätzung des Personalbedarfs des Bundesamtes für Naturschutz.

Quelle: VBIO

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Politik

Stellungnahme: Nationale Bioökonomiestrategie muss nachhaltig sein

Am 15. Januar 2020 wurde die neue Nationale Bioökonomiestrategie veröffentlicht. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) sowie die Bioökonomie-Plattform am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) betonen vor diesem Hintergrund, dass die Bioökonomie kein Mittel zur Weiterführung nicht-nachhaltiger Wirtschaftsprozesse und Lebensstile sein darf.

Quelle: DBFZ

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Politik

Naturwissenschaftliche Fachgesellschaften: „Hört auf die Wissenschaft!“

Vier große mathematisch-naturwissenschaftliche Fachgesellschaften in Deutschland fordern von Politik und Wirtschaft energische Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die vier Fachgesellschaften – der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) – sind besorgt über die zunehmende Erderwärmung. Sie fordern Politik und Wirtschaft nachdrücklich auf, die von der Wissenschaft bereitgestellten Fakten zu beachten und wirkungsvolle Maßnahmen zum Klimaschutz zu treffen. Sie verweisen dabei auf die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ein entschlosseneres Handeln erfordern.

Quelle: VBIO

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Forschungsergebnis · Politik

Um die Artenvielfalt zu retten, sollten globale Probleme jetzt angegangen werden

Komplexe Systeme können nicht durch eine einzige Maßnahme nachhaltig verändert werden. © Grafik in Anlehnung an IPBES-SPM

Seit den 1970er Jahren wächst der Einfluss der Menschheit auf die Natur rasant, berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science (DOI: https://science.sciencemag.org/content/366/6471/eaax3100), darunter Forschende des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Da aber eine Reihe von eng miteinander verzahnten Einflüssen vom Klimawandel bis zu Überfischung und Landübernutzung die Umwelt in die Zange nehmen, sollten diese weltweiten Herausforderungen alle gleichzeitig an der Wurzel gepackt werden, um weitere massive globale Schäden noch zu verhindern. Und das müsste sofort geschehen, betonen die Forschenden.

Quelle: UFZ

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Politik

Brände vernichten den einzigartigen Chiquitano-Wald in Bolivien

Durch Brandstiftung entstandene Feuer haben seit Juli dieses Jahres 1,4 Millionen Hektar des tropischen Trockenwaldes Chiquitano zerstört. In einem an die Fachzeitschrift Science (DOI: https://doi.org/10.1126/science.aaz7264) gerichteten Schreibens, schildern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin sowie anderer deutscher und bolivianischer Forschungsinstitute den hohen Stellenwert dieses dramatischen Ereignisses für Biodiversität und Ökosystemdienstleistung. Sie empfehlen der neuen bolivianischen Regierung eine Revidierung der Gesetze, die solche Umweltkatastrophen begünstigt haben. Der Chiquitano-Trockenwald ist der weltweit besterhaltene tropische Trockenwald und nur noch in Bolivien zu finden. Er verbindet den Amazonas-Regenwald mit dem Gran Chaco und Pantanal und zeichnet sich durch eine große biologische Vielfalt aus – hier sind tausende von Tier- und Pflanzenspezies beheimatet und viele von ihnen existieren nur an diesem Ort, wobei zahlreiche andere Arten noch nicht einmal entdeckt sind.

Quelle: HU Berlin

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Politik

Anerkennung für die Forschung in Europa

Das Wort "Forschung" wird namensgebender Bestandteil des künftigen Ressorts der EU-Kommissarin Mariya Gabriel. Viele europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten sich dafür stark gemacht. In ihrer Rede vor dem Europäischen Parlament zur Vorstellung ihres Programms und der EU-Kommissare am 27 November 2019 gab die gewählte EU-Präsidentin Ursula von der Leyen bekannt, dass das künftige Ressort der Bulgarin Mariya Gabriel in „Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend“ umbenannt wird. Das melden heute die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften. Ursprünglich war geplant, den Namen des Ressorts sehr verkürzt „Innovation und Jugend“ zu nennen. Dagegen regte sich vehementer Widerstand in der Wissenschaftsgemeinschaft.

Quelle: mathematisch-naturwissenschaftliche Fachgesellschaften

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Politik

Bericht belegt weitreichende Folgen des Klimawandels in Deutschland

Die Folgen der globalen Erderwärmung werden in Deutschland spürbarer und lassen sich immer besser belegen. Das zeigt der zweite Monitoringbericht der Bundesregierung, der vom Bundesumweltministerium (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin vorgelegt wurde. Demnach hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht. Allein in den letzten fünf Jahren stieg diese um 0,3 Grad an. Dadurch kommt es unter anderem zu mehr Gesundheitsrisiken durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur der Nordsee sowie zu stärkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft.

Quelle: UBA

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Politik · VBIO

VBIO-Meeting rückt Nachhaltigkeit in den Fokus

Die Teilnehmenden der Bundesdelegiertenversammlung diskutierten über die Themen Biodiversität und Nachhaltigkeit in Berlin. Quelle: Silke Klaproth-Förster, VBIO

Neben vereinsrechtlichen Formalia sowie Berichten zu Aktivitäten und Finanzen thematisierte der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) das Thema Nachhaltigkeit während der Bundesdelegiertenversammlung, zu der am 22. November die Delegierten aus Landesverbänden und Fachgesellschaften in Berlin zusammengekommen waren. Darüber hinaus gab es Raum für den persönlichen Austausch und engagierte Diskussionen im Dachverband der Biowissenschaften, in dem auch die DBG Mitglied ist.

Quelle: VBIO

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Outreach · Politik

Stärkere Einmischung von Wissenschaftlern in Politik erwünscht

Quelle: Umfrage im Auftrag von WiD

Sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich in öffentliche Debatten einmischen, wenn die Politik Forschungsergebnisse nicht ausreichend beachtet? Seit dem politischen Engagement vieler Forschender im Rahmen der Fridays for Future-Proteste wird diese Frage intensiv diskutiert – und im Wissenschaftsbarometer 2019 thematisiert, das seit 2014 von Wissenschaft im Dialog gGmbH (WiD) erhoben wird. Drei von vier Befragten finden es richtig, dass Forschende sich öffentlich äußern, wenn Politikerinnen und Politiker wissenschaftliche Erkenntnisse nicht berücksichtigen. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) denkt, dass politische Entscheidungen wissenschaftsbasiert sein sollten. Fragt man ganz explizit danach, ob es zu den Aufgaben von Forschenden gehört, sich in die Politik einzumischen, bejaht das die Hälfte der Deutschen. Für 29 Prozent gehört das hingegen nicht zum Auftrag von Wissenschaftlern.

Quelle: WiD

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Politik

Leopoldina empfiehlt Regierung ambitioniertere CO₂-Bepreisung und Wissenschafts-Gremium

Die nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina kommentiert das Klimaschutzpaket der Bundesregierung. Diese hatte auf die Diskussionen über die Jahrhundertherausforderung Klimawandel reagiert und am 9. Oktober ein Klimaschutzpaket verabschiedet. Es soll bewirken, dass Deutschland seinen Beitrag zu den Zielen des Pariser Klimagipfels von 2015 leisten kann. Anlässlich des nun anstehenden Gesetzgebungsverfahrens zur Umsetzung des Klimaschutzpaketes veröffentlicht die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina heute einen Kommentar zu den von der Bundesregierung skizzierten Maßnahmen. Darin bezieht sie sich auf ihre bereits im Juli 2019 veröffentlichte Stellungnahme "Klimaziele 2030: Wege zu einer nachhaltigen Reduktion der CO₂-Emissionen". Im heutigen Kommentar empfiehlt sie, ein ambitionierteres System der CO₂-Bepreisung einzuführen als derzeit von der Bundesregierung geplant. Zudem solle ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium eingerichtet werden, ausgestattet mit einem starken Mandat, um die Fortschritte im Klimaschutz kontinuierlich zu begutachten.

Quelle: Leopoldina

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Politik · Veranstaltung

Klimaextreme erfordern risikobewusste nachhaltige Entwicklung – jetzt!

Konferenzteilnehmer*innen auf Schloss Herrenhausen. Foto: David Carreño Hansen für VolkswagenStiftung

Berichte über klimatische Extremereignisse wie Dürren, Hitzewellen, Starkregen oder heftige Stürme sind mittlerweile Bestandteil der täglichen Nachrichten. Über 130 Expert*innen aus Forschung und Praxis unterschiedlicher Disziplinen, einschließlich Vertreter*innen von UN-Organisationen, der Weltbank sowie Versicherungen, unterstrichen bei einer Konferenz in Hannover, dass Klimaextreme zu den größten Bedrohungen für das menschliche Wohlergehen und die nachhaltige Entwicklung gehören. Die Konferenzteilnehmer*innen aus mehr als 30 Ländern betonten unisono, dass ein stärkerer Fokus auf Risikobewusstsein bei der Umsetzung der 17 von den Vereinten Nationen festgelegten Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs, der Agenda 2030) notwendig ist, um die mit Klimaextremen verbundenen gesellschaftlichen Gefahren deutlich zu reduzieren. Um dies zu fördern, müssen das Übereinkommen von Paris zur Bekämpfung des Klimawandels, die SDGs und das Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge 2015 - 2030 zusammengeführt werden. Die Herrenhäuser Konferenz Extreme Events – Building Climate Resilient Societies, gefördert von der VolkswagenStiftung, fand vom 9. bis 11. Oktober 2019 in Hannover statt.

Quelle: MPI f Biogeochemie

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Politik

Bürgerwissenschaften als Forschungsmethode etablieren

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verstärkt sein Engagement für Bürgerwissenschaften. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: "Wir wollen einen selbstverständlichen und alltäglichen Kontakt zwischen Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürgern aufbauen. Deswegen regen wir mit der jetzigen Förderung Forschungseinrichtungen und Forschende dazu an, dauerhafte Modelle für eine Zusammenarbeit zu etablieren – denn nur eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern über einen längeren Zeitraum schafft optimale Voraussetzungen für gegenseitiges Lernen und den Wissenstransfer.

Quelle: BMBF

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Politik

Ausführliche Bewertung des Klimapakets: Nachsteuern erforderlich

Das Klimaschutzprogramm der Bundesrgeierung ist für das Erreichen der Klimaziele 2030 aller Voraussicht nach nicht ausreichend. Dieses hatte die Bundesregierung in der vergangenen Woche verabschiedet zur Begrenzung der Treibhausgas-Emissionen vor allem in den Problembereichen Verkehr und Wärme. Die Politik muss vor allem an vier Punkten nachsteuern, forden das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change): Sie muss

  1. das Ambitionsniveau beim CO2-Preis erhöhen
  2. den sozialen Ausgleich verbessern
  3. die Überführung auf EU-Ebene weiter ausgestalten
  4. einen effektiven Monitoringprozess einführen.

Das ist die Kernbotschaft einer ausführlichen Bewertung des Klimapakets, vorgelegt vom PIK und dem Klimaforschungsinstitut MCC.

Quelle: MCC-Berlin

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Politik

MPG: Genom-Editierung bei Mensch und Pflanzenzucht verschieden handhaben

Als Organisation der Grundlagenforschung trägt die Max-Planck-Gesellschaft eine besondere Verantwortung für einen Einsatz neuer wissenschaftlicher Techniken zum Wohle des Menschen und der Umwelt. Der Ethikrat der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat deshalb ein Diskussionspapier zur sogenannten Genom-Editierung erarbeitet, das die Potenziale und Risiken dieser Methode beleuchtet. In dem Papier kommt der Ethikrat zu dem Schluss, dass die verschiedenen Anwendungen der Technik in der Pflanzenzucht, Medizin oder der Schädlingsbekämpfung eigene ethische Fragen mit sich bringen. Diese müssen jeweils individuell beantwortet werden. So ist sich die Max-Planck-Gesellschaft beispielsweise der Tragweite vererbbarer künstlicher Mutationen bewusst, wie sie bei der Genom-Editierung von Zellen der Keimbahn hervorgerufen werden. Sie wird deshalb bis auf Weiteres keine Forschung zur genetische Veränderung von Keimbahnzellen vornehmen. Stattdessen will sie sich an der Diskussion auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und an der Entwicklung internationaler Normen beteiligen.

Quelle: MPG

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Politik

Quo vadis Landwirtschaft?

Die Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt (KLU) schlägt für fünf Bereiche eine Neuausrichtung hin zu einer nachhaltigeren Agrarwirtschaft vor:

  • bei den Nährstoffüberschüssen
  • beim Ernährungssystem
  • im internationaler Agrarhandel
  • der Entwicklung des ländlichen Raumes
  • in der Digitalisierung.

Quelle: Umweltbundesamt

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Ausbildung · Politik

Akademische Nachwuchsführungskräfte formulieren Leitlinien

Die Rechte und Pflichten von Nachwuchsführungskräften an Hochschulen sind häufig sehr unklar geregelt. Die Ansprüche an die Wissenschaftler sind hoch, der Grad ihrer Selbständigkeit wird aber weitgehend durch die jeweiligen Vorgesetzten bestimmt. Das Zukunftsforum der DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie hat in einer Stellungnahme Leitlinien formuliert, um die Verantwortung und Rahmenbedingungen der Arbeit von Nachwuchsführungskräften besser zu regeln.

Quelle: DECHEMA

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Förderung · Politik

Ihre Stimme für die Wissenschaft: Fachkollegien-Wahl der DFG

Vom 21. Oktober bis zum 18. November können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Mitglieder in den neuen Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mittels online-System wählen. An der Auswahl der Kandidat*innen war die DBG beteiligt. Die Fachkollegien sind drei Jahre lang (2020 bis 2023) für die Begutachtung von Forschungsanträgen zuständig. Die Kollegien sind folgendermaßen gegliedert:

202: Pflanzenwissenschaften
202-01 Evolution und Systematik der Pflanzen und Pilze
202-02 Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
202-03 Organismische Interaktionen, chemische Ökologie und Mikrobiome pflanzlicher Systeme
202-04 Pflanzenphysiologie
202-05 Biochemie und Biophysik der Pflanzen
202-06 Zell- und Entwicklungsbiologie der Pflanzen
202-07 Genetik der Pflanzen

207:  Agrar-, Forstwissenschaften und Tiermedizin
207-02 Pflanzenzüchtung, Pflanzenpathologie
207-03 Pflanzenbau, Pflanzenernährung, Agrartechnik
207-04 Ökologie der Landnutzung
207-06 Forstwissenschaften

Wie man seine Stimmen abgibt, erklärt das Informationsvideo der DFG Schritt für Schritt bei YouTube https://www.youtube.com/watch?time_continue=47&v=m8kzpX-mv18

Quelle: DFG

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Politik

„Goldener Reis“ zählt zu den einflussreichsten Projekten der letzten 50 Jahre

Die Farbe verrät den Gehalt an Provitamin A: Goldener Reis zeigt dank der Vitaminzugabe einen gelben Schimmer. Foto: goldenrice.org

Der Goldene Reis ist um ein Vielfaches reicher an Provitamin A als andere Reissorten. Damit kann er Mangelerscheinungen entgegenwirken, an denen weltweit viele Menschen leiden, für die Reis das Grundnahrungsmittel ist. Prof. Dr. Peter Beyer, emeritierter Professor am Institut für Biologie der Universität Freiburg, und Prof. Dr. Ingo Potrykus, emeritierter Professor am Institut für Pflanzenwissenschaften an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich/Schweiz, haben den gentechnisch veränderten Reis in den 1990er-Jahren entwickelt. Nun hat das Projektmanagement-Institut (PMI) den Goldenen Reis als eines der einflussreichsten Projekte der letzten 50 Jahre honoriert und in die Top-10-Liste in der Kategorie „Gesundheit“ aufgenommen, berichtet die Universität Freiburg.

Quelle: Uni Freiburg

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Politik

Neuen Waldschäden richtig vorbeugen

Durch Borkenkäfer abgetötete Fichten am Lusen im Nationalpark Bayerischer Wald. Ökologen plädieren dafür, diese Form des Totholzes vermehrt im Wald zu belassen. Foto: Simon Thorn, Uni Würzburg

Ökolog*innen der Universität Würzburg plädieren für eine andere Lösung, als die, welche die Bundesregierung gegen das „Waldsterben 2.0“ anstrebt. Die Bundesregierung möchte abgestorbene Bäume aus den Wäldern schaffen und in großem Stil aufforsten. Die Wissenschaftler plädieren dagegen für einen radikalen Wandel. Im Fachmagazin Science (DOI: https://doi.org/10.1126/science.aaz3476) schlagen die Waldökologen Simon Thorn, Jörg Müller und Alexandro Leverkus von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) vor, Totholz nicht restlos zu entfernen und nicht im großen Stil wiederaufzuforsten. Ihnen zufolge sollten auf natürlich entstehenden Lichtungen unterschiedlichste einheimische Baumarten nachwachsen. Die Subventionen für die Forstwirtschaft sollten besser eine vielfältige Baum- und Altersstruktur sowie zeitweilig existierende Lichtungen fördern. Diese Strategie komme wirtschaftlich wichtigen Baumarten und stark bedrohten Insekten gleichzeitig zugute.

Quelle: Uni Würzburg

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Politik

EU: Wissenschaft unter dem Dach von Innovation und Jugend?

Ab November 2019 nimmt die neue EU-Kommission ihre Arbeit auf. Um die Wissenschaft soll sich dann die Bulgarin Mariya Gabriel kümmern. Sie soll – steht es in ihrem  Mandatsschreiben – sicherstellen, dass Bildung, Forschung und Innovation dazu beitragen, größere Ziele der EU zu erreichen. Sie firmiert dabei allerdings nicht wie ihr Vorgänger Carlos Moedas als „European Commissioner for Research, Science and Innovation“, sondern als Kommissarin für „Innovation und Jugend“. Viele europäische Wissenschaftler*innen sind beunruhigt, dass damit die Bereiche Bildung und Forschung nicht mehr explizit in den Ressortnamen vertreten sind. Der Titel "Innovation und Jugend" betone die wirtschaftliche Verwertbarkeit vernachlässige aber deren Grundlage, nämlich Bildung und Forschung. Bildung werde auf "Jugend" reduziert, sei aber für alle Altersgruppen unverzichtbar ist. In einem offenen Brief fordern mittlerweile über 10.000 Wissenschaftler*innen die EU-Kommission auf, den Titel für Kommissar Gabriel in "Bildung, Forschung, Innovation und Jugend" zu ändern. Zugleich fordern sie das Europäische Parlament auf, diese Namensänderung zu beantragen, bevor es die Kandidaten für das Amt des Kommissars bestätigt. Der offene Brief kann noch bis zum 8. Oktober mitgezeichnet werden. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) hat sich gemeinsam mit den großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften an die EU-Akteure gewendet und die explizite Nennung des Begriffs "Forschung" als Zuständigkeitsbereich der Kommission gefordert.

Quelle: VBIO

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Ausbildung · Politik

1.000 neue Tenure-Track-Professuren

Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) vergangenen Donnerstag meldete, werden 1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren für den wissenschaftlichen Nachwuchs bewilligt. Manche Unis erhalten nur 2 und andere 28 Professuren. In einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren hat das Auswahlgremium heute 532 Tenure-Track-Professuren an 57 Hochschulen zur Förderung ausgewählt.

Quelle: GWK  (pdf)

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Politik · Projekt

Positionspapier: Wälder intensiver an den Klimawandel anpassen

Trockenschäden an Buchen in Thüringen. Foto: Franz Kroiher

Der Deutsche Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) hat ein Positionspapier veröffentlicht, mit dem er die Diskussion um die Anpassung der Wälder an den Klimawandel versachlichen will, die nach zwei heißen und trockenen Sommern vor allem von Extrempositionen bestimmt ist. Die Wissenschaftler*innen plädieren für eine rasche und aktive Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Dadurch sollen auch zukünftig die vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft an den Wald erfüllt werden, vom Rohstoff Holz über den Klimaschutz und die Erhaltung der Biodiversität bis zur Erholung. Im Rahmen der Waldanpassung müssen alle waldbaulichen Möglichkeiten genutzt werden, um Mischbestände mit Baumarten und Herkünften zu begründen, die sowohl an das herrschende als auch zukünftige Klima angepasst sind. Dabei sollten neben Pflanzung und Saat auch natürliche Prozesse der Wiederbewaldung und Naturverjüngung genutzt werden. Die Klimaanpassung der Wälder ist unverzichtbar, meldet das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei.

Quelle: Thünen

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DBG · Politik

Grundlagenforschung wertschätzen, fördern und kommunizieren

Grundlagenforschung braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Auch die Wissenschaftskommunikation muss ausgebaut werden, fordert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in seinem Positionspapier. Diese Positionen teilt die DBG, die im Dachverband der Biolog*innen Mitglied ist, und das Papier gemeinsam mit weiteren 12 biowissenschaftlichen Fachgesellschaften gezeichnet hat.

Quelle: VBIO

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Forschungsergebnis · Politik

Anthropogener Klimawandel unbestritten

Dass der Klimawandel von Menschen verursacht wird, ist in der Fachwelt nahezu unbestritten. Darauf verweist die Bundesregierung in einer Antwort (19/12631) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/12228). Die Bundesregierung ist laut Antwort inzwischen der Auffassung, "dass 99 Prozent der Wissenschaftler, die Fachaufsätze zum Klimaschutz veröffentlichen, der Überzeugung sind, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht ist". Die AfD-Fraktion hatte in der Anfrage unter anderem auf Aussagen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Bezug genommen, die im Mai 2019 im Bundestag gesagt habe, dass "97 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler" sagten, der Klimawandel sei menschengemacht, und nach weiteren Studien gefragt, bersichtet Heute im Bundestag (hib) .

Quelle: hib

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Politik

Zehn Thesen zur Wissenschafts­freiheit

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat ein Memorandum „Zehn Thesen zur Wissenschaftsfreiheit“ veröffentlicht. Ziel ist, die Freiheit der Wissenschaft hervorzu­heben und sie für künftige Herausforderungen zu stärken.

Quelle: wissenschaftsfreiheit.de (pdf)

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Politik

Appell an die EU: Gentechnik-Gesetz modernisieren

Weitere Unterzeichnende des oben genannten und auch von uns unterzeichneten Appels sind:

Forschende der Technischen Universität München: Nachhaltige Landwirtschaft durch Genomeditierung

Forschende der Universität Münster: Biologen wünschen sich neue Regeln für die Pflanzenzucht

Forschende der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf: HHU-Pflanzenforscher nehmen Stellung zu Präzisionsmethoden in der Züchtungsforschung

Die Pflanzenforschergruppe in der Gesellschaft für Molekularbiologie (GBM)

Das Exzellenz-Cluster of Excellence on Plant Sciences (CEPLAS)  

Politik

Institutionen fordern Modernisierung des europäischen Gentechnik-Gesetzes

117 Forschungseinrichtungen, darunter Direktoren aus der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), appellieren an die neu gewählten Institutionen, Hemmnisse bei Zucht neuer Pflanzensorten zu beseitigen. In der konventionellen Pflanzenzüchtung dauert es meist verhältnismäßig lange neue Pflanzensorten mit günstigen Eigenschaften zu züchten. Präzisionszüchtung mit Genscheren wie CRISPR-Cas kann dies dagegen deutlich beschleunigen. Die derzeitige Auslegung der Europäischen Gesetzgebung verhindert jedoch den Einsatz der Genom-Editierung in der Europäischen Union. Europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler appellieren nun an das neu gewählte Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die Nutzung neuer Methoden für die züchterische Verbesserung von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft in Europa zu ermöglichen.

Quelle: MPG

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DBG · Politik

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) und ihre Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) appellieren an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft und die internationalen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Lesen Sie das gemeinsame Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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Förderung · Politik

DFG: Entscheidungen in der Exzellenzstrategie

Die Exzellenzkommission wählt zehn Exzellenz-Universitäten und einen Exzellenzverbund aus, gibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute nachmittag bekannt. Ausgewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
  • Verbund Berlin
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Technische Universität Dresden
  • Universität Hamburg
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Universität Konstanz
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Technische Universität München
  • Eberhard Karls Universität Tübingen

Sie erhalten ab dem 1. November 2019 jährlich insgesamt 148 Millionen Euro Förderung.

Quelle: DFG

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Ausbildung · Politik

VBIO-Position zur Schulbiologie

Biowissenschaftliche Erkenntnisse liefern Grundlagen zur Beantwortung wesentlicher Zukunftsfragen für z. B. Gesundheit, Ernährung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Grundlegendes biowissenschaftliches Wissen wird so für die Gesellschaft wie für den Einzelnen immer bedeutsamer. Dabei bildet biologisch-naturwissenschaftliches Denken die Basis für rationale, wissensbasierte Entscheidungen. In diesem Kontext kommt dem Biologieunterricht eine herausgehobene Bildungsverantwortung zu. Lehrkräfte müssen daher sowohl über hohe fachwissenschaftliche als auch fachdidaktische Kompetenzen verfügen. Zu den Themen Schulbiologie und Lehrkräftebildung Biologie hat der Biologenverband VBIO nun Position bezogen. Die Positionspapiere des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) wurden von ihrem Arbeitskreis Schulbiologie erarbeitet und richten sich an die Kultus- und Wissenschaftsministerien der Bundesländer sowie an die Hochschulen, die in der Biologielehrkräftebildung tätig sind.

Quelle: VBIO

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Anwendung · Politik

Von Saatgut-Sammlungen zu bio-digitalen Ressourcen-Zentren

Ausgewähltes Pflanzenmaterial in der bundeszentralen Ex-situ-Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen in Gatersleben. Foto: Regina Devrient, IPK

Die Herausforderungen und Möglichkeiten für die Zukunft von Genbanken haben Forschende in einem Perspektiven-Essay im Fachjournal Nature Genetics (DOI: https://doi.org/10.1038/s41588-019-0443-6) beleuchtet. Wie die Forschenden des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben betonen, ist die Entwicklung der Genbanken zu bio-digitalen Ressourcenzentren, welche Saatgut sowie die molekularen Daten der eingelagerten Proben sammeln, für Wissenschaftler, Pflanzenzüchter und die gesamte Gesellschaft gleichermaßen von großem Vorteil.

Quelle: IPK (pdf)

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Politik

Fachgespräch zu Genome Editing

Pflanzenforscherinnen und Pflanzenforscher kamen auf Initiative von WGG (Fachgesellschaft im VBIO) und VBIO im Juni mit Vertretern des BMU und des BfN zu einem Fachgespräch zum Thema Genome Editing zusammen. Ein Augenmerk lag dabei auf den Auswirkungen des EuGH-Urteils zur Freisetzungsrichtlinie 2001/EG auf die wissenschaftliche Forschung. Dabei wurde deutlich, dass die grundlagenorientierte Forschung nicht auf eine Prüfung genomeditierter Pflanzen unter Freilandbedingungen verzichten kann. Eine deutliche Fokussierung auf eine stärkere Produktbewertung erscheint derzeit wenig realistisch, resümiert der VBIO.

Quelle: VBIO

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Politik

VBIO-Stellungnahme: Digitale Sequenz-Informationen (DSI)

Basierend auf den Beschlüssen der letzten Vertragsstaatenkonferenz in Sharm El-Sheikh im November letzten Jahres hatte das Sekretariat der Biodiversitätskonvention um die Einreichung von Stellungnahmen und Informationen zu „Digitalen Sequenzinformationen“ (DSI)  zu genetischen Ressourcen gebeten. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) hat gemeinsam mit dem Leibniz Verbund Biodiversität und dem Konsortium Deutsche Naturforschende Sammlungen einen Input beim Sekretariat der Biodiversitätskonvention eingereicht. Die Kooperationspartner betonen, dass der Begriff "Digitale Sequenzinformationen" mehrdeutig sei und außerdem in der wissenschaftlichen Community kaum verwendet werde. Der Dachverband der Biowissenschaften schlägt daher den Begriff Nucleotide Sequence Data (Nucleotid-Sequenz-Daten, NSD) vor. Die Stellungnahme unterstreicht weiterhin, dass die biowissenschaftliche Forschung ständig neue Nucleotidsequenzen generiert und in zunehmendem Maße darauf angewiesen ist, diese aus öffentlichen Datenbanken herunterzuladen. Besorgt sind die Unterzeichnenden darüber hinaus, dass zunehmende Beschränkungen für die Verwendung von NSD die Forschung zur biologischen Vielfalt beeinträchtigen wird (Wortlaut der Stellungnahme: https://www.cbd.int/abs/DSI-views/2019/DNFS-VBIO-LVB-DSI.pdf).

Quelle: VBIO

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Politik

Wissenschaftliche Konsultation zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

Forschende aller Fachrichtungen sind gefragt mitzumachen. Foto: Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030

Ab sofort haben Forschende aus allen Fachrichtungen eine neue Möglichkeit, sich an der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu beteiligen. Dafür hat die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn2030) die Online-Konsultation „Eine Frage der Wissenschaft: Die Nachhaltigkeitsstrategie auf dem Prüfstand“ aufgesetzt. Bis zum 31. Juli 2019 können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse, Vorschläge und Ideen einspeisen. Sieben Leitfragen setzen sich mit der für 2020 anstehenden Weiterentwicklung der Strategie auseinander:

  1. Warum ist die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie in manchen Bereichen “off track”?
  2. Misst die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie den Wandel, den wir (messen) wollen?
  3. Welche Konflikte zwischen den Zielen können gelöst, welche Synergien genutzt werden?
  4. Fördert die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie lokal und global nachhaltige Entwicklung?
  5. Wie kann die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie besser funktionieren?
  6. Wie zukunftsfähig ist die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie?
  7. Wie kann die Wissenschaft besser zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie beitragen?

„Mit der Online-Konsultation wollen wir Wissenschaft und Politik eine neue Möglichkeit bieten, wirksamer für nachhaltige Entwicklung zusammenzuarbeiten“, betonen die Co-Vorsitzenden der wpn2030, Dirk Messner, Patrizia Nanz und Martin Visbeck.

Quelle: Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030

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Politik

Bevölkerung erwartet mehr Umwelt- und Klimaschutz von allen Akteuren

Der Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz ist in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Das ist ein Ergebnis der Umweltbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA) Maria Krautzberger heute vorgestellt haben. Die Bevölkerung ist mehrheitlich der Ansicht, dass relevante Akteure (Industrie, Bund, Kommunen) noch nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz tun – und sieht dabei auch ihr eigenes Engagement als Bürgerinnen und Bürger kritisch. Mit der Umweltbewusstseinsstudie untersuchen Bundesumweltministerium und UBA alle zwei Jahre, wie sich das Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Deutschen entwickelt. Für die aktuelle Studie wurden in der zweiten Jahreshälfte 2018 rund 4000 Personen befragt.

Quelle: BMU

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Politik

Gentechnikrecht: CRISPR ist nicht gleich CRISPR

„Es gibt keine einfachen Antworten und wenn, dann sind sie falsch“, sagte Dr. Klaus Schäfer, Vorsitzender der DECHEMA, zu Beginn des diesjährigen DECHEMA-Tages, der fragte "Brauchen wir ein neues Gentechnikrecht?". Das trifft wohl auch auf die Frage nach dem Gentechnikrecht zu, die im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Vorträge und der Podiumsdiskussion stand. Das Netzwerk für chemische Technik und Biotechnologie in Deutschland fasst seine Tagung und die Podiumsdiskussion auf seinem Blog zusammen.

Quelle: DECHEMA-Blog

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Politik

MPG: "Gen-edtitierte Pflanzen nicht mehr als gentechnisch verändert einstufen"

Die rasante Entwicklung von CRISPR‐Cas und anderen Techniken zur Genom‐Editierung werfen eine Vielzahl wissenschaftlicher, rechtlicher und ethischer Fragen auf. Die Max-Planck-Gesellschaft möchte die Expertise ihrer Wissenschaftler*innen in die wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte einbringen. In einem Positionspapier hat sie deshalb ihren Standpunkt zur Genom-Editierung formuliert. Sie lehnt darin unter anderem die Veränderung der menschlichen Keimbahn auf Basis des gegenwärtigen Wissenstandes ab. Außerdem fordert sie, die europäische Gesetzgebung an den aktuellen Forschungsstand anzupassen und Pflanzen mit editiertem Erbgut nicht mehr als gentechnisch verändert einzustufen, wenn diese den natürlichen Mutageneseprozess nachahmen.

Quelle: MPG

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Politik

FDP und Grüne zum Gentechnikrecht und Freisetzungsrichtlinie

Wie der Biologen-Dachverband VBIO zusammenfasst, hat die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag einen Antrag vorgelegt, der die Bundesregierung unter anderem dazu auffordert, auf europäischer Ebene für eine grundsätzliche Überarbeitung des EU-Gentechnikrechts einzutreten und das deutsche Gentechnikrecht entsprechend anzupassen. Ein  Antrag von Bündnis 90/Die Grünen fordert, dass sich die Bundesregierung in der EU für die Stärkung des Vorsorgeprinzips einsetzt, indem auch neue gentechnische Methoden unter dem Rechtsrahmen der Freisetzungsrichtlinie verbleiben.

mehr beim VBIO

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Politik

Artenvielfalt auf der Agenda

Vom BMBF-Forum für Nachhaltigkeit, dessen 15. Ausgabe vom 13. bis 14. Mai in Berlin stattfand, berichtet das Portal Bioökonomie. Dieses Jahr im Fokus: Digitalisierung und Biodiversitätsforschung. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek eröffnete das Forum mit einem Vereis auf den vor Kurzem veröffentlichten IPBES-Bericht zum Artensterben: „Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates ist ein klares Signal: Wir müssen neu denken, um die Artenvielfalt zu schützen. Wir brauchen Lösungswege, die eine praktische Umsetzung ermöglichen“, sagte Karliczek. Sie stellte die neue Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt vor, für die in den kommenden fünf Jahren 200 Mio. Euro bereitgestellt werden.

Quelle: Bioökonomie

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Forschungsergebnis · Politik

Pflanzensterben "betrifft uns alle"

Die Heilpflanze Arnika montana ist in Norddeutschland bereits fast ausgestorben. Foto: V. Duwe, BGBM

Die öffentliche Diskussion zum Artensterben greife zu kurz, sagt Prof. Dr. Thomas Borsch, Direktor des Botanischen Gartens Berlin (BGBM). Im Statement seiner Einrichtung fordert er eine weiterreichende Diskussion zum Artensterben. Er ist alarmiert, weil es auch den früher häufigen Pflanzenarten massiv an den Kragen gehe. „Das große Pflanzensterben betrifft uns alle. Denn ohne pflanzliche Vielfalt gibt es kein Überleben!“, unterstreicht Borsch die Bedeutung von Pflanzen als Grundlage der Natur.

ganzes Interview bei BGBM

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Politik

Weltbiodiversitätsrat: Weltweiter Verlust von Arten bedroht unsere Lebensgrundlage

Der Weltbiodiversitätsrat hat heute in Paris seinen Globalen Bericht zum Zustand der Natur vorgestellt. Die Botschaft des Berichts ist eindeutig: Der Zustand der Natur verschlechtert sich dramatisch. Bis zu eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten. Wertvolle Ökosysteme sind zunehmend geschädigt, ihre wichtigen Leistungen für den Menschen in Gefahr. Ministerin Anja Karliczek vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mahnt: "Der Bericht des Weltbiodiversitätsrats ist ein klares Signal an die Menschheit, umzudenken und die Artenvielfalt zu schützen. Die dargelegten Trends des Artenverlustes sind zutiefst beunruhigend. Der Bericht ist ein wichtiger Meilenstein und führt uns vor Augen, dass immenser Handlungsbedarf besteht – auch in der Wissenschaft. Forschung muss die noch bestehenden Wissenslücken schließen, Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und deren Umsetzung in die Praxis begleiten. Dazu wird die Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt meines Hauses einen erheblichen Beitrag leisten, um unsere Natur und unsere Zukunft zu sichern."

Quelle: BMBF

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Politik

Neue Ziele für das Wissenschaftssystem

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute die Fortschreibung des Pakts für Forschung und Innovation in den Jahren 2021 bis 2030 auf den Weg gebracht. Damit setzen Bund und Länder ein klares Signal für die internationale Wettbewerbsfähigkeit derdeutschen Wissenschaft und verbindliche Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation in Deutschland. Dabei wurden erstmalig Zielvereinbarungen für die organisationsspezifische Umsetzung vereinbart:

  1. Dynamische Entwicklung fördern
  2. Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft stärken
  3. Vernetzung vertiefen
  4. Die besten Köpfe gewinnen und halten
  5. Infrastrukturen für die Forschung stärken

Quelle: GWK (pdf)

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Ausbildung · Politik

Positionspapier zur bayerischen Oberstufe ohne Biologie und Chemie

Der Landesverband Bayern des VBIO (in dem auch die DBG MItglied ist) hat zusammen mit anderen naturwissenschaftlichen Verbänden einen dringenden Appell an den Bayerischen Staatsminister für Kultus Prof. Piazolo gerichtet, die Naturwissenschaften in der Oberstufe im neuen neunjährigen Gymnasium zu stärken. Denn im Moment sieht es so aus, als ob Biologie und Chemie kaum noch eine Rolle spielen sollen nach der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. "Wir können uns weder einen Fachkräftemangel im MINT-Bereich noch eine auf fehlendem Grundwissen basierende Technikfeindlichkeit leisten." Neben dem VBIO haben den Appell unterzeichnet: Der Deutsche Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU),  die Gesellschaft Deutscher  Chemiker (GDCh) und der Verband der Chemielehrer Bayerischer Gymnasien (VCBG). Unterstützer des Appels sind die Berufsvertretung Deutscher Biologen (BDBiol), die European Countries Biologists Association (ECBA), das Zentrum zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (Z-MNU, Bayreuth) und das Forum Technologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Quelle: VBIO

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Forschungsergebnis · Politik

Forschende fordern Umdenken bei Renaturierungen

Der Fluss Peene und Überschwemmungsgebiete beim Anklamer Stadtbruch in Deutschland. Foto: Solvin Zankl, Rewilding Europe

Egal, ob einzelne Auenlandschaften oder ganze Nationalparks: Der Erfolg von Renaturierungsprojekten hängt nicht nur davon ab, ob einzelne Pflanzen- oder Tierarten wieder in einem Gebiet angesiedelt werden. Wie ein internationales Forscherteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig zeigt, geht es vielmehr darum, dem geschädigten Ökosystem zu helfen, sich selbst zu regenerieren und zu erhalten. In der aktuellen Ausgabe von Science (DOI: 10.1126/science.aav5570) beschreiben sie, wie Rewilding-Maßnahmen besser geplant und umgesetzt werden können – und welche Vorteile sich daraus für den Menschen ergeben.

Quelle: MLU

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Politik

Macht Agrarimporte aus Brasilien nachhaltig!

Das fordern Wissenschaftler*innen sowie idigene Gruppen Brasiliens in einem offenen Brief an die Europäische Kommission, der im Fachmagazin Science (DOI: 10.1126/science.aaw8276) veröffentlicht wurde. Unter der derzeitigen Regierung Brasiliens sei das Pochen auf nachhaltigen Handel noch dringender geworden. Mitinitiiert von Forschenden am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), wurde die Petition bisher von mehr als 600 Forschenden aus allen Ländern der Europäischen Union sowie von 300 indigenen Gruppen Brasiliens unterzeichnet.

Quelle: HU Berlin

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Outreach · Politik

Wissenschaft soll in Dialog mit Gesellschaft

Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, das Vertrauen in die Wissenschaft und die Wissenschaftskommunikation zu stärken. Die Regierung versteht Wissenschaftskommunikation als die allgemeinverständliche Kommunikation und Vermittlung von Forschung und wissenschaftlichen Inhalten an Zielgruppen außerhalb des Wissenschaftsbetriebs. Sie richtet sich vor allem an die Öffentlichkeit, aber auch an Akteure oder Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und anderen Gesellschaftsbereichen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/9355) auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (19/8136). Wissenschaftskommunikation umfasse unterschiedliche Formen der Vermittlung: Sie könne direkt stattfinden, zum Beispiel bei Dialogveranstaltungen, Science Slams, Tagen der offenen Tür, bei Citizen Science-Projekten, aber auch medial erfolgen. Auch Wissenschaftsjournalismus, wissenschaftsbezogene Massenkommunikation, Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit können Bestandteil der Wissenschaftskommunikation sein. Das berichtet das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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Förderung · Politik

Bio-Agenda soll Natur- und Technikwissenschaften voranbringen

Auf den Deutschen Biotechnologietagen in Würzburg erläuterte Andrea Noske, Leiterin des BMBF-Referats „Nachhaltiges Wirtschaften, Bioökonomie“, die Ziele der im Koalitionsvertrag und in der Hightech-Strategie 2025 angekündigten ressortübergreifenden Agenda „Von der Biologie zur Innovation“. Die Bio-Agenda solle die Potenziale der Biologie mittels Natur- und Technikwissenschaften erschließen, und zwar „biobasiert, bioinspiriert und biointelligent“, sagte Noske. Diesen Sommer soll die Bio-Agenda vorgestellt werden, berichtet das Portal Bioökonomie von der Zusammenkunft der Unternehmer aus der Biotech-Branche. Zentral sei die neue Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung, die ebenfalls diesen Sommer veröffentlicht werden soll. Und das kommende Wissenschaftsjahr 2020 wird der Bioökonomie gewidmet werden, kündigte Noske an.

Quelle: Bioökonomie

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Politik · VBIO

Dachverband VBIO veröffentlicht Jahresbericht

Jahresbericht 2018. Cover, VBIO

Jetzt ist er online abrufbar, der jüngste Jahresbericht des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO). Er gewährt Einblick in die Aktivitäten und Positionen des Dachverbandes der Biowissenschaften und zeigt, dass der Biologenverband auch 2018 ein überzeugender Ansprechpartner für Politik, Presse und Wissenschaft gewesen ist und um seine Expertise gebeten wurde. Im zurückliegenden Jahr hat er Veranstaltungen zu Access and Benefit Sharing organisiert und sich zur wissenschaftsfreundlichen Regelung des Nagoya Protokolls positioniert. Darüber hinaus bezog der Verband Stellung zum Koalitionsvertrag Von der Biologie zur Innovation sowie zu den Themen Genome Editing und Synthetische Biologie. Die DBG ist eine der 26 dem VBIO beigetretenen biowissenschaftlichen Fachgesellschaften.

Quelle: VBIO

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Politik

Europawahl: Positionen der Parteien zur EU-Hochschulpolitik

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat die im Bundestag vertretenen Parteien zu ihren hochschulpolitischen Standpunkten auf europäischer Ebene befragt. Die Antworten auf sechs Wahlprüfsteine sind auf der HRK-Website einander gegenübergestellt. Der Präsident der HRK bemängelt fehlende Vorschläge für die Umsetzung einer gelungenen Hochschulpolitik bzgl. der Repräsentation der Hochschulen auf EU-Ebene sowie der Hochschulautonomie und betont die Wichtigkeit der Finanzierung von Forschung und Innovation sowie von Bildung und Mobilität.

Quelle: HRK

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Politik

Europäische Organisationen im Team für Wissenschaftsfreitheit

Wie der Biologen-Dachverband VBIO meldet, vernetzen sich Europäische Forschungsorgansationen, um die Wissenschaftsfreiheit als fundamentales Gut zu stärken. Das haben die All European Academies (ALLEA), die European University Association (EUA) und Science Europe in einem gemeinsamen Statement bekräftigt.

Quelle: VBIO (engl.)

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Politik

Japan will gen-editierte Lebensmittel freigeben

In Kürze will Japan den Verkauf von gen-editierten Lebensmitteln ohne Sicherheitsbewertung genehmigen, schreibt das Fachjournal Science (DOI: https://doi.org/10.1126/science.aax3903). Dazu müssen diese bestimmte Kriterien erfüllen: es darf kein fremdes Genmaterial im editierten Organismus zurückbleiben. Schon vor einem Jahr hatte das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (U.S. Department of Agriculture, USDA) beschlossen, dass keine Überwachung für gen-editierte Lebensmittel nötig sei. In der EU dagegen ist ein Genehmigungsverfahren Pflicht.

Quelle: Science

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Politik · Veranstaltung

70 Jahre Grundgesetz: Allianz-Kampagne zur Wissenschaftsfreiheit

„Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes, das vor 70 Jahren in Deutschland in Kraft trat. Die Wissenschaft nimmt den Jahrestag zum Anlass, über die Erfolgsgeschichte, die Chancen, aber auch die Gefährdungen dieser Freiheit zu debattieren und zu fragen, welche Verantwortung daraus erwächst. „Freiheit ist unser System. Gemeinsam für die Wissenschaft“ ist – angestoßen von der Max-Planck-Gesellschaft – eine Initiative der Allianz der zehn großen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Ziel ist es, in einer Reihe von Veranstaltungen, Reden, Debatten und Meinungsbeiträgen die Bedeutung der Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu betonen, sich gleichzeitig kritisch mit eigenen Entwicklungen auseinanderzusetzen sowie mögliche Gefahren für die Wissenschaftsfreiheit (siehe: wissenschaftsfreiheit.de) in den Blick zu rücken. Die zehn Mitglieder der Allianz sind: Alexander von Humboldt-Stiftung, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Hochschulrektorenkonferenz, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Wissenschaftsrat.

Quelle: Leopoldina

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Politik

Neues Rote-Liste-Zentrum etabliert

Ein neu gegründetes Rote-Liste-Zentrum wird künftig die Erstellung der bundesweiten Roten Listen im Auftrag des BfN koordinieren. Das Bundesumweltministerium fördert das Zentrum mit jährlich 3,1 Millionen Euro. Es wurde im Dezember 2018 am Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn etabliert und wird fachlich vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreut. In den Roten Listen ist der Gefährdungsgrad von über 30.000 Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen in Deutschland erfasst.

Quelle: BfN

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Politik

Bundestag: Neubewertung der Mutagenese-Verfahren

Pflanzenzüchtungen auf Basis klassischer Mutageneseverfahren bleiben von der Anwendung des Gentechnikgesetzes ausgenommen. Das stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/6666) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/6253) zur Einordnung neuer Züchtungsverfahren auf Grundlage des CRISPR/Cas-Verfahrens im Rahmen des europäischen Gentechnikrechts nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 25. Juli 2018 fest. Danach seien alle Mutagenese-Verfahren als Gentechnik im Sinne des Gentechnikrechts der EU einzustufen. Dazu heißt es in der Antwort weiter, dass die klassischen Mutagenese-Verfahren auf Grundlage herkömmlicher Methoden wie der Zufallsmutagenese durch chemische Substanzen oder ionisierende Bestrahlung zwar dem Begriff nach den genetisch veränderten Organismen (GVO) zugeordnet würden, aber auf Grundlage der EU-Richtlinie 2001/18/EG von der Anwendung des Gentechnikrechts ausgenommen seien. Das habe das EuGH im Zuge seines Urteils bestätigt. Aus diesem Grund sehe die Regierung im Nachgang des Urteils für eine Anpassung der gültigen nationalen Regelungen keine Notwendigkeit. Allerdings dürften mit neuen Mutagenese-Verfahren hergestellte Produkte nur dann in die EU importiert werden, wenn eine Zulassung nach EU-Gentechnikrecht vorliege und die Produkte als GVO gekennzeichnet worden sind.

Quelle: Bundestag (hib)

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Forscheralltag · Politik

Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Die Bundesregierung hat den "Zweiten Bericht zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls" (19/6495) vorgelegt. Der Bericht gibt unter anderem Auskunft über "Anträge auf Registrierung von Sammlungen" sowie der Zusammenarbeit des Bundesamtes für Naturschutz mit anderen Behörden.

Quelle: Bundestag (hib)

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Politik

ZKBS-Statement zum EuGH-Urteil über Genome Editing

Die Zentrale Kommission für die biologische Sicherheit (ZKBS) sieht einen dringenden Anpassungsbedarf für das europäische Gentechnikrecht, das wesentlich auf dem Wissensstand von 1990 beruht. Denn das Urteil des EuGH vom 25. Juli 2018 beziehe die vorangegangenen Bewertungen anerkannter Institutionen nicht mit ein, u. a. der European Academies Science Advisory Council (EASAC), der High Level Group of Scientific Advisors (part of Scientific Advice Mechanism - SAM) der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech. Das ZKBS nennt daher vier Punkte in denen das Urteil nicht mit nicht mit der Sichtweise der ZKBS übereinstimmt und geändert werden soll.
Quelle: ZKBS

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Anwendung · Politik

Pflanzenzüchter erproben Open-Source Saatgut Lizenz

Tomaten der Sorte Sunviva im Öko-Zuchtgarten der Universität Göttingen. Foto: Culinaris, Saatgut für Lebensmittel

Um Saatgut als Gemeingut zu schützen haben Züchterinnen und Züchter der Uni Göttingen und der Verein Agrecol eine gemeinsame Initiative gestartet. Agrecol entwickelte eine „Open-Source Saatgut Lizenz“, die Saatgut als Gemeingut rechtlich absichert und so vor Patentierung und Sortenschutz bewahrt.
Quelle: Uni Göttingen

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Politik · Publikation

Springer Nature und DEAL: Fortschritte in Verhandlung erzielt

Die Verhandlungspartner haben sich jetzt als Zwischenschritt auf eine erneute kostenneutrale Verlängerung der bestehenden Verträge für das Jahr 2019 geeinigt. Dies verschafft zusätzlichen zeitlichen Spielraum, um der Komplexität des angestrebten Modells gerecht zu werden. Gleichzeitig sorgen Springer Nature und DEAL dadurch für Stabilität für wissenschaftliche Einrichtungen, die weiterhin auf alle bisherigen Inhalte von Springer Nature zugreifen können. Das berichtet die Hoschulrektorenkonferenz (HRK) auf ihrer Website.
Quelle: HRK

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Förderung · Politik

Europäischer Strategieprozess zur Pflanzenforschung

Prof. Dr. Andreas Weber (l.) und Prof. Dr. Peter Westhoff arbeiten an einer europäischen Roadmap zur Pflanzenzüchtungsforschung. Foto: Jörg Reich, HHU

Um die Ernährung der massiv wachsenden Weltbevölkerung angesichts des Klimawandels sicherstellen zu können, steht auch die Pflanzenforschung vor großen Herausforderungen. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts CropBooster-P wollen Forschende eine Roadmap dafür erstellen. Dazu haben sich unter Federführung der niederländischen Universität Wageningen Institute aus acht europäischen Ländern zusammengeschlossen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Rumänien, Vereinigtes Königreich. Die zu formulierende europaweite Forschungsstrategie für die nachhaltige Sicherung der Ernährung soll vielversprechende Forschungsansätze und Methoden eruieren. In Deutschland sind Prof. Dr. Andreas Weber und Prof. Dr. Peter Westhoff von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) beteiligt. „Die HHU gestaltet damit eine EU-weite Blaupause für die zukünftige Forschungsförderung der Gemeinschaft in den Bereichen Pflanzen- und Agrarwissenschaften mit“, so Professor Westhoff. „Ziel ist es, daraus ein europäisches Flaggschiffprojekt für unser Forschungsgebiet zu entwickeln, so wie es etwa das Human Brain Project ist“, ergänzt Professor Weber. An der HHU sollen konkret aktuelle und zukünftige Methoden und Techniken zur Ertrags- und Nährwertsteigerung von Pflanzen wie Mais, Raps und Weizen untersucht werden.
Quelle: HHU

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Politik

Beim Genome Editing muss nun die Politik ran

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland sind besorgt über die pauschale Einstufung von Techniken des Genome Editing als gentechnische Methoden durch den Europäischen Gerichtshof (wir berichteten). Auf Initiative des Wissenschaftlerkreises Grüne Gentechnik (WGG e. V.) und des Dachverbandes der Biowissenschaften (VBIO e. V.) haben sich über 130 Akteure der akademischen Pflanzenforschung in einem Offenen Brief (pdf) an die Bundesministerinnen für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, sowie Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, gewandt. Sie fordern die Politik zu einer differenzierten Bewertung, verantwortungsbewusstem Handeln und einem ergebnisorientierten Dialog auf.
Quelle: VBIO

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Politik · Veranstaltung

UN-Biodiversitätskonferenz – Botschaft der Jugend

Vom 14.-29.11. treffen sich die Mitgliedsstaaten des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) in Ägypten zur COP-14 u.a. um zu diskutieren, wie es nach dem Ablauf der selbstgesteckten Ziele nach 2020 weitergehen soll. Der Schwund von Arten und Lebensräumen ist ungebremst, die bisherigen Maßnahmen reichen nicht. Die Folgen werden vor allem die Jungen und nachfolgende Generationen tragen. Diese müssten auch an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Dafür setzt sich Adina Arth, Jugendbotschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt, in Sharm El-Sheikh ein. Wie genau, erzählt sie im Interview: „Es ist unsere Zukunft, lasst sie uns gestalten!“ Das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) ist vor Ort dabei und hat eine Info-Seite zu den Themen eingerichtet.
Quelle: NeFo

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Politik

Gentechnik: "Sicherheit ist wichtig, nicht die Entstehung"

Im Sommer 2018 hat der Europäische Gerichtshof entschieden: Pflanzen, die mit der modernen Gentechnik-Methode „CRISPR/Cas“ verändert wurden, unterliegen strengen Regulierungen. Ralf Reski, Professor für Planzenbiotechnologie, fordert deshalb von den Gesetzgebern neue Richtlinien. Im Online-Magazin der Uni Freiburg erklärt er die Verwendungsmöglichkeiten sowie die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteile von CRISP/Cas. Er vergleicht das mit einem Auto: "Da fragt man nicht, ob es in Handarbeit oder am Fließband gebaut wurde, sondern ob es am Ende sauber, sicher und effizient ist".
Quelle: Uni Freiburg

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Ausbildung · Politik

Workshop zum Nagoya-Protokoll

Seit rund 4 Jahren ist das Nagoya-Protokoll in Kraft. Die Zielsetzung ist ein Interessensausgleich zwischen den Ursprungsländern genetischer Ressourcen und den Ländern, in denen diese Ressourcen genutzt werden. Was bedeutet das Nagoya-Protokoll für die praktische akademische Forschung? Welche Erfahrungen wurden gemacht und wohin wird die Reise gehen? Werden zukünftig auch digitale Sequenzinformationen unter das Nagoya-Protokoll fallen? Diese und weitere Fragen werden in den Impulsvorträgen ausgewiesener Experten beleuchtet. Anschließend wird in drei parallelen Arbeitsgruppen anhand von konkreten Beispielen Wissen für die Praxis vermittelt, aber auch vertiefend über bisherige Erfahrungen und zukünftige Entwicklungen diskutiert. Der Workshop wird vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO), gemeinsam mit VBU und DECHEMA am 3. Dezember 2018 im DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main, organisiert. Er kostenfreie Workshop steht auch Mitgliedern der Fachgesellschaften es VBIO offen, wie der DBG.
Quelle: VBIO

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Förderung · Politik

Moore in Deutschland sollen wiederbelebt werden

In Deutschland soll es wieder mehr Moore geben. Der Großteil ist derzeit trockengelegt. Da sie für den Natur- und Klimaschutz eine wichtige Rolle spielen, will die Bundesregierung den Schutz der Moore verstärkt fördern. Das Bundesumweltmi-nisterium unterstützt daher unter anderem den Deutschen Moorschutzdialog, der heute in Berlin tagte und seine Ergebnisse in die geplante Moorschutz-Strategie des Bundes einbringen wird. Das Projekt des „Greifswald Moor Centrum“ wird mit 1,4 Millionen Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert, berichtet der VBIO.
Quelle. VBIO

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Politik

Sofortmaßnahmen gegen Artenrückgang in der Agrarlandschaft

Die biologische Vielfalt ist in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren stark zurückgegangen und ist zu einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen geworden. Die Arbeitsgruppe „Biodiversität in der Agrarlandschaft“ der Leopoldina, der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften empfiehlt deswegen, die anstehende Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik für Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu nutzen.
Quelle: Leopoldina

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DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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Ausbildung · Politik

Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat soeben die „22. Fortschreibung des Datenmaterials (2016/2017) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen“ veröffentlicht. Der diesjährige Bericht zeigt erneut, dass der Anteil von Wissenschaftlerinnen sowohl bei den Hochschulen als auch bei den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen kontinuierlich angestiegen ist, die Fortschritte in allen Bereichen allerdings nur langsam erfolgen und anhaltender Handlungsbedarf besteht. So hat sich seit 1997 der Anteil von Frauen an der Gesamtzahl

  • der Erstimmatrikulationen von 48,6 % auf 50,5 %,
  • der Studienabschlüsse von 42,1 % auf 50,9 %,
  • der Promotionen von 32,1 % auf 45,2 % und
  • der Habilitationen von 15,7 % auf 30,4 %

erhöht. Dies belegt aber auch, dass der Anteil von Frauen noch immer mit jeder Qualifikations- und Karrierestufe nach Studienabschluss sinkt. Mit dieser „leaky pipeline“ geht erhebliches Qualifikationspotential für das Wissenschaftssystem verloren.
Quelle: GWK (pdf)

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Politik

9-Punkte-Plan gegen das Insekten- und Bestäuber-Sterben

Die Wildbiene Halictus scabiosae. Foto: A. Haselböck

Mit weltweit circa 1 Million bekannten Arten gehören die Insekten zu den erfolgreichsten Organismengruppen auf unserem Planeten. Trotzdem sind in Mitteleuropa mittlerweile viele Insektengruppen massiv bedroht und so stark im Rückgang begriffen, dass man von einem weitreichenden Insektensterben sprechen kann. Unter dem Motto „Fakten, Ursachen, Lösungen“ haben sich heute im Naturkundemuseum Stuttgart renommierte Forschende aus ganz Europa mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Naturschutz getroffen, um mögliche Lösungsansätze zu diskutieren, wie die Uni Hohenheim berichtet. Diese Lösungsansätze haben die Forschenden am Ende des Symposiums in einem gemeinsamen 9-Punkte-Plan präsentiert.
Quelle: Uni Hohenheim

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Politik

DFG: Standortbestimmung Synthetische Biologie

Die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Standortbestimmung zur Synthetischen Biologie veröffentlichten, die wesentliche wissenschaftliche Fortschritte auf diesem Gebiet beschreibt und mit Blick auf derzeitige gesellschaftliche Diskussionen einzuordnet. Die Analyse zeigt, dass die aktuellen wissenschaftlichen Fortschritte kein neues Gefährdungspotenzial erkennen lassen und somit durch bestehende gesetzliche Regelungen, insbesondere das Gentechnikgesetz, abgedeckt sind. Ebenso erwachsen aus den neuen Entwicklungen keine neuen ethischen Fragen, sie sind vielmehr bereits im Kontext der Debatten zur Gentechnologie und der Stammzellforschung erfasst. Mit der Standortbestimmung möchte die Senatskommission einen Beitrag zu einer sachlichen Diskussion der Chancen und Risiken der Synthetischen Biologie leisten und damit den satzungsgemäßen Auftrag der DFG zur wissenschaftlichen Politikberatung wahrnehmen.
Quelle: DFG

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Förderung · Politik

Gesamtstrategie Bioökonomie für 2019

Die Bundesregierung setzt mit einem umfassenden Bioökonomie-Konzept auf den verstärkten Einsatz biologischer Ressourcen und umweltschonender Produktionsverfahren in allen Wirtschaftsbereichen. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, haben sich nun darauf verständigt, ihre strategischen Aktivitäten für den Wandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft in einer Strategie politisch zu bündeln. Kernthemen der Gesamtstrategie zur Bioökonomie sind die nachhaltige Ausgestaltung der land- und forstwirtschaftlichen Produktion und die Entwicklung innovativer biobasierter Alternativen zu bestehenden Produkten und Prozessen sowie länderübergreifende Kooperationen. Aussagen über Forschungsschwerpunkte sind darin leider (noch) nicht zu finden. Die Bundesministerinnen werden die Gesamtstrategie erst im nächsten Jahr vorlegen, berichtet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Bislang existieren zwei getrennte Strategien der Bundesregierung, die "Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030" vom BMBF und die "Nationale Politikstrategie Bioökonomie" vom BMEL.
Quelle: BMBF

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Politik · Publikation

Wie die HRK Veröffentlichungen in „Raubzeitschriften“ eindämmen will

In einer heute verabschiedeten Stellungnahme des Senats der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zu sogenannten Raubverlagen bekennen sich die Hochschulen zu ihrer Verantwortung für die wissenschaftliche Qualitätssicherung. Konkret empfiehlt die HRK in ihrer Stellungnahme vier Punkte, mit denen Hochschulen die Standards des wissenschaftlichen Publizierens verteidigen und Qualitätssicherungsprozesse verbessern können.
Quelle: HRK

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Politik

Pflanzengenetiker zum EuGH-Entscheid "wissenschaftlich nicht nachvollziehbar"

Für seine Titelgeschichte interviewte das Laborjournal den Pflanzengenetiker Frank Hochholdinger. Unter dem Titel "Das entbehrt jeglicher Logik!“ berichtet der Professor der Uni Bonn von fassungslosen Forschenden, drei nicht nachvollziehbaren Punkten in der Begründung des Gerichts und die schwerwiegenden Folgen dieses Urteils für Forschende, die Wirtschaft und die Züchter. Er wünscht sich, dass mehr Wissenschaftler sich äußern und Politiker direkt ansprechen. Der Europäische Gerichtshof hatte am 25. Juli entschieden: Pflanzen, die durch moderne Zuchtverfahren wie das Genome Editing erzeugt wurden, gelten als genetisch veränderte Organismen im Sinne der EU-Freisetzungsrichtlinie des Jahres 2001.
Quelle: Laborjournal

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Actualia · DBG · Politik

Statement der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) zum EuGH Urteil über Genom-Editierung

Viele Mitglieder der DBG sind enttäuscht vom Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Genom-Editierung bei Pflanzen und der Bewertung ihre Produkte als gentechnisch veränderte Organismen einzustufen. Viele Kommentare spiegeln die Besorgnis wider, dass diese Entscheidung andauernde und irreparable Nachteile für Forschung und Entwicklung der nötigen ertragreichen und Dürre-, Überschwemmungs- und Nährstoffmangel-toleranten Pflanzengenotypen in Europa nach sich zieht.

Tatsächlich muss die Diskussion darüber beschleunigt werden. Vor allem aber müssen jenseits der Judikative, die den gesetzlichen Rahmen lediglich auslegt und eine der möglichen Interpretationen gewählt hat, die beiden grundsätzlichen Adressaten wieder in den Blick genommen werden: die Öffentlichkeit und die Legislative.

In vielfach ausgewogener Weise wurden die Chancen der Genom-Editierung nach dem Urteil des EuGH in den Medien diskutiert. Dieses Momentum gilt es zu nutzen und auszubauen. Letztendlich müssen vorteilhafte Pflanzen im Feld überzeugen, die mit einer sehr geringen Anzahl an Sequenz-Editierungen die Erträge sichern oder die Nahrungsqualität erhöhen. In Anbetracht des besorgniserregend trockenen und heißen Sommers als Indikator des Klimawandels reift hoffentlich auch in der breiten Öffentlichkeit die Erkenntnis, dass alle sicheren Wege genutzt werden müssen, um unsere Nahrungssicherheit zu realisieren und nachhaltige Anbauweisen zu entwickeln.

Darüber hinaus ist die Legislative anzusprechen, um über gesetzgeberische Maßnahmen eine angemessene Regulierung gegebenenfalls innerhalb des Gentechnikgesetzes zu bewirken, das noch aus dem Jahr 2001 stammt. Der offene Brief von mehr als 60 wissenschaftlichen Institutionen und Forscherpersönlichkeiten an den EU-Kommissionspräsidenten Junker mit Anregungen zur Bewertung neuer Züchtungsmethoden ist eine solche Maßnahme. Die auch von der DBG gezeichneten Vorschläge ermöglichen es dem öffentlichen und privaten Forschungssektor in der EU, im Interesse von Verbrauchern, Züchtern, Landwirten, Wirtschaft und Umwelt, wieder an die Spitze der Innovationen in der Pflanzenzüchtung zu gelangen (siehe: offener Brief, pdf).

Allerdings stellt sich auch die Frage, ob die Namen der Technologien wie „Gentechnik“ und „Genom-Editierung“ vertrauensfördernd sind. Nur Transparenz und Vertrauen zwischen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft wird die Basis schaffen, den optimalen Raum zur Entwicklung und Akzeptanz neuer Kulturpflanzen zu schaffen. Was wir brauchen sind kluge sowie sachgerechte Regulierungen und „geneditiert“ als Qualitätslabel.

Politik

Petition: Entscheidung zum Genom-Editing des EuGH

Der französische Pflanzenforscher Benoît Lacombe hat während der internationalen Konferenz zur Molekularbiologie der Pflanzen (IPMB2018) in Montpellier eine Petition zur Überprüfung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Genom-Editing gestartet. Darin fordert er die Überprüfung der Entscheidung. Denn das Urteil besage, dass alle Pflanzen, die mit den neuen Verfahren des Genom-Editings - wie CRISPR/Cas9 oder TALEN – erzeugt werden, als genetisch veränderte Organismen (GVO) eingestuft werden sollen, was eine spezielle Kennzeichnungspflicht und spezielle Sicherheitsprüfung vor deren Zulassung erfordert. Der Forscher argumentiert, dass die diesem Urteil zugrundeliegenden Begründungen der Richter den bisherigen wissenschaftlichen Ergebnissen widersprechen. Die Petition auf dem Portal Change.org fordert, dass das Urteil anhand wissenschaftlicher Fakten und Evidenz überprüft werden muss und dass dabei alle Anstrengungen unternommen werden müssen, sowohl die Nahrungsmittelsicherheit als auch die Landwirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit zu verbessern.
Zur Petition bei Change.org

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Politik

EuGH-Urteil: Stellungnahmen des Exzellenzclusters für Pflanzenwissenschaften

Am 25. Juli 2018 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg über die rechtliche Einordnung von neuen Methoden und Verfahren der Genome Editierung wie der „Genschere“ Crispr/Cas9 in der Pflanzenzüchtung entschieden. Wie der Gerichtshof entschied fallen die durch Mutationen im Erbgut von Lebewesen (Mutagenese) gewonnenen Organismen unter die strenge EU-Gesetzgebung zur Regulierung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und unterliegen grundsätzlich den hier vorgesehenen Verpflichtungen. Pflanzen, die durch Genome Editing wie CRISPR/Cas erzeugt wurden, müssen vor Zulassung auf Sicherheit geprüft werden und unterliegen der Kennzeichnungspflicht. Zwei Forscher des Exzellenzclusters Pflanzenwissenschaften, CEPLAS Sprecher Professor Andreas Weber sowie Humboldt Professor Wolf B. Frommer äußerten sich dazu. Die Folgen des Urteils, sowie die Methode an sich und deren Perspektiven wird das CEPLAS bei einer öffentlichen Veranstaltung am 30. Oktober in Düsseldorf diskutieren. Gäste sind herzlich eingeladen!
Quelle: CEPLAS

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Politik

Europäischer Gerichtshof entschied zum Genome Editing

Heute hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) über die Techniken des Genome Editings wie beispielsweise die Gen-Schere CRISPR/Cas entschieden: "Durch Mutagenese gewonnene Organismen sind genetisch veränderte Organismen (GVO) und unterliegen grundsätzlich den in der GVO-Richtlinie vorgesehenen Verpflichtungen", schreibt die Pressestelle des EuGH. "Von diesen Verpflichtungen ausgenommen sind aber die mit Mutagenese-Verfahren, die herkömmlich bei einer Reihe von Anwendungen verwendet wurden und seit langem als sicher gelten, gewonnenen Organismen, wo bei es den Mitgliedstaaten freisteht, diese Organismen unter Beachtung des Unionsrechts den in der GVO-
Richtlinie vorgesehenen oder anderen Verpflichtungen zu unterwerfen." Es entschied damit anders als das Schlussplädoyer seines Generalanwaltes Bobek empfahl zu entscheiden. Viele WissenschaftlerInnen und Forschungsorganisationen sind von diesem Urteil sehr enttäuscht - siehe Posts auf Twitter, gesammelt unter https://twitter.com/PlantScienceDBG/ (deutsche) und https://twitter.com/PlantSciDBG_en/ (englische).
zur Pressemitteilung des EuGH (pdf)

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Politik

Brexit-Whitepaper: UK setzt auf Kooperation in Wissenschaft und Forschung

Die Britische Regierung strebt eine Beteiligung an den europäischen Forschungsförderprogrammen sowie Austauschprogramme für Studierende und Forschende an, berichtet der Verband der Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) und zitiert aus dem Whitepaper The Future Relationship Between the United Kingdom and the European Union, das die britische Regierung nun vorlegte.
Quelle: VBIO

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Politik

Deutsche Positionen zum EU-Programm für Forschung & Innovation

Nachdem die Europäische Kommission am 7. Juni 2018 den Gesetzgebungsvorschlag für das nächste EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, „Horizont Europa“ (2021-2027), veröffentlicht hatte, liegt seit dem 17. Juli auch eine erste Reaktion der Bundesregierung vor (pdf). Wie der Dachverband der Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) berichtet, sei das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Deutschlands damit eines der ersten EU-Mitgliedsländer, die auf Verhandlungsaspekte aus ihrer Sicht hinweisen.
Quelle: VBIO

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Politik

SBSTTA 22: Digitale Sequenz Information - Keine Einigung in Sicht

Dass die Beratungen über die Aufnahme Digitaler Sequenz Information (DSI) in das sog. Nagoya-Protokoll bei der Twenty-second meeting of the Subsidiary Body on Scientific, Technical and Technological Advice (SBSTTA 22) schwierig werden würden, war dem Ökologen Dr. Axel Paulsch vom Institut für Biodiversität (IBN) klar. Aber - wie er im Blog beim Netzwerkforum für Biodiversität in Deutschland (NeFo) berichtet - fanden die Zusammengekommenen zu gar keiner Einigung, obwohl man auch in kleinen Gruppen in Hinterzimmern darum gerungen hat. Dass es schwierig werden würde, einen gerechten Vorteilsausgleich im Protokoll der CBD (Convention of Biological Diversity) zu finden, war schon zuvor klar. Denn einerseits soll es um einen gerechten Vorteilsausgleich bei der Nutzung genetischer Ressourcen gehen für biodiversitätsreiche Länder. Wenn nun aber auch digitale Sequenzinformationen in die Vereinbarungen aufgenommen werden, gefährdet das die freie wissenschaftliche Grundlagenforschung und damit die Biodiversitätsforschung selbst (die DBG berichtete mehrfach).
Quelle: NeFo

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Politik

Internationalisierung von Hochschulen: Jetzt erst recht!

Die weltpolitische Lage und die wissenschaftspolitische Landkarte verändern sich in den letzten Jahren dynamisch: Aufstrebende Wissenschaftsnationen bieten neue Kooperationsmöglichkeiten in Lehre und Forschung, der internationale Wettbewerb nimmt zu. Gleichzeitig erschwert eine zunehmende Wissenschaftsskepsis bis hin zu Wissenschaftsfeindlichkeit in Staaten innerhalb und außerhalb Europas den grenzüberschreitenden Austausch und die internationale Zusammenarbeit. Daher mahnt der Wissenschaftsrat zur vermehrten Internationalisierung der Hochschulen. Der Rat ist das Gremium, das die Bundesregierung und die Regierungen der Länder berät in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.
Quelle: Wissenschaftsrat

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Politik

Vor EuGH-Entscheid: Debatte über Genome Editing

Einige der Umwelt- und Industrieverbände, die sich vor dem am 25. Juli erwarteten Entscheid des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Regulierung Genom-editierter Pflanzen zu Wort gemeldet haben, nennt ein Artikel des Bioökonomie-Portals. Das von der Bundesregierung finanzierte Portal nennt dabei die relevante Frage: Entscheidet das Produkt oder der Produktionsweg darüber, ob eine Pflanze als gentechnisch veränderter Organismus (GVO), zählt oder nicht. Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz fordern, dass alle Verfahren, die unter Begriffen wie Genome Editing, zielgerichtete Mutagenese oder neuere Mutagenese-Verfahren laufen, als Gentechnik reguliert und sogar alle Produkte daraus als GVOs bezeichnet werden sollen. Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) hält dagegen, daß eine pauschale Einordnung als Gentechnik wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist und daher im Einzelfall entscheiden werden muss.
Quelle: Bioökonomie

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In den Medien · Politik

Nobelpreisträger setzt sich für Grüne Gentechnik ein

Grüne Gentechnik und gentechnisch modifizierte Pflanzen sind eine Schlüsseltechnik für die Welternährung der Zukunft. Dafür setzt sich der Medizin-Nobel-Preisträger Sir Richard Roberts während der Lindauer Nobelpreisträgertagung ein. Ihm geht es um die Ärmsten der Welt. Er prangert das Verhalten der Anti-Gentechnik-Aktivisten an, die Kampagnen gegen die Technik führten und den Menschen Angst machen. Dies hätte ihnen viele Spenden eingebracht. Er verlangt deshalb eine Entschuldigung von Greenpeace, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Der FAZ erklärt er auch, warum er seinen Studierenden den "Großmuttertest" machen lässt und warum sich die Ergebnisse der Forschungs-Community so langsam und schlecht durchsetzen. Das Video seiner Ansprache ist in der Mediathek der Nobelpreisträger-Tagung (Lindau Nobel) abzurufen.
Quelle: FAZ und Lindau Nobel

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Politik

Wie das Nagoya Protocol nicht nach hinten losgeht

Schweizer Forschende warnen im Fachjournal Nature Ecology & Evolution, dass das Nagoya Protocol der internationalen Biodiversitätskonvention (CBD) den artenreichen Ländern im Süden ehr schaden als nutzen könnte, obwohl es sie eigentlich beschützen soll. Denn das Protokoll führt zu paradoxen Konsequenzen, wenn auch die nicht-gewinnorientierte Forschung diesem unterworfen werden wird. Sie schlagen stattdessen Maßnahmen vor, die dies verhindern können. Das Journal Nature Plants bietet einen Link (via: twitter.com/NaturePlants/status/1014091713961451521), mit dem der Kommentar frei zur Verfügung steht rdcu.be/2nS6.
Quelle: Nature Ecology & Evolution

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Politik

Forscher warnen vor negativen Folgen der internationalen Biodiversitäts-Konvention

In einem heute im Fachmagazin Science veröffentlichten Positionspapier (DOI: 10.1126/science.aat9844) kritisieren knapp 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 35 Ländern die internationale Biodiversitätskonvention (engl. Convention on Biological Diversity). Sie argumentieren, dass das Übereinkommen die Erforschung biologischer Vielfalt einschränkt, die internationale Zusammenarbeit beeinträchtigt und den Zugang zu genetischen Ressourcen und die Wissenschaft behindert. Damit sei diese Konvention letztendlich kontraproduktiv: Sie schade sogar dem Schutz der Biodiversität. Unter den Unterzeichnenden sind auch Forscherinnen und Forscher der Senckenberg-Gruppe.
Quelle: Senckenberg

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Politik

VBIO: ABS und Digitale Sequenzinformationen

Der VBIO unterstützt gemeinsam mit mehr als 50 weiteren internationalen Organisationen eine Erklärung, in der Bedenken zur Ausweitung der Access and Benefit Sharing (ABS)-Verpflichtungen auf Digitale Sequenzinformation (DSI) erläutert werden. Die Unterzeichnenden sind besorgt über die potenziell schädlichen Auswirkungen einer möglichen zukünftigen unangemessenen Regulierung. Solche Verpflichtungen würden der biologischen Forschung zusätzliche Hürden aufbürden - mit potenziell negativen Folgen für den wissenschaftlichen Fortschritt und den daraus resultierenden enormen gesellschaftlichen Nutzen sowie für die Erreichung der drei Ziele des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Der VBIO hatte sich bereits mehrfach ähnlich geäußert und sich mit dieser Sicht bereits an das Sekretariat der CBD gewandt.
Quelle: VBIO

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Politik

Leopoldina-Experten fordern strengere Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel

Etliche chemische Pflanzenschutzmittel, auch Pestizide genannt, haben in ihrem derzeitigen Einsatz eine schädliche Wirkung auf Ökosysteme und die biologische Vielfalt. Neben dem Klimawandel, den Veränderungen der globalen Nährstoffkreisläufe und der Zerstörung von Lebensräumen durch veränderte Landnutzung hat auch der Einsatz von Pestiziden zu einem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt geführt. Dies erklärt eine Leopoldina-Expertengruppe in dem heute veröffentlichten Diskussionspapier.
Quelle: Leopoldina

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Politik

Vorbild Natur: Künstliche Photosynthese fördern

Eine gemeinsame Stellungnahme der deutschen Wissenschaftsakademien - unter ihnen acatech - empfiehlt, die Künstliche Photosynthese stärker in Zukunftsszenarien der Energiewende einzubeziehen. Die Künstliche Photosynthese eröffnet bislang ungenutzte Ansätze für umwelt- und klimafreundliche Energiesysteme. Die Grundlagenforschung soll der Stellungnahme zufolge stärker koordiniert und mit industrieller Forschung verknüpft werden. Wichtig sei insbesondere ein Fokus auf die Systemintegration, um effiziente und kostengünstige Anlagen zu entwickeln.
Quelle: acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

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Politik

Dossier zum Genome Editing

Die Verfahren des Genome Editing ermöglichen gezielte Eingriffe in das Erbgut, deren Resultate nicht von natürlichen Mutationen zu unterscheiden sind. Wegen ihrer besonderen Vorteile - vor allem Präzision, Zeit- und Kostenersparnis - werden sie inzwischen in vielen Bereichen von Biotechnologie und Pflanzenzüchtung genutzt. Allerdings ist derzeit nicht geklärt, ob derart veränderte Pflanzen als gentechnisch veränderte Pflanzen (GVO) eingestuft werden müssen. Das Fehlen rechtlich verbindlicher Entscheidungsgrundlagen stellt Wissenschaftler in der EU vor erhebliche Probleme und blockiert Forschungs- und Züchtungsprojekte. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) präsentiert verschiedene Standpunkte zur rechtlichen Einordnung von Genome Editing bei Pflanzen aus der Sicht der Wissenschaft. Alle Informationen des Webiste-Dossiers gibt es auch als pdf-Datei (Stand: März 2018).
Quelle: VBIO

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Forscheralltag · Politik

ABS: Sorgfaltserklärungen jetzt verpflichtend

Das Bundesamt für Naturschutz als zuständige Vollzugsbehörde weist darauf hin, dass die Abgabe von Sorgfaltserklärungen gemäß EU-Verordnung zum Nagoya Protokoll für das Access and Benefit Sharing (ABS) für die Empfänger von Forschungsmitteln seit dem 10. Mai 2018 verpflichtend ist. Das meldet der VBIO und bietet mehrere Links mit weiterführenden Informationen.
Quelle: VBIO

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Politik

Wissenschaftsrat nimmt Stellung zur Hochschulpakt-Nachfolge

Zum Ende des Jahres 2020 wird mit dem Hochschulpakt das derzeit umfangreichste Förderprogramm des Bundes und der Länder für den Hochschulsektor auslaufen. Die Nachfolgevereinbarung stellt eines der wichtigsten wissenschaftspolitischen Vorhaben der nächsten Jahre dar. Welche Anforderungen sie erfüllen sollte, erläutert der Wissenschaftsrat in einem Positionspapier.
Quelle: Wissenschaftsrat

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Politik · Publikation

HRK: Alle Affiliations auf Paper angeben

Welcher Institution wissenschaftliche Publikationen zugerechnet werden, hat großen Einfluss auf die Position der Institution in internationalen Rankings. Deshalb ist es den Hochschulen wichtig, dass die Zugehörigkeit („Affiliation“) zur jeweiligen Einrichtung von den wissenschaftlichen Autorinnen und Autoren bei einer Publikation angegeben wird. Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat hierzu entsprechende Leitlinien verabschiedet, dass die Zugehörigkeit zu einer sowie zu mehreren Einrichtungen alle genannt werden sollen.
Quelle: HRK

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Politik

Bundesregierung setzt auf Biotechnologie

Mit einer ressortübergreifenden Agenda will die Bundesregierung der Biotechnologie mehr Bedeutung beimessen, meldet das Portal Bioökonomie. Wirtschaftsminister Peter Altmaier gehe davon aus, dass die Biotechnologie „die nächste große Welle der Innovation hervorbringt” und betonte „wir brauchen jetzt eine Biotech-Agenda, die der digitalen Agenda entspricht”. Das sagte der CDU-Politiker auf den Deutschen Biotechnologietagen.
Quelle: Bioökonomie.de

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DBG · Politik

DBG fordert mehr Forschungsförderung der EU für 2021-27

Die Deutsche Botanische Gesellschaft unterstützt die Initiative More Funds For Research&Innovation. Deren Manifest ruft dazu auf, deutlich mehr Finanzmittel für Forschung und Innovation für die Jahre 2021 bis 2027 (in Multiannual Financial Framework, MFF) durch die EU bereit zu stellen; besonders für die wichtigen Schwerpunkte Landwirtschaftspolitik, Zusammenhalt und Wettbewerbsfähigkeit. Denn nur so kann dringend notwendige Forschung geleistet werden. Bekanntermaßen war das Budget im Forschungs-Programm Horizon 2020 deutlich unterfinanziert und das darf sich nicht wiederholen. Nur ausreichende Investitionen helfen, hochwertige und qualitativ wertvolle Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, Wachstum zu fördern und Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Nur diese Maßnahmen werden ein nachhaltiges Wachstum der ganzen EU ermöglichen. Wissenschaft und Forschung kommen allen EU-Bürgern zugute. Neu entwickelte Produkte werden bald das Leben aller Menschen beeinflussen. Nur Forschung und Entwicklung werden die Wettbewerbsfähigkeit der EU erhalten bzw. die EU wieder auf Wachstumskurs bringen. Da dies nicht nur einzelne sondern sehr viele Disziplinen voranbringt, ist es wichtig, das Budget für künftige Forschung und Entwicklung zu steigern. Über die Mittel für den zukünftigen Haushalt wird der EU-Rat in den kommenden Monaten entschieden. Das o.g. Manifest haben bis zum heutigen Tag bereits 1518 Forschende, wissenschaftliche Gesellschaften, Forschungsverbünde sowie forschende Unternehmen unterzeichnet, auch der Präsident der DBG im Namen aller Mitglieder.

Weitere Informationen:

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Politik

ARRIGE: Vereinigung zum verantwortlichen Umgang mit Genome Editing gegründet

Wie das Portal Pflanzenforschung berichtet, haben Forscherinnen und Forscher die internationale Association for Responsible Research and Innovation in Genome Editing (ARRIGE, @ArrigeOrg) gegründet. Ihr Ziel ist es, weltweit einen verantwortlichen Umgang mit den neuen Technologien zu ermöglichen. Dabei sollen Tools entwickelt werden, um ethische und gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen, die durch die rasche Einführung und Weiterentwicklung der Methoden der Genom-Editierung entstanden sind. Am Ende soll ein gesellschaftlich akzeptierter Umgang mit den neuen Techniken ermöglicht werden. Dabei müssen ethische Fragen und soziale Realitäten genauso bedacht werden wie die wissenschaftlichen Fakten und die methodischen sowie technischen Fragen. Wichtig ist, dass verschiedene fachliche Disziplinen in Kontakt treten und ihre verschiedenen Sichtweisen auf die neuen Technologien lösungsorientiert diskutieren. Hier will ARRIGE ansetzen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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Politik

Weltbiodiversitätsrat verabschiedet ersten Zustandsbericht für Europa & Zentralasien

Biologische Vielfalt bietet Sicherheit für den Menschen: In Bergregionen schützen Wälder Siedlungen und Infrastrukturen vor Steinschlag, Murgängen und Lawinen. Foto: Schwanden GL von Ulrich Wasem, WSL

Die Biodiversität in Europa und Zentralasien hat einen enorm hohen Wert für die Region, aber schwindet Jahr für Jahr. Immer mehr Menschen werden längerfristig in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Dies besagt der erste vom Weltbiodiversitätsrat IPBES erarbeitete Zustandsbericht für Europa und Zentralasien. Die ExpertInnen zeigen diverse Handlungsmöglichkeiten auf und empfehlen, die Biodiversität und die Leistungen der Natur für den Menschen künftig viel stärker zu berücksichtigen. Der Bericht wurde zusammen mit den Zustandsberichten zu Asien-Pazifik, Amerika und Afrika und einem Bericht zur Landdegradierung am 22. März 2018 in Medellìn (Kolumbien) verabschiedet, berichtet die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT).
Quelle: SCNAT

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Politik

Weltbiodiversitätsrat: Naturverlust gefährdet global menschliches Wohlergehen

Plitvice Lakes National Park Kroatien. Foto: shutterstock, IPBES

Der Rückgang der biologischen Vielfalt gefährdet das menschliche Wohlbefinden, aber es gibt Möglichkeiten zum Schutz und zur Wiederherstellung. So titelt der Weltbiodiversitätsrat IPBES in seiner heutigen Presseerklärung, nachdem in der Nacht vier regionale Berichte zur Biodiversität und der Ökosystemleistungen beim 6. Plenum in Medellín/Kolumbien von den Staatenvertretern verabschiedet wurden. Sie umfassen die Regionen Amerika, Asien und Pazifik, Afrika sowie Europa und Zentralasien. Über 20 deutsche Expertinnen und Experten waren daran beteiligt. „Wir brauchen derzeit unser Naturkapital auf, dabei sollten wir von den Zinsen leben“, resümieren 5 AutorInnen des Europa-Zentralasien-Berichts im Interview des Netzwerkforums Biodiversität (NeFo).
Quelle: NeFo

 

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DBG · Outreach · Politik

DBG für March for Science

Science bridges cultures – Wissenschaft verbindet. Gemeinsames Logo von fünf naturwissenschaftlich-mathematischen Fachgesellschaften.

Der zweite March for Science findet weltweit am 14. April 2018 statt. Zehntausende Menschen, unter Ihnen viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, werden für die Freiheit und Anerkennung der Wissenschaft demonstrieren. Die DBG unterstützt den March for Science. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Wissenschaft in ihrer Vielfalt faktenbasierte Erkenntnisse erarbeitet und vermittelt, die wesentliche Orientierung für gesellschaftliche und politische Entscheidungen geben. Wissenschaftliche Fakten sind als Grundlage für den gesellschaftlichen Diskurs nicht verhandelbar, solange nicht andere Analysen und Studien gleichen wissenschaftlichen Standards zu weiterführenden Erkenntnissen führen. Alternative und willkürliche Behauptungen müssen bloßgestellt werden und geeignete Erwiderung erfahren. Nur wissensbasierte Entscheidungen sind tragfähig für unser aller Zukunft. Auch im vergangenen Jahr hat die DBG die Märsche unterstützt.

Weiterführende Informationen

Deutsche Initiativen  https://marchforscience.de/

Teilnehmende Städte: https://sciencemarchger.wordpress.com/auch-in-deiner-stadt/

Gemeinsamer Aufruf von fünf naturwissenschaftlich-mathematischen Fachgesellschaften: http://www.science-bridges-cultures.de/index.html

Unterstützende Organisationen und Wissenschaftler: https://sciencemarchger.wordpress.com/unterstuetzer/ 

Twitter: https://twitter.com/ScienceMarchGER 

Facebook: https://www.facebook.com/ScienceMarchGER 

USA und weltweit: https://www.marchforscience.com

Politik

Taxonomen reagieren auf fachfremde Art-Klassifizierung

Über 180 Taxonomen aus 37 Ländern – unter ihnen auch der Senckenberg-Wissenschaftler Professor Uwe Fritz– haben gestern im Fachjournal PLoS Biology einen kürzlich in Nature erschienenen Artikel kritisiert. In diesem wurde vorschlagen, die Art und Weise, wie Tiere und Pflanzen benannt und klassifiziert werden, grundlegend zu ändern. Nach dem Vorschlag in Nature sollen Arten in Zukunft von einem internationalen Gremium, dem keine Naturwissenschaftler, sondern z.B. Anwälte, Anthropologen und Soziologen angehören, als „gültig“ erklärt werden. Fritz und seine Kollegen befürchten nun „dass ein nicht-wissenschaftliches Gremium die Qualität der taxonomischen Arbeit massiv beeinträchtigen würde.“ Und weiter: „Aus unserer Sicht ist die unzureichende Finanzierung taxonomischer Forschung das weitaus größere Problem, als die [im Artikel] genannte ‚Anarchie’ in der Systematik“, schließt Fritz.
Quelle: Senckenberg

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Politik

Weltbiodiversität bringt neue Berichte

Vom 17. bis 24. März 2018 treffen sich die Vertreter der 128 Mitgliedsstaaten sowie der Wissenschaften, Verbände und andere Beobachter zur 6. Vollversammlung des Weltbiodiversitätsrates IPBES in Medellín, Kolumbien. Hohe Erwartungen sind daran geknüpft: Ganze fünf Berichte zum Wissensstand über die Ökosysteme und deren Beiträge zum Wohlergehen der Menschen stehen zur Genehmigung. Sie widmen sich den regionalen Unterschieden des Wandels der Biodiversität sowie dem Thema der Landdegradierung. Über 20 wissenschaftliche Expertinnen und Experten deutscher Forschungseinrichtungen haben zu den Berichten beigetragen. Im Blog beglieitet das Netzerwkforum Biodiversität (NeFo) die Konferenz und kommentiert die Vorgänge.
zum NeFo-Blog

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Politik · Tagungsbericht

Sanfte Biotechnologie: Gentechnik im Hoffnungslauf

3 #CrisprCas9 Genscheren präsentierte Caixia Gao von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking während der Tagung Molecular Biology of Plants der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie der DBG in Dabringhausen. Autorin Hildegard Kaulen berichtet in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) auch über die Vielfalt der nichtkodierenden Ribonukleinsäuren, die im Sommer anstehende Neuregulierung des Gentechnikgesetzes durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) und wie dadruch eine Kehrtwende für die sanfte Biotechnologie möglich werden kann: Wenn nämlich – wie von vielen Wissenschaftlern seit langem gefordert – nicht mehr das verwendete biotechnologische Verfahren über die Einstufung eines Organismus entscheidet, sondern die Eigenschaften des fertigen Produktes, wie Sektionssprecher Professor Andreas Weber am Rande der Konferenz erklärt.
Quelle: FAZ.net

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Politik

„Biodiversität erhalten - in verschiedenen Politikfeldern“

Seit Herbst letzten Jahres hat das Thünen-Institut für Biodiversität einen neuen Leiter: Agrarökologe Prof. Jens Dauber. Das Netzwerkforum Biodiversität (NeFo) interviewte den neuen Kopf der nachgeordneten Behörde des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dauber soll Entscheidungshilfen für die Politik entwickeln, u.a. mit Konzepten zum Schutz und zur Nutzung der biologischen Vielfalt in Agrarökosystemen. Die Kernkompetenzen Biodiversität in offenen Agrarlandschaften und Biodiversität landwirtschaftlich genutzter Böden werden nun, auch personell, um die Bereiche Modellierung und Biodiversitäts-Monitoring erweitert. Auf welche Fragenstellungen ein nationales Monitoring ausgerichtet sein sollte, welche Konzepte die Rolle der Biodiversität in der Agrarpolitik stärken und wie die üblichen Grabenkämpfe zwischen den Ressorts beendet werden könnten, stellt der neue Institutsleiter im Interview vor.
Quelle: NeFo

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Politik

VBIO-Jahresbericht 2017 ist online

Der VBIO-Jahresbericht gibt einen Einblick in die Aktivitäten und Positionen des VBIO und zeigt, dass der Biologen-Dachverband ein überzeugender Ansprechpartner für Politik, Presse und Wissenschaft ist. Er feierte 2017 nicht nur sein zehnjähriges Verbandsjubiläum, sondern berichte auch vom Fotowettbewerb und über eine besondere Ausgabe unseres Verbandsjournals „Biologie in unserer Zeit“. Alle weiteren Themen auf der Website des Verbands.
Quelle: VBIO

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Karriere · Politik

Für mehr Chancengleichheit an den Hochschulen

Das Professorinnen-Programm geht in die dritte Runde. Es ist das zentrale Instrument von Bund und Ländern, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern, die Zahl von Frauen in Spitzenfunktionen in der Wissenschaft zu steigern und die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen zu verbessern. Denn Frauen machen heute häufiger Abitur als Männer, sie studieren häufiger, und sie verfassen fast die Hälfte aller Promotionen. Damit auch mehr Frauen sich für Berufswege in der Wissenschaft entscheiden, will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit diesem Programm strukturelle Veränderungen herbeiführen.
Quelle: BMBF

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Forschungsergebnis · Politik

EU-Agrarpolitik muss evidenzbasiert sein

Dr. Guy Pe'er. Foto: S. Bernhardt, iDiv

Heute treffen sich die AgrarministerInnen der EU-Mitgliedstaaten, um über die Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu diskutieren, ohne die viele Betriebe eingingen. Tatsächlich sind diese aber wirkungslos, meint der Ökologe Dr. Guy Pe’er. Gemeinsam mit Ökonomen, Soziologen und weiteren ExpertInnen hat er die GAP auf ihre Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit und Erfüllung der globalen Nachhaltigkeitsziele untersucht und festgestellt: Sie erreicht keines ihrer selbst gesteckten Ziele. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für mutige Schritte und eine echte Neuerung, meint Pe’er in Richtung neuer Bundesregierung. Wie diese aus Forschungssicht aussehen müsste, erklärt er im Interview des Netzwerkforums Biodiversität (NeFo).
Quelle: NeFo

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Outreach · Politik

Hört auf die Forscher

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier lobt die Leopoldina in Halle an der Saale, die vor kurzem ihr zehnjähriges Bestehen als Nationale Akademie der Wissenschaften feierte, auch wenn sie bereits 1652 gegründet wurde. Ihre Mitglieder aus Wissenschaft und Forschung verteidigten die Vernunft gegen die Verrohung der öffentlichen Debatten, berichtet Kathrin Zinkant in der Süddeutschen Zeitung. Womöglich müsse sich die Leopoldina aber auch verstärkt der Öffentlichkeit zuwenden, ließ Steinmeier anklingen.
Quelle: Süddeutsche.de

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Politik

USA: CRISPR-Sojabohnen vor dem Sprung auf den Acker

Wie das Portal Transgen meldet, soll in den USA noch in diesem Jahr die erste Pflanze auf den Markt kommen mit Eigenschaften, die sie den neuen Genome Editing-Verfahren verdankt: Sojabohnen mit einem veränderten Fettsäureprofil. Die amerikanischen Behörden haben bereits entschieden, dass sie nicht unter die Gentechnik-Bestimmungen fallen. Damit wird der Marktzugang deutlich einfacher, schneller und kostengünstiger. Weitere mit der „Gen-Schere“ CRISPR editierte Pflanzen werden folgen. Europa muss sich auf diese Entwicklung einstellen.
Quelle: Transgen

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Politik

Offener Zugang zu digitalen Sequenzinformationen gefährdet

Die Nutzung digitaler Sequenzinformationen genetischer Ressourcen könnte in Zukunft im Rahmen des Nagoya-Protokolls und der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) eingeschränkt werden. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen warnt daher eindringlich vor weitreichenden Konsequenzen für die Umwelt- und Lebenswissenschaften sowie die Biodiversitätsforschung, sollte zukünftig auch die Nutzung von digitalen Sequenzinformationen genetischer Ressourcen den Regelungen des Nagoya-Protokolls und der Konvention über die biologische Vielfalt unterliegen. Insbesondere würde die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit in diesen Bereichen erheblich behindert werden. Die bisher unternommenen gemeinsamen Anstrengungen für mehr Transparenz und Offenheit der Wissenschaft (z.B. European Open Science Cloud Declaration) und für den grundsätzlich offenen Zugang zu Daten aus der öffentlich geförderten Forschung würden zumindest teilweise zunichte gemacht.
Quelle: Fraunhofer

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Politik

VBIO begrüßt "Biologie und Innovation" im Koalitionsvertrag

Der von CDU/CSU und SPD vorgelegte Koalitionsvertrag liefert nach Ansicht des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e. V.) wichtige Impulse und Weichenstellungen für Bildung und Wissenschaft. Der Dachverband der Biowissenschaften begrüßt besonders die angekündigte Agenda „Von der Biologie zur Innovation“. Konfliktpotential sieht der Verband in den Festlegungen des Koalitionsvertrages zur Gentechnik und zur Biodiversitätsforschung. Und der Biologenverband, in dem auch die DBG Mitglied ist, macht auf die Abschnitte der Koalitionsvereinbarungen aufmerksam, in denen wissenschaftliche Expertise noch integriert werden muss.
Quelle: VBIO

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Politik

HRK Koalitionsvereinbarung ist starke Basis für Hochschulpolitik

„Wenn es nach den Hochschulen geht, kann es auf dieser Basis jetzt losgehen.“ So kommentierte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz,  Prof. Dr. Horst Hippler, den Entwurf der Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD. „Angesichts des erfreulich hohen Stellenwerts, den die Parteien Bildung und Wissenschaft einräumen wollen, hoffen wir nun auf ein zügiges Zustandekommen der Großen Koalition. Die Vereinbarung wäre grundsätzlich eine spürbar verbesserte, starke Basis für notwendige Fortschritte in der Hochschulpolitik und spiegelt Vieles wider, was die HRK in der Vergangenheit formuliert und vorgeschlagen hat.“
Quelle: HRK

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Forscheralltag · Politik

GEW fordert „Dauerstellen für Daueraufgaben“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat CDU/CSU und SPD aufgefordert, sich in ihren Verhandlungen zur Bildung einer Großen Koalition darauf zu verständigen, die sachgrundlose Befristung abzuschaffen. „2016 hat der Bundestag die Anforderungen an eine Befristung von Beschäftigungsverhältnissen in der Wissenschaft verschärft: Zeitverträge sind nur noch zulässig, wenn die Befristung zur Förderung der Qualifizierung erfolgt oder es eine Drittmittelfinanzierung gibt. Hochschulen und Forschungseinrichtungen weichen daher mehr und mehr auf die Option der sachgrundlosen Befristung gemäß Teilzeit- und Befristungsgesetz aus. Die neue Bundesregierung muss endlich alle Schlupflöcher im Befristungsrecht schließen. Die Arbeitgeber müssen unbefristete Arbeitsverträge anbieten, wenn es keinen Befristungsgrund gibt. Es muss der Grundsatz ‚Dauerstellen für Daueraufgaben‘ gelten“, betonte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller.
Quelle: GEW

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Politik

„Wissenschaft ist Gegengift gegen radikale Positionen“

Hans-Christian Pape, der neue Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, wirbt für mehr gesellschaftliches Engagement der Forschung. Die Wissenschaft muss sich stärker als bislang gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Hierin sieht der neue Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Neurophysiologe Hans-Christian Pape, ein zentrales Thema seiner Präsidentschaft. „In der Politik erleben wir international das Wiedererstarken von Nationalismus, Isolationismus und radikalen Positionen. Unsere Arbeit, das Engagement unserer Geförderten in mehr als 140 Ländern weltweit, ist ein Gegengift gegen solche Tendenzen“, sagte Pape heute in Berlin vor Journalisten.
Quelle: Alexander von Humboldt-Stiftung

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Forschungsergebnis · Politik

Leistungen der Natur für die Menschen brauchen mehr Anerkennung

Kleinräumige, selbstversorgende Landwirtschaft auf einer Flussinsel des Mekong im Süden von Laos. Foto: Roland Krämer, UFZ & iDiv

Vielfältiges Essen, sauberes Wasser und gesunde Luft gehören zu den sichtbarsten Vorteilen, welche die Natur den Menschen bietet. Dies hat zu der kontroversen Überzeugung geführt, dass die Natur hauptsächlich eine Quelle von Leistungen oder Rohstoffen ist. In der Fachzeitschrift Science haben 30 Fachleute, die mit dem Weltbiodiversitätsrat (IPBES) in Verbindung stehen, einen neuen Ansatz präsentiert: die Idee, alle Leistungen der Natur für die Menschen zu nutzen, um sie in Politik und Entscheidungsfindungen einzubringen. Unter den Autoren der Studie sind auch die zwei Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig.
Quelle: iDiv

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Politik

Crispr ist nicht immer Gentechnik

Ob erbgutverändernde Verfahren wie die Genschere „Crispr/Cas9“ unter die bisherige Gesetzgebung zur Regulierung von „Gentechnisch Veränderten Organismen“ (GVO) fallen wird oder nicht, muss der Europäischen Gerichtshof noch entscheiden. Im Vorabentscheidungsersuchen des EuGH-Generalanwalts Michal Bobek kommt dieser zu dem Schluss: erbgutveränderte Organismen gelten nur dann als „Gentechnisch Veränderte Organismen (GVO)“ und werden als solche reguliert werden müssen, wenn ihr „genetisches Material so verändert worden ist, wie es auf natürliche Weise nicht möglich ist.“ Ob also ein Lebensmittel unter die bisherige Gentechnikverordnung fällt oder nicht, ist demnach nicht von der verwendeten Methode, sondern vom Ergebnis abhängig.
Quelle: Tagesspiegel.de

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Förderung · Politik

BMUB gründet Gesellschaft für Projektförderung

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat eine bundeseigene Dienstleistungs-GmbH zur Förderung von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz gegründet. Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH unterstützt das Ministerium dabei, seine förderpolitischen Zielsetzungen zu verwirklichen. Die ZUG wird zunächst vor allem Förderprogramme im Auftrag des BMUB administrativ und inhaltlich begleiten und so eine Vielzahl politischer Schwerpunktthemen im Bereich des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes in Maßnahmen umsetzen helfen.
Quelle: BMUB

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Forscheralltag · Politik

Akademien veröffentlichen Prinzipien zur Evaluation von Forschung

Die wachsende internationale Wissenschaftsgemeinschaft möchte eine angemessene und effiziente Nutzung der erheblichen Finanzmittel für wissenschaftliche Forschung gewährleisten. Dies hat zu einer verstärkten Betonung der Rechenschaftspflicht und der Bewertung sowohl der Forscherinnen und Forscher, der Forschungsaktivitäten als auch der Forschungsprojekte geführt. Dazu veröffentlichten die Leopoldina, die französische Académie des sciences und die britische Royal Society eine gemeinsame Stellungnahme.
Quelle: Leopoldina

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Politik

Zuwächse im EU-Haushalt für Studierendenmobilität und Forschung

Am 30.11. 2017 hat das Europaparlament in Brüssel den EU-Haushalt für das Jahr 2018 verabschiedet, meldet die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Nachdem der EU-Ministerrat im Juli die Forschungsmittel noch um eine halbe Milliarde Euro kürzen wollte, haben sich nun das Europaparlament und die Finanzminister auf eine Erhöhung der Forschungsmittel für das kommende Haushaltsjahr geeinigt: 2018 steigt die Finanzausstattung der EU-Förderung um 110 Millionen Euro auf insgesamt 11,2 Milliarden Euro. Auch die Mittel für das Mobilitätsprogramm Erasmus+ sind gestiegen und betragen nun 2,3 Milliarden Euro.
Quelle: HRK

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Politik

Mit alten Ängsten gegen neue Genome Editing-Verfahren

Noch ist in der EU nicht geklärt, ob die neuen Genome Editing-Verfahren (CRISPR/Cas & Co) besonders reguliert werden müssen. Doch je näher die Entscheidung rückt, umso vehementer fordern Gentechnik-kritische Organisationen strenge Vorschriften – und damit De-facto-Verbote, berichtet das Portal TransGen. Sie greifen dabei überwiegend auf alte, seit 25 Jahren nahezu unverändert wiederholte Einwände zurück. Dabei würden auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen.
Quelle: TransGen.de

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Politik

Genome-Editing: Rechtslage USA, Kanada und Argentinien

Das interdisziplinäre Portal Dialog-GEA zum Genome Editing in der Landwirtschaft zeigt, wie unterschiedlich die Herangehensweisen sein können, wenn es um die Bewertung der neuen Techniken zur Genomänderung geht. Sie stellen die Rechtslagen in den USA, Kanada und Argentinien gegenüber.
Quelle: Dialog GEA

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Politik

Gutachten: Keine ausreichende Kontrolle Neuer Techniken außerhalb des Gentechnikrechts

Ein vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) beauftragtes Rechtsgutachten (Gutachten als pdf) zeigt, dass die verschiedenen europäischen Spezialgesetze außerhalb des Gentechnikrechts keine adäquaten Kontroll- und Prüfmaßstäbe für die Regulierung von Umweltauswirkungen für Techniken, wie CRISPR/Cas und andere Verfahren der Genom-Bearbeitung, zur Verfügung stellen. Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Prof. Beate Jessel will deshalb die neuen Techniken nicht aus dem Gentechnikrecht herausnehmen und pocht auf das Vorsorgeprinzip. Der begutachtende Jurist analysierte unter anderem das Saatgutrecht, das europäische Lebens- und Futtermittelrecht sowie das Pflanzenschutzmittel- und Sortenschutzrecht und zeigt dabei Regelungslücken auf.
Quelle: BfN

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Karriere · Politik

GWK beschließt Fortführung des Professorinnen-Programms

Eine Erfolgsschichte geht weiter: Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat die Fortführung des Professorinnenprogramm bis 2022 beschlossen. Bereits im Juni 2017 hat die GWK sich grundsätzlich für die Fortführung des seit 2008 von Bund und Ländern gemeinsam geförderten Programms ausgesprochen, heute wurde die bis 2022 laufende dritte Runde endgültig beschlossen.
Quelle: GWK (pdf)

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Politik

Vertrauenskrise in der Wissenschaft?

Der Wissenschaftssektor ist in die Kritik geraten und wird ganz grundsätzlich mit Vorbehalt bedacht. Die Konferenz „Wissenschaft braucht Gesellschaft" suchte in Hannover nach Erklärungen und fand vielstimmige Antworten. Unter anderem zu der Frage, inwieweit sich die Wissenschaft politisch äußern soll oder nicht. Sowie über den March for Science, den auch die DBG unterstützt hatte. Über die Zusammenkunft berichtet das online Magazin Merton vom Stifterverband für die Wissenschaft.
Quelle: Merton

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Politik

Ein Jahr Trump: Der Kampf der Wissenschaftler

Wie der Deutschlandfunk berichtet, was das erste Regierungsjahr unter Donald Trump keine gute Zeit für die US-Wissenschaft. Forschende mussten sich mit Zensur und Eingriffen der US-Regierung auseinandersetzen, es wurde gespart und gekürzt. Aber sie geben nicht auf - und engagieren sich zunehmend auch politisch.
Quelle: Deutschlandfunk

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Politik

SPD fordert Verbot für grüne Gentechnik

Die SPD-Fraktion fordert ein Verbot für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Deutschland. Die Abgeordneten haben dazu einen Gesetzentwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes (19/14) vorgelegt, der Anbaubeschränkungen oder -untersagungen für GVO durch ein zentrales und einheitliches Verfahren bundesweit regeln soll. via VBIO.de
Quelle: Bundestag.de (pdf)

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Politik

Verfassungsgericht prüft Open-Access-Pflicht

Dürfen Universitäten ihre Wissenschaftler verpflichten, Aufsätze frei zugänglich zu machen? Nach Angaben des Portals irights.info wollen Professoren in Konstanz eine Satzung ihrer Universität kippen. Nun wird das Bundesverfas­sungsgericht darüber entscheiden, ob Baden-Württemberg seinen Hochschulen Open-Access-Vorgaben machen darf oder nicht.
Mehr dazu unter irights.info

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Politik

Themendossier: 5 Fakten zum Gentechnikgesetz

Die Nutzung der Gentechnik wird hierzulande über das Gentechnikgesetz reguliert. Die wichtigsten fünf Fakten hat das Portal Bioökonomie in einem allgemeinverständlichen Dossier zusammengestellt:

  • Was regelt das Gentechnikgesetz?
  • Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Europäischen Union (EU)
  • Opt-out-Richtlinie der EU
  • Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Deutschland
  • Gentechnik-Kennzeichnung

Quelle: Bioökonomie

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Politik

Forschungsdaten – die Ressource für die Zukunft

Die Leibniz-Gemeinschaft begrüßt die heute veröffentlichte Erklärung der Europäischen Kommission zur Entwicklung einer European Open Science Cloud (EOSC) und hat ihre aktive Unterstützung bei deren Umsetzung zugesagt. Die EOSC soll innerhalb der EU einen verlässlichen Zugang zu Forschungsdaten über fachliche und geografische Grenzen hinweg sicherstellen.
Quelle: Leibniz

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DBG · Politik

Pflanzen für Milliarden - Botanikertagung Kiel

In der Diskussionsrunde (v.l.n.r): Friedhelm Taube, Andreas Graner, Karl-Josef Dietz, Andreas Weber, Stig Tanzmann und Frank Wolter. Foto: DBG

Pflanzen produzieren ungefähr 95 % des derzeitigen Kalorienbedarfes der Welt. Doch können wir mit diesen Pflanzen die Welt in 20 Jahren noch ernähren? Fachleute verschiedener Disziplinen diskutierten darüber auf der diesjährigen Botanikertagung der DBG in Kiel. Mirl Trötsch berichtet in der Zeitschrift Biologie in unserer Zeit (BIUZ) über den Abend, dass es viel Ausdauer und Innovationen bedarf, die Pflanzen der Zukunft zu entwickeln und die Landwirtschaft nachhaltiger zu machen, um zukünftig neun Milliarden Menschen gut zu ernähren. Der Verlag hat den Artikel noch bis Februar 2018 frei zugänglich geschaltet.
Quelle: BIUZ 5/2017, Seite 290

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Politik

Bundesregierung: Positionspapier zu EU-Rahmenprogramm für F&I

Die Bundesregierung hat ihr Positionspapier "Leitlinien zum neuen EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation" veröffentlicht. Es enthält grundsätzliche, strategische Aussagen zur Ausrichtung eines neunten Rahmenprogramms für die Finanzperiode ab 2021. Deutschland setzt sich für ein exzellenzorientiertes Programm ein, das einen hohen europäischen Mehrwert sicherstellt und damit komplementär zu den nationalen Anstrengungen der Mitgliedstaaten ist. Das nächste Rahmenprogramm müsse mutiger, zielgerichteter, integrativer, ergebnisorientierter, konsistenter, nutzerfreundlicher, näher am Bürger und konsequenter werden.
zum Positionspapier des BMBF (pdf)

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Politik

Keine Lehrstühle mehr: Schluss mit Pyramide!

In einem frischen Debattenpapier fordert die Junge Akademie, das Lehrstuhl-Prinzip der deutschen Wissenschaft zugunsten einer Department-Struktur aufzugeben. Und beschreibt darin sehr konkret, wie eine solche Umwälzung gelingen könnte. Die online-Ausgabe des Laborjournals stellt das Debattenpapier vor, das auch der Journalist Jan-Martin Wiarda in seinem Blog vorgestellt hatte.
Quelle: Laborjournal 

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Politik · Publikation

DEAL und Springer Nature: Erste Ergebnisse der Verhandlungen

Das Projekt DEAL der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und der Verlag Springer Nature stehen in Verhandlungen über ein zukunftsorientiertes Modell des Publizierens und Lesens wissenschaftlicher Literatur. Nach der letzten Gesprächsrunde berichteten der Sprecher des DEAL-Projektlenkungsausschusses und Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler, und Dagmar Laging, Vice President Institutional Sales Europe bei Springer Nature, dass man in grundsätzlichen Fragen bereits Annäherung erzielen konnte.
Quelle: HRK

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Politik · Publikation

Wissenschaftler legen Herausgeberschaft von Elsevier-Zeitschriften nieder

Im Zuge der Auseinandersetzungen der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier legen erste Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Mitarbeit als Herausgeber und Mitglieder der Editorial und Advisory Boards für Zeitschriften des Verlags nieder. Damit positionieren sie sich gegen die bislang erfolglos gebliebenen Verhandlungen mit dem Verlag über bundesweite Verträge für den Zugang zu elektronischen Fachzeitschriften. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Horst Hippler, kündigte an, dass in den kommenden Wochen die Namen weiterer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler veröffentlicht werden, die ebenfalls ihre Herausgeberschaft von Elsevier-Zeitschriften niederlegen.
Quelle: HRK

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Politik

Wissenschaft und Forschung für die Zukunft weiter stärken

Wissenschaft und Wirtschaft formulieren erstmals gemeinsame Empfehlungen für neue Legislaturperiode. Zur neuen Legislaturperiode und zur bevorstehenden Regierungsbildung haben die Spitzenverbände der Wirtschaft und die großen Wissenschaftsorganisationen erstmals gemeinsame Empfehlungen für eine wirksame Forschungs- und Innovationspolitik formuliert. Diese wurden nun an die Entscheidungsträger im politischen Raum gesandt und veröffentlicht. Zu den Unterzeichnern der Erklärung „Wissenschaft und Forschung als Fundament unserer Zukunft weiter stärken“ gehört auf Seiten der Wissenschaft auch die DFG.
Quelle: DFG-Stellungnahme (pdf)

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Politik

Interview zum Bundeskonzept Grüne Infrastruktur

Das Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) hat die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Dr. Beate Jessel, und den Leiter des Gutachtens, Prof. Dr. Stefan Heiland, zu Zielen und zum Erstellungsprozess des Bundeskonzeptes Grüne Infrastruktur (BKGI) befragt. Das Bundeskonzept fasst kartographisch die Schwerpunkträume von Naturschutz und Landschaftspflege auf Bundesebene zusammen und macht das bestehende und noch auszubauende Biotopverbundsnetz, vor allem aber die Konfliktpunkte sichtbar, die durch den prognostizierten Ausbau der Verkehrs- und Siedlungsinfrastruktur entstehen könnten. Damit bekommen Behörden von Bund und Ländern ein Hilfsinstrument zur besseren Berücksichtigung des Naturschutzes an die Hand. Im März 2017 war das BKGI vorgestellt worden. Das wissenschaftliche Fachgutachten, auf dem das BKGI basiert, wurde kürzlich nachgereicht.
Quelle: NeFo

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Politik

DFG: Senatskommission für biologische Vielfalt eingerichtet

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in seiner Herbstsitzung die Einrichtung von zwei neuen Senatskommissionen beschlossen: Die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt soll aktuelle rechtliche und politische Entwicklungen fachlich begleiten und die Interessen der Grundlagenforschung vertreten. „Der große Verlust der biologischen Vielfalt und dessen weitreichende Konsequenzen für Mensch und Umwelt rücken zunehmend in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung und der Politik“, sagt Prof. Dr. Markus Fischer von der Universität Bern, der die Kommission für Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt leiten wird. Gesellschaftliche und politische Debatten rund um den Schutz der biologischen Vielfalt, etwa zur Auswirkung und Nutzung neuer Technologien oder Methoden, zögen fortwährend Gesetzgebungs- und Regelungsverfahren auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene nach sich. „Die vorbereitende Diskussion und Umsetzung solcher Regelungen in Deutschland und ihre unmittelbaren Auswirkungen auf die Grundlagenforschung sollen von der Senatskommission eng begleitet werden“, führte Fischer aus. Die zweite Senatskommission beschäftigt sich mit Erdsystemforschung, konkret mit der Erdoberfläche, dem Erdinnern, Wassers und Luft und ist zunächst auf eine Mandatsperiode von sechs Jahren befristet.
Quelle: DFG

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Politik · Publikation

Verhandlungen von DEAL und Wiley gehen weiter

Vertreter des Projekts DEAL der Allianz der Wissenschafts­organisationen und des Verlags Wiley haben in der vergangenen Woche ihre Verhandlungen über ein zukunftsorientiertes Modell des Publizierens und Lesens wissenschaftlicher Literatur fortgesetzt. Der Sprecher des Projektlenkungsausschusses, Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), und Dr. Guido F. Herrmann, Geschäftsführer Wiley-VCH, berichteten im Anschluss von einer guten Atmosphäre und konstruktiven, zielorientierten Gesprächen. Das Projekt DEAL wurde von der Allianz der Wissenschafts­organisationen ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts sollen bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften großer Wissenschaftsverlage abgeschlossen werden.
Quelle: HRK

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Ausbildung · Politik

468 zusätzliche Tenure-Track-Professuren

Deutschlandweit werden in der ersten Bewilligungsrunde des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses 468 Tenure-Track-Professuren an 34 Universitäten gefördert. Diese Entscheidung hat heute das Auswahlgremium getroffen – Grundlage für die Auswahl war ein wissenschaftsgeleitetes Wettbewerbsverfahren, berichtet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW).
Quelle: GEW (pdf-Datei)

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Politik

Öffentlichkeitsbeteiligung zum Management invasiver Arten gestartet

Hessen hat federführend ein Internetportal entwickelt, in dem die Managementblätter für die am weitesten verbreiteten invasiven Arten angesehen und heruntergeladen werden können. „Der Schutz und der Erhalt der heimischen Artenvielfalt sind wichtig, denn sie bildet unsere Lebensgrundlage. Zugleich stehen vermehrt invasive Arten im Fokus der Öffentlichkeit: Waschbären, Nutria und Schmuckschildkröten, aber auch unbekanntere Arten wie das Brasilianische Tausendblatt oder der Blaubandbärbling. Für den Umgang mit diesen invasive Arten wurden nun Pläne aufgestellt“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. „Zwar verursachen nur wenige Neuankömmlinge wirklich Probleme, aber gegen diejenigen Arten, bei denen ökologische, wirtschaftliche oder gesundheitliche Probleme zu befürchten sind, muss bereits bei der Früherkennung schnell und konsequent gehandelt werden“, so die Ministerin. Dabei helfen sollen sogenannte Managementmaßnahmenblätter für die am weitesten verbreiteten invasiven Arten. Dies sieht die EU-Richtlinie für Invasive Arten vor.
Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Politik

Waldbericht: Elf Millionen Hektar Wald in Deutschland

Der Wald in Deutschland sei in einem guten Zustand, geht aus dem als Unterrichtung der Bundesregierung (18/13530) vorliegenden Waldbericht 2017 hervor. Die Waldfläche betrage insgesamt mehr als elf Millionen Hektar und damit 32 Prozent der Landesfläche, meldet der Infodienst Heute im Bundestag (hib). Die Flächenveränderungen zwischen den Jahren 2002 und 2012 fallen laut Bericht gering aus. Einem Waldverlust von 58.000 Hektar stünden 108.000 Hektar neuer Wald gegenüber.
Quelle: hib

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Politik

Niederländische Initiative zum Umgang mit CRISPR-Pflanzen

Genome Editing, die „Gen-Schere“, revolutioniert die Pflanzenforschung – weltweit. Doch die EU schaue wie gelähmt zu, bemängelt das Portal TransGen. Seit Jahren schiebe sie die längst überfällige politische Entscheidung vor sich her, ob und wie solche Pflanzen reguliert werden sollen. Es herrsche daher Rechtsunsicherheit und Europa drohe, den Anschluss zu verpassen. Das Portal schildert daher, in welcher Form die Niederlande nun die Initiative ergriffen haben. Demnach wollen die Niederländer einheitliche – und überprüfbare - Kriterien, unter denen editierte Pflanzen von der Gentechnik-Regulierung ausgenommen werden können, ohne Abstriche beim hohen Sicherheitsniveau zu machen.
Quelle: TransGen.de

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Politik

US-Regierung stoppt Studie

So wie es aussieht, setzt die US-Regierung darauf, industrielle Interessen über die Interessen der Bevölkerung an Gesundheit und Sicherheit zu stellen. So kommentiert die New York Times eine Anweisung aus Trumps Administration. Diese hatte vor kurzem die National Academies of Sciences, Engineering and Medicine (NAS) angewiesen, eine Studie zu den Auswirkungen des Kohleabbaus von Bergrücken zu stoppen. Wie die Zeitung unter dem Titel Trumps war on Science schildert, kam der Stopp just in dem Moment, in dem die Wissenschaftler der kostenintensiven Studie die betroffenen Bewohner der Gegend treffen wollten. Voruntersuchungen hatten gezeigt, dass diese Menschen in der betroffenen Appalachen-Region Geburtsdefekte, Krebs und andere Gesundheitsprobleme aufwiesen.
Quelle: New York Times (engl.)

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Politik

Wahlprüfsteine Bundestagswahl 2017

Die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften haben allen im deutschen Bundestag und in den Länderparlamenten vertretenen Parteien sogenannte „Wahlprüfsteine“ vorgelegt, die in deren Programmen zur Bundestagswahl 2017 stehen. Sie belegen, welche grundlegenden wissenschaftspolitischen Vorstellungen die Parteien haben. Daran beteiligt waren der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO). Die Antworten der Parteien sind dieses Jahr bei den Mathematikern nachzulesen.
Quelle: VBIO,
Ergebnisse direkt bei Mathematik.de 

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Politik

Neue Techniken in der Pflanzenzüchtung kommentieren

Noch bis zum 13. Oktober 2017 können Interessenten fachliche Kommentare zum Entwurf zum wissenschaftlichen Bericht zu den neuen Techniken in der Pflanzenzüchtung und der Tierzucht und ihrer Verwendung in Ernährung und Landwirtschaft einreichen. Darum bittet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dieser wissenschaftliche Bericht, der aus vier vom BMEL vorgegebenen Modulen besteht, wird nunmehr begleitend zum Dialogprozess zu den neuen molekularbiologischen Techniken auf der Homepage des BVL veröffentlicht. Nach Ablauf der Frist für die fachlichen Kommentare werden die Kommentare nach Themen gebündelt, zusammengefasst und anonymisiert. Eine Auswertung der Kommentare wird dem BMEL vor der nächsten Veranstaltung im Rahmen des Dialogprozesses zu den neuen molekularbiologischen Techniken (NMT) zur Verfügung gestellt.
Quelle: BMEL

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Politik

EPSO: Plädoyer für strikte Trennung von "Synthetischer Biologie" und "Neuen Züchtungstechniken"

Die European Plant Science Organisation (EPSO) betont in einer Stellungnahme, dass zwar die Anwendung bestimmter Techniken (insbesondere der "Neuen Züchtungstechniken") als solche noch nicht festlegt sind, Produkte dieser Anwendung aber bereits als Produkt der Synthetischen Biologie gelten. Aus Sicht der EPSO sollten aber nur Organismen als echte „synthetische Organismen" bezeichnet werden, wenn sie sich substantiell von allen anderen in der Natur vorkommenden Organismen unterscheiden.
Quelle: EPSO (pdf-Datei) 

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Politik · Publikation

Helmholtz-Zentren kündigen die Verträge mit Elsevier

16 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft haben ihre Lizenzverträge mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier zum Jahresende 2017 gekündigt. Mit dieser Entscheidung laufen die Elsevier-Verträge aller Helmholtz-Zentren aus, deren Verträge am 31.12.2017 enden. Damit schließt sich die größte deutsche Forschungsorganisation den inzwischen mehr als hundert Wissenschaftseinrichtungen an, die ihre Lizenzverträge mit Elsevier gekündigt bzw. nicht verlängert haben, um die Verhandlungsposition des DEAL-Projektes zu stärken.
Quelle: Helmholtz

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Politik

Strategie zur biologischen Vielfalt

Die Bundesrepublik muss mehr tun, um die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt vollständig zu erreichen. Dies schreibt die Bundesregierung im Rechenschaftsbericht 2017 zur Umsetzung der Strategie (18/13280). Die bisher ergriffenen Maßnahmen reichten nicht aus, teils sei die Trendwende noch nicht geschafft, teils gehe die Zielerreichung nur sehr langsam voran.
Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache Drucksache 18/13280 (pdf-Datei)

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Politik

Neue Techniken in alten Pflanzen

Mit den neuen Methoden des Genome Editings in sind vollkommen neue Züchtungsverfahren möglich. In einem Artikel in der Tageszeitung Neues Deutschland schildert Autor Bernd Schröder die neuen Möglichkeiten, den potenziellen Nutzen für den Anbau von Nutzpflanzen, sowie die komplizierte Gesetzeslage bezüglich gentechnisch veränderter Pflanzen.
Quelle: Neues Deutschland

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Politik

Gleichstellung: DFG setzt neue Akzente

Mit zusätzlichen Maßnahmen und einer inhaltlichen Neuakzentuierung will die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft weiter vorantreiben. Die Gremien der größten Forschungsförderungsorganisation und zentralen Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft in Deutschland fassten hierzu am Mittwoch, dem 5. Juli 2017, im Rahmen der Jahresversammlung in Halle (Saale) einen mehrteiligen Beschluss. Dieser sieht zum einen vor, die Implementierung von Gleichstellungsmaßnahmen im Zuge der sogenannten „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ fortzusetzen. Zum anderen soll das Thema Gleichstellung – das als Satzungsziel bereits eine herausgehobene Bedeutung für die Arbeit der DFG hat – künftig im eigenen Förderhandeln eine noch größere Rolle spielen.
Quelle: DFG

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Politik

Resolution: Wissenschaftsfreiheit weltweit

Die Freiheit von Forschung und Lehre gerät zunehmend unter Druck —auch in den wichtigen Forschungsnationen der Welt. Neben Einschränkungen der Forschermobilität werden die Publikationsfreiheit eingeschränkt, wissenschaftliche Daten zensiert und Erkenntnisse ignoriert, die nicht ins politische Weltbild passen. Daher hat die Deutsche UNESCO-Kommission auf ihrer 77. Hauptversammlung am 30. Juni 2017 in Bonn eine Resolution mit 12 Punkten zur Wissenschaftsfreiheit verabschiedet.
Quelle: direkt zur Resolution bei UNESCO

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Politik · Projekt

Der Weg zu einer nachhaltigeren Welt

Maßnahmen gegen die Erderwärmung, wie hier mit umweltfreundlicheren Autoreifen aus Löwenzahn dargestellt, muss die Gesellschaft verstehen und akzeptieren, um Erfolge beim Klimaschutz zu erreichen. Illustration: Holly McKelvey, Uni Kiel

Autoreifen aus Löwenzahn, Flugkerosin aus Algen oder Plastik aus Kartoffeln: Bioökonomie verbindet natürliche Rohstoffe mit neuen Konzepten. Regierungen, Forschende und Unternehmen rund um den Globus zielen damit auf eine fundamentale Transformation unserer Wirtschaft, und sie erhoffen sich Lösungen für die zentrale Frage des 21. Jahrhunderts: Wie können in Zeiten des Klimawandels immer mehr Menschen von immer weniger Ressourcen mit Nahrung, Energie und Materialien zugleich versorgt werden? Dazu erforscht ein Verbund zwischen der Uni Kiel (CAU) und dem Institut für Weltwirtschaft (IfW), wie sich gesellschaftliche Ansprüche, technische Lösungsmöglichkeiten und deren politische Umsetzbarkeit zusammenbringen lassen. Und das ist gar nicht so leicht, wenn sich falsche Annahmen beispielsweise zum Klimawandel in den Köpfen festsetzen. Wichtig ist dem Team, zu untersuchen, wie diese „naiven“ Vorstellungen entstehen und wie sie sich systematisch ändern lassen.
Quelle: Uni Kiel

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Politik

Weniger Biologie und Chemie im neuen bayerischen G9

Bei der geplanten Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) hat der bayerische Kultusminister Spaenle am Dienstag, den 25.Juli 2017 verkündet, es gäbe „mehr Lernzeit, mehr digitale und politische Bildung, starke Kernfächer und Naturwissenschaften“ (KM, PM 296/2017). Entgegen seinen Beteuerungen werden die Naturwissenschaften aber nicht gestärkt, sondern Chemie und Biologie kommen in der neuen 11. Klasse gar nicht vor, wie der am Dienstag vorgestellte Entwurf der neuen Stundentafel für das neusprachliche Gymnasium zeigt. Darauf weist der Landesverband Bayern im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) hin. Damit entfalle eine wesentliche Orientierungsmöglichkeit in den Naturwissenschaften in der 11. Klasse. Die Bayern im VBIO halten daher gemeinsam mit den Verbänden für Physik und Chemie die Lücken in der Orientierungsphase der neuen 11. Klasse für ein falsches Signal, da sie die gesellschaftlich dringend notwendige Scientific Literacy einschränken und so eine solide naturwissenschaftliche Grundbildung verhindern.
Quelle: VBIO

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Politik

Wissenschaftsakademien: Empfehlungen zur Reform von Promotionen

Die institutionelle Verantwortung für die Promotion an den Universitäten muss gestärkt werden, empfiehlt die heute gemeinsam von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften veröffentlichte Stellungnahme „Promotion im Umbruch“ (pdf-Datei). Sie analysiert die gegenwärtige Situation im internationalen Vergleich und zeigt Wege zu einer Verbesserung der Promotionspraxis auf.
Quelle: Akademie-Union (pdf)

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Politik

„Exotische“ Gene für die Pflanzenzucht

Pflanzenzüchter treffen oft auf Hinernisse, wenn sie „exotisches“ genetisches Material in Kultursorten integrieren möchten. Neue Methoden erleichtern dies jedoch inzwischen, was einer effizienteren Nutzung der weltweit vorhandenen genetischen Vielfalt dienen kann. Das Portal Pflanzenforschung berichtet über eine Publikation der Zeitschrift Trends in Plant Science, in dem Wissenschaftler fordern, eine weltweite Plattform zur Verknüpfung von Pflanzen-Nursuries, Samen- und Genbanken sowie Nutzern einzurichten. Einheitliche Standards und Evaluierungsabläufe könnten so weltumspannend etabliert und alle verfügbaren Daten an einer zentralen Stelle zusammengebracht werden. Das vorhandene Wissen ließe sich damit schnell und effizient anzapfen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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Politik

VBIO stellt Kooperation mit AK Evolution ein

Der Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie ist 2002 aus dem vdbiol (einer der beiden Vorgängerorganisationen des VBIO) heraus gegründet worden. Nach der Fusion gab es verschiedene Initiativen, den AK Evolutionsbiologie in die Arbeitsstrukturen des Verbands Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) einzubinden, was jedoch nicht gelang. Der VBIO distanziert sich heute auch explizit von verschiedenen Äußerungen des Vorsitzenden des AK Evolutionsbiologie, Prof. Dr. Ulrich Kutschera, die mit dem Leitbild des VBIO nicht vereinbar sind. Der VBIO ist der Dachverband der Biowissenschaften, in dem auch die DBG Mitglied ist.
Quelle: VBIO

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Forscheralltag · Politik

Destatis: mehr als 40.000 Professoren und vier mal soviele WiMis

Rund 46 700 Professorinnen und Professoren lehrten und forschten Ende 2016 an deutschen Hochschulen. Das waren 0,8 % mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil erhöhte sich innerhalb der Professorenschaft im Vergleich zu 2015 leicht um 0,7 Prozentpunkte auf gut 23 %. Die größte Gruppe des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals bildeten die 182 000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (WiMi), deren Zahl gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % anstieg. Der Frauenanteil lag hier bei 42 %.
Quelle: Destatis

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Politik

Experten fordern Förderung für Phyto-Extrakt-Forschung zu erhöhen

Um die wachsende Nachfrage nach Phyto-Extrakten für Lebensmittel, Pharmazie oder Agrochemie zu erfüllen und ihr Potential voll auszuschöpfen, sind koordinierte und öffentlich geförderte Forschungsanstrengungen zwingend notwendig. Im aktuellen Positionspapier Phytoextracts – Proposal towards a new and comprehensive research focus skizziert die ProcessNet-Fachgruppe "Phytoextrakte - Produkte und Prozesse" den aktuellen Stand von Forschung und Technik und formuliert Empfehlungen für Forschungsziele sowie das weitere Vorgehen. Die Fachgemeinschaft "Phytoextrakte - Produkte und Prozesse" in ProcessNet ist eine gemeinsame Initiative von Dechema und VDI. Deren Papier steht nun zum Download bei der Dechema zur Verfügung (pdf-Datei). Das meldet die Dechema beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: Dechema beim idw

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Politik

Patente auf konventionelle Pflanzen und Tiere sind Vergangenheit

Das Europäische Patentamt hat eine Entscheidung zu Biopatenten getroffen. Nach Meldung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) werden seit Anfang Juli in Europa keine Patente mehr auf Pflanzen und Tiere erteilt, die im Wesentlichen aus biologischen Züchtungsverfahren entstanden sind. Das habe der Verwaltungsrat des Europäischen Patentamtes (EPA) beschlossen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärt dazu: "Ich begrüße die Entscheidung des Europäischen Patentamtes. Sie stärkt die Tier- und Pflanzenzucht. Für diese Klarstellung hat sich Deutschland lange auf europäischer Ebene stark gemacht. Patente auf konventionell gezüchtete Tiere und Pflanzen wird es künftig in Europa nicht mehr geben."
Quelle: BMEL

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Politik

Artenverlust in Kleingewässern

Die Bundesregierung sieht in der meist aus der Landwirtschaft stammenden, zu hohen Belastung durch Nährstoffe, Pflanzenschutzmittel und Feinsedimenteinträge einen der Gründe für den Artenrückgang in Kleingewässern. Dies geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Da Kleingewässer nicht unter das Monitoring auf Basis der EU-Wasserrahmenrichtlinie fallen, lägen der Bundesregierung allerdings "keine systematischen (bundesweiten) Untersuchungen zum Erhaltungszustand aquatischer Organismen in Kleingewässern in Deutschland vor". Im Rahmen des "Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln" ist auch die Konzeption eines Kleingewässer-Monitorings vorgesehen. Der Abschluss der Konzeption sei für Ende des Jahres zu erwarten, schreibt die Bundesregierung. Die praktische Umsetzung sei für 2018 geplant, meldet das Portal Heute im Bundestag (hib).
Quelle: hib

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Förderung · Politik

48 Hochschulen nach erster Runde für „Innovative Hochschule“ im Rennen

Das unabhängige Auswahlgremium der Förderinitiative „Innovative Hochschule" hat in einem expertengeleiteten Wettbewerbsverfahren 48 Hochschulen in 19 Einzel- und 10 Verbundvorhaben zur Förderung ausgewählt. Darunter sind 35 Fachhochschulen, 1 Kunst- und Musikhochschule sowie 12 Universitäten und Pädagogische Hochschulen. Die Gewinner der ersten Auswahlrunde wurden heute bekannt gegeben, meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Beginn der Förderung ist für Anfang 2018 geplant. Es werden für eine Förderdauer von bis zu fünf Jahren Mittel in Höhe von jährlich jeweils bis zu 2 Millionen Euro für Anträge einzelner Hochschulen und jeweils bis zu 3 Millionen Euro für Anträge von Hochschulverbünden veranschlagt.
Quelle: BMBF

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Politik

Wissenschaftsorganisationen begrüßen Urheberrechtsnovelle

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt die heutige Verabschiedung des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes (UrhWissG) durch den Deutschen Bundestag. Dass es zum Ende der Legislaturperiode noch gelungen ist, dieses wichtige Gesetzesvorhaben abzuschließen, ist sehr erfreulich und von großer Bedeutung für die Stärkung von Wissenschaft und Innovation in Deutschland. Die neue Rechtslage wird für Klarheit und damit auch für Anwendungssicherheit sorgen. Die Allianz bedauert allerdings, dass das neue Gesetz erstmal nur bis Ende Februar 2023 gelten soll.
Quelle: Leopoldina

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Politik

Genome-Editing mit CRISPR/Cas9 und Landwirtschaft

Der Österreichische Standard hat einen allgemeinverständlichen Artikel über die neue Technik veröffentlicht, der viel kommentiert wurde. Er thematisiert das Potential zur Ertragssteigerung, die hinterherhinkende Gesetzgebung und den Umweltschutz. Viele Forscher sähen aufgrund seiner Präzision in CRISPR/Cas9 sogar die biologisch verträglichste Methode der Pflanzenzucht, heißt es dort. Und die Eva Stöger, die Leiterin des Departments für Angewandte Genetik und Zellbiologie der Universität für Bodenkultur Wien wünscht sich: "Mehr Information und neutrale Aufklärung wäre sicherlich ein Vorteil."
Quelle: Der Standard

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Politik

Wissenschaftsfreiheit in vielen Ländern bedroht

Die Deutsche UNESCO-Kommission fordert mehr Einsatz für die Wissenschaftsfreiheit weltweit. Denn die Freiheit von Forschung und Lehre ist in vielen Ländern bedroht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in bei ihrer Arbeit stark behindert, sie können nicht mehr reisen, frei forschen und publizieren. Ergebnisse und Daten dürfen nicht veröffentlicht werden, Methoden und Erkenntnisse werden politisch verfälscht und Leitungspositionen von Forschungsinstitutionen politisch besetzt. Mit einer im Rahmen der 77. Hauptversammlung verabschiedeten Resolution (siehe Wortlaut) verurteilt die Deutsche UNESCO-Kommission diese Verletzungen der Wissenschaftsfreiheit und fordert die Bundesregierung zu mehr Einsatz für dieses Grundrecht auf.
Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission

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Politik

FU, HU, TU Berlin und Charitee kündigen Vertrag mit Elsevier

Die Freie Universität Berlin (FU), die Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die Technische Universität Berlin (TU) und die Charité – Universitätsmedizin Berlin fordern faire Preise und den freien Zugang zu Wissen. Sie kündigen daher ihren Vertrag mit dem internationalen Verlag Elsevier. Alle vier stehen geschlossen hinter den Verhandlungszielen des Projekts DEAL www.projekt-deal.de der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, das den Zugang zu wissenschaftlicher Literatur verbessern möchte. Durch bundesweite Verträge mit den großen Verlagen Elsevier, Springer/Nature und Wiley sollen deren Zeitschriften auf ein neues Finanzierungsmodell umgestellt werden, das deutsche Wissenschaftseinrichtungen finanziell entlastet und gleichzeitig eine Bereitstellung ihrer Publikationen auf Open-Access-Basis erlaubt. Die Finanzierung soll künftig nicht mehr über Zeitschriftenabonnements erfolgen, sondern über die Publikationskosten eigener Artikel, die dann kostenfrei für jedermann verfügbar sind.
Quelle: FU Berlin

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Politik

Offenheit und Austausch durch internationale Kooperation

Weltweite Zusammenarbeit und Vernetzung stärken den Wissenschaftsstandort Deutschland. Dies geht aus dem "Bericht zur internationalen Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Forschung 2014-2016" hervor, der unter der Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt und heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Im Jahr 2015 stellte allein das BMBF mehr als 800 Millionen Euro für internationale Kooperationen zur Verfügung. "In Zeiten, in denen wir den "Brexit" und andere isolierende Tendenzen erleben, setzen wir ganz klar auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Europa und der Welt. Das ist die Voraussetzung für bahnbrechende Spitzenforschung und Innovation in Deutschland", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.
Quelle: BMBF

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Politik

Investitionen in Bildung und Forschung

Das Bundeskabinett hat heute den 1. Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2018 und den Finanzplan bis 2021 beschlossen, vermeldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Etat des BMBF werde auf dem Niveau von rund 17,6 Mrd. Euro fortgeführt. Es hatte sich in der derzeitigen Legislaturperiode um rund 4 Milliarden Euro erhöht, war also um 27 Prozent gewachsen. Damit seien die Zukunftsinvestitionen in Bildung und Forschung seit dem Jahr 2005 sogar mehr als verdoppelt worden.
Quelle: BMBF 

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Politik

Sechs Meilensteine für eine CO2-Wende bis 2020

Die Welt braucht Hochgeschwindigkeits-Handeln, um den globalen Ausstoß von Treibhausgasen zu senken und unser Klima zu stabilisieren, erklären führende Expertinnen und Experten. Wird das Verfeuern fossiler Brennstoffe rasch reduziert, können verheerende Hitze-Extreme und der Anstieg des Meeresspiegels wirksam begrenzt werden, schreiben die Autoren in einem Kommentar, der diese Woche in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wird. Wenige Tage vor dem G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte setzen die Experten sechs Meilensteine für eine saubere industrielle Revolution, berichtet das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
Quelle: PIK

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Politik

Wie Fronten und Faktenferne über Goldenen Reis entstanden

Die aktuelle Ausgabe des Magazins ZEIT-Wissen stellt die Fragen „Sind Sie auch gegen Genfood? Und wissen Sie eigentlich noch warum?“ In dem Artikel erläutert Autor Max Rauner am Beispiel des Goldenen Reises, warum das Thema Grüne Gentechnik in Europa sich so kontrovers entwickelte. Darin kommen die Pflanzenforscher und Erfinder Ingo Potrykus und Peter Beyer zu Wort. Auch die Kampagne von Greenpeace wird seziert. Der Goldene Reis enthält zwei Fremdgene, durch die Reiskörner die Vitamin A-Vorstufe Betacarotin erzeugen können. Dies schützt Menschen vor Vitamin-A-Mangel, deren Grundnahrungsmittel Reis ist, der von Haus aus nur wenig Vitamin-A enthält. Einen Kurzabriss des beitragspflichtigen ZEIT-Artikels präsentiert das Portal Bioökonomie. Die Zeit-Wissen-Website listet öffentlich zugänglich die von Rauner ausgewerteten Dokumente und Quellen. Darin wird auch der offene Brief der Nobelpreisträger an die EU genannt, in dem diese die Politik zum Umdenken bei der Grünen gentechnik auffordern (die DBG berichtete).
Quelle: Bioökonomie.de

Update (18.7.2017):

Der Artikel ist nun bei Zeit online vollumfänglich zugänglich: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2017/04/gentechnik-genfood-pflanzen-ernaehrung-gesundheit/komplettansicht">http://www.zeit.de/zeit-wissen/2017/04/gentechnik-genfood-pflanzen-ernaehrung-gesundheit/komplettansicht

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Politik

Türkische Regierung streicht Evolution aus dem Lehrplan

Angeblich sei das Thema zu kontrovers und zu kompliziert, berichtet das Wochenmagazin der Spiegel. Nach Recherchen des Magazins hat das türkische Bildungsministerium vor, die Evolutionslehre aus dem Stundenplan der Schulen zu streichen. Und das bereits in der kommenden Woche.
Quelle: Der Spiegel

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Politik

HRK-Präsident zur Urheberrechtsreform: Kompromisslos für Digitalisierung

„Wenn die Abgeordneten die Digitalisierung in Deutschland ernsthaft voranbringen und die deutsche Wissenschaft fördern wollen, dürfen sie die roten Linien der Hochschulen nicht überschreiten“, so der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler angesichts der für die kommende Woche geplanten Verabschiedung des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes. „Ich bitte sie noch einmal nachdrücklich, das Gesetz in der von der Regierung eingebrachten Fassung zu verabschieden.“ Für die Hochschulen gebe es bei dem Gesetzentwurf zwei rote Linien, sagte Hippler.
Quelle: HRK

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Politik

Bundeskartellamt greift Beschwerde gegen Projekt DEAL nicht auf

Bereits Ende Mai hat das Bundeskartellamt entschieden, kein Verfahren gegen das Projekt DEAL einzuleiten. Damit greift die Behörde eine Beschwerde des Börsenvereins des deutschen Buchhandels nicht auf. Dieser hatte DEAL vorgeworfen, seine Marktmacht beim Bezug elektronischer Zeitschriften zu missbrauchen. „Die Entscheidung des Bundeskartellamts stärkt der Wissenschaft den Rücken“, erklärte Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Verhandlungsführer des Projekts DEAL, und betonte, nun seien die Verlage am Zug. Im Rahmen des Projekts DEAL wollen die deutschen Wissenschaftsorganisationen bundesweite Lizenzverträge für elektronische Fachzeitschriften großer Wissenschaftsverlage erreichen.
Quelle: HRK

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Förderung · Politik

Wunsch: Änderung der Tagungsfinanzierung durch die DFG

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) hat sich auf Anregung seiner Fachgesellschaften, zu denen auch unsere Gesellschaft gehört, an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gewendet. Der Dachverband bittet die DFG, die Regelung zur Finanzierung wissenschaftlicher Jahrestagungen deutscher Fachgesellschaften zu überdenken. Denn internationale Tagungen profitieren von internationalen Vortragenden. Deren Finanzierung wird immer schwieriger, da die Richtlinien der DFG vorsehen, dass Jahrestagungen deutscher Fachgesellschaften nur in einem Abstand von zwei Jahren unterstützt werden können. Der VBIO regt daher an, beide Förderlinien zu erhalten, die „Zweijahresregelung“ für Jahrestagungen aber in eine „Einjahresregelung“ zu überführen.
Quelle: VBIO

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Politik

Forschende für demokratische und wissenschaftsbasierte Entscheidungen bei gvo-Zulassung

In einem als offener Brief adressierten Plädoyer für kohärente Entscheidungen in der EU wenden sich namhafte Forschende aus dem nationalen und internationalen Umfeld - darunter auch Vertreter des VBIO und des Wissenschaftlerkreises grüne Gentechnik - an den EU-Präsidenten Jean-Claude Juncker. Sie appellieren an die Institutionen der Eropäischen Union, demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien einzuhalten; diese gelte auch im Zusammenhang mit der noch immer ausstehenden Zulassung dreier gentechnisch veränderter Maissorten (MON810, 1507 und Bt11) für den kommerziellen Anbau.
Quelle: VBIO

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Politik

Wie sollen gentechnisch nachgebaute Organismen heißen?

Forschende warnen vor den juristischen Folgen der leichtfertigen Verwendung wissenschaftlicher Namen und empfehlen, künstlich erschaffene Arten mit einem eigenen Namen zu versehen und diese klar als künstliche Produkte zu kennzeichnen (durch den Zusatz „recr“ für „recrearis“). Die rasanten Fortschritte in der Gentechnik lassen inzwischen ungeahnte Möglichkeiten zu. Ein in den letzten Monaten immer wieder diskutiertes Thema ist die genetische Wiederherstellung ausgestorbener Arten, wie etwa Mammut, Wandertaube oder Auerochse. Zwar gibt es bislang noch keine länger überlebensfähigen Erfolge dieser „De-Extinction“ genannten Technik, doch wird diese Möglichkeit immer häufiger als ein möglicher Ausweg diskutiert, das Aussterben von Arten rückgängig zu machen. In einem Beitrag in der Fachzeitschrift Science haben UmweltjuristInnen und BiogeographInnen der Uni Trier mögliche juristische Konsequenzen beleuchtet. Die WissenschaftlerInnen betonen, dass die Bemühungen der genetischen Wiederherstellung von Arten nur ungenaue Kopien der genetischen Vorlage sein werden.
Quelle: Uni Trier

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Politik

Orange Petunien: Schön, nicht erlaubt und vernichtet

In Europa und den USA werden massenweise Petunien vom Markt genommen. Eine Gefahr sind sie nicht, aber deutsche Behörden haben gerade Händler und Blumenfreunde aufgefordert, lachs- und orangefarbene Petunien verschiedener Sorten zu vernichten und fachgerecht zu entsorgen. Ihre auffälligen Farben - meist ein kräftiges Orange - wurden mit gentechnischen Methoden erzeugt. Offenbar werden die auffällig gefärbten Petunien seit Jahren überall auf der Welt in Gärten und auf Balkonen angepflanzt. Viele Blumenzüchter haben sie in zahlreichen Varianten im Programm. Doch wie die für die neuen Farben verantwortlichen Gene in die Sorten hineingekommen sind, ist bisher unklar, meldet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Politik

Kontroverse um Wissenschaftsschranke

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) berichtet über die verschiedenen Ansichten zum geplanten Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz, nach Angaben des Portals Heute im Bundestag (hib). Demnach haben Interessengegensätze von Wissenschaft und Lehre einerseits und Wissenschafts- und Lehrbuchverlagen andererseits eine öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses geprägt.
Quelle: VBIO

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Forscheralltag · Politik

Status Quo: Promovierende und Promovierte in Deutschland

Nachwuchswissenschaftler tragen entscheidend zum wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnisgewinn und zur Innovation bei, meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO). Zugleich sei wissenschaftlicher Nachwuchs eine Voraussetzung, um den zukünftigen Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften in der modernen Wissensgesellschaft abdecken zu können. Das schreibt die unabhängige Expertenkommission in ihrem "Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017, Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland" (Bundestag Drucksache 18/12310 und Bericht hier als pdf-Datei). Gleichzeitig wird vom wissenschaftlichen Nachwuchs viel verlangt: herausragende Arbeit bei geringer Planbarkeit, Herausforderungen, wenn man Familie und Karriere vereinbaren will, und gleichzeitig unsichere Perspektiven. Dies betreffe weniger die Promotionsphase als vielmehr die Qualifizierungsphase nach der Promotion.
Quelle: VBIO

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Politik

Zukunftsthemen: Pflanzenzüchtung und Recycling

Mitte Mai hat das Hightech-Forum, dem zwanzig Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft angehören, die wichtigsten Themen für die Forschungspolitik der Bundesregierung genannt. Im Abschlussbericht „Gute Ideen zur Wirkung bringen – Umsetzungsimpulse des Hightech-Forums zur Hightech-Strategie" für die Bundesregierung sei die Bioökonomie eines der sechs Top-Themen, meldet das Portal Bioökonomie. Daher soll die Forschungspolitik vor allem folgende Themen stärken:

  • Erschließung neuer Proteinquellen (insbesondere durch Innovationen in der Pflanzenzüchtung)
  • Heben neuer Wachstumspotentiale durch die Bioökonomie
  • Erfassung weiterer Abfall- und Reststoffe (inklusive neuer Recyclingkonzepte).

Quelle: Bioökonomie.de

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Politik · Publikation

Wissenschaftsschranke im Urheberrecht

Wie das Portal Heute im Bundestag (hib) meldet, sollen die Regelungen für die erlaubte Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke in Bildung und Wissenschaft an die Bedingungen des digitalen Zeitalters angepasst werden. Dazu hat die Bundesregierung den "Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz)" (18/12329) vorgelegt und dem Bundestag zugeleitet. Mit dem Gesetz soll zugleich die derzeitige "Vielzahl kleinteiliger, an unterschiedlichen Stellen geregelter gesetzlicher Erlaubnistatbestände zugunsten von Unterricht und Wissenschaft", wie es in der Einleitung heißt, übersichtlich zusammengefasst werden. Der Gesetzgeber soll damit zum einen festlegen, inwieweit urheberrechtlich geschützter Werke im Unterricht und in der Forschung frei genutzt werden dürfen und insoweit die Urheberrechte außer Kraft sind - die sogenannte Bildungs- und Wissenschaftsschranke. Zum anderen soll sichergestellt werden, dass die Rechteinhaber eine angemessene Vergütung für die Nutzung ihrer Werke erhalten.
Quelle: hib

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Politik

Stimme der Wissenschaft für eine nachhaltige Zukunft stärken

Was muss Deutschland tun, um seine Nachhaltigkeitsziele zu erreichen? Welchen Beitrag kann die Wissenschaft hierzu leisten? Deutschland hat sich zu einer ehrgeizigen Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren insgesamt 17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDG), verpflichtet. Die Ziele decken das breite Spektrum der Bedürfnisse von Mensch, Umwelt und Wirtschaft ab: Von der Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern, Bildung und Gesundheit, Frieden, Gerechtigkeit und dem Kampf gegen die Armut, über den Klima- und Artenschutz bis hin zu nachhaltigem Konsum, einer umweltfreundlichen Energieversorgung und einer starken Wirtschaft. Alle Länder sind nun gleichermaßen in der Pflicht, diese Ziele umzusetzen. Unter Federführung des Kanzleramts ist die neue Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie entlang der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ausgerichtet und zu Beginn des Jahres vom Kabinett verabschiedet worden. Ministerin Johanna Wanka vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird die Wissenschaft künftig noch stärker an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie beteiligen. Dafür hat sie heute die neue Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 vorgestellt, die als Forschungsverbund, Think-Tank und Dialogforum entsprechende Empfehlungen erarbeiten wird.
Quelle: BMBF

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Politik

Schweiz verlängert kommerzielles gv-Anbau-Verbot

In der Schweiz haben der Ständerat und der Nationalrat das seit 2005 bestehende Moratorium ein drittes Mal verlängert, diesmal bis 2021, der kommerzielle Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bleibt damit weiterhin verboten. Den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu Forschungszwecken erlaubt das Parlament weiterhin. Autorin Brigitte Walser beklagt in der Berner Zeitung jedoch, dass die Skepsis gegenüber gv-Pflanzen aber nicht angebracht sei. Schließlich liegen die Risiken im gleichen Rahmen wie bei der herkömmlichen Pflanzenzüchtung. Außerdem gebe es nun Apfelsorten, die dank Gentechnik und dem Gen eines Wildapfels ohne Antibiotika gegen Feuerbrand bestehen können.
Quelle: Berner Zeitung

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Politik

Evaluierung des IPBES bis 12. Mai mitgestalten

Das Sekretariat des Weltbiodiversitätsrates (IPBES, Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) lädt alle interessierten Expertinnen und Experten ein, den überarbeiteten Entwurf des Fragebogens für die Evaluierung von IPBES als Plattform und Prozess zu kommentieren. Dabei können neben den Fragen gern auch die Struktur, Themen und der Ausdruck berücksichtigt werden. Kommentare (nicht die Antworten auf die Fragen!) können bis einschließlich 12. Mai 2017 eingereicht werden, meldet das Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo).
Quelle: NeFo

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Politik

EU-Aktionsplan zum Biodiversitätsschutz

Die Europäische Kommission hat einen neuen Aktionsplan verabschiedet, der den Schutz von Natur und Biodiversität in der EU verbessern soll, wovon auch die Menschen in Europa und die Wirtschaft profitieren sollen. Der Plan umfasst 15 Maßnahmen, die bis zum Jahr 2019 durchzuführen sind und die Umsetzung der Vogelschutz- und der FFH-Richtlinie, der zentralen Naturschutzmaßnahmen der EU, rasch verbessern sollen.
Quelle: EU-Kommission

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Politik

Genome Editing im Dialog

Neue molekularbiologische Werkzeuge wie die Genomschere CRISPR-Cas bergen großes Potenzial für die Landwirtschaft. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat nun in Berlin einen Dialogprozess gestartet, wie das Portal Bioökonomie meldet. Demnach will sich das Ministerium möglichst offen und transparent mit verschiedenen Akteuren und Interessenträgern über den Umgang mit dem Genome Editing austauschen. Wie das Portal meldet, waren mehr als 200 Interessierte zu der vom Erlanger Ethiker Peter Dabrock moderierten Tagung gekommen. Der Gaterslebener Forscher Nicolaus von Wirén stellte die neuen Werkzeuge in den Kontext von natürlichen Prozessen und der Geschichte der Pflanzenzüchtung, berichtet das Portal.
Quelle: Bioökonomie.de

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Politik

Leopoldina empfiehlt mehr evolutionsbiologische Bildung

Die Evolutionsbiologie ist das übergreifende Erklärungsprinzip der Lebenswissenschaften. Aktuelle Fragen, wie zunehmende Antibiotikaresistenzen, Ausbreitung von Epidemien, neue Zivilisationskrankheiten oder soziale Konfliktlösung können mit evolutionsbiologischen Modellen beschrieben werden. Gemessen an ihrer gewachsenen Bedeutung sollten die modernen Erkenntnisse der Evolutionsbiologie in Schule und Hochschule stärker vertreten sein. Darauf weist die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in der Stellungnahme „Evolutionsbiologische Bildung in Schule und Hochschule“ hin, die heute veröffentlicht wurde. Die Forschung und Lehre in Evolutionsbiologie müsse daher durch gezielte Berufungen und Schwerpunktbildungen an Hochschulen neu verankert werden.
Quelle: Leopoldina

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Politik

DHV skeptisch gegenüber forcierter Vermessung von Wissenschaft

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat Hochschulpolitik, Wissenschaftsorganisationen und Fachgesellschaften in seinem Newsletter dazu aufgerufen, sich breiter und intensiver mit Nutzen und Gefahren von Datenerhebungen und Forschungsinformationssystemen auseinanderzusetzen.
Quelle: DHV (dort bitte nach unten scrollen)

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Politik

Urheberrechtsreform für die Wissenschaft fällt kleiner aus als geplant

Am 12. April hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, mit dem es das Urheberrecht "an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft" anpassen will. Kern der Initiative ist es, die bislang im Urheberrechtsgesetz weit verstreuten Bestimmungen zu bündeln und klarer zu fassen, auf deren Basis Lehrer, Wissenschaftler und Forscher Teile geschützter Werke nutzen und vervielfältigen dürfen. Lehrer und Forscher sollen demnach künftig 15 Prozent eines Werks kopieren oder in elektronische Semesterapparate einstellen und damit öffentlich zugänglich machen dürfen. Bundesjustizminister Heiko Maas wollte ursprünglich 25 Prozent für diese Zwecke freigeben, während der Bundesgerichtshof die Grenze für Lehrmaterialien in Intranets bei 12 Prozent gezogen hatte. Für die eigene wissenschaftliche Forschung sollen weiter bis zu 75 Prozent eines Werks verwendet werden dürfen, berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO). Der Verband bietet weitere Quellen und Links, wie etwa zur Website des Justizministeriums, das die Details des Gesetzgebungsverfahrens aufzeigt.
Quelle: VBIO

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Politik

Impuls: Innovationspotenziale der Biotechnologie

In ihrer heute erschienenen Impuls-Broschüre „Innovationspotenziale der Biotechnologie“ greift acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften die hohe Innovationsdynamik in der Biotechnologie auf. Diese schlägt sich in Wissenschaft, Wirtschaft und zunehmend auch in der politischen Debatte nieder. Die Publikation zeigt Chancen der Biotechnologie zur Stiftung eines gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzens auf und analysiert Herausforderungen und Risiken, die dabei bedacht werden müssen. Wissenschaftliche Durchbrüche wie die rasante Leistungssteigerung der Genom-Sequenzierung oder neue Werkzeuge wie die CRISPR/Cas-Methode zur Genom-Editierung eröffnen neue Einsatzgebiete und Anwendungsmöglichkeiten. Als eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts kann die Biotechnologie nicht nur zu schonenderen und zugleich effektiveren Therapien der individualisierten Medizin beitragen, sondern auch zur Optimierung von industriellen Prozessen und zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel. Auf Seite 6 sind die Kernaussagen zusammengefasst.
Quelle: acatech

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Politik

Internationalisierung der Wissenschaft

"Seit dem Brexit und der Wahl von Donald Trump ist die Internationalisierung der Wissenschaft kein selbstverständliches Prinzip mehr." Das sagte Britta Baron, Vice-Provost and Associate Vice-President (International) University of Alberta, Edmonton, Alberta/Canada, beim Öffentlichen Fachgespräch zum Thema "Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung" am Mittwochvormittag in Berlin vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Das berichtet der Pressedienst Heute im Bundestag (HIB). Zunehmend bedürfe es der Erläuterung von Internationalisierung. Zweck und Ziele müssten mehr als je zuvor definiert und erklärt werden.
Quelle: HIB

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Politik

Wanka will Forschungsausgaben steigern

Das Bundeskabinett hat heute den Bericht zur Hightech-Strategie "Fortschritt durch Forschung und Innovation" beschlossen. Damit informiert die Bundesregierung über die Umsetzung ihrer Hightech-Strategie und nimmt Stellung zum Jahresgutachten 2017 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). In dem Bericht spricht sich die Bundesregierung auch dafür aus, die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung als Ergänzung zur Projektförderung zu prüfen und die Forschungsausgaben bis 2025 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigern. Dies hatte die EFI-Kommission in ihrem Gutachten vorgeschlagen. Das vermeldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und bieten einen Link zur neuen Hightech-Strategie. Das Portal Bioökonomie will darin auch die "Biologisierung der Politikagenda" erkannt haben.
Quelle: BMBF

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Politik · Publikation

HRK und Elsevier im Clinch

Um die Kosten für teure Fachjournale zu senken und Open Access zu ermöglichen, sollen bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage abgeschlossen werden, was sich als langer Streit entpuppt. Bei dem gestrigen Verhandlungstermin mit dem Projekt DEAL der deutschen Wissenschaftsorganisationen habe der Verlag Elsevier zum wiederholten Mal kein Angebot vorgelegt, das auf die Forderungen der Wissenschaft ansatzweise einginge, berichtet die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Der Elsevier-Verlag beschuldigt dagegen die HRK beim Treffen keine Gelegenheit erhalten zu haben, Vorschläge vorzustellen.
Quelle: HRK

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Politik

Die gute Seite der Gentechnik

Unter dem Titel „Die gute Seite der Gentechnik“ postuliert ein Essay im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung einen anstehenden Perspektivenwechsel. Denn mit Mehrheit haben sich Forschende und Fachleute aus der Pflanzenbiologie, Rechtsprechung, Wirtschaft und Philosophie vor kurzem für eine neue Definition ausgesprochen (die DBG berichtete). Es gilt, zwischen der alten Gentechnik, und den neuen Möglichkeiten des präzisen Genome Editing etwa mittels CRISPR-Cas klar zu unterscheiden. Um dem drohenden weltweiten Nahrungsmangel entgegenzuwirken und um eine erneute Vormachtstellung reicher Firmen wie bei der alten Gentechnik zu vermeiden, muss die Politik sich nun schnellstens über eine neue Gesetzeslage und die Lizenzverteilung einigen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung

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Politik

EASAC empfiehlt evidenzbasierte Entscheidungen zum Genome Editing

Der Zusammenschluss der nationalen Wissenschaftsakademien von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (European Academies' Science Advisory Council, EASAC) empfiehlt den Politikern Europas, alle Entscheidungen über die neuen Genom-Editierungs-Techniken nur evidenzbasiert zu treffen. Der Report “Genome Editing: Scientific opportunities, public interests, and policy options in the EU” ermuntert dazu sowohl die Vorteile der neuen Techniken für Pflanzen, Tiere, Mikroben und Patienten als auch hypothetische Risiken abzubilden und gleichzeitig flexibel genug zu bleiben, um auf zukünftige Fortschritte in der Wissenschaft reagieren zu können.
Quelle: EASAC

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Politik

Bundestag: Taxonomische Forschung stärken

Die Regierungsparteien legen einen Antrag zur Förderung der taxonomischen Forschung vor. Denn "der Schutz der biologischen Vielfalt auf unserem Planeten ist eine große und schwierige Zukunftsaufgabe." Die genetische Vielfalt, wie auch die Vielfalt an Ökosystemen und Lebensräumen seien ein großer Schatz, den man schützen müsse, sagte eine Vertreterin der CDU/CSU-Fraktion am Mittwoch im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung bei der Vorstellung eines Antrags ihrer Fraktion und der SPD-Fraktion zum Schutz der Biodiversität (18/10971). Ein großes Problem in der Taxonomie stellt die schiere Anzahl der zu bestimmenden Spezies dar. So geht die Zahl der noch nicht taxonomisch beschriebenen Organismen in die Millionen.
Quelle: Bundestag

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Politik

Was die Genom-Editierung ermöglicht

Die Berliner Morgenpost berichtet ausführlich über den Artikel zweier australischer Forscher im Science-Magazin. Sie diskutieren, inwiefern mit den neuen Methoden des Genome Editing erzeugte Pflanzen dazu beitragen können, Lebensmittelknappheit zu überwinden und auf den Klimawandel zu reagieren. Zur Einordnung ihres Artikels mit der Überschrift „Können Superpflanzen den Hunger besiegen?“ befragten die Berliner auch den Agrarökonomen Matin Qaim von der Universität Göttingen.
Quelle: Berliner Morgenpost

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Politik

ASPB: Wie sich Pflanzenforscher für Wissenschaft einsetzen können

Auch die American Society of Plant Biologists (ASPB) überlegt, wie sie sich für den March for Science engagiert, für den sich auch die DBG einsetzt. Noch wird aber in der ASPB darüber diskutiert, sich am 22. April 2017 den weltweit stattfindenden Demonstrationen für die Wissenschaft als Organisation anzuschließen, wie deren Präsidentin Sally Mackenzie schreibt. Wie auch immer die Diskussion ausgehen wird, sie fordert ihre Mitglieder auf, sich an allen Stellen für die Wissenschaft stark zu machen und auf Regierungsmitglieder und Laien zuzugehen.
Quelle: ASPB Presidents Letter

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Politik

Wissenschaft darf sich nicht auf Fakten reduzieren

Nur ein umfassendes Wissenschaftsverständnis könne die Antwort auf den aktuellen Populismus sein, meint Kolumnist Uwe Schneidewind in Merton, dem Digitalmagazin des Stifterverbandes für Bildung, Wissenschaft und Innovation. Wissenschaft sei in einer erweiterten Rolle gefragt: Sie muss sich mit der Kraft guter Argumente in gesellschaftliche Prozesse einbringen. Es gelte, die Orientierungsfunktion von Wissenschaft neu zu verstehen, statt lediglich nach einer verbesserten Wissenschaftskommunikation zu rufen.
Quelle: Merton

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Politik

Genomchirurgie an Nutzpflanzen

Im Radiointerview im Deutschlandfunk beschreibt der australische Forscher Armin Scheben, dass man mit den neuen gentechnischen Methoden wie CRISPR/Cas keine unabwägbaren Risiken eingehe und dass diese Technik nicht mehr Risiken berge, als die herkömmliche Züchtung von Nutzpflanzen mittels Chemikalien und radioaktiver Bestrahlung. Um dem Klimawandel und der wachsenden Weltbevölkerung zu begegnen brauche man neue Nutzpflanzen.
Quelle: Deutschlandfunk

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Politik

"Es ist niemals die Technologie, die gut oder schlecht ist"

Im Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) erklärt der Pflanzenmolekularbiologe Bruno Studer von der ETH Zürich, den Unterschied zwischen Pflanzen, die in der Schweiz unter die GVO-Regelung fallen und welche Pflanzen nicht. Er mahnt bei neuen Züchtungen zu bedenken, "Es ist egal, wie ich eine neue Eigenschaft erreiche – die Eigenschaft sollte einer Risikoprüfung unterzogen werden, nicht die verwendete Technik." Quelle: SRF

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Politik

USA: Lebensmittelkonzerne meiden Gentechnik-Rüben

Die Zuckerrüben-Anbauer in den USA geraten zunehmend unter Druck, berichtet das Portal Transgen. Immer mehr große Lebensmittelunternehmen wollen für ihre Produkte keinen Zucker mehr aus gentechnisch veränderten Zuckerrüben. Sie reagieren damit auf die steigende Nachfrage nach „nicht-GVO“-Produkten. Da nahezu alle der in den USA angebauten Zuckerrüben gentechnisch verändert sind, steigt die Nachfrage nach Zuckerrohr.
Quelle. Transgen

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Politik

Neue Regeln zum Schutz vor invasiven Arten beschlossen

Die Bundesregierung hat heute neue Regeln zum Schutz der Artenvielfalt vor invasiven Arten auf den Weg gebracht, meldet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Das Kabinett beschloss ein entsprechendes Durchführungsgesetz zur EU-Verordnung über invasive gebietsfremde Arten. Die absichtliche Einfuhr und das unbeabsichtigte Einschleppen von Arten in Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes gehören zu den größten Gefahren für die biologische Vielfalt weltweit. Einige Neuankömmlinge können "invasiv" werden und dann ganze Ökosysteme, Biotope oder Arten schädigen, wenn sie sich etwa massenhaft vermehren und natürlich vorkommende Arten verdrängen. Auch in Deutschland können einige invasive Arten ernsthafte nachteilige Folgen für Natur, Mensch und Wirtschaft haben. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO)  hatte den Gesetzentwurf des BMUB zu Invasiven Arten Ende Januar kommentiert, thematisiert das Positive und benennt Schwachstellen.
Quelle: BMUB

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Politik

Grüne Gentechnik: Gut, besser, natürlich?

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) fragt sich die Redakteurin Sonja Kastilan wie man die neue Methoden der Züchtung kontrollieren will, wenn sich Unterschiede in den Pflanzen gar nicht mehr identifizieren lassen? Sie berichtet darin über alte und neue Züchtungsformen in der Pflanzenforschung und die Veranstaltung „Brauchen wir eine neue Gentechnik-Definition?“.
Quelle: FAS

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Politik

HRK und dbv begrüßen Entwurf zur Urheberrechts- Reform

Der aktuell diskutierte Referentenentwurf des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz zur Reform des Urheberrechts wird von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) nachdrücklich begrüßt. Die darin vorgesehenen wissenschaftsfreundlichen Änderungen sind die richtige Antwort auf die zunehmende Digitalisierung von Forschung, Lehre und den Methoden des Lebenslangen Lernens und den sich daraus ergebenden innovative Nutzungsmöglichkeiten und neuen technischen Bedingungen.
Quelle: HRK

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Politik

Wissenschaftsfreundliches Urheberrecht für Deutschland unverzichtbar

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt die vom Bundesjustizministerium aktuell initiierten Veränderungen des geltenden Urheberrechts nachdrücklich. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind davon überzeugt, dass die fraglose Anerkennung und Vergütung der Nutzung geistiger Werke heute eingebettet sein muss in ein Urheberrecht, das einer internationalen, offenen und digitalisierten Lehr- und Forschungskultur an Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit entspricht. Das meldet die Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, eine der unterzeichnenden Organisationen.
Quelle: Helmholtz

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Politik

Experten diskutieren über genom-editierte Pflanzen

Die auch als Genomchirurgie bezeichnete Weiterentwicklung molekulargenetischer Methoden hat eine Debatte ausgelöst, was in der Pflanzenzucht als „gentechnisch veränderter Organismus“ bezeichnet und entsprechend reguliert werden muss und was nicht. In einer heute gemeinsam von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, dem Deutschen Ethikrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Berlin ausgerichteten Diskussionsveranstaltung wird das Thema von Experten aus Wissenschaft und Politik behandelt. Die zentrale Frage ist, ob die Gentechnik-Definition im Gentechnikgesetz vor diesem Hintergrund grundlegend überarbeitet werden muss. Die Leopoldina liefert in der gemeinsamen Pressemitteilung der drei Organisationen vorab kurze Statements der Beteiligten.

Quelle: Leopoldina beim idw

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Meinung · Politik

Experten-Statements zur Gentechnik-Diskussion

Anlässlich der Diskussionsveranstaltung „Brauchen wir eine neue Gentechnik-Definition“ veröffentlichen die Nachrichtenagentur für Wissenschaftsthemen Science Media Center Germany (SMC) und die Initiatoren der o.g. Veranstaltung die Statements von Referenten des Symposiums und weiteren Experten des Fachgebebietes. Die Experten antworten auf die Frage: Welche Gründe sprechen für oder gegen eine neue Definition und Regelung der Grünen Gentechnik? Wie sollte gegebenenfalls die zukünftige Definition lauten und warum?
Die Experten (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Prof. Dr. Detlef Bartsch (Leiter der Abteilung Gentechnik im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)
  • Prof. Dr. Katja Becker (Biochemikerin und Molekularbiologin, Universität Gießen, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, Mitglied der Leopoldina)
  • Dr. Margret Engelhard (Leiterin des Fachgebietes Bewertung gentechnisch-veränderter Organismen/Gentechnikgesetz am Bundesamt für Naturschutz)
  • Jens Kahrmann (Stabsstelle Juristische Angelegenheiten der Gentechnik im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)
  • Prof. Dr. phil. habil. Dr. theol. Bernhard Irrgang (LAAS; Institut für Philosophie, Professur für Technikphilosophie; TU Dresden)
  • Prof. Dr. Urs Niggli (Agrarwissenschaftler, Direktor des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau, FiBL)
  • Prof. Dr. Matin Qaim (Professor für Agrarökonomie, Universität Göttingen)
  • Prof. Dr. Dr. h.c.   Wolfgang Stroebe, PhD (Professor der Sozialpsychologie, Universität Groningen, Niederlande, Mitglied der Leopoldina)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Detlef Weigel (Pflanzengenetiker und Evolutionsbiologe, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen, Mitglied der Leopoldina)

Quelle: Leopoldina (pdf-Datei)

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Politik

Bundesforschungsministerin Wanka zur neuen Pflanzenzucht

"Die Landwirtschaft steht weltweit vor immer größeren Herausforderungen, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Wir brauchen nicht nur höhere Erträge, sondern vor allem auch robuste Pflanzen, die auch auf kargen, trockenen und versalzten Böden wachsen und trotzdem eine sichere Ernte liefern. Einen entscheidenden Beitrag dazu können neue Züchtungstechniken leisten“, so beginnt das Statement von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) anlässlich der heute stattfindenden Diskussion über die neuen Genom-Editierungs-Techniken in einer Pressemitteilung mitteilt.
Quelle: BMBF

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Politik · Projekt

Nur qualitativ hochwertige Lebensmittel und Gemeinwohlleistungen fördern

Versuchsfelder mit unterschiedlichen Pflanzenarten am Oberen Hardthof in Gießen. Foto: A. Gorenflo, Justus-Liebig-Uni Gießen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat Anfang Januar ein neues Modell für Agrarsubventionen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU ab 2020 vorgestellt. Es geht aus einem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit dem Titel „Zukunftsfähige Agrarpolitik – Natur erhalten, Umwelt sichern“ (ZANEXUS) hervor und schlägt ein Punktesystem für verschiedene naturunterstützende Agrarmaßnahmen vor, die nicht vom Markt honoriert werden. Beteiligt war auch der Agrarökologe Prof. Dr. Volkmar Wolters von der Uni Gießen. Im Interview des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (NeFo) beschreibt er, welche Biodiversität der Politikansatz fördern möchte, welche Stärken das Fördermodell hat und wieso er eine hohe Akzeptanz unter den Landwirten erwartet.
Quelle: Ne-Fo

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Meinung · Politik

Forscher, auf die Barrikaden!

Seit Trump gibt es zum politischen Aufstand der Wissenschaft keine Alternative, kommentiert Kathrin Zinkant in der Süddeutschen Zeitung. Viel zu lange haben sich Gelehrte und Professoren in ihrer akademischen Blase versteckt, leitet sie ihren Artikel ein, in dem sie das Vorhaben des Genetikers Michael Eisen berschreibt, der einen Lehrstuhl an der University of California in Berkeley innehat und nun für den US-Senat kandidieren will. Sie erwähnt darin auch den ScienceMarch.
Quelle: Süddeutsche

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Meinung · Politik

Gentechnik: Die Wissenschaft wird mit Füßen getreten

Formal regelt die neue "Opt-out-Richtlinie 2015/412/EG" der EU die Freisetzung gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen. Praktisch jedoch werde mit deren Inkraftsetzung der Ausstieg aus der Gentechnik vorbereitet. Und die Wissenschaft komme so gut wie gar nicht vor, kommentiert Klaus-Dieter Jany in der aktuellen Ausgabe des Laborjournals. Er befürchtet einen Ausstieg aus der Wissenschaft.
Quelle: Laborjournal

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Politik

Wissenschaftsorganisationen appellieren US-Einreiseverbot zurückzunehmen

Mit einer Stellungnahme haben die deutschen Wissenschaftsorganisationen auf das "immigration"-Dekret von US-Präsident Donald Trump reagiert. Sie stellen klar: Wissenschaftliche Erkenntnisse können nur in einem offenen, freien und internationalen Diskurs gewonnen werden. Hierfür ist der persönliche Austausch über akademische Disziplinen, Nationen und Kulturen hinweg notwendig. Das vom US-Präsidenten am vergangenen Freitag erlassene Dekret ist eine pauschale Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft und damit ein Angriff auch auf die Grundwerte der Wissenschaft. Deutsche Wissenschaftsorganisationen sehen daher das Präsidialdekret mit größter Besorgnis, wie die Organisationen in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten. Unterzeichnende waren: Alexander von Humboldt-Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Hochschulrektorenkonferenz, Leibniz-Gemeinschaft, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und Wissenschaftsrat.
Quelle: Helmholtz

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Politik

VBIO kommentiert Gesetzentwurf des BMUB zu Invasiven Arten

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) hat im Rahmen der Verbändeanhörung eine Stellungnahme zum „Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung EU 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten“ vorgelegt. Aus fachlicher Sicht kritisiert der Dachverband die Liste des Bundesumweltministeriums (BMUB), die das zentrale Regelungsinstrument der Verordnung sein soll. Er fordert bei Bedarf mehr personelle bzw. finanzielle Ressourcen und wünscht sich, dass im Abwägungsfall der Schutz von Gesundheit, Umwelt und anderen Arten Priorität gegenüber dem Kostenargument haben wird.
Quelle: VBIO

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Meinung · Politik

Die Wut der US-Wissenschaftler

Wie der Journalist Sebastian Herrmann im Wissenschaftsteil der Wochenendausgabe der Süddeutschen berichtet, planen amerikanische Forschende am 22. April einen Protestmarsch zum Weißen Haus. Sie wollen sich für die Freiheit der Forschung, die Bedeutung unabhängiger Forschungsergebnisse und die Anerkennung von Fakten stark machen. Denn der neue Präsident Trump hat Mitarbeitern der Umweltschutzbehörde EPA untersagt, eigene Pressemitteilungen herauszugeben. Außerdem sollen sie sich Publikationen vor einer Veröffentlichung genehmigen lassen. Herrmann erinnert daran, dass schon einmal Forscher in Scharen ihr Land verlassen haben, wo einer die Freiheit der Forschung massiv eingeschränkt hatte.
Quelle: Süddeutsche

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Politik

Ausbau der taxonomischen Forschung gefordert

Um die Biodiversität zu schützen soll die taxonomische Forschung in Deutschland ausgebaut werden. Das fordern die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD in einem Antrag (18/10971), der am Donnerstagabend erstmals durch den Bundestag beraten werden soll. Darin heißt es, die Grundlage der Erforschung und letztlich auch des Schutzes der biologischen Vielfalt sei die Kenntnis der Arten. Die Taxonomie sei heute mehr als nur die Grundlage des Artenschutzes. "Die Taxonomie ist die grundlegende Wissenschaft für weite Bereiche der Lebenswissenschaften, von der Biodiversitätsforschung über die Wirkstoffforschung bis zur Infektionsmedizin", schreiben Unions- und SPD-Fraktion. Das wird auf der Website Heute im Bundestag (hib) berichtet.
Quelle: hib

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Politik

Gentechnikgesetz enttäuscht Bundesrat

Der Bundesrat zeigt sich über den von der Bundesregierung Deutschlands vorgelegten Vorschlag zur Umsetzung von Anbauverboten für gentechnisch veränderte Pflanzen (GVO) enttäuscht. In einer Unterrichtung der Länderkammer (18/10982) wird der Entwurf der Bundesregierung zur Änderung des Gentechnikgesetzes (18/10459) als zu kompliziert kritisiert. Die Vorlage entspreche nicht der gefundenen Kompromisslinie zu Umsetzung der sogenannten Opt-out-Richtlinie (EU) 2015/412 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2015 zur Änderung der Richtlinie 2001/18/EG. Das wird auf der Website Heute im Bundestag (hib) berichtet.
Quelle: hib

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Meinung · Politik

Politischer Streit: Was ist Grüne Gentechnik?

Müsste die Genschere CRISPR-Cas überhaupt als "Gentechnik" betrachtet werden? Oder ist sie eine  klassische Pflanzenzüchtungdform im Zeitraffermodus? Wie die Pflanzenzucht der Zukunft aussehen sollte, darüber streiten die Pflanzenzüchterin Stephanie Franck und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner in der Wochenzeitung "die Zeit".
Quelle: Zeit

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Meinung · Politik

Kommentar: Pflanzen aus neuen Zuchtmethoden erlauben

Schon bald könnte es virenresistente Gurken geben, dauerfrische Äpfel und Gewächse, die dem Klimawandel trotzen. Doch viele Menschen misstrauen jeder technischen Manipulation am Erbgut. Die Autorin Kathrin Zinkant mahnt in der Süddeutschen Zeitung die Grüne Gentechnik nicht pauschal zu verhindern, weil dann genau das geschehen würde, was Umweltverbände und Grüne Parteien mit ihrer Forderung zu verhindern wünschen. Die gedruckte Ausgabe der Zeitung illustriert auf einer Doppelseite zudem die sechs wichtigsten Methoden der modernen Pflanzenzüchtung: vom Smart Breeding über die Oligonukleotid-gesteuerte Mutagenese bis hin zur präzisen Genscheren, damit sich die Leser die einzelnen Methoden besser vorstellen können.
Quelle: Süddeutsche Zeitung

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Meinung · Politik

Alles Gentechnik, alles verbieten?

Über die neuen Zwischentöne in der grünen Debatte um CRISPR und Genome Editing berichtet das Portal Transgen: Gentechnik-Pflanzen verbieten – sei für die Grüne Partei und die Umweltbewegung ein Dogma. Auch neue Genome Editing-Verfahren wie etwa CRISPR wurden über viele Jahre als gefährlich und unerwünscht gebrandmarkten und der Gentechnik zugerechnet. Doch ganz so festgefügt wie es oft den Anschein hat, sei das grüne Lager nicht. Wissenschaftler, pragmatische Öko-Bauern und sogar Greenpeace wüssten, dass eine moderne Pflanzenzüchtung der Schlüssel ist, den Ressourcenverbrauch der Landwirtschaft zu senken. Eine pauschale Ablehnung der neuen Verfahren würden sie nicht teilen.
Quelle: Transgen.de

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Politik

Experten kritisieren Änderung des Gentechnikgesetzes

Der Entwurf zur geplanten Änderung des Gentechnikgesetzes durch die Bundesregierung (18/10459) stößt bei Experten auf Kritik. In einer Anhörung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestages bemängelten die Sachverständigen, dass der Entwurf zu kompliziert sei. Über die Debatte berichtet der Deutsche Bundestag. Siehe auch Gesetzentwurf im Wortlaut (pdf).
Quelle: Deutscher Bundestag

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Politik

EU-Richter entscheiden über die Zukunft des Genome Editings

Immer deutlicher zeichnet sich ab, was mit den neuen Verfahren der Genom Editierung möglich werden könnte, so auch in der Pflanzenforschung. Doch Europa blockiert sich selbst. Sind editierte Pflanzen und Tiere als „gentechnisch verändert“ einzustufen oder gleichen sie eher „natürlichen“ Mutationen? Seit Jahren zögere die EU-Kommission, sich in dieser Frage festzulegen, berichtet das Portal Transgen. Die rechtliche Unsicherheit lähmt die Forschung in Europa. Nun werden wohl die Juristen des Europäischen Gerichtshofs entscheiden.
Quelle: Transgen

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Politik

Genehmigung von gv-Sojabohnen war rechtens

Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat heute entschieden, dass die im Jahr 2014 erteilte Erlaubnis der EU-Kommission, Futter- und Lebensmittel zu vertreiben, die gentechnisch veränderte (gv) Soja enthalten, nicht gegen EU-Recht verstößt. Die Luxemburger Richter wiesen damit eine Klage als unbegründet zurück. Deren Klägern sei es nicht gelungen, Zweifel an dieser Feststellung zu wecken.
Quelle: Europäischer Gerichtshof (pdf-Datei)

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Politik

Schweiz will Gentech-Moratorium um vier Jahre verlängern

Der Schweizer Nationalrat will Gentech-Moratorium um vier Jahre verlängern, meldet die Neue Züricher Zeitung (NZZ). Damit folge er dem Bundesrat, der das Verbot bis 2021 weiterführen will, wodurch der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Schweiz weiterhin verboten bleibe. Ausnahmen gibt es für Forschungszwecke, um die Forschenden nicht ins Ausland zu vertreiben.
Quelle: NZZ

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Politik

UN-Konvention zur biologischen Vielfalt sucht Definition für Synthetische Biologie

Was ist eigentlich Synthetische Biologie? Ein wirklich neues Phänomen oder lediglich eine technische Weiterentwicklung? Die Frage sollte auf der diesjährigen UN-Vertragsstaatenkonferenz zu biologischen Vielfalt CBD in Cancun beantwortet werden. Denn sonst entsteht ein Kontrollvakuum mit großen Risiken, befürchtet Dr. Ricarda Steinbrecher, Molekulargenetikerin und Entwicklungsbiologin. Das Vakuum würde Ökosysteme und die Lebenssituation vieler Menschen in Entwicklungsländern betreffen, meldet das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (Ne-Fo) in einer Pressemitteilung über ihr Interview mit der Biologin.
Quelle: NeFo

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Politik · Publikation

Elseviers Angebot widerspricht Open Access und fairen Preisen

Nach mehrmonatigen intensiven Verhandlungen hat der Verlag Elsevier der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen ein erstes Angebot für eine bundesweite Lizenz für den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen vorgelegt. Das Angebot entspricht nach Überzeugung der Allianz nicht den Prinzipien von Open Access und einer fairen Preisgestaltung. Das melden die Organisationen in einer gemeinsamen Erklärung heute, abzurufen bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.
Quelle: Leoplodina (pdf-Datei)

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Politik

Biodiversität offensiv verteidigen

Um eine Trendwende beim ungebremsten Verlust der biologischen Vielfalt zu bewirken, müssen die globalen Naturschutzziele von den zuständigen Politikressorts übernommen werden. Einen Anfang soll eine gemeinsame Erklärung der höchsten Staatenvertreter am 3.12. noch im Vorfeld der UN-Vertragstaatenkonferenz zur biologischen Vielfalt machen. In Deutschland geht das Umweltministerium in die "Naturschutzoffensive". Wie man sich die Überzeugungsarbeit in der Bundespolitik vorstellt, erklärt Dr. Elsa Nickel, Abteilungsleiterin „Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung“ des BMUB im Interview des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (Ne-Fo). Woran dies bisher scheiterte und was helfen würde, erklärt Politologe Dr. Norman Laws von der Leuphana Universität Lüneburg. Wie Sebastian Tilch von NeFo kommentiert würde ein Machtwort der Kanzlerin auch hier helfen.
Quelle: NeFo

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Politik

Gentechnikgesetz: Änderungsentwurf im Bundestag

Damit der Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen in Deutschland verboten werden kann, legt die Bundesregierung nun einen Entwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes vor. Hiermit soll insbesondere die Ausnahmeregelung „Opt-out“ gesetzlich verankert werden. Aber auch im Hinblick auf den Forschungszweig der Synthetischen Biologie sind Änderungen vorgesehen. Nun beschäftigt sich der Bundestag mit dem Entwurf, meldet das Portal Biotechnologie. Am morgigen Freitag wird der Änderungsentwurf in den Bundestagsausschüssen und am 16. Dezember im Bundesrat diskutiert werden.
Quelle: Biotechnologie.de

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Politik

Gesetz zu GVO-Verbot vorgelegt

Der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) soll in Deutschland verboten werden können. Die Bundesregierung legt dazu einen Entwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes (18/10459) vor, der die rechtssichere Grundlage für die sogenannte "Opt-out"-Regelung schaffen soll. Mit "Opt-out" ist eine Ausnahmeregelung für die EU-Mitgliedstaaten gemeint, nationale Anbauverbote oder Beschränkungen für GVO, die in der EU zugelassen sind, beschließen zu dürfen. Jeder Mitgliedsstaat soll dadurch selbst über den GVO-Anbau in seinem Hoheitsgebiet entscheiden. Die Änderung des Gentechnikgesetzes erfolgt auf Basis der Richtlinie (EU) 2015/412 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2015 zur Änderung der Richtlinie 2001/18/EG.
Quelle: Bundestag

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Politik

Umweltministerium will engen Rahmen für neue Gentechniken

Das Umweltministerium sieht neue gentechnische Methoden wie etwa CRISPR/Cas9 in der Landwirtschaft skeptisch und pocht auf strenge Zulassungsprüfungen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Quelle: Reuters

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Förderung · Politik

Neuorientierung der Forschungsförderung für synthetische Biologie gefordert

Um die Chancen der synthetischen Biologie für den Standort Deutschland zu nutzen, soll sich die Forschungsförderung auf die breite Entwicklung neuer molekularbiologischer Bausteine und Methoden konzentrieren. Die Nutzung dieser Werkzeuge für innovative Produkte und Dienstleistungen soll nachgeschaltet sein – das fordern die Mitglieder der DECHEMA-Fachgruppe Systembiologie und Synthetische Biologie in ihrem neuen Positionspapier „Innovationsmotor Synthetische Biologie“. Wie werden aus Forschungsergebnissen in der synthetischen Biologie praktische Anwendungen? Indem man den Forschern möglichst große Freiheit für die Entwicklung von neuen Forschungswerkzeugen aus der Grundlagenforschung lässt. In der einseitigen Anwendungsorientierung der Forschungsförderung sehen die Wissenschaftler eine Hürde, die die volle Nutzung der Potenziale der synthetischen Biologie behindert. Sie rufen die Fördermittelgeber daher dazu auf, themenoffene Ausschreibungen, Graduiertenschulen und Maßnahmen zum erleichterten Austausch von Doktoranden zwischen Hochschule und Unternehmen zu unterstützen.
Quelle: Dechema

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Politik

HRK fordert europäische Bildungs-, Forschungs- und Innovationsgemeinschaft

„Die aktuelle Krise der Europäischen Union erfordert ein neues politisches Denken und Handeln", sagt der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler. „Europa sucht nach Stützen für den brüchig gewordenen Einigungsprozess. Es muss sich den gewaltigen Herausforderungen stellen, die nicht nur im Bereich der Wirtschaft und der Forschung und Innovation, sondern gerade auch im Bereich der Bildung und Kultur unübersehbar sind. Das zeigen die politischen Spannungen in Europa in Bezug auf den Zustrom von Flüchtlingen, der Aufstieg populistischer Parteien und der Brexit.
Quelle: HRK

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Politik

Vor- und Nachteile neuer Gen-Verfahren

Neue Gentechnikverfahren werden in allen Bereichen der molekularbiologischen Forschung von großer Bedeutung sein, weil neue Möglichkeiten zum Beispiel für die Aufklärung von Genfunktionen, für die mikrobielle Biotechnologie oder für die Pflanzenzüchtung und Tierzucht eröffnet werden. Das geht aus einer Antwort der deutschen Bundesregierung (18/10301) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Umgang mit neuen Gentechnikverfahren (18/10138) hervor. Als neue Gentechnikverfahren oder neue Gentechnologien bezeichnen die Grünen das Genome Editing-Verfahren, zu denen unter anderem CRISPR/cas9, ODM, TALEN und ZFN zählen. Des Weiteren werden Cisgenesis und Intragenesis, Grafting, Agroinfiltration, RNA-dependent DNA methylation (RdDM) und Reverse Breeding dazu gerechnet. Das meldet die Pressestelle des Bundestages.
Quelle: Bundestag

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Politik

Gentechnik: „Die Natur ist alles andere als gut“

Der Tagesanzeiger interviewte den emeritierten ETH-Professor Ingo Potrykus, der den Goldenen Reis schuf. 120 Nobelpreisträger wollen seinen mit Vitamin A angereicherten Reis zum Durchbruch verhelfen (die DBG berichtete am 30. Juni 2016). Gentechnik werde verteufelt, kommentiert der emeritierte Schweizer Professor, und Bio werde verklärt.
Quelle: Tagesanzeiger

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Politik

Nobelpreisträgerin: „Biolandbau mit Gentech-Pflanzen“

Im Tagesspiegel plädiert Nobelpreisträgerin Professorin Christiane Nüsslein-Volhard dafür die Nahrungsmittelproduktion endlich in Einklang mit dem Umweltschutz zu bringen. Um die wachsende Menschheit zu ernähren fordert sie einen Mix aus Biolandbau und Gentechnik in der Landwirtschaft.
Quelle: Tagesspiegel

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Politik

Bündnis für Green Economy braucht Impulse aus der Forschung

Der Innovations- und Technologiestandort Deutschland soll durch nachhaltiges Wirtschaften gestärkt werden. Entsprechende Empfehlungen, wie dies künftig besser gelingen kann, wurden heute in Berlin vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bereiche Produktion, Konsum und Finanzwirtschaft. Diese sollen durch gemeinsames Handeln von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft künftig noch mehr auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Wie Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, laut Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sagte: "Nachhaltigkeit steht nicht im Widerspruch zu Wirtschaftswachstum, sondern kann ein Wettbewerbsvorteil für Deutschland sein. Dafür brauchen wir starke Impulse aus der Forschung und ein breites Bündnis für die Green Economy." Noch in diesem Jahr werde eine neue Wissenschaftsplattform starten, die mehr nachhaltige Innovationen durch engere Zusammenarbeit ermöglichen soll. Wanka weiter: "Diese Plattform hilft, neue Allianzen zu knüpfen und neue Partner für nachhaltiges Wirtschaften zu finden."
Quelle: BMBF

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Politik

Kabinett regelt Verbot von gv-Mais neu

Wie der Deutschlandfunk meldet, hat die Bundesregierung trotz erheblicher Bedenken von Umweltschützern das Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf sieht eine Aufteilung der Verantwortung zwischen Bund und Ländern vor. Kritiker befürchten einen "Flickenteppich" von Ausnahmen, berichtet der Sender.
Quelle: Deutschlandfunk

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Politik

FAQ zum neuen Gentechnikgesetz

Unter dem Titel „Kommt jetzt doch Genmais auf die Teller?“ hat die Zeit in ihrem Online-Magazin die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Gentechnikgesetz des Kabinetts zusammengestellt. Das neue Gesetz sieht ein flächendeckendes Anbauverbot in Deutschland vor, Kritiker fürchten Ausnahmen.
Quelle: Zeit-online

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Politik

Helmholtz: Digitale Forschungsdaten offen zugänglich machen

Die Helmholtz-Gemeinschaft legt ein Positionspapier zum Umgang mit Forschungsdaten vor. Darüber hinaus fördert sie mit der Helmholtz Data Federation (HDF) die Entwicklung einer international vernetzten Forschungsdateninfrastruktur und tritt der internationalen Initiative Research Data Alliance (RDA) bei. Der offene Zugang zu Forschungsdaten eröffnet der Wissenschaft ein großes Potenzial. Die Vernetzung digitaler Datensammlungen ermöglicht neue Ansätze zur Beantwortung drängender Forschungsfragen. Um den „Datenschatz“ nutzen zu können, sind verlässliche und vertrauenswürdige Informationsinfrastrukturen für die längerfristige Speicherung und den Austausch der stetig wachsenden Datenmengen notwendig.
Quelle: Helmholtz

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Politik

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Politik

Brexit: Gemeinsames Statement des VBIO mit der britischen Royal Society of Biology

Bei ihrem jährlichen Treffen haben der Präsident des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO), Prof. Dr. Bernd Müller-Röber, und der Generalsekretär der britischen Royal Society of Biology (RSB), Mark Downs, das weitere Zusammenwirken beider Länder in den Biowissenschaften erörtert. Neben Überlegungen zu bilateralen Kooperationsmöglichkeiten stand – wenig überraschend – das britische Votum, die EU zu verlassen, im Mittelpunkt der Diskussion. Müller-Röber und Downs stimmten einhellig darin überein, dass die Zusammenarbeit in der Forschung und bei Innovationen wichtig sei. In einem gemeinsamen Statement erklärten sie, wie die Zusammenarbeit der Zukunft aussehen könnte und welche Voraussetzungen dazu nötig werden. Sie fordern deshalb: 

  • neue Wissenschaftsabkommen
  • den Zugang zu Finanzmitteln
  • den weiteren Austausch und die Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern
  • vergleichbare rechtliche Standards.

Quelle: VBIO

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Forscheralltag · Politik

Entfristungsoffensive an Hochschulen gefordert

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bund und Länder aufgefordert, mit einer "Entfristungsoffensive" für bundesweit 50.000 zusätzliche Dauerstellen an den Hochschulen zu sorgen. Das ist eine der zentralen Forderungen der "Wittenberger Erklärung", die die Bildungsgewerkschaft während der 9. GEW-Wissenschaftskonferenz in Lutherstadt Wittenberg vorgelegt hat. Mit dem Titel "Geld her oder wir schließen" spricht sie sich für folgende Punkte aus:

  1. Bildungs- und Wissenschaftsfinanzierung aus einem Guss 
  2. Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen
  3. Dauerstellen für Daueraufgaben – für eine Entfristungsoffensive
  4. Bessere Studienbedingungen für eine inklusive Hochschule
  5. Reform der Studienfinanzierung

Details in der Pressemitteilung der GEW und in der Wittenberger Erklärung (pdf)

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Politik

Nobelpreisträger: EU-Politiker ignorieren „politisch unbequeme“ GVO-Forschung

EU-Politiker würden zwar die Forschung an gentechnisch veränderten Organismen (GVO) begrüßen. Anschließend würden sie aber deren Ergebnisse übergehen, falls ihnen diese zu unbequem seinen, rüffelt der Nobelpreisträger Rich Roberts die Volksvertreter in einem Interview mit dem Portal Euractive.
Quelle: Euractive.de

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Politik

Brexit: "Ganz schön uncool"

Wie die Deutsche Universitätszeitung (DUZ) berichtet, bemüht sich der britische Wissenschaftssektor nach dem Brexit-Votum offiziell um Schadensbegrenzung. Er proklamiere „business as usual“. Das Magazin konstatiert jedoch bleibende Verunsicherung, die durch die Attacken von Forscherkollegen aus der EU sogar noch angefeuert werde.
Quelle: DUZ

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Politik

UN Scientific Advisory Board empfiehlt UN-Generalsekretär mehr wissenschaftsbasierte Politikberatung

Der Wissenschaftliche Beirat des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon (UN Scientific Advisory Board, UNSAB) hat einen Arbeitsbericht vorgelegt. Das Dokument wurde dem UN-Generalsekretär gestern am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York übergeben. Darin empfiehlt das Gremium, die wissenschaftsbasierte Politikberatung noch stärker in den Vereinten Nationen zu verankern. An dem Treffen nahmen auch der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Prof. Dr. Jörg Hacker, und die Vorsitzende des UNSAB, UNESCO-Generaldirektorin Irina Bukova, teil. Jörg Hacker ist ad personam Mitglied des international besetzten Gremiums, dem insgesamt 26 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen angehören.
Quelle: Leopoldina

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EU-Antwort: Abgrenzung von Gewalt gegen Wissenschaftler

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, versichert, sich für den Schutz von Wissenschaftlern vor tätlichen Angriffen und die Bedeutung der Wissenschaft einzusetzen. Dies äußerte er in seinem Antwortschreiben auf die gleichlautende Forderung von 35 Wissenschaftsorganisationen, die sich in einem offenen Brief an ihn gewandt hatten, weil die European Food Safety Authority (EFSA) in Italien angegriffen worden war. Unter den Unterzeichnern waren die federführende European Plant Science Organisation (EPSO), der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) und die Federation of European Societies of Plant Biology (FESPB) in denen die DBG Mitglied oder mit denen sie assoziiert ist (die DBG berichtete über den Brief im Juli 2016).
Quelle: EPSO (pdf)

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Unis spüren erste Folgen des Brexits

Britische Hochschulen beklagen den Ausschluss aus EU-Projekten. Deutschland und die USA würden Forscher abwerben, Forschungsprojekte werden ohne Briten geplant. Das berichtet der TagesSpiegel über die ersten Folgen des Brexits.
Quelle: Tagesspiegel

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Politik

Wissenschaftsbarometer 2016: Vertrauen der Bürger in die Forschung gespalten

Nur 17 % der Befragten vertrauen den Aussagen der Pflanzenwissenschaftler zum Thema Grüne Gentechnik. Grafik: Wissenschaft im Dialog / TNS Emnid, CC BY-ND 4.0

Das Wissenschaftsbarometer betrachtet aktuelle Einstellungen der Bürger zu Wissenschaft und Forschung in einer repräsentativen Umfrage. Eine auffällige Entwicklung: 41 Prozent der Befragten haben in diesem Jahr ein allgemein großes oder sehr großes Interesse an wissenschaftlichen Themen angegeben. Im ersten Wissenschaftsbarometer von 2014 waren es noch 33 Prozent. Und: Bürgerinnen und Bürger wollen stärker in Entscheidungen zu Wissenschaft und Forschung einbezogen werden. Die 1006 Telefoninterviews ergaben aber auch: Nur 17 Prozent glauben Forschenden, wenn es um das Thema Grüne Gentechnik geht. Dieses Ausmaß des Mißtrauens bezeichnet der Kommentator in der SZ, Hanno Charisius, als erschreckend (SZ). Die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betont dagegen, dass die Menschen in Deutschland der Wissenschaft überwiegend vertrauen würden. Denn 70 Prozent der Menschen widersprächen laut der Umfrage der Behauptung, dass alles in allem die Wissenschaft mehr schadet als nützt (BMBF). Die Umfrage wurde zum dritten Mal von Wissenschaft im Dialog (WiD) herausgegeben.
Quelle: WiD

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Politik

Organisationen fordern Abgrenzung von Gewalt und unabhängige Politikberatung in der EU

Europäische Forschungsorganisationen fordern das Europäische Parlament zu einem Bekenntnis für eine unabhängige wissenschaftliche Politikberatung auf. Wie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) informiert, müssen die EU-Parlamentarier dazu beitragen, in der Bevölkerung für mehr Respekt für die unabhängige wissenschaftliche Politikberatung zu sorgen. Außerdem müssen sie sich deutlicher von tätlichen Angriffen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler distanzieren. Der VBIO ist einer der 35 Erstunterzeichner des Offenen Briefes. Die von der European Plant Science Organisation (EPSO) koordinierte Äußerung wurde vom VBIO und der Federation of European Societies of Plant Biology (FESPB) gezeichnet; in beiden ist die DBG Mitglied. Daneben teilen weitere europäische Wissenschaftsorganisationen, Akademien und Fachgesellschaften diese Sorge und unterzeichneten den Brief (pdf_Datei). Er wurde dem Präsidenten des Europäischen Parlamentes am 1. Juli zugesandt.
Quelle: VBIO

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Politik

Brexit: Ende der Milliarden-Sause an britischen Elite-Unis

Viele Forschende sind vom geplanten EU-Ausstieg entsetzt. Hinter den Kulissen beginnt jetzt das Tauziehen um Geld, Studenten und mächtige wissenschaftliche Behörden. Die Süddeutsche Zeitung hat Zahlen und Fakten aus der Forschung auf der Insel zusammengestellt und beantwortet aufkommende Fragen.
Quelle: Süddeutsche

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Politik

Brexit: "Das ERC wäre im Kern gefährdet"

Was der Brexit für die britische und europäische Wissenschaft konkret bedeutet, erläutert Max-Planck-Präsident Professor Martin Stratmann im Interview mit der Tageszeitung die Welt unter der Überschrift "Ein Eigentor für die britische Wissenschaft".
Quelle: die Welt

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Politik

Anbau von Gentechnik-Pflanzen in USA unverändert hoch

Wie das Portal Transgen berichtet, ist der Trend ungebrochen: In den USA setzen die Farmer weiterhin auf gentechnisch veränderte Pflanzen, trotz Kennzeichnung. Die Flächen, auf denen sie Saatgut für gentechnische veränderte Sojabohnen, Mais und Baumwolle ausgebracht haben, sind im diesem Frühjahr wieder gestiegen. Der Anteil gentechnisch veränderter Organismen bei diesen Kulturarten ist nahezu unverändert und liegt weiterhin zwischen 92 und 94 Prozent. Offenbar haben die auch in den USA heftiger werdende kontroverse öffentliche Diskussion und die Forderung nach Kennzeichnung bei den Landwirten nicht dazu geführt, wieder zu konventionellen Sorten zurückzukehren.
Quelle: Transgen

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Forscheralltag · Politik

Gesetz zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls tritt in Kraft

Am 1. Juli tritt das Gesetz zur Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Nagoya-Protokoll in Kraft. Damit müssen nun alle Forscherinnen und Forscher, die mit genetischen Ressourcen / biologischem Material arbeiten, die Regeln zu Zugang und Vorteilsausgleich befolgen, die eigentlich zum Eindämmen von Biopiraterie aufgestellt wurden. Dr. Thomas Hörnschemeyer von der Senckenberg-Gesellschaft war so freundlich und hat für die Gesellschaft für Biologische Systematik mehrere Informationsquellen zusammengestellt. Die Umsetzung kontrolliert das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das auch Hilfe für Forschende und Sammlungswissenschaftler bereitstellt.
Quelle: BfN

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Politik

Nobelpreisträger fordern Umdenken bei Grüner Gentechnik

Mit einem offenen Brief wenden sich mehr als 110 Nobelpreisträger an die Organisation Greenpeace und an Regierungen und fordern diese auf, Grüne Gentechnik in der Landwirtschaft zuzulassen. Denn die steigende Weltbevölkerung sei ohne gentechnisch veränderte Pflanzen nicht zu ernähren, zitiert das Magazin Spektrum aus dem Brief. Greenpeace solle vor allem seinen Widerstand gegen den mehr Betacarotin und Provitamin A produzierenden Goldenen Reis aufgeben. Diesen vorzuenthalten sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Gentechnisch hergestellte Nahrungsmittel sind sicher, betonen die Nobelpreisträger, wenn nicht sogar sicherer als andere Nahrungsmittel. Die Nobelpreisträger verwahren sich gegen Meinungsmache und Feldzerstörungen.
Quelle: Spektrum

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Politik

Brexit und Biowissenschaft

Die Entscheidung der britischen Wähler und Wählerinnen die Europäische Union zu verlassen, hat auch in der Wissenschaftsgemeinde überrascht und viele britische Forscher und Forscherinnen blicken in eine ungewisse Zukunft. Der Präsident der Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO), der Pflanzenwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Müller-Röber, betont in diesem Zusammenhang die hervorragende Forschungskooperationen, „die ohne die Förderung der EU und die Freizügigkeit in der EU so nicht möglich gewesen wären. Wir sehen nun die Gefahr, dass die Kooperation mit unseren britischen Kollegen und Kolleginnen schwieriger und teilweise vielleicht sogar unmöglich wird.“ Der VBIO hofft, dass sich die britische Regierung auch weiterhin für den akademischen Austausch und die enge Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg einsetzen wird. Auch die biowissenschaftliche Forschung sei auf den freien Austausch von Köpfen und Ideen sowie auf faire und vergleichbare Rahmenbedingungen angewiesen. Das gute partnerschaftliche Verhältnis des VBIO zur britischen Royal Society of Biology dürfe durch den Austritt aus der EU keinen Schaden nehmen.
Quelle: VBIO

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Politik

Anne Glover zum Brexit: "Ich schäme mich für mein Land"

Anne Glover war die oberste Wissenschaftsberaterin der EU. Mit dem Austritt Großbritanniens aus der Staatengemeinschaft befürchtet die schottische Biologin verheerende Folgen für die Forschung im Vereinigten Königreich und befürwortet ein weiteres Referendum in Schottland: „Ich wäre lieber mit Schottland Teil der EU als Partner eines kleinen Englands zu sein“, sagte sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Quelle: Süddeutsche

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Politik

Brexit: Was bedeutet das für die Wissenschaft?

Die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, lässt viele Forschende besorgt zurück. Welche Konsequenzen der "Brexit" für die Forschung haben wird, sei noch unklar, schreiben die Autoren Daniel Cressey und Alison Abbott und stellen beim Spektrum Verlag mögliche Konsequenzen zusammen.
Quelle: Spektrum

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Politik

Brexit: Tiefer Einschnitt auch für die Hochschulen

„Auch für die Hochschulen stellt der Brexit einen tiefen Einschnitt dar“, sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler, heute in Berlin zu dem gestrigen Votum für einen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. „Die Konsequenzen treffen die britischen Hochschulen schwer und mit ihnen den gesamten europäischen Hochschul- und Forschungsraum. Wir müssen uns auf eine schwierige Übergangszeit einstellen. Denn es stehen nun umfangreiche Verhandlungen über die Konditionen für die Einbeziehung des Vereinigten Königreichs in europäische Förder- und Austauschprogramme an. Die britische Rektorenkonferenz Universities UK und die HRK hatten sich anlässlich des Treffens ihrer Präsidien erst am 2. Juni vehement gegen einen Brexit ausgesprochen.
Quelle: HRK

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Politik

1000 Professuren für den Nachwuchs angestrebt

Aus Sicht der Bundesregierung ist der Mangel an planbaren und transparenten Karrierewegen in der Wissenschaft das aktuell größte Problem des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/8759) auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/8536) im Portal Heute im Bundestag (hib). Ende Mai 2016 hatte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern unter anderem den Pakt für den Wissenschaftlichen Nachwuchs vereinbart, der die Förderung von bis zu 1.000 Tenure-Track-Professuren an Universitäten in Deutschland vorsieht. Hierfür stellt der Bund eine Milliarde Euro im Zeitraum von 2017 bis 2032 bereit. Der Übergang auf eine dauerhafte Professur erfolgt automatisch, wenn die bei der Berufung auf die Tenure-Track-Professur vereinbarten Leistungen erbracht worden sind und dies in der Tenure-Evaluation festgestellt wird.
Quelle: hib

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Politik

Exzellenz-Strategie und Innovative Hochschule

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben am 16. Juni die Exzellenzstrategie, das Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ beschlossen. Damit setzen sie ein Signal, dass Wissenschaft, Forschung und Innovation auf der politischen Agenda von Bund und Ländern ganz oben stehen und für die Zukunftssicherung eine entscheidende Rolle spielen. Vorbereitet wurden die drei Programme, die auf Artikel 91b des Grundgesetzes basieren, durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern. Das meldet das BMBF.
Quelle: BMBF

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Politik

EU will Forschungsergebnisse kostenfrei veröffentlichen

Die EU-Minister haben sich darauf geeinigt, bis 2020 öffentlich finanzierte wissenschaftliche Publikationen frei zugänglich zu machen. Die Entscheidung der Minister ist zwar für EU-Staaten nicht bindend, wird jedoch als Meilenstein gesehen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Quelle: Süddeutsche Zeitung

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Helmholtz-Gemeinschaft verabschiedet Open-Access-Richtlinie

Wissenschaftliche Publikationen, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt sind, sollen der Allgemeinheit offen zur Verfügung stehen. Das sieht eine neue Open-Access-Richtlinie vor, die die Mitgliederversammlung der größten deutschen Forschungsgemeinschaft jetzt verabschiedet hat. Die Publikationen sollen demnach in den Naturwissenschaften spätestens nach sechs Monaten und in den Geistes- und Sozialwissenschaften spätestens nach zwölf Monaten kostenfrei zugänglich sein.
Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft

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GWK beschließt eine Milliarde Euro für wissenschaftlichen Nachwuchs

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in ihrer heutigen Sitzung einstimmig ein Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf den Weg gebracht. Die endgültige Entscheidung über das Programm treffen die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern am 16. Juni 2016.
Quelle: GWK (pdf-Datei)

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Politik

Förderung wissenschaftlicher Nachwuchs

Die Bundesregierung Deutschlands legt einen Paket zur "Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" vor. Das kündigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel (CDU), vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwochvormittag in Berlin an. Der Bund will 1.000 Tenure-Track-Professuren schaffen und dafür im Laufe von zehn Jahren eine Milliarde Euro ausgeben, meldet das Portal Heute im Bundestag (hib). Zurzeit laufen die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern dazu, am 16. Juni soll der Pakt zur Verabschiedung kommen. Das Ziel des Paktes ist, einen Strukturwandel im Wissenschaftssystem herbei zu führen und die Karrierewege für junge Wissenschaftler transparenter und planbarer zu machen. So sollen junge Wissenschaftler frühzeitig die Aussicht und Chance erhalten im Anschluss an die Tenure-Track-Professur eine unbefristete Professur zu bekommen, wenn sie den Anforderungen genügen.
Quelle: hib

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Politik

Nie gab es mehr Jobs in Forschung und Entwicklung

In Deutschland sind erstmals mehr als 600.000 Menschen in Forschung und Entwicklung (FuE) tätig. Allein zwischen 2005 und 2014 hat die Zahl neuer FuE-Arbeitsplätze um fast ein Drittel zugenommen. Dies geht aus dem Bundesbericht Forschung und Innovation 2016 hervor, den das Bundeskabinett heute beschlossen hat. Das meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Quelle: BMBF

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Politik

Petition wegen Exzellenzinitiative

Mehr als hundert Erstunterzeichner unterstützen eine Petition, die sich gegen die Exzellenzinitiative richtet. Dieser von Bund und Ländern angestrebte Weg, deutsche „Spitzenforschung“ weiterhin mit der Exzellenzinitiative zu fördern, wird von zahlreichen Forschenden, Lehrenden & Studierenden abgelehnt. Das Unterschriftenportal Open Petition legt die Beweggründe des Initiators dar und nennt die bislang unterzeichnenden. Dies sind bis heute mehr als 1500 Unterschreibende.
Quelle: Open Petition

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Politik

Statuspapier: Mikroalgen als Säule der Bioökonomie

Mikroalgen sind eine wichtige Säule einer zukünftigen Bioökonomie, denn sie produzieren eine Vielfalt hochwertiger Produkte und zwar ohne Konkurrenz zu landwirtschaftlichen Flächen. Um diese Potenziale voll auszuschöpfen, bedarf es allerdings nicht nur gezielter Forschung und Entwicklung, sondern auch geeigneter politischer Rahmenbedingungen. Was genau zu tun ist, stellt die DECHEMA-Fachgruppe Algenbiotechnologie in ihrem neuen Statuspapier „Mikroalgen-Biotechnologie: Gegenwärtiger Stand, Herausforderungen, Ziele“ vor.
Quelle: DECHEMA

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Politik

Botanischer Garten Berlin unterstützt Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Botanische Gärten des IPEN-Netzwerkes geben Pflanzenmaterial nur im Einklang mit der Biodiversitätskonvention weiter. Foto: A. Kirchhoff, BGBM

Biologische Grundlagenforschung und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit sind ohne den Austausch von Material oder die Anlage von naturkundlichen Sammlungen undenkbar, so dass das Nagoya-Protokoll auch wissenschaftspolitisch eine wichtige Rolle spielt. Das Protokoll ist im Oktober 2014 in Kraft getreten und wurde in Europa durch eine entsprechende Verordnung umgesetzt. Deutschland ist am 21. April 2016 dem Nagoya-Protokoll beigetreten und hat sich somit diesen Grundprinzipien verpflichtet. Botanische Gärten beherbergen eine Fülle von Pflanzenarten aus aller Welt und haben daher bereits 2002 das „International Plant Exchange Network“ (IPEN) ins Leben gerufen. Es regelt in einer Selbstverpflichtung die Nutzung der in Botanischen Gärten befindlichen Pflanzen im Einklang mit der Biodiversitätskonvention. Die berechtigten Interessen der Ursprungsländer dieser Pflanzen werden beachtet. Botanische Gärten des IPEN-Netzwerkes geben deshalb keinerlei Pflanzenmaterial an kommerzielle Nutzer wie Pharmafirmen oder Zierpflanzenzüchter ab, ohne dass sich die jeweiligen Unternehmen vorher mit dem Ursprungsland auf einen Ausgleich der finanziellen Vorteile geeinigt haben. Dies gilt auch für Pflanzen, die schon weit vor dem Nagoya-Protokoll in die Sammlungen gelangten. Somit tragen die botanischen Gärten effektiv dazu bei, dass die Rechte der Ursprungsländer biologischer Vielfalt gewahrt bleiben – sogenannten Biopiraten wird hier kein Schlupfloch geboten. Auch der Botanische Garten Berlin (BGBM) ist Partner im IPEN-Netzwerk und trägt damit auch direkt zur Umsetzung internationaler Konventionen wie der Konvention über die Biologische Vielfalt oder des Nagoya-Protokolls bei.
Quelle: BGBM

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Politik

US-Behörden: Mit CRISPR gezüchtete Pflanzen sind keine Gentechnik

In fünf Jahren soll in den USA ein neuer, ertragreicher Wachsmais auf den Markt kommen. Das Besondere: Er verdankt seine neuen Eigenschaften einer mit Hilfe das CRISPR/Cas-Verfahrens herbeigeführten Punktmutation. Die neue Technik hat nicht nur die Pflanzenforschung weltweit in eine Aufbruchsstimmung versetzt, sondern auch neue Perspektiven für die praktische Pflanzenzüchtung eröffnet. Damit wurde nun in einer ertragreichen Gelbmaissorte ein bestimmtes, die Stärkebildung steuerndes Gen (Wx1) ausgeschaltet. Der neue Mais ist genauso ertragreich wie Gelbmais, hat aber die hochwertige Stärkezusammensetzung von Wachsmais. Die US-Behörden haben bereits entschieden, dass dieser Wachsmais nicht als „gentechnisch verändert“ einzustufen ist und er damit keinen besonderen gesetzlichen Auflagen unterliegt. Doch er ist nicht das einzige Produkt, bei dem die neuen Genome Editing-Verfahren zur Anwendung kommen, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Politik

GEW: „Fünf Milliarden für 5.000 Tenure-Track-Professuren“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich für eine deutliche Aufstockung des von Bund und Ländern geplanten Programms für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgesprochen. "Wir brauchen an den Universitäten zusätzlich 5.000 Tenure-Track-Professuren. Nur dann kann der Bedarf an zusätzlichen Hochschullehrerinnen und -lehrern gedeckt werden. Und nur so können Bund und Länder einen wirksamen Impuls für die Schaffung verlässlicher Karrierewege geben", sagte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller, am Donnerstag in Berlin. Er bezog sich auf Berechnungen, die Anke Burkhardt vom Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg in einer wissenschaftlichen Expertise vorgelegt hatte. Keller bezifferte die Kosten für die Professuren inklusive einer aufgabengerechten Ausstattung auf rund fünf Milliarden Euro. Bund und Länder verhandelten derzeit über ein Nachwuchsprogramm mit einem Volumen von einer Milliarde Euro, berichtet die Gewerkschaft.
Quelle: GEW

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Politik

Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz im GEW-Ratgeber

Seit dem 17. März 2016 gilt das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG). Mit ihrem neuen Ratgeber „Befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft“ gibt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen eine Orientierungshilfe zur Umsetzung an die Hand. Das meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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DBU fordert für Landwirtschaft "dritten Weg der Nachhaltigkeit"

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fordert eine offene, sachgerechte und entideologisierte Diskussion über die Zukunft einer wirklich nachhaltigen globalen Landwirtschaft. Die in der öffentlichen Wahrnehmung bestehenden Gegensätze zwischen Bio-Bauern und konventionellen Landwirten müssten abgebaut und Strukturen einer Lebensmittelproduktion geschaffen werden, die ökonomisch tragfähig, sozial vertretbar und ökologisch vorzeigbar seien.
Quelle: DBU

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Politik

Landwirtschafttechnologien im Fokus der EU

Neue Technologien können zukünftige Herausforderungen der Landwirtschaft lösen. Vor allem soll die Landwirtschaft nachhaltiger werden, berichtet das Portal Pflanzenforschung aus der Europäischen Politik. In einem durch die Europaabgeordnete Anthea McIntyre verfassten Entwurf, über technische Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft in der EU, positioniert sich die Politikerin im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) im Europäischen Parlament klar für eine Unterstützung neuer Technologien, wie das "Precision Farming".
Quelle: Pflanzenforschung.de

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Politik

Gentechnik: „Entscheidend ist das Endprodukt“

Widerstandsfähiger gegen Schädlinge, unempfindlicher gegen Trockenheit, höhere Erträge – das ist nur eine kleine Auswahl der Anforderungen, die Nutzpflanzen in Zukunft erfüllen müssen. Die Menschheit braucht neue Kulturpflanzen, die den Veränderungen durch den Klimawandel widerstehen und den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln befriedigen können. Mit einer neuen Methode, der sogenannten Genom-Editierung, wollen Forschende künftig effizienter als bisher neue Sorten entwickeln. Wenn keine artfremden Gene eingefügt wurden, sind diese Pflanzen nicht von Pflanzen zu unterscheiden, die auf herkömmliche Weise gezüchtet wurden. Detlef Weigel vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen fordert deshalb zusammen mit Kollegen aus den USA und China, solche Genom-editierten Sorten nicht als gentechnisch verändert einzustufen (vgl. auch Meldung vom 28.1.2016). Die MPG hat ihn dazu interviewt.
Quelle: MPG

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Politik

Freilandversuche mit gv-Pflanzen 2016: EU 7, USA 250

In der EU wurden 2016 bis Ende März sieben neue Anträge auf Freisetzung gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen gestellt, drei in Schweden und je zwei in Großbritannien und Spanien. Laut dem Portal Transgen gingen im gleichen Zeitraum in den USA bereits etwa 250 Anträge ein. Die allermeisten nach wie vor für Mais und Soja. Dabei spielt die Anpassung der Pflanzen an klimatischen Stress eine immer größere Rolle.
Quelle: Transgen

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Politik

Professoren-Gehälter: Bis zu 1.000 Euro mehr pro Monat je nach Bundesland

Auf rund 760 Euro können sich gegenwärtig die monatlichen Gehaltsunterschiede nach der Reform der W-Besoldung in Bund und Ländern im W2-Grundgehalt summieren. Beim W3-Grundgehalt klafft die Föderalismusschere um fast 1.000 Euro brutto im Monat auseinander. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des Deutschen Hochschulverbandes hervor, die die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ in ihrer April-Ausgabe veröffentlicht. Über die Gehaltsunterschiede in den einzelnen Bundesländern berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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Politik

Noch immer keine Entscheidung zu neuen Pflanzenzuchtmethoden

Sollen neue Pflanzenzuchtmethoden unter die Gesetzgebung für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) fallen? Erneut vertagt die EU-Kommission ihre Rechtsanalyse zu dieser Frage, meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) und bezieht sich auf einen Artikel des Portals EurActiv.
Quelle: VBIO

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Politik

Energiewende und Naturschutz

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) verstärkt und vernetzt seine Forschung zur Vereinbarkeit von Naturschutz und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dabei stehen Schutz und Erhalt der Artenvielfalt ebenso auf dem Programm wie die mögliche Entwicklung des Landschaftsbildes im Zuge der Energiewende. Zur Eröffnung einer Tagung, zu der die an den Forschungsvorhaben des BfN Beteiligten in Bonn zusammengekommen waren, forderte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel einen stärkeren Austausch zwischen Forschung, Politik und Praxis.
Quelle: BfN

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Politik

"Das gängige Karriere-Schema ist frauenfeindlich"

Wie schwierig es für Frauen ist, im typischen Karriere-Schema der Wissenschaft erfolgreich zu sein – und wie man den Forscherinnenberuf frauen- und familienfreundlicher gestalten könnte, besprach der online-Ableger des Magazins Laborjournal mit einer Medizinerin. Ursula Schlötzer-Schrehardt erforscht Glaukomerkrankungen und hat als Frauenbeauftragte und Mentorin Einblick auch in die Karrieren von Biowissenschaftlerinnen. Sie fordert, dass man nicht nur über eine Frauenquote in Führungspositionen spricht, sondern endlich mal den akademischen Mittelbau in den Fokus rückt.
Quelle: Laborjournal

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Politik

Weltbiodiversitätsrat: Bedeutung von Bestäubern und Schutzmaßnahmen

Vier Jahre nach seiner Gründung hat der Weltbiodiversitätsrat IPBES seinen ersten Bericht verabschiedet. Er fasst den aktuellen Stand des Wissens zur Bedeutung, Bedrohung und dem Schutz von Bestäubern zusammen. Seine Zahlen belegen: Bestäubung ist eine essentielle Leistung der Natur für das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen. Bestäubervielfalt ist wichtig für diese Leistung, die aber zunehmend bedroht ist: Neben Lebensraum- und Nahrungsmangel in den monotonen Agrarlandschaften leiden die Tiere auch an Insektiziden wie etwa Neonicotinoiden. Dies wurde nun erstmals auch im Freiland nachgewiesen. Politische Unterstützung kleiner strukturreicherer Landnutzung wären wirksame Gegenmaßnahmen, meint Mitautorin Professorin Alexandra Klein von der Uni Freiburg. Im Interview des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (NeFo) schildert sie die wichtigsten Aspekte und beschreibt, was den Bericht wertvoll macht.
Quelle: NeFo

Ergebnis der Bestäuberstudie

direkt zum Interview

Politik

"Kartoffeln der Zukunft" - Scheitern am schlechten Gentechnik-Image?

Forschende der Universität Wageningen haben eine Kartoffel entwickelt, die gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent ist. Dazu haben sie verschiedene Resistenzgene aus Wildkartoffeln in gängige Kartoffelsorten übertragen. Die neuen Kartoffeln werden als cisgen bezeichnet, da sie nur Erbmaterial aus Kartoffel enthalten. In Freisetzungsversuchen konnten sie bereits unter Beweis stellen, dass ihre Pflanze funktioniert. Dennoch hat die Kartoffel in Europa derzeit keine Chance auf Vermarktung, weil sie nach derzeitigem Recht als gentechnisch veränderter Organismus (GVO) eingestuft wird. Die Wageninger Wissenschaftler treten dafür ein, dass sich das ändert. Das wird ihnen nun vorgeworfen, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Politik

Erste Berichte des Weltbiodiversitätsrats fast fertig

Ende Februar treffen sich die 124 Mitgliedstaaten des Weltbiodiversitätsrates IPBES in Kuala Lumpur. Dort sollen die ersten wissenschaftlichen Berichte durch Politikvertreter angenommen werden. Die Berichte beschreiben unter anderem die globale Bedeutung der Bestäuber für die Nahrungssicherung und benennen die Ursachen des starken Schwundes sowie mögliche Maßnahmen. Um die 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Reginen der Erde arbeiten derzeit an zwölf verschiedenen Berichten, die sukzessive bis 2019 vorliegen sollen. Ähnlich dem Weltklimarat bewerten sie dazu bestehende Publikationen und die Wissenslage, sie erstellen keine neuen Studien. Das Ergebnis soll ein konsolidierter, von allen Mitgliedstaaten und relevanten Interessengruppen anerkannter Überblick über das relevante Wissen biologischer Vielfalt sein. Das Dokument steht noch bis zur Verabschiedung durch das IPBES-Plenum unter Embargo. Mitautor Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Halle kommentiert den Bericht beim Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo).
Quelle: NeFo

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Politik

Mehr Planbarkeit für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Für die Beschäftigung von Doktoranden, wissenschaftlichen Mitarbeitern oder Post-Docs gelten bald neue rechtliche Rahmenbedingungen. Das "Erste Gesetz zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes" hat heute den Bundesrat passiert und kann damit nun bald in Kraft treten. Der Deutsche Bundestag hatte die Gesetzesnovelle am 17. Dezember beschlossen. Das geänderte Wissenschaftszeitvertragsgesetz zielt vor allem darauf, unsachgemäße Kurzbefristungen im Wissenschaftsbetrieb künftig zu unterbinden. Das meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Quelle: BMBF

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Politik

Jahresauftakt: DFG unterstreicht Erwartungen an neue Exzellenzinitiative

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat zum Auftakt des wissenschaftspolitischen Jahres 2016 die Erwartungen der Wissenschaft an die geplante neue Bund-Länder-Initiative zur Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative unterstrichen. Gut zwei Wochen vor der Übergabe des Berichts einer internationalen Expertenkommission („Imboden-Kommission“) an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) nahmen DFG-Präsident Professor Dr. Peter Strohschneider und Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek am Montagvormittag in Berlin in einem Pressegespräch Stellung zu den möglichen Zielen und zum Zuschnitt einer neuen Runde des seit 2006 laufenden Programms. Weitere Gesprächspunkte waren die Kriterien und die Rolle von Wissenschaft und Politik im künftigen Entscheidungsverfahren.
Quelle: DFG

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Politik

UN-Wissenschaftsbeirat identifiziert acht Herausforderungen für nachhaltige Entwicklung

Die Rolle der Wissenschaft bei der Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda und des Klimaabkommens von Paris standen im Zentrum der Debatten des wissenschaftlichen Beirats von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf einer Tagung am 14. und 15. Dezember 2015 in Sankt Petersburg. 26 führenden Wissenschaftler aus aller Welt legten die acht wichtigsten globalen Herausforderungen aus Sicht der Wissenschaft fest: die nachhaltige Bewirtschaftung der Ozeane, wirksame Schutzsysteme für die biologische Vielfalt, der Schutz gegen Infektionserreger; belastbare Vorhersagen von Wetterextremen, der Abschied von fossilen Treibstoffen, die Trinkwasserversorgung, Strategien zum Bevölkerungswachstum und mehr Gerechtigkeit bei der Ressourcennutzung sowie eine öffentliche Mindestförderung der Grundlagenforschung. Der Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) rief dazu auf, "Big Data" effektiver für die Lösung globaler Herausforderungen zu nutzen. Das meldet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Deutschen UNESCO-Kommission.
Quelle: Leopoldina

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Politik · Werkzeuge

Gentechnik: Mit CRISPR ändert sich alles

CRISPR: „Damit ändert sich in der Gentechnik alles“, titelte das Wissenschaftsmagazin Nature im Sommer. Mit diesem völlig neuen Verfahren ist es nun möglich, das Erbgut von Organismen „umzuschreiben“ – viel präziser, schneller und einfacher als mit der klassischen Gentechnik. In der Grundlagenforschung wird CRISPR schon länger eingesetzt. Aber nun steht es an der Schwelle erster praktischer Anwendungen – vor allem in der Medizin, aber bald wohl auch in der Tier- und Pflanzenzüchtung. Das Portal Transgen stellt die Technik vor, die das Ändern der arteigenen Gene ermöglicht, und erklärt, warum das Verfahren keine Gentechnik im klassischen Sinn ist.
Quelle: Transgen

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Politik

BVL: Neue Züchtungstechniken führen nicht zu Gentechnik-Pflanzen

Mit neuen Züchtungstechniken erzeugte Pflanzen sind in der Regel nicht als „gentechnisch verändert“ anzusehen und fallen daher nicht unter die strengen Auflagen des Gentechnik-Gesetzes. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Stellungnahme des BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit). Sie bezieht sich auf bestimmte, als Genome Editing bezeichnete Techniken, mit denen einzelne Bausteine im Erbgut von Pflanzen abgeschaltet oder ausgetauscht werden können, ohne jedoch neue Gene einzuführen. Zuvor waren zwei Rechtsgutachten, die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und mehreren gentechnik-kritischen Gruppen in Auftrag gegeben wurden, zu gegenteiligen Schlussfolgerungen gekommen. Ende des Jahres wird auch die EU-Kommission darüber entscheiden, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Politik

Anhörung: Experten gegen ausufernde Zeitverträge

Wissenschaftliche Stellen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen nicht mehr in so starkem Maß befristet werden wie bisher. Viele Wissenschaftler an Universitäten müssen mit sehr kurzen Vertragslaufzeiten von lediglich bis zu einem Jahr zurechtkommen. Das soll nun geändert werden. Zu dem Thema "Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" hatte der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwochvormittag zu einer Öffentlichen Anhörung eingeladen. Überwiegend befanden alle geladenen Sachverständigen, dass eine Novellierung des WissZeitVG dringend nötig sei. Das berichtet das Portal „Heute im Bundestag“ (hib).
Quelle: hib

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Politik

EU-Kommission benennt sieben Wissenschaftler als Berater

Sieben Forschende werden die EU-Kommission in Zukunft beraten. Das gab die Europäische Kommission heute bekannt. Die vier Männer und drei Frauen stemmen aus verschiedenen Forschungsdisziplinen. Das hatte die EU bereits im Frühjahr angekündigt (siehe Meldung vom 27.5.2015) nachdem sie der früheren Amtsinhaberin im Jahr zuvor gekündigt hatte (vgl. Meldung vom 14.11.2014). Neben dem hochrangigen Expertenteam vergibt die EU-Kommission Zuschüsse in Höhe von sechs Millionen Euro, um sich von Europäischen Akademien und wissenschaftlichen Gesellschaften bei der politischen Arbeit beraten zu lassen.
Quelle: EU-Kommission

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Politik

Neuer Präsident der ASPB setzt sich für Forschungsförderung und Öffentlichkeitsarbeit ein

Der neue Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Pflanzenwissenschaften (ASPB), Richard Dixon, wird sich ebenso sehr für ein besseres Ansehen der Pflanzenforschung in der Öffentlichkeit einsetzen, wie er sich für die Förderung der Forschung stark machen will. Die Öffentlichkeitsarbeit müsse vor allem wegen der Angst der Bevölkerung vor gentechnisch veränderten Pflanzen geleistet werden, begründet er. Sie sei auch deshalb nötig, weil US-Forschende in letzter Zeit gezwungen werden sollten, ihre E-Mails zu veröffentlichen, weil sie beschuldigt wurden, mit der Industrie gemeinsame Sache zu machen. Das geht aus seinem ersten "Brief des Präsidenten" an die Mitglieder der ASPB hervor, für die er sich einsetzen will. Unabhängig davon ob sie im Labor oder im Freiland forschen. Außerdem möchte er die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen verbessern, wie etwa mit Lebensmittelforschern, Sozialwissenschaftlern und Juristen.
Quelle: Blog der ASPB

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Politik

EU-Kommission entscheidet über neue Züchtungstechniken

Noch in diesem Jahr will die EU-Kommission eine immer wieder aufgeschobene Entscheidung herbeiführen: Fallen Pflanzen, bei denen neue Züchtungsverfahren zur Anwendung kamen, künftig unter die Gentechnik-Gesetze oder nicht? Es ist eine grundsätzliche Weichenstellung für die Pflanzenforschung und –züchtung in Europa, schreibt das Portal Transgen. Von ihr hängt ab, ob die neuen Verfahren ein ähnliches Schicksal erleiden wie die grüne Gentechnik, die in der EU an strengen Auflagen, teuren Zulassungsverfahren, politischem Dauerstreit und fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz gescheitet ist, schreibt das Portal.
Quelle: Transgen

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Politik

Wissenschaftsrat sieht positive Entwicklung beim Bundesamt für Naturschutz

Im Rahmen seiner vielfältigen gesetzlichen Aufgaben auf den Gebieten des Naturschutzes und der Landschaftspflege leistet das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn nach Auffassung des Wissenschaftsrates kompetente Arbeit. Die Entwicklung und Standardisierung von international anwendbaren Verfahren, wie beispielsweise die Identifizierung von Erzeugnissen aus gefährdeten Tieren oder Pflanzen, erfährt im In- und Ausland große Anerkennung. Auch für die Koordination des ehrenamtlichen Naturschutzes in Deutschland kommt dem BfN eine herausragende Bedeutung zu. Insgesamt hat sich das BfN seit der zurückliegenden Evaluation vor rund acht Jahren positiv weiterent­wickelt.
Quelle: Wissenschaftsrat

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Politik

Wissenschaftsrat wünscht Besserstellung der Lehre

Der Bericht des Vorsitzenden des Wissenschaftsrates zu aktuellen Tendenzen im Wissenschaftssystem widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Institutionelle Strategien zur Verbesserung der Lehre an Hochschulen“. An Beispielen aus dem Lehralltag wie der Gestaltung von Prüfungen führte Professor Manfred Prenzel aus, wie der Anspruch der Bologna-Reform praktisch umgesetzt werden kann, die Hochschullehre stärker an Zielen und Kompetenzen der Absolventen auszurichten. Er unterstrich die institutionelle Verantwortung der Hochschulen, die Lehre durch geeignete Maßnahmen zu professionalisieren, zum Beispiel durch eine systematische Qualifizierung der Lehrenden oder durch gezielte Anreizsysteme. Der Bericht entwirft damit für verschiedene Akteure im Wissenschaftssystem und für den Wissenschaftsrat selbst Perspektiven, die Leistungsdimension Lehre stärker in den Blickpunkt zu rücken und die Qualität der Lehre an den Hochschulen zu verbessern.
Quelle: Wissenschaftsrat

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Politik

Bundestag beschließt Beitritt Deutschlands zum Nagoya-Protokoll gegen Biopiraterie

Der Bundestag hat heute das Nagoya-Protokoll zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt in deutsches Recht umgesetzt. Bundesumweltministerin Hendricks: "Das Nagoya-Protokoll hilft, die illegale Nutzung genetischer Ressourcen von Tieren und Pflanzen zu bekämpfen. Das ist wichtig für den Naturschutz, insbesondere in den Entwicklungsländern." Das Abkommen enthält Regeln zum Zugang zu genetischen Ressourcen und deren Nutzung sowie der Verteilung der daraus entstehenden Vorteile, meldet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Vor kurzem hatten Forschende im Bundestag den Gesetzentwurf als zu unkonkret kritisiert (vgl. Meldung vom 30.9.2015).
Quelle: BMUB

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Bundesregierung will Ausstiegsklausel auf gv-Maislinien anwenden

Deutschland will den Anbau von gentechnisch verändertem Mais bundesweit verbieten. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat die EU-Kommission offiziell unterrichtet, dass die Bundesregierung für acht verschiedene gv-Maislinien die neue Ausstiegsklausel in Anspruch nehmen will. Nun können die betroffenen Unternehmen sich dazu äußern, ob sie Deutschland aus den Zulassungsanträgen herausnehmen wollen, meldet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Politik

Leibniz: Koordinierungsstelle soll Umsetzung der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt sicherstellen

Die Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt eine unabhängige Koordinierungsstelle zur Einhaltung der Ziele des Nagoya-Protokolls. Damit will die Wissenschaftsorganisation die Umsetzung der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt sicherstellen. Anlass ist die heutige öffentliche Anhörung im Ausschuss des Bundestages für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls und zur Durchführung der EU-Verordnung Nr. 511/2014.

Quelle: Leibniz

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Experten rügen Umgang mit Nagoya-Protokoll

Die von der Bundesregierung in einem Gesetzentwurf geplante Umsetzung des Nagoya-Protokolls stößt auf breite Kritik, meldet das Portal des Bundestags. Das wurde während einer öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses am Mittwoch, 30. September 2015, deutlich. Dr. Ricardo Gent von der Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie bemängelte das Fehlen der Definitionen zentraler Begriffe. "Nicht geklärt ist etwa der konkrete Anwendungsbereich." Schwerwiegende Kritikpunkte aus der Sicht der Grundlagenforschung brachte Dr. Christoph Häuser im Namen des Leibniz-Instituts für Evolutions- und Biodiversitätsforschung vor. Auch ihm fehlte es an Klarheit. EU-Verordnung und Gesetzentwurf verfehlten das Ziel, die kommerzielle und gewinnorientierte Nutzung der Ressourcen effektiv zu kontrollieren, bemängelte Dr. Cornelia Löhne von der Freien Universität Berlin. Das Nagoya-Protokoll regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der Vorteile, die sich aus ihrer Nutzung ergeben.
Quelle: Bundestag

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Politik

Akademien und DFG fordern verantwortlichen Umgang mit genome editing

Neue molekularbiologische Methoden, die gezielte Eingriffe in das Erbgut erlauben, eröffnen vielversprechende Möglichkeiten in Forschung und Anwendung. Gleichzeitig machen die unter dem Begriff genome editing (Veränderung des Genoms) zusammengefassten Methoden einen gesamtgesellschaftlichen Dialog über Chancen und Grenzen ihrer Anwendung notwendig. Darauf weisen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech ─ Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in ihrer Stellungnahme zu „Chancen und Grenzen des genome editing“ hin.

Quelle: Leopoldina

direkt zur Stellungsnahme

Politik

2014: Spuren von Gentechnik-Soja in vielen auch in "Ohne-Gentechnik"-Lebensmitteln

In jedem fünften sojahaltigen Lebensmittel und in 3,7 Prozent der untersuchten Maiserzeugnisse fanden sich Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen. Nur vereinzelt gab es Verstöße gegen die Kennzeichnungs-Vorschriften sowie Funde nicht-zugelassener GVO, bei der Überprüfung des Jahres 2014. Auch "Ohne-Gentechnik"- und Bioprodukte wurden in einzelnen Bundesländern untersucht: Nicht alle erwiesen sich als gentechnik-frei. Erneut fielen den Kontrolleuren zahlreiche gentechnisch veränderte Papayas auf, meldet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Politik

BfR fordert Sachlichkeit in der EU-Wirkstoffprüfung von Glyphosat

Der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hat in der 40. Sitzung des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft am 28. September 2015 über den aktuellen Stand der EU-Wirkstoffprüfung von Glyphosat berichtet. Dabei forderte er mehr Sachlichkeit in der Diskussion und erinnerte an die gesetzlich verankerte Unabhängigkeit des BfR. „Es erfüllt mich mit Sorge, wenn unabhängige Institutionen wie das BfR bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe ohne jedwede sachliche Grundlage öffentlichkeitswirksam verdächtigt werden, von der Wirtschaft oder der Politik beeinflusst zu sein“, sagte BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Der Versuch, nicht nur durch Unterstellungen direkten Einfluss auf die wissenschaftliche Bewertung zu nehmen, sondern damit gezielt die fachliche Reputation des BfR und der dort arbeitenden Wissenschaftler zu schädigen, widerspricht auch dem vom Deutschen Bundestag artikulierten Gründungsgedanken.“
Quelle: BfR

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Actualia · Politik

DBG macht sich für die Forschung stark

Die Rahmenbedingungen für die Forschung mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland zu erhalten ist das Ziel des Apells an den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Getragen vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) und gezeichnet von der DBG sowie drei weiteren Fachgesellschaften soll er eine öffentliche, wirkungsvolle und unabhängige Forschung zu gentechnisch veränderten Organismen auch weiterhin gewährleisten.
zum offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (pdf)

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Politik

Wie soll Forschung mit Bürgerbeteiligung im Jahr 2020 aussehen?

Bürgerforschung in Deutschland zu stärken, ist das Ziel der Citizen Science-Strategie 2020. Die Erarbeitung dieser Strategie befindet sich in einem Diskussionsprozess, in dessen Verlauf nun ein erstes Rahmenpapier öffentlich kommentiert werden kann. Ziel dieser Konsultation ist es, eine öffentliche Diskussion zum Mehrwert von Citizen Science herbeizuführen. Das Papier zeigt Potenziale, Herausforderungen und Handlungsoptionen für das Zusammenwirken von Forschenden und Bürgerinnen und Bürgern. Vom 19. September bis zum 15. Oktober 2015 haben alle, die Interesse an der Weiterentwicklung von Bürgerforschung in Deutschland haben, die Gelegenheit, den Text online zu kommentieren. Das meldet das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).
Details beim UFZ

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Politik

Séralini soll Whistleblower-Preis für Ratten-Studie erhalten

Die Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) will Professor Dr. Gilles-Eric Séralini von der französischen Universität Caen am 16. Oktober 2015 in Karlsruhe mit dem Whistleblower-Preis des Jahres auszeichnen. Zwar sei die Publikation über die Fütterung tumoranfälliger Ratten mit gentechnisch verändertem (gv) Mais und Glyphosat vom Fachjournal später aufgrund wissenschaftlicher Mängel zurückgezogen worden, woraufhin er die Ergebnisse später woanders publiziert habe. Der VDW begründet die Auszeichnung Séralinis damit, dass er gezeigt habe, dass das Mittel Glyphosat, als 'wahrscheinlich krebserregend' einzustufen sei. Nach Ansicht des VDW habe der Franzose den wissenschaftlichen Diskurs über die Gesundheitsrisiken des Glyphosat-basierten Herbizids „Roundup“ gefördert. Viele Vereinigungen hatten die Studie seinerzeit kritisiert, weil die Stichprobengrößen zu gering für solide wissenschaftliche Aussagen waren. Unter den Kritikern waren die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Statistiker und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO). Über die heftig geführte Debatte hatte die DBG im Jahr 2012 ausführlich berichtet (Meldungen vom 19.11.2013, 4.10.2012, 1.10.2012, 28.9.2012, 21.9.2012). Die Verbreitung der Studienergebnisse hatte nach Recherchen des Magazins der Spiegel Séralini selbst lanciert (24.9.2012). Der aktuelle Kommentar zur Preisverleihung in der Süddeutschen Zeitung sieht Séralini daher auch eher als Aktivist denn als neutralen Forscher und bedauert, dass sich der VDW blenden ließ. Zuletzt hatte den alle zwei Jahre verliehenen Preis für herausragende Leistungen als Whistleblower Edward Snowden erhalten, der die staatliche Überwachung in den USA publik machte, und dadurch seinen Job und seine Heimat verlor.

Quelle: VDW (pdf)

Querlle: Süddeutsche Zeitung

Ausbildung · Politik

"Biologie - Quo vadis? - Der neue "BildungVerhinderungsPlan in Baden-Württemberg"

Unter diesem Titel hat der Landesverband Baden-Württemberg des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) ein Positionspapier vorgelegt. Es ist das Ergebnis intensiver Recherche und intensiver Diskussion einer adhoc Arbeitsgruppe. Der Landesverband fordert in dem Papier die Beibehaltung des Faches Biologie in den Klassenstufen 5 und 6 sowie eine Erweiterung des Stundenumfangs des Faches Biologie in der Klassenstufe 10 auf 2 Stunden. Auch die DBG setzt sich für die Erhaltung des Faches Biologie ein (siehe Vier Thesen der DBG zum Ersetzen der Fächer Biologie, Chemie und Physik durch ein Fach „Naturphänomene und Technik“ vom 31.1.2014)
Quelle: VBIO

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Politik

Bundesregierung beschließt Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

Die Bundesregierung verbessert die Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland, schreibt das BMBF in einer Pressemitteilung. Das Bundeskabinett habe dazu heute den Gesetzentwurf zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes beschlossen. Damit sollen unsachgemäße Kurzbefristungen im Wissenschaftsbetrieb künftig unterbunden werden. Bei der sogenannten sachgrundlosen Qualifizierungsbefristung muss die Befristungsdauer laut dem Gesetzentwurf künftig der Dauer der angestrebten Qualifikation - etwa einer Promotion - angemessen sein. Bei einer Befristung wegen Drittmittelfinanzierung soll sie der Dauer der Mittelbewilligung entsprechen. Aus dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz soll sich künftig zudem klar ergeben, dass die sachgrundlose Befristung nur zulässig ist, wenn die Beschäftigung der eigenen wissenschaftlichen oder künstlerischen Qualifizierung dient. Damit wird zugleich unterbunden, dass Daueraufgaben durch befristetes Personal erledigt werden, das keine wissenschaftliche oder künstlerische Qualifizierung anstrebt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte bereits im Juli beklagt, dass der Gesetzentwurf noch zu viele Schlupflöcher enthalte.

mehr beim BMBF

mehr bei der GEW

Politik

Grüne Gentechnik: Deutschland steigt aus, Europa bremst, Amerika beschleunigt

In Nord- und Südamerika steht die Entwicklung bei der Grünen Gentechnik nicht still. Immer neue gentechnisch veränderte Pflanzen werden dort für den Anbau zugelassen. Neue Technologien bringen erste anwendungsreife Produkte hervor. Ganz anders Europa: Deutschland und viele andere Länder werden den Anbau bei sich verbieten. Auch Freilandversuche mit gv-Pflanzen gibt es bis auf wenige Ausnahmen keine mehr. Doch die EU ist weiter von der Einfuhr großer Mengen von Eiweißfuttermitteln und anderer Agrarfrohstoffe abhängig. Der unterschiedliche Umgang mit der Gentechnik wird sich vermehrt in Handelskonflikten niederschlagen, prophezeit das Portal Transgen.
Quelle: Transgen.de

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Politik

REED+-Mechanismus zum Schutz von Wäldern als Kohlenstoffspeicher

Am REDD+-Mechanismus der Vereinten Nationen zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen aus Entwaldung und Waldschäden in Entwicklungsländern beteiligen sich nach Angaben der Bundesregierung derzeit 17 Staaten auf Seiten der Geberländer und 40 Staaten auf Seiten der Tropenwaldländer. Dabei seien aber Länder, die durch multilaterale Programme unterstützt werden, noch nicht komplett erfasst, schreibt sie in einer Antwort (18/5706) auf eine Kleine Antwort (18/5432) der Fraktion Die Linke. De facto, urteilt die Bundesregierung, würden fast alle relevanten Tropenwaldländer mit REDD+-Maßnahmen unterstützt. Das Portal Heute im Bundestag (hib) zitiert die ganze Antwort der Bundesregierung.
Quelle: hib

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Politik

Wissenschaftskritik: Warum diese Angst vor Gentechnik - trotz ihrer Unbedenklichkeit?

Warum viele sich gegen die Grüne Gentechnik stellen, auch wenn sie sich eigentlich gegen Landwirtschaftskonzerne in Stellung bringen wollen, erläutert der Kognitionsforscher Stefaan Blancke. In seinem Artikel bei Spektrum.de beleuchtet er die psychologischen Hintergründe.
Quelle: Spektrum

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Politik

Chancengleichheit von Frauen in der Forschung

Zukünftig soll verstärkt darauf geachtet werden, dass Genderaspekte in den Forschungsprogrammen berücksichtigt werden. Im Pakt für Forschung und Innovation (PFI), der von 2016 bis 2020 in seine dritte Förderphase gehen soll, bleibt die Sicherung der Chancengleichheit ein wichtiges forschungspolitisches Ziel. In diesem Rahmen haben sich die Wissenschaftsorganisationen in ihren Selbstverpflichtungserklärungen zur Gewährung chancengerechter und familienfreundlicher Prozesse und Strukturen bekannt. Das betont die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/5651) auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (18/5469) hervor. Über weitere Details berichtet das Portal heute im Bundestag (hib).
Quelle: hib

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Politik

Wenig Geld für Pflanzenforschung in den USA

Dieses Jahr wird amerikanischen Forschern weniger als die Hälfte der empfohlenen Mittel für Agrar- und Lebensmittelforschung bereitgestellt, klagt der Präsident der American Society of Plant Biologists (ASPB), Julian Schroeder. Im Blog der Gesellschaft fordert er daher die Mitglieder auf, sich mehr für die Finanzierung von Forschungsprojekten in den Pflanzen- und Agrarwissenschaften einzusetzen und dazu mit anderen Gesellschaften zu kooperieren, um den weltweiten Herausforderungen begegnen zu können. Quelle: ASPB

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Politik

WissZeitVG: Wanka-Papier wird Referentenentwurf

Anfang Juli hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) noch Verwirrung gestiftet: Auf einer Pressekonferenz verteilte sie einen Gesetzentwurf zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG), ihr Haus, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), tat sich mit dem Papier schwer. Auf Anfrage teilte das Ministerium der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schließlich mit, dass es sich bei dem Papier „nicht um einen Referentenentwurf für ein entsprechendes Änderungsgesetz“ handele, sondern um „Vorschläge der Ministerin“. Mit dieser Kommunikationspolitik hat das BMBF für einiges Kopfschütteln gesorgt, berichtet die GEW und stellt auf ihrer Website die Pläne einander gegenüber.
Quelle: GEW

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Politik

Höhe der Förderung von Biotechnologie

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind im Jahr 2014 zum ersten Mal seit dem Jahr 2008 wieder gestiegen. Und zwar um plus 6,2 Prozent, meldet das Portal Heute im Bundestag (hib). Die Ausgaben erreichen nun 954 Millionen Euro und liegen damit über den Zahlen von 2013 (899 Millionen Euro) und 2012 (930 Millionen Euro). Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/5471) auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/5226) hervor.

Quelle: hib

Dagegen sei die Förderung für Biotechnologie in Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) deutlich gesunken, rechnet der Branchenverband BIO Deutschland nur einen Tag später aus. Das Programm, welches eine wesentliche Säule der Wachstumsfinanzierung für Biotechnologie-Unternehmen darstellt, wurde 2014 mit 23,9 Mio Euro gefördert. Im Vergleich dazu gab der Bund im Jahr 2012 noch 29,2 Mio Euro für diese Maßnahme aus.

Quelle: BIO Deutschland

Politik

Wanka warnt vor Verlust der Pflanzenzüchtungs-forschung

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) nennt im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) die Grüne Gentechnik als Beispiel dafür, dass die Wissenschaft in Deutschland in der Defensive sei. Dabei genieße die Pflanzenzüchtung in Deutschland weltweit eine Sonderstellung, was kaum einer wisse. Die Vielfalt an Arten, die in Deutschland erforscht werden, wären weltweit einmalig. Wenn das verloren ginge, wäre nirgendwo eine vergleichbare Forschungslandschaft vorhanden, mahnte die Forschungsministerin und wünscht sich kommunikationsstarke Forscher.
Quelle: FAZ

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Politik

Wissenschaftsrat konstatiert hohes Niveau in Umweltbundesamt und Thünen-Institut

Dem Umweltbundesamt (UBA) in Dessau-Roßlau kommen wichtige Aufgaben für den Umweltschutz und die daraus resultierenden gesundheitlichen Belange in Deutschland zu. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Braunschweig, hat die Aufgabe, die Politik zu beraten, wie Agrarflächen, Wälder und Meere unter Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsgebots optimal genutzt werden können. Diesen beiden und zwei weiteren, geisteswissenschaftlichen Instituten bescheinigte der Wissenschaftsrat in seiner Sommersitzung eine sehr hohe Leistungsfähigkeit.
Quelle: Wissenschaftsrat

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Politik

Nicht überall erhalten Hiwis den Mindestlohn

Theoretisch sollen auch Hiwis einen Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro erhalten. Warum das in der Praxis oft anders aussieht, schildert die online-Ausgabe des Laborjournals. Auch zwischen den Bundesländern gebe es Unterschiede.
Quelle: Laborjournal

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Rahmengesetz für Gentechnik-Anbauverbot passiert österreichischen Nationalrat

In Österreich bleibt das Anbauverbot genetisch veränderter (gv) Pflanzen erhalten und die Genehmigungshoheit weiterhin bei den Ländern. Grundlage dafür bildet ein "Gentechnik-Anbauverbots-Rahmengesetz", das der Nationalrat verabschiedete, meldet das Portal APA-OTS.
Quelle: APA-OTS

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Politik

Bioökonomierat fordert Umdenken bei Bioenergiepolitik

Die deutsche Bioenergiepolitik benötigt eine neue strategische Ausrichtung, die internationale Herausforderungen berücksichtigt: Dies fordert der Bioökonomierat, ein Beratungsgremium der Bundesregierung, in einem heute veröffentlichten Papier. Zwar bringe Energie aus Biomasse einige Vorteile, weil sie sich – im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien - gut speichern lässt. Sie kann aber nur begrenzt erweitert werden. Vor allem dürfe keine Konkurrenz zu Nahrungsmitteln geschaffen werden, betonte der Rat. Über die Empfehlungen berichtet das Portal Biotechnologie. Um die Tank-vs.-Teller-Problematik entscheiden zu können, hatte die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) bereits im Jahr 2009 mehr Forschung gefordert.

Quelle: Biotechnologie.de

direkt zum Papier des Bioökonomierates

zum Bericht der DBG (2009)

Politik

Nobelpreisträger rufen zum Klimaschutz auf

Anlässlich des Abschlusstags der 65. Lindauer Nobelpreisträgertagung präsentierten und unterzeichneten am heutigen Freitag, den 3. Juli auf der Bodenseeinsel Mainau über 30 Nobelpreisträger eine Deklaration zum Klimawandel. In dieser „Mainauer Deklaration 2015“ heißt es, „dass die Nationen der Welt die Chance der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 nutzen und entschlossen handeln müssen, um die künftigen Emissionen weltweit zu begrenzen“. Anlässlich der 21. UN-Klimakonferenz soll eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge des Kyoto-Protokolls verabschiedet werden. Das berichtet das Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau e.V. beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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Politik

Gentechnik-Verbot: Bundesländer lancieren neues Gesetz

Fünf rot-grüne Bundesländer machen Druck auf Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Nach Angaben des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) und des Magazins Top-Agrar haben sie sich auf einen Gesetzesentwurf geeinigt, der den Anbau von gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen im gesamten Bundesgebiet verbietet. Sie sehen in Schmidts aktuellem Vorschlag eine Gefahr für die Umwelt, der eine Regelung auf Länderebene vorsieht (vgl. Meldung vom 5.6.2015).
Quelle: VBIO

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Politik

Anhörung zum Wissenschafts-zeitvertragsgesetz: Nachwuchs braucht Sicherheit

Planbare, verlässliche und transparente Karrierewege sind an deutschen Hochschulen gerade für den wissenschaftlichen Nachwuchs nicht die Regel. Oft ist das Gegenteil der Fall. Das wurde in einer öffentlichen Anhörung zu dem Thema "Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes" am Montagnachmittag deutlich. Zu der Anhörung hatte der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des deutschen Bundestages eingeladen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften kommentierte die Anhörung. Beides stellte der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) auf seiner Website zusammen.
Quelle: VBIO

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DECHEMA setzt sich für Biotechnologie in allen Farben ein

Dass die Grüne Gentechnik in der Debatte über andere Zweige der Biotechnologie – wie etwa der roten oder weißen Biotechnologie – nicht mehr ausgeklammert wird, dafür wollen sich die Vorsitzenden des DECHEMA Zukunftsforums Biotechnologie, Dr. Jochen Schmid (TU München) und Prof. Dr. Kai Muffler (FH Bingen) einsetzen. In ihrem Editorial in der Zeitschrift BIOspektrum empfehlen auch sie unter dem Titel "Grüne Gentechnik - der Ratio eine Chance", dass eine Gefährdungsbeurteilung unabhängig von der eingesetzten Technologie stattfinden muss. Damit schließen sie sich anderen Wissenschaftsorganisationen an, wie etwa dem britischen Biotechnology and Biological Sciences Research Council (BBSRC).
Quelle: BIOspektrum (pdf)

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Verbote von gv-Pflanzen: Politiker streiten und Wissenschaftler mahnen

Erbittert streiten die politischen Parteien darüber, wer Anbauverbote für gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen verhängen soll: Der Bund oder die Bundesländer (vgl. Meldung vom 5.6.2015). Dass es stichhaltige Gründe für solche Verbote gibt, wird dabei als selbstverständlich angenommen. Dagegen haben sich die großen Wissenschaftsorganisationen gegen "wissenschaftlich unbegründete pauschale Anbauverbote" von gv-Pflanzen ausgesprochen, zuletzt die Dechema. Wie das Dechema-Zukunftsforum empfahlen auch die Wissenschaftsakademien, die "Risikobewertung künftig vor allem auf die spezifischen Eigenschaften neuer Pflanzensorten und nicht auf den Prozess ihrer Erzeugung abzustellen", zitiert das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Ratifikation des Nagoya-Protokolls und Auswirkung auf die Forschung

Die Bundesregierung schafft mit einem Gesetzentwurf (18/5219) die Voraussetzungen für die völkerrechtliche Ratifikation des Nagoya-Protokolls aus dem Jahr 2010, das den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der Vorteile, die sich aus ihrer Nutzung ergeben, regelt. Aber noch ist das Gesetz ein Entwurf, der noch vom Deutschen Bundestag debattiert werden muss. Auch die Bundesländer müssen zustimmen. Wird das generelle Ziel des Nagoya Protokolls "geregelter Zugang gegen geregelten Ausgleich" allseits akzeptiert, regt sich bei Wissenschaftlern schon seit längerem Kritik an der Umsetzung des Nagoya-Protokolls auf europäischer und nationaler Ebene. Auch der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) hatte sich hierzu mehrfach kritisch zu Wort gemeldet und vor zu starker Bürokratisierung gewarnt. Jetzt fordert auch der Bioökonomierat, dass Forschung, die sich ausschließlich mit der Sammlung, Evaluierung und Charakterisierung genetischer Ressourcen befasst, von den Dokumentationspflichten der Verordnung entbunden werden sollte, da solche Forschung öffentliche Güter schaffe, die weltweit zugänglich sein sollten.
Quelle: VBIO

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Politik

Jessel für nationales Genpflanzen-Verbot

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Professor Beate Jessel, hat sich am Mittwoch im Umweltausschuss für ein bundesweites Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesprochen. Das meldet der Deutsche Bundestag. Damit nimmt sie Stellung zu der Uneinigkeit zwischen den drei Parteien, die die derzeitige Bundesregierung stellen (vgl. Meldung vom 5.6.2015).
Quelle: Bundestag

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Politik

Der bizarre Streit um die Gentechnik-Kennzeichnung

Alle gentechnisch veränderten Produkte zu kennzeichnen, das fordert inzwischen die Industrie. Nun halten die Grünen dagegen und warnen vor "Verbraucherverdummung". Ernährungsexperte Udo Pollmer sieht in einem Beitrag in Deutschlandradio-Kultur vertauschte Fronten.
Quelle: Deutschlandradio-Kultur

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Politik

Die Zukunft des Rates für Pflanzenwissenschaften

Der Präsident des Internationalen Pflanzenrates (Global Plant Council, GPC), Professor Bill Davies, erläutert im Blog der Organisation seine Sicht auf die Zukunft des Rates und welche Herausforderungen auf die Pflanzenwissenschaften und die Bevölkerung warten. Er stellt die wichtigsten Aufgaben des Rates heraus und sinniert über zukünftige Handlungsfelder nach.

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Politik

Zeitverträge treiben die Wissenschaft ins Verderben

Eigentlich wollte die große Koalition die Perspektive junger Wissenschaftler verbessern. Doch bislang sei nichts geschehen, beklagt Autor Ronald Preuss in der Süddeutschen Zeitung. Forscher müssen sich weiter nach der Laufzeit von Forschungsprojekten richten und das sei unwürdig. Außerdem verstärke das den Brain-Drain, die Abwanderung der besten Köpfe ins Ausland. Der Autor kritisiert aber nicht nur Politiker sondern auch Hochschullehrer.
Quelle: Süddeutsche Zeitung

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Weiterhin Koalitionsdifferenzen wegen gv-Organismen

Die Differenzen zwischen den drei die Regierung bildenden Parteien halten an. In der Süddeutschen Zeitung (SZ) beharrte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) auf einer nationalen Regelung zum Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft, weil die Menschen gegen "Agrogentechnik" seien, während Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) eine Regelung auf Länderebene vorzieht, weil er sie für rechtlich sicherer hält. Schmidt ist der Meinung, dass Niemand in Deutschland gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Äckern sehen möchte, wie der Tagesspiegel berichtet. Der Tageszeitung zufolge soll ein Gesetzesentwurf die Einrichtung einer Prüfergruppe und direkte Verbote im Einzelfall vorsehen. Mehrere Wissenschaftsorganisationen hatten sich im März ebenfalls für Regelungen auf Länderebene ausgesprochen. Erst vor kurzem hatte sich Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) für die Grüne Gentechnik stark gemacht (vgl. Meldung vom 27.5.2015).

mehr bei der SZ

mehr beim Tagesspiegel

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Bundesamt: Mit neuem Verfahren gezüchteter Raps ist keine Gentechnik

Es bleibt dabei: Ein mit einem neuen Verfahren gezüchteter Raps ist nicht als gentechnisch veränderter Organismus anzusehen. Er fällt damit nicht unter die strengen Bestimmungen des Gentechnik-Gesetzes. Das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat den Widerspruch mehrerer Umwelt- und Ökoverbände gegen den im März erteilten Bescheid zurückgewiesen. Darin wird der von dem kalifornischen Unternehmen Cibus entwickelte Raps, der mittels der relativ neuen Oligeonukleotid-gesteuerten Mutagenese (OgM/OdM) hergestellt wurde, als Mutationszüchtung eingestuft, die im Gentechnik-Gesetz ausdrücklich ausgenommen ist. Die Verbände halten ihn dagegen für "Gentechnik durch die Hintertür". Über die Debatte berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Politik

Bundestag behandelt noch im Juni das Anbauverbot von Genpflanzen

Der Opt-out-Mechanismus, der den Mitgliedstaaten der Europäischen Union unter bestimmten Voraussetzungen den Erlass nationaler Anbauverbote für Gentechnik-Pflanzen ermöglicht, ist am Mittwoch, dem 17. Juni 2015, ab 11 Uhr Thema eines öffentlichen Fachgespräches im Umweltausschuss.
Quelle: Bundestag

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Das große Durcheinander bei der Gentechnik-Kennzeichnung

Die Gentechnik-Kennzeichnung bleibt wie sie ist. Das hat die Bundesregierung in ihrem aktuellen agrarpolitischen Bericht festgestellt, schreibt das Portal Transgen. In der EU gebe es weder in der Kommission noch bei der Mehrheit der Mitgliedstaaten politische Unterstützung für eine Ausweitung der Kennzeichnungspflicht. Gerade in Deutschland wird sie immer wieder gefordert - inzwischen nicht nur von Gegnern, sondern auch von Befürwortern der Grünen Gentechnik. Über die teils widersprüchlichen Begründungen für eine Kennzeichnung berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Politik

Wanka macht sich für Grüne Gentechnik stark

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat sich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung klar gegen ein Verbot gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen ausgesprochen. Es sei doch absurd, dass Gentechnik in der Medizin erlaubt und bei Pflanzen und Nahrungsmitteln verboten sei, argumentierte die Ministerin nach Angaben des Portals Proplanta. Als rohstoffarmes Land sei Deutschland auf den wissenschaftlichen Fortschritt angewiesen, sagte die CDU-Politikerin, wie das Portal Biotechnologie schreibt. Sie stellte sich damit gegen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, der einen Gesetzesentwurf für ein nationales Anbauverbot bereits auf den Weg gebracht hat (vgl. Meldungen vom 20.3.2015).

Quelle: Proplanta.de

Quelle: Biotechnologie.de

Politik

Rat der Wissenschaften in der EU

Ab Herbst soll ein Gremium aus sieben Forschenden die EU-Kommission in Wissenschaftsfragen beraten. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung reagiert Präsident Juncker damit auf Kritik an der Streichung der Stelle der wissenschaftlichen Chefberaterin, Anne Glover, vergangenes Jahr (vgl. Meldungen vom 14.11.2014). Aber die Integration des neuen Rates in die EU ist nicht unumstritten, schreibt Autor Kai Kupferschmidt bei der Zeitung. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) begrüßte die Planungen und erwartet deren rasche Umsetzung. Gerade angesichts der drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen und der Reichweite der Kommissionsentscheidungen sei eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende politische Entscheidungsfindung unabdingbar.

Quelle: Süddeutschen Zeitung

Stellungnahme des: VBIO

Politik

G7 veröffentlicht Fortschrittsbericht zur Biodiversität

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat am 22. Mai 2015 den G7-Elmau-Fortschrittsbericht „Biodiversity – A vital foundation for sustainable development“ veröffentlicht. Die Erstellung des Berichts, in dem die G7-Staaten ihre Bemühungen um den Erhalt der biologischen Vielfalt analysieren, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) sowie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) maßgeblich unterstützt.
Quelle: DIE

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Politik

Biodiversitätsforschung muss sich an neue Herausforderungen anpassen

Biodiversität wird zunehmend als Element globaler Zukunftsfragen denn als eigenes Politik- und Forschungsfeld gesehen. Das macht eine Anpassung von Forschungsstrategien und Förderungen notwendig. Ende September sollen durch die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wichtige umweltpolitische Weichen gestellt werden. Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Biodiversität soll dabei als Kernziel verankert werden und so in andere Politikbereiche Eingang finden. Hierfür ist ein Verständnis der Zusammenhänge zwischen menschlichen Aktivitäten und Schwund der Vielfaalt und ihrer Leistungen einerseits und ihrer Bedeutung für das menschliche Wohlergehen andererseits unumgänglich. Das meldet Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) anlässlich des heutigen Internationalen Tages der biologischen Vielfalt.
Quelle: NeFo

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Politik

Was Sie über gentechnisch veränderte Pflanzen wissen sollten

Autor Lars Fischer hat im Spektrum-Magazin zusammengestellt, wie Frankenfood und Feldbefreier und Wissenschaft gegen Welthunger zusammenpassen. Während Gentechnik in der Medizin bereits Alltag ist, tobt in der Landwirtschaft ein Glaubenskrieg um das große Ganze.
Quelle: Spektrum.de

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Politik

Gentechnik: Sorgt für Transparenz!

Es könnte zu einem Wendepunkt in der festgefahrenen Gentechnik-Debatte führen: Wissenschaftler, Verbraucherschützer und Prominente aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik fordern in einer Petition an den Bundestag, dass alle mit der Gentechnik in Berührung gekommenen Gegenstände als solche auf der Verpackung gekennzeichnet werden.  Dazu zählen die Mehrzahl der Lebensmittel, zahlreiche Arznei- und Futtermittel sowie die Mehrzahl der Wasch- und Reinigungsmittel, aber auch Textilien und anderen Produkte. Unter dem Motto „Mündige Verbraucher fordern: Sorgt endlich für Transparenz“ haben der Vorsitzende des Forums Grüne Vernunft, Minister a.D. Dr. Horst Rehberger, der Vorsitzende der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, Staatssekretär Marco Tullner, der hessische Vorsitzende des Verbands Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO), Prof. Dr. Wolfgang Nellen, sowie der Vorsitzende des Wissenschaftlerkreises Grüne Gentechnik (WGG), Prof. Dr. Klaus-Dieter Jany, eine Petition an den Bundestag vorbereitet, die ab heute im Internet freigeschaltet ist, und dort binnen vier Wochen, also bis spätestens 15. Juni 2015, durch Mitzeichnung unterstützt werden kann. Ein Begleitvideo verdeutlicht, wie leer unsere Supermarktregale wären, wenn alle Produkte, die mit Gentechnik in Berührung kamen, dort nicht mehr zu finden wären.

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Neue Zuse-Gemeinschaft übt Kritik am Fördersystem

Neben den Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen der vier Forschungsgemeinschaften haben sich in Deutschland über die vergangenen Jahrzehnte eine große Anzahl gemeinnütziger privater Institute etabliert, die eine anwendungsnahe Forschung betreiben und eng mit mittelständischen Firmen kooperieren. Ein gemeinsames Sprachrohr für diese Einrichtungen gab es bisher nicht. Das will die neu gegründete „Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse“ ändern, berichtet das Portal Biotechnologie. Ihr erstes Strategiepapier macht auf Nachteile im aktuellen Fördersystem aufmerksam, das vor allem den Status der Großforschungseinrichtungen kritisiert.
Quelle: Biotechnologie.de

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SPD will Anbau von Gentechnik-Pflanzen bundesweit verbieten

Die Sozialdemokratische Partei (SPD) will den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland verhindern. Mit ihrem heutigen Beschluss zur grünen Gentechnik bekräftigt die SPD-Bundestagsfraktion, dass die EU-Regelung zum sogenannten Opt out konsequent im Sinne des Koalitionsvertrags für bundesweite Verbote genutzt werden soll.

Quelle: Pressemitteilung

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Es begann vor 25 Jahren mit Petunien

Vor 25 Jahren, im Mai 1990, starteten Forschende des Max-Planck-Institutes für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln den ersten Freilandversuch mit gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen in Deutschland. Sie hatten in Petunien ein Gen aus Mais übertragen, das die Blütenfarbe von weiß in lachsrot veränderte. Etwa 1200 Freisetzungen wurden seitdem in Deutschland durchgeführt, die meisten um die Jahrtausendwende. Heute finden in Deutschland keine Freilandversuche mit gv-Pflanzen mehr statt, meldet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Neues Info-Portal

Ein neues Portal unter dem Dach der Schweizer Akademie der Naturwissenschaften SCNAT informiert über die Sicherheit, die Anwendung, die Regulierung und weitere wissenschaftliche Erkenntnisse und offene Fragen der Grünen Gentechnik. Damit will das von Wissenschaftlern unterstützte Portal die naturwissenschaftliche, politische, rechtliche und gesellschaftliche Debatte zur Grünen Gentechnik bereichern, wobei vor allem für die Schweiz relevante Informationen und Aktivitäten im Vordergrund stehen. Die Inhalte des Portals stützen sich auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien aus dem In- und Ausland, welche von einer Expertengruppe geprüft, eingeordnet und zusammengefasst werden.
Quelle: Portal grüne Gentechnik

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Gesetze gegen Biopiraterie schützen die Artenvielfalt

Das Bundeskabinett hat heute zwei Gesetzentwürfe gebilligt, die den Beitritt Deutschlands zum Nagoya-Protokoll ermöglichen. Das Nagoya-Protokoll ist ein neuartiges Instrument für den internationalen Naturschutz. Es trägt dazu bei, den Wert der biologischen Vielfalt bei der Herstellung neuartiger Produkte besser zu berücksichtigen und setzt wirtschaftliche Anreize für die Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Natur. Die internationale Staatengemeinschaft hat im Jahr 2010 auf der zehnten Weltbiodiversitätskonferenz in Japan das Nagoya-Protokoll beschlossen. Das Nagoya-Protokoll stellt Regeln auf, die zu beachten sind, wenn Tiere, Pflanzen oder sonstige Lebewesen für Forschung und Entwicklung in anderen Ländern genutzt werden. Das meldet das Bundesamt für Naturschutz (BfN).
Quelle: BfN

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EU-Parlament für neue Waldstrategie

Vor zwei Tagen  hat das Parlament der EU für eine neue Waldstrategie gestimmt. Sie soll die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, deren ressourceneffiziente Nutzung und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Forstsektors sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen fokussieren, fordert das EU-Parlament in einer Entschließung.
Quelle: EU-Parlament

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EU-Kommission genehmigt Einfuhr von 19 Gentechnik-Pflanzen

Die EU-Kommission hat für die Einfuhr von 17 gentechnisch veränderten Pflanzen grünes Licht für deren Verwendung in Lebens- und Futtermitteln erteilt. Auch zwei Nelkensorten dürfen als Schnittblumen importiert werden. In Europa sind bisher 58 gentechnisch veränderte Pflanzen als Importware für den Einsatz in Lebensmitteln oder Futtermitteln zugelassen. Dazu gehören Mais, Baumwolle, Sojabohnen, Ölraps und Zuckerrüben. Nach zwei Jahren Pause erteilte die EU-Kommission am 24. April gleich für eine ganze Serie von Gentechnik-Pflanzen die Zulassung für den europäischen Markt. Der Kommission zufolge hätten die nun zugelassenen Gewächse und deren Früchte  "ein vollständiges Zulassungsverfahren durchlaufen" und seien nach Prüfung durch die Lebensmittelbehörde EFSA „sicher“. Über die Zulassung schreibt das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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Import für 17 gentechnisch veränderte Pflanzen zugelassen

Die EU-Kommission hat siebzehn gentechnisch veränderte Pflanzen für den Import in die EU und zur Verwendung in Lebens- und Futtermitteln zugelassen, berichtet das Portal Transgen. Die letzte Zulassung hatte die Kommission im November 2013 erteilt.
Quelle: Transgen

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Erbgut ohne Gentechnik ändern

Die Tageszeitung die WELT hat mit dem Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle, Prof. Dr. Jörg Hacker, darüber gesprochen, was die neuen Methoden der Gentechnik können, die nicht mehr nachweisbar sind und für die keine Gentechnik im klassischen Sinne mehr bemüht werden muss. Ressortleiter Norbert Lossau befragte Hacker auch zu den ethischen Implikationen.
Quelle: Die Welt

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Mehr Entscheidungsfreiheit für Mitgliedstaaten bei Verwendung von GVO in Lebens- und Futtermitteln

Die Europäische Kommission stellt heute das Ergebnis ihrer Überprüfung des Entscheidungsprozesses für die Zulassung genetisch veränderter Organismen (GVO) in Lebens- und Futtermitteln vor. Diese Überprüfung ergab sich aus den politischen Leitlinien, die dem Europäischen Parlament im Juli 2014 vorgestellt worden waren und auf deren Grundlage die Kommission ernannt wurde. Bei der Überprüfung bestätigte sich, dass Änderungen erforderlich sind, die der öffentlichen Meinung Rechnung tragen und die den nationalen Regierungen ein größeres Mitspracherecht in Bezug auf die Verwendung von auf EU-Ebene zugelassenen GVO gewähren – sowohl für den menschlichen Verzehr (Lebensmittel) als auch für die Verfütterung an Tiere (Futtermittel). Aufgrund des Ergebnisses der Überprüfung schlägt die Kommission eine Änderung der Rechtsvorschriften vor, die den Mitgliedstaaten mehr Möglichkeiten einräumen soll, die Verwendung von auf EU-Ebene zugelassenen GVO in Lebens- und Futtermitteln in ihrem Hoheitsgebiet zu beschränken oder zu untersagen.
Quelle: Europäische Kommission

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Schweiz hat Freilandversuch mit gv-Kartoffeln genehmigt

Die schweizerische Forschungsanstalt Agroscope darf in den nächsten fünf Jahren gentechnisch veränderte (gv) Kartoffeln im Freiland testen. Das zuständige Bundesamt für Umwelt hat heute die Genehmigung dazu erteilt. Die gv-Kartoffeln sind resistent gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule. Sie wurden an der Universität Wageningen (Niederlande) entwickelt und sollen nun unter Schweizerischen Anbaubedingungen geprüft werden. Das meldet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen.de

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Das Ende der Glyphosat-Ära

In den USA breiten sich zunehmend Unkräuter aus, die gegen das Herbizid Glyphosat resistent geworden sind. Die Landwirtschaft stellt das vor große Probleme. Nun kommen neue gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen auf den Markt. Sie verfügen über mehrere Resistenzen gegen andere Herbizid-Wirkstoffe. Damit wollen die großen Agro-Unternehmen den Farmern Alternativen anbieten, um mit Glyphosat-resistenten Unkräutern fertig zu werden. Der Wirkstoff war in Kombination mit dazu passenden gv-Soja-, Mais- und Baumwollsorten über Jahre als effektives System zur Unkrautbekämpfung in Nord- und Südamerika nahezu flächendeckend genutzt worden. Die akuten Probleme mit Glyphosat-resistenten Unkräutern werden mit den neuen Pflanzen erst einmal gemildert - doch viele Forschende bezweifeln, ob dies eine dauerhafte Lösung sein wird. Über den aktuellen Stand dieser Problematik berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Heilende Pflanzen und Inventur der Flora in Burkina Faso

Der Wilde Veilchenbaum Securidaca longipedunculata wird in Burkina Faso zur Behandlung von Schlangenbissen eingesetzt. Foto und ©: Marco Schmidt, Senckenberg

In einer im Journal of Ethnobiology and Ethnomedicine veröffentlichten Studie präsentieren Forschende erstmals genaue Zahlen zur Pflanzennutzung in dem westafrikanischen Staat Burkina Faso: 50 Prozent aller Pflanzenarten werden verwendet, davon 36 Prozent für traditionelle Medizin. Die Studie ist wichtig für erfolgreiche Schutzkonzepte, kann aber auch bei der Entwicklung neuer Medikamente helfen. Die Studie haben Forschende des Senckenberg Forschungsinstitutes in Frankfurt in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Universität Ouagadougou erstellt.
Quelle: Senckenberg

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Präsidenten der deutschen und britischen Rektorenkonferenzen protestieren gegen Kürzung der 2020-Forschungsgelder

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die britische Rektorenkonferenz Universities UK (UUK) haben in einem heute in der britischen Tageszeitung Financial Times veröffentlichten gemeinsamen Beitrag gegen die Kürzungen des europäischen Forschungsprogramms Horizon 2020 protestiert. Die Präsidenten beider Organisationen, Professor Dr. Horst Hippler und Professor Sir Christopher Snowden, zeigen sich sehr besorgt, dass die Verlagerung von 2,7 Milliarden Euro in den neu aufgelegten „Europäischen Fonds für Strategische Investitionen“ (EFSI) die europäische Hochschulforschung schwächt.

mehr bei der HRK (Pressemitteilung)

Protestbrief (engl) bei der HRK

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Wird das BMBF die Nachhaltigkeitsforschung um 20 Prozent kürzen?

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka muss aus dem Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) 480 Millionen Euro an sogenannter „Globaler Minderausgabe“ aufbringen, größtenteils um das Betreuungsgeld zu finanzieren. Das melden der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Demnach müssen zwar auch andere Ministerien etwas dazu beisteuern, aber in geringerem Ausmaß: Das Familienministerium etwa spart nur 2,5 Millionen Euro.
Quelle: DNR

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Forscher warnen vor Verbot

In Deutschland wird sehr emotionsgeladen über die Grüne Gentechnik diskutiert. Ab morgen steht es jedem EU-Staat frei, über Zulassung oder Verbot der Pflanzengentechnik zu entscheiden. Das Inforadio des rbb interviewte aus diesem Anlass den Göttinger Agrarökonomen und Erforscher ländlicher Entwicklung Martin Qaim. Qaim ist einer der Autoren der Empfehlung der Wissenschaftsakademien, die vor wenigen Tagen davor warnten ein deutschlandweites Verbot der Grünen Gentechnik einzuführen (vgl. Meldung vom 26.3.2015).
Quelle: Podcast beim rbb

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Immer mehr Menschen sehen Umweltschutz nicht als Problem, sondern als Teil der Lösung

Das Umweltbewusstsein der Deutschen wandelt sich. Das belegt die neue Umweltbewusstseinsstudie von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt (UBA). Demnach sehen immer mehr Befragte den Umwelt- und Klimaschutz als Teil der Lösung für Zukunftsaufgaben, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze. Fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) geben an, dass sie den Umwelt- und Klimaschutz für eine grundlegende Bedingung zur Bewältigung von Zukunftsaufgaben wie beispielsweise die Globalisierung halten. 2012 taten dies nur 40 Prozent. Knapp die Hälfte aller Befragten hält Umwelt- und Klimaschutz zudem für eine grundlegende Voraussetzung, um den Wohlstand zu sichern (56 Prozent), die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu erhalten (48 Prozent) und Arbeitsplätze zu schaffen (46 Prozent).
Quelle: UBA

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Wegen Gesetzen zu Züchtungsverfahren droht Europa den Anschluss zu verlieren

In der Pflanzenzüchtung bahnen sich neue Verfahren an. Anders als bisher wird es damit erstmals möglich, gezielt einzelne Gene abzuschalten oder umzuschreiben. Die Europäische Union zögert noch, ob die damit erzeugten Pflanzen als gentechnisch verändert einzustufen sind und damit unter die strengen Auflagen der Gentechnik-Gesetze fallen. In den USA und auch in China hat man bereits einen anderen Weg eingeschlagen, berichtet das Portal Transgen. Damit zeichnen sich nicht nur neue Probleme im Agrarhandel ab. Die europäische Pflanzenforschung könnte international den Anschluss verlieren.
Quelle: Transgen.de

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Akademien gegen generelles Verbot und für wissenschaftsbasierte Einzelfallprüfungen

Neuartige Methoden der Pflanzenzüchtung auf Basis molekulargenetischer Verfahren ermöglichen die Anpassung des Erbguts von Kulturpflanzen an bestimmte Anbaubedingungen und an die Nachfrage. Die resultierenden Sorten lassen sich mitunter nicht mehr von den durch konventionelle Züchtung gewonnenen Pflanzen unterscheiden. Die Nationale Akademie Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften haben aus diesem Anlass eine Stellungnahme mit Empfehlungen zum Umgang mit Methoden molekularer Züchtung veröffentlicht. Sie alle empfehlen u.a. für die Risikobewertung zukünftig vor allem auf die spezifischen Eigenschaften neuer Pflanzensorten und nicht auf den Prozess ihrer Erzeugung abzustellen. Sie sprechen sich außerdem gegen wissenschaftlich unbegründete pauschale Anbauverbote für gentechnisch veränderte Organismen (gvo) aus und empfehlen mit Nachdruck wissenschaftsbasierte Einzelfallprüfungen.
Quelle: Stellungnahme bei der Leopoldina (pdf)

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Bundeseinheitliches Verbot in Sicht

Wie der Deutschlandfunk meldet, scheint Bundesagrarminister Christian Schmidt nun doch ein bundesweites Anbauverbot für gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen zu planen. Vor Kurzem hatte er noch verlangt, dass die Bundesländer dies jedes für sich regeln sollen.
Quelle: Deutschlandfunk

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Tatsächlich alles Bestens nach Bologna? Die europäische Studienreform am Vorabend der Jerewan-Konferenz

Am 14. und 15. Mai 2015 werden sich die Bildungsministerinnen und Bildungsminister der 47 Unterzeichnerstaaten der Bologna-Erklärung in der armenischen Hauptstadt Jerewan versammeln und die Weichen für die Fortsetzung des Reformprozesses bis 2018 stellen. Für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sei 15 Jahre nach der Einführung von Bologna alles Bestens, meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO). Zu einer differenzierten Bilanz kommt dagegen der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Andreas Keller. Er kritisierte die Art und Weise der Umsetzung der Bologna-Reform in Deutschland.

Quelle: VBIO

Pressemitteilung des BMBF

Keller beim Bologna-Symposium des DGB

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"Die Leute haben keine Ahnung"

Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard kritisiert in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, dass die meisten Menschen in Deutschland nichts über die Vorteile gentechnisch veränderter Pflanzen wüssten. In Amerika seien 90 Prozent der Nahrungsmittel gentechnisch verändert - auch dort sei "überhaupt nichts passiert", so Nüsslein-Volhard. In keinem Bereich sei man so pingelig.
Quelle: Deutschlandfunk

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Bayern will bessere Arbeitsbedingungen für Nachwuchs-wissenschaftler

Bessere Arbeitsbedingungen und klarere Perspektiven für viele Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an Bayerns Hochschulen werden Grundsätze ermöglichen, auf die sich nun auf Einladung von Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle die entsprechenden Gremien verständigt haben. Die „Grundsätze der staatlichen bayerischen Hochschulen zum Umgang mit Befristungen nach Wissenschaftszeitvertragsgesetz und zur Förderung von Karriereperspektiven“ beinhalten u.a. Regelungen zur Gesamtbeschäftigungsdauer, Mindestbefristungen, Halbtagsstellen. Das meldet das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (KM).
Quelle: KM

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François Hollande befürwortet Biotechnologien und Gentechnik

Anlässlich der nationalen französischen Landwirtschaftsmesse befürwortete Staatspräsident François Hollande die Wiederaufnahme der Forschung an genetisch veränderten Organismen (GVO) in Frankreich und betonte die Bedeutung der Biotechnologien. Das meldete die Wissenschaftliche Abteilung der Französischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: Französische Botschaft

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Wissenschafts-organisationen kritisieren bundesweites Anbauverbot für gv-Pflanzen

Auch in Zukunft wird es wohl keine gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen auf deutschen Äckern geben. Denn die EU ermöglicht, jedem einzelnen Land die Entscheidung, den Anbau von gv-Pflanzen zu verbieten, selbst wenn diese eine europäische Zulassung haben. Die deutschen Wissenschaftsorganisationen kritisieren dies. Bernd Müller-Röber vom Biologen-Dachverband VBIO fordert in der Zeitung Tagesspiegel „eine rationale, wissensbasierte und durchaus kritische Debatte“.  Auch die einzelnen Bundesländer sollten diese Wahlfreiheit haben. Dafür hätten neben dem VBIO auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) plädiert, schreibt Autor Sascha Karrenberg. Für die Wahlfreiheit der Bundesländer sei auch Landwirtschaftsminister Christian Schmidt.
Quelle: Tagesspiegel

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Was eine Pflanze zu einer gentechnisch veränderten macht

Ein mit einem neuen Züchtungsverfahren hergestellter herbizidresistenter Raps ist nach den Bestimmungen des Gentechnik-Gesetzes nicht als gentechnisch veränderter Organismus (GVO) anzusehen. Das hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) der kalifornischen Firma Cibus in einem förmlichen Bescheid mitgeteilt. Die mit dem ODM-Verfahren (Olegonukleotid  gerichtete Mutagenese) gewonnene Rapspflanze weist eine Resistenz gegenüber Herbiziden auf. Schon 2012 hatte die Zentrale Kommission für Biologische Sicherheit mit der ODM-Technik gezüchtete Pflanzen nicht als "gentechnisch verändert" eingestuft. Dagegen stufen Verbände und Organisationen aus der Anti-Gentechnik-Bewegung den Raps "eindeutig als Gentechnik" ein, verweisen auf die "gleichen Bedenken hinsichtlich Risiken und Nebenwirkungen wie bei der klassischen Gentechnik“ und haben Widerspruch eingelegt. Es ist der erste große Konflikt um neue molekularbiologische Verfahren, die zunehmend auch in der Pflanzenzüchtung eingesetzt werden. Über den Streit berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen.de

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EFI legt Jahresgutachten 2015 zur Forschungs- und Innovationspolitik vor

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat die wichtigsten Initiativen der Bundesregierung im Bereich Forschungs- und Innovationspolitik untersucht. Mit der Aufhebung des Kooperationsverbots im Hochschulbereich gelang ein großer Wurf. Zudem wurden wichtige Ziele für die Innovationspolitik gesetzt: Restriktive steuerrechtliche Regelungen für Wagniskapital sollen überarbeitet und ein Fonds für die Wachstumsfinanzierung deutscher Start-ups aufgelegt werden. Die Kommission mahnt aber zugleich, dass sich Deutschland an der FuE-Intensität der weltweiten Spitzengruppe orientieren muss, wenn es zu den führenden Innovationsnationen aufschließen will. Darüber berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO)
Quelle: VBIO

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Rektorenkonferenzen warnen: Forschungsstandort Europa in Gefahr

In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren die Hochschulvertretungen aus Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland die geplante Kürzung der EU-Forschungsförderung. Der Protest richtet sich gegen Pläne der EU-Kommission, das europäische Forschungsprogramm „Horizon 2020“ um rund 2,7 Milliarden Euro zu kürzen. Die damit frei werdenden Mittel sind für den neuen „Europäischen Fonds für Strategische Investitionen“ (EFSI) vorgesehen. Mit dem Fonds sollen private Investitionen in der Euro-Zone mobilisiert und so die Wirtschaft angekurbelt werden, hat der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) eine Meldung der französischen Hochschulrektorenkonferenz (Conférence des présidents d’université, CPU) übersetzt.
Quelle: VBIO

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Britisches Unterhaus kritisiert gv-Regeln der EU

Aus dem englischen Unterhaus kommt Kritik an der Regulierung gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen in der EU. Der britische Ausschuss für Wissenschaft und Technologie plädiert in einer neuen Studie für eine produktbezogene Regulierung. Der Vorsitzende des Komitees, Andrew Miller MP, beklagte, dass die Opposition gegen gv-Nutzpflanzen in vielen EU-Ländern auf die Werte und Politikverhältnisse zurückzuführen seien, und nichts mit Wissenschaft zu tun hätten.
Quelle: britisches Parlament

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Nadelöhr Zulassungen für neue Pflanzen

Bislang konzentriert sich der Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen auf Mais, Sojabohnen und Baumwolle. Zwar wird auch an anderen Kulturarten viel geforscht. Neu entwickelte gv-Pflanzen, die Trockenheit, Überflutung und Schädlingsattacken überstehen oder mit Nährstoffen angereichert wurden, wachsen weltweit in Gewächshäusern und werden in Feldversuchen getestet. Bis zu einer Zulassung haben es bislang aber nur wenige geschafft. Zwei französische Wissenschaftlerinnen haben nun eine Zusammenstellung der wichtigsten Forschungsprojekte veröffentlicht, wie das Portal Transgen berichtet.
Quelle: Transgen

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Kontroverse zur Regelung von Genpflanzen-Verbot

In der großen Koalition aus CDU, CSU und SPD bahnt sich Streit um die Regelung des geplanten Verbots von EU-weit zugelassenen Genpflanzen in Deutschland an. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CDU) will das Verbot nicht auf Bundes-, sondern auf Länderebene umsetzen. Die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert aber eine einheitliche Umsetzung. Das berichtet das Portal Proplanta.
Quelle: Proplanta

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Meinung der Wissenschaftler und der Öffentlichkeit gehen auseinander

Unter der Überschrift „Gentechnik und die Öffentlichkeit – das große Missverständnis?“ hat sich auf dem Wissenschafts-Blog-Portal Scilogs eine lebhafte Debatte über den Nutzen der Gentechnik entwickelt. Autor Martin Ballaschk, derzeit Doktorand am Leibniz-Institut für molekulare Pharmakologie, berichtet von einer Umfrage in den USA, wo sich die Wissenschaft weitgehend einig ist, dass gentechnisch veränderte Sorten genauso sicher sind wie konventionell gezüchtete Pflanzen. Die breite Öffentlichkeit lehne diese jedoch ab, wohl auch weil sie keinen Kontakt zur Technologie habe. Gentechnik wirke allein durch seine Fremdheit als Bedrohung. Gemeinsam mit seinen Lesern diskutiert er die Erkenntnisse.
Quelle: Scilogs

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Wissenschaftler fordern Revolution der Landwirtschaft

Bislang gibt es mehrere Vorschläge, wie die rund 9 Mrd. Menschen auf der Erde ernährt werden können, die im Jahr 2050 dort leben werden. Aber die Landwirtschaft lediglich zu intensivieren, wird nicht ausreichen, mahnen die Teilnehmenden der AAAS-Jahrestagung. Von der Jahrestagung der Tagung der non-profit American Association for the Advancement of Science berichtet der Journalist Alfons Deter beim TopAgrar-Magazin.
Quelle: Topagrar.com

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Verlust biologischer Vielfalt ohne flächendeckende Ursachenerfassung nicht zu stoppen

"Wir müssen und werden mehr tun, um die Strategie konsequent umzusetzen", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bei der Verabschiedung des Indikatorenberichtes 2014. Dieser soll alle zwei Jahre den Fortschritt der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt dokumentieren. Doch trotz der vielfältigen Anstrengungen kommen die Fortschritte zu langsam. "Was fehlt, ist eine bundesweit flächendeckende Erfassung der Ursachen für den Arten- und Lebensraumverlust.", begründet dies der Ökologe Dr. Jens Dauber vom Thünen-Institut im Interview beim Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo). Erst mit einer umfassenden Datengrundlage seien effektive Maßnahmen festzulegen. Doch diese spare sich die Politik bislang, klagt der Forscher.
Quelle: NeFo

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Leitartikler fordert Sachlichkeit statt Panikmache

Weil eine sachliche Diskussion über das Thema Gentechnik in Nahrungs- und Futtermitteln unmöglich geworden ist, räumt Politikredakteur Sebastian Kaiser im Leitartikel der Badischen Zeitung mit Vorurteilen auf. Rational ließe sich nicht erklären, woher die Paranoia vor der Gentechnik eigentlich komme, zumal keine Studie gezeigt habe, dass das Essen gentechnisch veränderter Nutzpflanzen als gesundheitsgefährdend einstuft wurde. Auch wenn gentechnisch veränderte Pflanzen kein Allheilmittel für alle Probleme sein können, seien jetzt Umweltverbände gefordert, sich für die Grüne Gentechnik einzusetzen.
Quelle: Badische Zeitung

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Unbedenklichkeit von Gentechnik-Pflanzen, wissenschaftlicher Konsens und Umfrage

Eine Gruppe gentechnikkritischer Wissenschaftler - darunter die indische Aktivistin Vandana Shiva - hat in einem Fachjournal eine Erklärung veröffentlicht, nach der es keinen wissenschaftlichen Konsens über die Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen gebe. Damit widerspreche sie der internationalen Mehrheitsmeinung, berichtet das Portal Transgen. Vor allem aus den USA kam umgehend heftige Kritik. Dort war gerade eine Studie erschienen: Danach halten 87 Prozent der Wissenschaftler den Verzehr von Gentechnik-Lebensmitteln für sicher (vgl. Meldung vom 30.1.2015). In der Bevölkerung ist der Zweifel daran jedoch weit verbreitet.
Quelle: Transgen

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Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt erfordert Nachbesserung

Das Bundeskabinett hat heute den Indikatorenbericht 2014 zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen. Wie er zeigt, liegt trotz der vielfältigen Anstrengungen, die bisher unternommen wurden, bei fast allen Indikatoren ein weiter Abstand zwischen dem Ist-Zustand und den jeweiligen Zielwerten. Eines der größten Defizite besteht beim zentralen Indikator "Artenvielfalt und Landschaftsqualität": Dort geht die Schere zwischen Ist-Zustand und Zielwert immer weiter auseinander. Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) verspricht daher dieses Jahr noch eine Initiative zu starten, damit dort, wo sich bei der Umsetzung der Strategie besondere Defizite gezeigt haben, zusätzlich gehandelt wird. Das meldet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Mehrere deutsche Umweltverbände, darunter die Deutsche Umwelthilfe (DUH), appellieren deshalb an Bund und Länder, ihre Bemühungen zum Schutz der biologischen Vielfalt rasch zu intensivieren, um Lebensqualität, natürliche Ressourcen und Vielfalt der Arten wirksam zu sichern.

Quelle: BMUB

s. a. DUH

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Wissenschaftsberaterin der EU bekräftigt: Gentechnik und gv-Pflanzen sind sicher

Die frühere Wissenschaftsberaterin der Europäischen Kommission, Professor Anne Glover, betonte in einem Interview mit der BBC, dass sie zwar keine strikte Befürworterin von gentechnisch veränderten (gv)  Nutzpflanzen ist. Die Technik diese herzustellen und die Pflanzen selbst seien aber sicher, das sei wissenschaftlicher Konsens. Sie wies damit die Kritik mancher NGOs zurück, dass sie diesbezüglich einseitige Meinungen wiedergegeben hätte und dass sie deshalb gefeuert worden wäre, meldet das Portal zum Horizon 2020-Forschungsprogramm der EU-Kommission. Sie sei nur deshalb zurückgetreten, weil ihr Amt mit dem vorhergehenden Kommissionspräsidenten, José Manuel Barroso, verknüpft war, dessen Amtszeit endete.
Quelle: Horizon 2020

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Weltweite Flächen mit gv-Pflanzen steigen 2014 auf 181 Millionen Hektar

Die mit gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen bewirtschafteten Flächen nehmen weiter zu. 2014 sind sie weltweit erneut um drei Prozent auf nunmehr 181 Millionen Hektar gestiegen, gegenüber 2013 noch einmal ein Plus von sechs Millionen Hektar. Die größten Zuwächse melden USA und Brasilien, meldet das Portal Transgen. In den übrigen der insgesamt 28 Länder haben sich die Flächen mit gv-Pflanzen kaum verändert. Neu hinzugekommen ist Bangladesh. Dort bauen einige Landwirte auf kleineren Flächen eine 2013 zugelassene gv-Aubergine an. Zurückgegangen ist der Anbau von gv-Mais, bei gv-Soja, gv-Baumwolle und gv-Raps stieg er wieder an.
Quelle: Transgen

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Forschungsprojekte tragen zur EU-Verordnung über invasive gebietsfremde Arten bei

Die Mahonie (Mahonia aquifolium) kam als Zierstrauch nach Europa. Seitdem breitet sie sich invasionsartig aus. Foto: André Künzelmann, UFZ

Seit 1. Januar 2015 gilt in allen EU-Staaten eine neue Verordnung über invasive, gebietsfremde Arten. Damit will die Europäische Union gegen einen der Faktoren aktiv vorgehen, die die Artenvielfalt und damit die Ökosystemleistungen bedrohen. Die neue Verordnung hat weitreichende Auswirkungen auf die Arbeit der Behörden sowie den Handel mit Tieren und Pflanzen. In die Gesetzgebung sind auch Ergebnisse von Forschenden des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) eingeflossen.
Quelle: UFZ

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Ökonomie und Schutz der Biodiversität

Eine stärkere ökonomische Ausrichtung der Biodiversitätspolitik ist Thema eines Berichts, den das Büro für Technikfolgenabschätzung (TAB) heute dem Deutschen Bundestag im Auftrag des zuständigen Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung vorgelegt hat. Die Wissenschaftler fordern darin, dass die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Biodiversität nicht allein dem Markt überlassen werden sollte. Das meldet das Portal „Heute im Bundestag“ (hib).
Quelle: hib

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Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau

Im Jahr 2013 sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf fast 80,2 Milliarden Euro gestiegen. Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wuchsen die FuE-Ausgaben der Hochschulen (plus 3,2 Prozent)  sowie der außeruniversitären Forschungseinrichtungen (plus 6,7 Prozent) erneut deutlich an, die Ausgaben der deutschen Wirtschaft verblieben im Jahr 2013 etwa auf dem Niveau des Vorjahres bei 53,6 Milliarden Euro. Dies zeigt die heute veröffentlichte FuE-Erhebung für den Wirtschaftssektor des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.
Quelle: BMBF

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Weltbiodiversitätsrat beschließt ehrgeizigen Zeitplan für Gutachten zur biologischen Vielfalt

Das internationale zwischenstaatliche Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung für das Thema biologische Vielfalt IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) hat auf seiner jüngsten Sitzung in Bonn weitreichende Beschlüsse für die künftige Ausrichtung seiner Arbeit gefasst. So sollen demnächst mehrere Gutachten zu den Themen Biodiversität, invasive Arten, nachhaltige Nutzung der Biodiversität und Ökosystemleistungen erarbeitet werden. Das erste über Bestäubung und Nahrungsmittelproduktion soll bereits kommendes Jahr vorliegen. Zudem können sich Interessenvertreter wie Nichtregierungsorganisationen (NGO) an der Arbeit des Gremiums beteiligen. Das melden das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in einer gemeinsamen Pressemitteilung. 
Quelle: BMUB

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Fazit des IPBES-Treffens

Vor zwei Tagen endete die Tagung des Weltbiodiversitätsrats IPBES (Intergovernmental Science Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) in Bonn. Alle verhandelten Dokumente wurden verabschiedet. Dies ,machte die Delegierten durchweg froh, kommentieren die Fachleute vom Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo), die die Sitzungen begleitet hatten, in ihrem NeFo-Blog.
Quelle: NeFo

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Studie analysiert Bioökonomie-Politik der G7

Die führenden Industrienationen haben sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bioökonomie positioniert. Die Bioökonomie wird nicht nur mit einer ökologischen Transformation, sondern auch mit wirtschaftlichen Chancen verbunden. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der Vorsitzende des Bioökonomierates, Prof. Dr. Joachim von Braun, auf dem Global Forum for Food and Agriculture am 15. Januar in Berlin vorgestellt hat.

Quelle: Bioökonomierat

direkt zur Studie (pdf, 4,5 MB)

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Fachgesellschaften sehen Länder bei der Hochschul-finanzierung weiter in der Pflicht

Die sechs mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften DGGV (Geologie), DMV (Mathematik), DPG (Physik), GDCh (Chemie), GI (Informatik) und VBIO (Biologie) haben sich mit einer gemeinsamen Stellungnahme zur Situation an den deutschen Hochschulen an die zuständigen Ministerien gewandt. Die Fachgesellschaften begrüssen ausdrücklich, dass der Bund sich nach der Änderung von Artikel 91b GG nun dauerhaft an der Hochschulfinanzierung beteiligen darf. Gleichzeitig appellieren sie aber an die Länder, ihr finanzielles Engagement für die Hochschulen keinesfalls zu reduzieren, sondern ebenfalls zu vergrößern.

Quelle: VBIO

zur ausführlichen Stellungnahme (pdf)

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Deutschlands Biodiversitätsexperten beobachten Weltbiodiversitätsrat in Bonn

Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) wird nicht nur für die Gesellschaft sondern auch für die Forschungslandschaft immer wichtiger. Denn er wird innerhalb der deutschen Wissenschaft offenbar immer mehr aufgegriffen. Beim derzeitigen 3. Vollversammlung des vor zwei Jahren gegründeten Politikberatungsgremiums seien zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Biodiversitätsforschung vor Ort, auch weit über den Kreis der bereits aktiven Autoren im IPBES-Prozesses hinaus. Das meldet das Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) und stellt die bereits beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Steckbriefen vor.
Quelle: NeFo

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Sachverständigenrat fordert deutliche Reduktion der Stickstoffeinträge

Der zu hohe Eintrag von reaktiven Stickstoffverbindungen in die Umwelt gefährdet die menschliche Gesundheit, die Gewässer, die Biodiversität und das Klima. „Die Politik muss dieses bedeutende Umweltproblem entschiedener als bisher angehen. Dies betrifft sowohl die Landwirtschafts-, Verkehrs- als auch die Energiepolitik. Deshalb ist eine Stickstoffstrategie nötig“, fordert Prof. Karin Holm-Müller, die stellvertretende Vorsitzende des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU). Heute übergibt der SRU sein Sondergutachten „Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes Umweltproblem“ an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Quelle: SRU

Sondergutachten "Stickstoff" (Kurzform)

Sondergutachten "Stickstoff" (Langform)

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Grüne Gentechnik in Deutschland - Ahnungslosigkeit oder Populismus?

Grüne Gentechnik sei für Umwelt und Natur riskant und sollte daher verboten werden, behauptet Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Auch wenn die Mehrheit der Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen, fragt sich Redakteur Daniel Lingenhöhl auf der Website des Spektrum-Verlages, warum die SPD-Ministerin ein lückenloses Verbot grüner Gentechnik in Deutschland mit einem nicht vorhandenen Risiko für die Umwelt und Natur begründet. Sie will das deutesche Gentechnik-Gesetz so änderen, dass die grüne Gentechnik unter keinen Umständen genutzt werden könne. Mit dieser Forderung regierte Hendricks auf die EU-Entscheidung, die jedem Land eine eigene Regelung in dieser Frage aufträgt (vgl. Meldung vom 13.1.2015).
Quelle: Spektrum

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Ausstiegsklausel bei Gentechnik-Anbau im Europaparlament beschlossen

Die nationalen Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen sind endgültig beschlossen. Das Europäische Parlament hat heute dem im Dezember ausgehandelten Kompromiss zugestimmt. Die neuen Regelungen sollen im Frühjahr in Kraft treten. Damit können rechtzeitig vor der Aussaat Anbauverbote ausgesprochen werden. Ob in Deutschland solche Verbote bundesweit oder nur in einzelnen Bundesländern gelten sollen, ist noch nicht entschieden. Für ein "lückenloses Verbot" der Grünen Gentechnik hat sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ausgesprochen. Das berichtet das Portal Transgen über die Parlamentsentscheidung.

Quelle: Transgen

mehr beim Europaparlament

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Umweltministerin: Wir brauchen biologische Vielfalt für nachhaltige Entwicklung

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat heute die dritte Plenarsitzung des Weltbiodiversitätsrats in Bonn eröffnet. Aufgabe des Weltbiodiversitätsrats IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist die wissenschaftliche Politikberatung beim Thema biologische Vielfalt. Bis zum 17. Januar 2015 tagt das mit dem Weltklimarat IPCC vergleichbare Gremium im World Conference Center Bonn (WCCB) im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages.
Quelle: Umweltministerium

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Viele Wünsche, knappe Flächen: Vier Szenarien

Landwirtschaft und Ernährung sollen nachhaltiger und gerechter werden. Die Vorstellungen und Wünsche, wie dies zu erreichen ist, sind vielfältig. Die einen wollen die ökologische Landwirtschaft ausweiten. Die Futtermittelimporte aus Südamerika sollen reduziert werden, um den Regenwald zu schützen. Andere sehen den Schlüssel darin, den Fleischkonsum drastisch zu reduzieren. Die EU möchte den Anteil erneuerbarer Biotreibstoffe verdoppeln, um ihre Klimaziele zu erreichen. Alle diese Vorstellungen haben Auswirkungen auf die Flächennutzung. Aber die landwirtschaftlich nutzbare Fläche ist begrenzt. Schon jetzt belegt Deutschland etwa ein Viertel der für die Ernährung benötigten Fläche im Ausland. Das Portal Pflanzen.Forschung.Ethik. hat auf Basis realistischer Zahlen verschiedene Szenarien durchgespielt, um den zusätzlichen Flächenbedarf oder auch die Flächenersparnis durch einzelne Nutzungsansprüche zu verdeutlichen. In den bebilderten und animierten Szenarien geht es nicht um exakte Berechnungen, sondern um Größenordnungen und Zusammenhänge.
Quelle: Pflanzen.Forschung.Ethik.de

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Anbau von Gentechnik-Pflanzen in Brasilien steigt weiter

In Brasilien bauen die Landwirte immer mehr gentechnisch veränderte Pflanzen an. Die damit bewirtschafteten Flächen sind in der aktuellen Anbausaison 2014/15 auf 42,2 Millionen Hektar gestiegen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr geht vor allem auf das Konto von gentechnisch veränderten Sojabohnen, berichtet das Portal Transgen. Brasilien erwartet hier eine Rekordernte von 91 Millionen Tonnen. 93,2 Prozent der in Brasilien angebauten Sojabohnen sind gentechnisch verändert.
Quelle: Transgen

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Genom-Editierung und Zulassungsregularien

In einem Artikel in der überregionalen Tageszeitung New York Times (NYT) schildert Autor Andrew Pollack wie Firmen die Regularien für genetisch veränderte Organismen unterlaufen können, wenn sie neue Pflanzen mittels Genom-Editierung erfinden. Denn auf diese treffen die bisherigen Vorschriften nicht zu.
Quelle: NYT

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Bundesrat stimmt Grundgesetzänderung sowie BAföG-Novelle zu

Die Hochschullandschaft in Deutschland steht vor einer neuen Epoche. Einstimmig hat der Bundesrat heute einer Änderung des Grundgesetzes zugestimmt, die Bund und Ländern neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Wissenschaft öffnet. Die Kooperationen von Bund und Ländern zur Unterstützung der Hochschulen können nun in einer neuen Qualität langfristig und strategisch weiterentwickelt werden. Diese neuen Möglichkeiten kommen Studierenden, Lehrenden und auch der Forschung zu Gute. In seiner heutigen Sitzung stimmte der Bundesrat außerdem der Novellierung des BAföG zu. Über beide Entscheidungen berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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Bund soll Grundgesetzänderung für gute Arbeit in der Wissenschaft nutzen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Bundesregierung aufgefordert, einen „Pakt für gute Arbeit in der Wissenschaft“ aufzulegen. Der Anlass: Der Bundesrat hat heute der Lockerung des Kooperationsverbots im Grundgesetz zugestimmt. „Damit ist der Weg für den Bund frei, eine größere Verantwortung für die Gestaltung der Wissenschaftspolitik zu übernehmen. Die Bundesregierung muss die Grundgesetzänderung nutzen, um die Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit einem ‚Pakt für gute Arbeit in der Wissenschaft‘ zu stabilisieren – im Interesse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch der Kontinuität und damit Qualität von Forschung und Lehre“, sagte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller.
Quelle: GEW

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Macht die Beteiligung der Industrie glaubwürdig oder das Gegenteil?

In Bonn kommen vom 12. bis 17. Januar zum dritten Mal die Vertreter der 126 UN-Mitgliedstaaten des „Weltbiodiversitätsrates“ IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) zusammen. Beschlossen werden sollen unter anderem die geplanten Inhalte der ersten thematischen Berichte, welchen Stellenwert politische Handlungsempfehlungen spielen sollen und, wer in welcher Form zum Prozess beitragen darf. Besonders letzter Punkt entscheidet maßgeblich über die künftige Akzeptanz und somit den Umsetzungserfolg der Politikempfehlungen. Doch noch bevor der erste Bericht erschienen ist, gibt es bereits in genau der Frage zum Beteiligungsrecht Kritik: Es seien Experten aus der Industrie als Autoren des ersten Berichtes zugelassen worden. Den privaten Sektor grundsätzlich auszuschließen, sei falsch, findet Carsten Neßhöver, Projektleiter vom Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo). IPBES bezöge bewusst und richtigerweise verschiedene Wissensformen und Sichtweisen ein, um ausgewogen zu sein. Wichtig sei hier allerdings klare Transparenz und Balance in den Entscheidungen. Über den Leitfadens zum Umgang mit Interessenskonflikten der Autoren entscheiden die Staatenvertreter in Bonn.
Quelle: NeFo

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Kennzeichnungspflicht

Wie Hanno Charisius in der Tageszeitung Süddeutsche schreibt, müssen Züchter ihre Pflanzen als gentechnisch verändert markieren, selbst wenn sie fremde Gene aus eng verwandten Arten enthalten, die auch mit herkömmlichen Methoden herzustellen wären. Das allerdings würde jahrzehntelang dauern. Der Autor beschreibt unter der Überschrift „Unverkäufliche Kreaturen“, welche verheerenden Folgen die Kennzeichnungspflicht nach sich ziehen kann und zitiert die Ergebnisse eines in der Fachzeitschrift Trends in Plant Science erschienenen Artikels.
Quelle: Süddeutschen

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Forschungsförderung

Mit Blick auf die Empfehlungen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder auf die Fortführung der drei großen Pakte für die Wissenschaft geeinigt: Mit dem Hochschulpakt reagieren Bund und Länder auf die anhaltend hohe Zahl von Studienanfängern und öffnen die Hochschulen auch weiterhin für jeden Studieninteressierten. Der Pakt für Forschung und Innovation stärkt die außeruniversitäre Forschung und sorgt zugleich für moderne Arbeitsbedingungen in den Wissenschaftsorganisationen, die attraktiv für die besten Forscher aus aller Welt sind. Und mit der grundsätzlichen Entscheidung, der Exzellenzinitiative eine neue Kooperation von Bund und Ländern für die Förderung der Spitzenforschung folgen zu lassen, kann die dynamische Entfaltung exzellenter Forschung in Deutschland ungebremst weitergehen. Über die Empfehlungen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und die Reaktion der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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Wie wir uns in Zukunft ernähren werden

Was essen die Menschen in den USA und Deutschland demnächst? Dieser Frage ging das Autorenteam Ulli Kulke und Elisalex Henckel in der Tageszeitung die Welt am Sonntag nach. Designfood oder Biogemüse, grüne Gentechnik oder alte Sorten? Was schützt die Welt vor Hungersnöten? Welche landwirtschaftlichen Methoden werden vorherrschen? Und fühlen sich kalifornische Biobauern von der Genpistole bedroht?
Quelle: Welt am Sonntag

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EU-Länder können über den Anbau von gv-Pflanzen künftig selbst entscheiden

EU-Ministerrat und Europa-Parlament haben sich geeinigt: Künftig können einzelne Mitgliedsstaaten den Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen auf ihrem Gebiet untersagen. Ein solches Verbot muss für jede neu zugelassene gv-Pflanze einzeln ausgesprochen und begründet werden. Generelle Verbote sind nicht erlaubt. Im Kern hat sich der Ministerrat mit seinen im Sommer beschlossenen Verfahrensregeln durchgesetzt. Die abschließenden Abstimmungen im Januar gelte nur noch als Formsache, schreibt das Portal Transgen.

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US-Pflanzenwissenschaftler werden politischer

Der neue Präsident der US-amerikanischen Gesellschaft für Pflanzenwissenschaftler (ASPB), Julian Schroeder, wünscht sich mehr politisches Engagement der Mitglieder. Dazu hat die Gesellschaft eigens neue Seiten in ihrem Webauftritt eingerichtet, auf denen sie Tipps und Links für Outreach und das Treffen mit Politikern anbietet, um die Anliegen der Pflanzenforscher mit vielen Stimmen vorzubringen.
Quelle: Blog der ASPB

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Status der Verhandlungen: Nationale Verbote beim Gentechnik-Anbau

Die Verhandlungen zwischen EU-Ministerrat und Europa-Parlament über nationale Ausstiegsklauseln beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommen in die entscheidende Phase. Weitgehend unstrittig ist, dass die Mitgliedsstaaten künftig solche Verbote aussprechen können sollen. Doch beim Wie liegen die Vorstellungen noch weit auseinander. Während sich der Ministerrat mit großer Mehrheit für ein zweistufiges Verfahren entschieden hat, wollen Teile des EU-Parlaments und viele NGOs umfassende, "rechtssichere" Verbote der Grünen Gentechnik, ohne dafür im Einzelnen überprüfbare Gründe anführen zu müssen. Anfang Januar soll über die neuen Vorschriften endgültig entschieden werden. Über den Status berichtet das Portal Transgen.

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Promotionsphase darf nicht verBolognisiert werden

Mit einem Plädoyer für die Vielfalt der deutschen Promotionsphase und gegen ein europäisches Einheitsmodell der Promotion beteiligt sich der Vorstand des Universitätsverbands zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland (UniWiND) an der europäischen Diskussion zur Weiterentwicklung der Promotionsphase. Im Kern der Diskussion stehen Bestrebungen einiger Bologna-Unterzeichnerstaaten, die Promotionsphase als einen "3. Zyklus" des Bologna-Prozesses europäisch zu harmonisieren und unter strukturellen und formalen Gesichtspunkten an die ersten beiden Studienphasen Bachelor und Master anzugleichen.
Quelle: Uni Jena

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HRK: Ohne eigenständige Forschungsleistung keine Promotion

Die Rektorenkonferenzen aus fünf europäischen Ländern warnen davor, das Wesen der Promotion als erster Phase forschungsbasierter Arbeit junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verwässern. In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich die Rektorenkonferenzen aus Frankreich, Polen, Deutschland (HRK), Großbritannien und der Schweiz an die nationalen Wissenschaftsminister sowie an die EU-Kommission. In ihrer gemeinsamen Erklärung fordern die Rektorenkonferenzen, die eigenständige Forschungsleistung als Zentrum der Promotion beizubehalten. Hintergrund sind Überlegungen von Mitgliedstaaten des Bologna-Prozesses (Europäische Studienreform), die Promotionsphase als so genannten „dritten Zyklus“ den beiden ersten Studienzyklen „Bachelor“ und „Master“ äußerlich und strukturell anzugleichen.
Quelle: HRK

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Juncker verzichtet auf wissenschaftlichen Berater

EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker hat die britische Zellbiologin Anne Glover als Chief Scientific Advisor der EU-Kommission entlassen. Mehr noch: Das Amt wird gleich ganz abgeschafft. Die Webseite zum wissenschaftlichen Berater ist inzwischen ganz vom Netz genommen. Es ist unklar, was Anne Glover bis zum Auslaufen ihres Vertrages im Januar 2015 noch bewirken darf. Möglicherweise – so der Guardian –  darf sie nicht einmal mehr bei Veranstaltungen auftreten, zu denen sie selbst geladen hat. Wer nun zukünftig die neue EU-Kommission bei Zukunftsfragen von Klima über Gentechnik bis Nanotechnologie wissenschaftlich beraten soll, ist unklar. Mit der Entlassung hat Junker den Forderungen verschiedener Lobbygruppen nachgegeben, die die Abschaffung der Stelle gefordert hatten, weil Glover in ihren Augen zu wissenschaftsfreundlich war (vgl. Meldung vom 6.8.2014[LINK]). Nach Ansicht eines Spektrum-Redakteurs verraten diese Lobbyverbände damit aber ihre Kernthemen.

Quelle: VBIO

abgeschaffte Website des Chief Scientific Advisors

Artikel beim britischen Guardian (engl.)

Meinungsartikel von Lars Fischer bei Spektrum

Artikel „Wenn Evidenz lästig wird“ im Laborjournal

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GWK entschied über Hochschul-, Forschungs- und Innovationspakt sowie über Programmpauschalen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat sich heute auf die Fortsetzung des Hochschulpaktes, der DFG-Programmpauschalen und des Paktes für Forschung und Innovation bis zum Jahr 2020 verständigt. Damit können diese erfolgreichen Bund-Länder-Programme mit einem zusätzlichen Finanzvolumen von 25,3 Mrd. Euro in die nächste Förderphase gehen, wenn die Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern ihnen im Dezember ihre endgültige Zustimmung geben.
Quelle: GWK (pdf)

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Hohe Agrobiodiversität besitzt großen volkswirtschaftlichen Wert

Auf die große Bedeutung der biologischen Vielfalt für den Erhalt der volkswirtschaftlich bedeutenden Ökosystemdienstleistungen wies die Präsidentin des Bundesamt für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, beim Agrobiodiversitätsgipfel in Bruchsal hin. Kohlenstoffspeicherung, Grundwasserschutz, landwirtschaftlicher Produktionswert und nicht zuletzt die Schönheit einer Landschaft seien maßgeblich von der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft (Agrobiodiversität) abhängig, so Jessel. Den Finanzbedarf für eine biodiversitätsfreundliche Landbewirtschaftung bezifferte die BfN-Präsidentin auf zwischen 1,1 und 3,2 Milliarden Euro pro Jahr. Dieser Bedarf liegt bei 12-40 % der gegenwärtigen Ausgaben der Agrarpolitik von etwa 8 Milliarden pro Jahr in Deutschland.
Quelle: BfN

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EU-Staaten nutzen wenig Biodiversitätsfördermittel

Aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung werden nur wenig Mittel für Projekte zum Schutz der Biodiversität genutzt, meldet das Portal „EU-Koordination des Deutschen Naturschutzrings (DNR) e.V.“. Zudem würden viele Staaten die Effektivität der geförderten Biodiversitätsprojekte nicht hinreichend prüfen. Dies sei das Ergebnis einer Prüfung des europäischen Umweltinformationsdienstes ENDSEurope des Europäischen Rechnungshofes.
Quelle: DNR

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Positionspapier vom 32. Deutschen Naturschutztag

Mit der Verabschiedung eines Forderungskataloges an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft geht heute der 32. Deutsche Naturschutztag (DNT) in Mainz zu Ende. Damit reagieren die über 800 Fachleute des Deutschen Naturschutzes auf die großen Herausforderungen, denen er sich in den nächsten Jahren im Spannungsfeld unterschiedlicher gesellschaftlicher Anforderungen stellen muss. Der DNT fordert:

  • Ein nationales Schutzgebietsprogramm auflegen – Lücken im Schutzgebietsnetz schließen
  • Landwirtschaft muss den Erhalt der biologischen Vielfalt gewährleisten
  • Pflanzen- und Tierarten konsequent schützen und Datengrundlagen verbessern
  • Den Gewässern mehr Raum geben – Überschwemmungen vorbeugen
  • Kommunale Verantwortung für die biologische Vielfalt wahrnehmen
  • Die Energiewende dauerhaft naturverträglich gestalten

Zur Umsetzung der genannten Forderungen und Aufgaben fordert der DNT, ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen in den Naturschutz- und Umweltverwaltungen des Bundes, der Länder und der Kommunen bereit zu stellen. Darüber informiert das Bundesministerium für Naturschutz (BfN).
Quelle: Positionspapier

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Hochschulbildung darf nicht auf „Kompetenzen“ reduziert werden

Die Hochschulrektorenkonferenzen aus Frankreich, Deutschland und Polen äußern sich zu den Plänen der künftigen EU-Kommission, den Begriff „Bildung“ (Education) aus den Zuständigkeiten des Ressorts zu streichen: „Im Wissen, dass es sich um vorläufige Pläne handelt, appellieren wir an die künftige EU-Kommission und insbesondere an den für Hochschulbildung zuständigen Kommissar. Wir sind tief besorgt über die Absicht, diesen Zuständigkeitsbereich in ‚Commissioner for Skills, Youth and Multilingualism‘ (Kommissar für Kompetenzen, Jugend und Mehrsprachigkeit) umzubenennen. Darauf weist die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hin.
Quelle: HRK

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Neue Hightech-Strategie: Biotechnologie mit Schlüsselrolle

Die Bundesregierung baut ihre Innovationsförderung aus: Am 3. September hat das Bundeskabinett die neue Hightech-Strategie (HTS) beschlossen. Wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Anwendung bringen, um das wirtschaftliche Wachstum anzukurbeln – dieses Ziel verfolgt auch die neue Auflage der Strategie. Die Bundesregierung wird dazu dieses Jahr 11 Milliarden Euro investieren, berichtet das Portal Biotechnologie. Die Biotechnologie wird in dem Papier als eine Schlüsseltechnologie bezeichnet. Die Bioökonomie taucht als Schwerpunkt in der sogenannten Zukunftsaufgabe „Nachhaltiges Wirtschaften und Energie“ auf. Gesundheitsforschung und -wirtschaft wiederum sind bei der Zukunftsaufgabe „Gesund leben“ elementare Bestandteile. Besonders profitieren sollen auch in der neuen Hightech-Strategie kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Quelle: Biotechnologie

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Regierungen wollen Auszahlungen für Forschung und Innovation um mehr als 10 Prozent kürzen

Die europäischen Regierungschefs planen für das kommende Jahr eine Kürzung der Auszahlungen für Forschung und Innovation um elf Prozent gegenüber den Vorschlägen der EU-Kommission. Das sei das Ergebnis der EU-Haushaltsverhandlungen 2015, meldet die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Eine Summe von 1,1 Mrd. Euro stünde nicht mehr zur Verfügung. Dem gegenüber bleiben die Agrarsubventionen mit einer Kürzung von 0,1 Prozent nahezu unangetastet. Dies zeigt ein deutliches Ungleichgewicht. Möglicherweise müssten in der Konsequenz Hochschulen und Kleinere und Mittlere Unternehmen (KMU) monatelang auf das ihnen zustehende Geld warten und mittelfristig könnten sogar ganze Förderlinien eingefroren werden. HRK-Präsident Professor Dr. Horst Hippler forderte das Europaparlament öffentlich auf, die falsche Prioritätensetzung des Rates in den kommenden Verhandlungen zum Haushalt 2015 zu korrigieren.
Quelle: HRK

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Pflanzenzüchter klagen gegen komplexe EU-Verordnung

17 deutsche Pflanzenzucht-Unternehmen wehren sich mit einer Klage vor dem Europäischen Gericht (EuG) gegen die EU-Verordnung zur detaillierten Dokumentation von Züchtungsinformationen. Während der Bundesverband deutscher Pflanzenzüchter (BDP) die Ziele dieses Protokolls voll unterstützt, wehren sich eine Reihe seiner Mitgliedsunternehmen gegen die konkrete Umsetzung in EU-Recht. Sie seien auf eine maßgeschneiderte Lösung zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls angewiesen. Das Protokoll regelt die Nutzung von genetischen Ressourcen und den gerechten Vorteilsausgleich. Über die Klage berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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NGOs fordern EU-Kommission auf, wissenschaftliche Expertin abzuschaffen

Wissenschaftliche Expertise wird in der EU nicht mehr gebraucht - dies sei die Meinung von neun verschiedenen NGOs, die in einem Brief an den zukünftigen EU-Präsidenten Jean-Claude Juncker die Abschaffung der Stelle der wissenschaftlichen Chefberaterin des Präsidenten der Europäischen Kommission fordern. Wie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) meldet, kritisieren diese, dass sich auf dieser Stelle zu viel Einfluss in einer Person konzentrieren würde. Die Organisationen scheinen ein Problem damit zu haben, dass die derzeit amtierende wissenschaftliche Beraterin Anne Glover insbesondere bei genetisch veränderter Pflanzen nicht die Meinung von NGOs vertritt. Hier werde frei nach dem Motto gehandelt „wenn man die Wissenschaft nicht ändern kann, dann schaffen wir die Wissenschaftler eben ab“. Dies lehnt der VBIO ab und hat daher einen Brief der britischen Organisation Sense About Science an den zukünftigen EU-Präsidenten Jean-Claude Juncker unterzeichnet, indem verschiedenste Wissenschaftsorganisationen fordern, die Position der wissenschaftlichen Chefberaterin beizubehalten.

Quelle: VBIO

direkt zum Brief bei Sense About Science

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Über 130.000 neue Studiermöglichkeiten durch den Hochschulpakt

Bund und Länder haben 2012 mehr als 2 Milliarden Euro für den Hochschulpakt 2020 bereitgestellt und damit bundesweit mehr als 130.000 neue Studiermöglichkeiten an deutschen Hochschulen geschaffen. Seit Beginn des Hochschulpakts im Jahr 2007 sind es damit bereits mehr als 470.000, meldet die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK). Damit hat das gemeinsame Bund-Länder-Programm maßgeblich zum Ausbau des deutschen Hochschulsystems beigetragen. Die Mittel des Hochschulpakts werden vor allem zur Einstellung zusätzlichen Personals verwendet. Seit 2005 ist die Zahl des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals um fast 20.000 auf 131.000 Personen (Vollzeitäquivalente ohne drittmittelfinanziertes Personal) im Jahr 2012 angestiegen, das entspricht einem Plus von 16%. Eine Dokumentation der im Rahmen des Hochschulpakts durchgeführten Maßnahmen sowie die zahlenmäßigen Entwicklungen in den Ländern gehen aus dem soeben veröffentlichten Umsetzungsbericht 2012 hervor.
Quelle: GWK (pdf)

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EU-Länder beschließen neue Anbauregeln für Genpflanzen

Gestern haben die Mitgliedstaaten der EU in Brüssel endgültig ihre Position für eine Änderung des EU-Gentechnikrechts beschlossen. Eine Mehrheit hatte sich bereits im Juni im Umweltrat auf die Möglichkeit nationaler Anbauverbote geeinigt.
Quelle: EU (pdf)

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Deutsches Gentechnikgesetz soll bald angepasst werden

Die Bundesregierung bereitet eine Novelle des Gentechnikgesetzes vor. Die Eckpunkte für die Gesetzesänderung sollen noch in diesem Jahr festgelegt werden, meldet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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Neue Qualität der Kooperation zwischen Bund und Ländern in Deutschland

Das Bundeskabinett hat heute einen Gesetzentwurf zur Änderung des Artikels 91b des Grundgesetzes beschlossen. Der Entwurf sieht vor, dass der Bund Hochschulen, einzelne Hochschulinstitute oder Institutsverbünde künftig langfristig fördern kann. Gegenwärtig können Bund und Länder gemeinsam außeruniversitäre Forschungseinrichtungen institutionell fördern, während Hochschulen nur in Form von thematisch und zeitlich begrenzten Projekten wie zum Beispiel dem Hochschulpakt zur Finanzierung zusätzlicher Studienanfänger, der Exzellenzinitiative oder dem Professorinnen-Programm durch den Bund unterstützt werden können, meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Quelle: BMBF

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Monitoring-Bericht 2014 zum Pakt für Forschung und Innovation veröffentlicht

Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) mitteilt, sei Deutschlands Wissenschaft im globalen wissenschaftlichen Wettbewerb gut aufgestellt. Sie trage durch ihre Aktivitäten dazu bei, den High-Tech-Standort Deutschland und seine Wirtschaft im internationalen Wettbewerb sowie die wissenschaftliche und technologische Position zu stärken. Investitionen in Bildung, Forschung und Wissenschaft seien die Basis für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Deutschland profitiere von seinem gut aufgestellten Wissenschaftssystem. Der Pakt für Forschung und Innovation sei daher ein wichtiger Baustein in dieser erfolgreichen Entwicklung.
Quelle: Pressemitteilung der GWK
gleich zum ganzen Bericht (pdf, 8,5 MB)

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Weltbiodiversitätsrat IPBES eröffnet Sekretariat in Bonn

Der UN-Standort Bonn ist seit heute um ein weiteres internationales Sekretariat reicher: Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) eröffnete heute offiziell seinen Sitz in der Bundesstadt am Rhein. Die Bundesregierung stellt der Institution Räume im UN-Tower ("Langer Eugen") zur Verfügung, meldet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Nach dem Vorbild des Weltklimarats IPCC widmet sich auch IPBES der wissenschaftlichen Politikberatung. IPBES steht für Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (dt. "Zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung zu den Themen Biologische Vielfalt und Ökosystemdienstleistungen"). Das neunköpfige Sekretariat des im April 2012 gegründeten Rates (siehe Meldung am 23.4.2014) wird von Anne Larigauderie geleitet. Der Rat soll politischen Entscheidungsträgern zuverlässig unabhängige und glaubwürdige Informationen über den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt zur Verfügung stellen. Er wird der Politik zudem wissenschaftlich fundierte Handlungsoptionen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Biodiversität und der Ökosystemdienstleistungen aufzeigen.
Quelle: BMUB

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Bioökonomierat: Nutzpflanzenforschung ausbauen

Angesichts eines weltweit steigenden Bedarfs an biobasierten Rohstoffen für Ernährung und technische Nutzung müssen die Produktivität und Effizienz im Anbau pflanzlicher Biomasse gesteigert werden. Zu diesem Schluss kommt der Bioökonomierat, ein beratendes Expertengremium für die Bundesregierung in Deutschland, in einer am 3. Juli erschienen Empfehlung zur Förderpolitik im Bereich Pflanzenforschung. Um zu Pflanzensorten mit höheren Erträgen und besserer Anpassungsfähigkeit zu gelangen, sind den Autoren zufolge unter anderem biotechnologische Methoden und Präzisionszüchtung, aber auch ein besseres Verständnis der existierenden genetischen Vielfalt der Pflanzen unverzichtbar, berichtet das Portal Biotechnologie.

Quelle: Biotechnologie.de

zur Pressemitteilung des Bioökonomierates

zur Kurzanalyse des Bioökonomierates zur Rolle der Pflanzenforschung für den Fortschritt der Bioökonomie

zum Hintergrundpapier des Rates, das bei der Recherche entstand

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Bioökonomierat empfiehlt Kurskorrekturen in der Agrarpolitik

Weitreichende Korrekturen empfiehlt der Bioökonomierat in der nationalen und europäischen Agrarpolitik, denn das Ziel muss sowohl die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit als auch ein verbesserter Umwelt- und Tierschutz sein, berichtet das online-Magazin Top-Agrar über ein Papier zur Landwirtschaft. Dieses hat der Rat unter Federführung vom Präsidenten des Thünen-Instituts, Prof. Folkhard Isermeyer, erarbeitet.
Quelle: TopAgrar

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EU-Länder dürfen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verbieten, müssen es aber nicht

Der EU-Ministerrat hat heute in Luxemburg einer nationalen Ausstiegsklausel beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zugestimmt, meldet das Portal Transgen. Künftig können ihn einzelne EU-Länder verbieten, auch wenn die betreffende gv-Pflanze zugelassen und wissenschaftlich als sicher bewertet wurde. Deutschland, das sich bisher enthalten hatte, schloss sich nun der Mehrheit an. Nur Belgien und Luxemburg enthielten sich. Doch rechtskräftig sind die neuen Regeln noch nicht. Denn auch das EU-Parlament muss noch zustimmen.
Quelle: Transgen.de

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DIB beklagt widersprüchliche Gentechnik-Politik

Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) hat auf ihrer Jahrespressekonferenz die Biotech-Politik der Bundesregierung als  „widersprüchlich“ moniert. Die Jahrespressekonferenz nutzte der Vorsitzende der DIB, Matthias Braun, um die aus Verbandssicht widersprüchliche Biotech-Politik der Bundesregierung zu kritisieren. „Einerseits ist die Biotechnologie für die Bundesregierung ein Leitmarkt für zukünftige Innovationen. Andererseits setzen sich Teile der Regierung dafür ein, dass sogenannte sozioökonomische Kriterien in das naturwissenschaftlich fundierte Zulassungssystem für gentechnisch veränderte Organismen in Europa aufgenommen werden“, so der Verbandschef. Dies schade langfristig den hiesigen Biotech-Unternehmen, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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Aufbruch bei Bildungs- und Forschungskooperation

Die Verwendung der im Koalitionsvertrag zugesicherten zusätzlichen 9 Milliarden Euro für Kitas, Bildung, Forschung und Hochschulen ist geklärt. Der Bund übernimmt die Finanzierung des BAföG vollständig und auf Dauer ab 1. Januar nächsten Jahres, meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Länder haben sich verpflichtet, die dadurch jährlich freiwerdenden rund 1,17 Milliarden Euro für Hochschulen und Schulen zur Verfügung zu stellen. Zudem wurde von Koalitionspartnern und Ländern eine Grundgesetzänderung zur Möglichkeit des dauerhaften Engagements des Bundes für Forschung und Lehre an Hochschulen vereinbart. Der Artikel 91 b des Grundgesetzes soll neu gefasst werden. 3 Milliarden Euro stehen in vollem Umfang für Forschung und Entwicklung (FuE) zur Verfügung. Ferner finanziert der Bund weiterhin außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, den Hochschulpakt, den Pakt für Forschung und Innovation und die Exzellenzinitiative.
Quelle: BMBF

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Die Verbieter überbieten sich

Der Bundestag hat sich gestern mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen für die "Selbstbestimmung der Mitgliedsstaaten beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen" ausgesprochen. Die Bundesregierung wird aufgefordert, "die Möglichkeiten zum nationalen Ausstieg rechtssicher zu verankern". Ein weitergehender Antrag von Bündnis90/Die Grünen und der Linken, der im Kern auf ein dauerhaftes, pauschales Verbot der Grünen Gentechnik hinauslief, fand bei der namentlichen Abstimmung keine Mehrheit. Der grüne Abgeordnete Harald Ebner warf Bundeskanzlerin Angela Merkel "Wahlbetrug" und "Täuschung" vor, meldet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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Status Quo: Kampf gegen den Hunger

Ein neuer Ernährungsbericht des International Food Policy Research Institutes (IFPRI) gibt einen Überblick über Schwerpunkte und aktuelle Entwicklungen bei den internationalen Bemühungen, Unter- und Mangelernährung von der Erde zu verbannen. Die Details stellt das Portal Pflanzenforschung vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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Biodiversität: mehr interdisziplinäre Forschung gefordert

Globale Veränderungen wirken sich immer stärker auf die Gesundheit des Menschen und die der Ökosysteme aus. Zum „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“ am 22. Mai fordert Prof. Klement Tockner, Direktor des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), die Politik auf, verstärkt Forschung an den Schnittstellen von Disziplinen zu fördern. Das berichtet der Forschungsverbund Berlin beim Informationsdienst Wissenschaft (idw). „Die Vielfalt des Lebens ist eine Grundvoraussetzung für den langfristigen Wohlstand und die Gesundheit des Menschen“, ruft Tockner in Erinnerung.
Quelle: idw

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Anbauverbot von Genpflanzen in Deutschland

Nach langem Ringen haben sich die Bundestagsfraktionen von Union und SPD grundsätzlich auf ein deutschlandweites Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen verständigt, berichtet die Wochenzeitung Epoch-Times auf ihrer Website.
Quelle: Epoch-Times

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Diskussion erst nach der Europawahl

Wie das Landwirtschaftsmagazin Top-Agrar-Online berichtet, werden die Brüsseler Chefdiplomaten der EU-Mitgliedstaaten wohl erst nach der Europawahl am 25. Mai eine Probeabstimmung über neue Regeln für nationale Anbauverbote gentechnisch veränderter Pflanzen durchführen.
Quelle: TopAgrar

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Die Zukunft des Wissenschaftssystems nicht aufs Spiel setzen

Die Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professor Dr. Peter Strohschneider, und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Horst Hippler, sowie der Vorsitzende des Wissenschaftsrates (WR), Professor Dr. Wolfgang Marquardt, haben die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Parteien mit Nachdruck aufgefordert, ihre gegenseitige Blockade auf dem Feld der Bildungs- und Wissenschaftspolitik zu überwinden und die drängenden Zukunftsfragen des Hochschul- und Wissenschaftssystems rasch zu lösen.
Quelle: DFG (pdf)

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Bioökonomierat veröffentlicht Leitlinien

In einem neuen Strategiepapier fordert der Deutsche Bioökonomierat ein „richtig dosiertes“ Engagement der Politik für die biobasierte Wirtschaft. Erdöl und Erdgas sind nach den letzten erfolgreichen Funden noch jahrzehntelang verfügbar. Um den Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe zu ermöglichen sind politische Eingriffe des Staates nötig. Allerdings sollten sie richtig dosiert sein, um die Wirtschaft nicht zu stark zu belasten, andererseits aber auch die Ziele der Klima- und Umweltpolitik nicht aus den Augen zu verlieren. Der Deutsche Bioökonomierat, das Beratungsorgan der Bundesregierung in Sachen biobasierte Wirtschaft, konstatiert dies in einem nun veröffentlichten Strategiepapier, berichtet das Portal Biotechnologie. In zehn Thesen konzentriert der Rat die Kernempfehlungen für den richtigen Weg in die Bioökonomie.
Quelle: Biotechnologie.de

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Vermont erster US-Bundesstaat mit Gentechnik-Kennzeichnung – Umsetzung fraglich

Vermont hat als erster US-Bundesstaat eine verbindliche Kennzeichnung für Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Organismen eingeführt. In der vergangenen Woche unterzeichnete der demokratische Gouverneur Peter Shumlin ein entsprechendes Gesetz. Doch ob die Vorschriften tatsächlich wirksam werden, hält das Portal Transgen für fraglich.
Quelle: Transgen.de

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Vorbehalte gegen Grüne Gentechnik

Der Vorschlag der griechischen Ratspräsidentschaft, im Rahmen einer Opt-Out-Klausel die Möglichkeit nationaler Anbauverbote von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) zu schaffen, ist am Mittwochmorgen im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik auf Kritik gestoßen. Wie der Dienst Heute im Bundestag (hib) meldet, forderten die Fraktionen von SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen, die der so genannten Grünen Gentechnik insgesamt kritisch gegenüber stehen, ein Moratorium für die Zulassung des GVO-Anbaus, bis ein neues überarbeitetes Zulassungsverfahren auf Grundlage der Vorschläge des Europäischen Parlaments (EP) von 2011 umgesetzt sei. Die Bundestagsfraktionen kündigten an, einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Entschließungsantrag in den Bundestag einbringen zu wollen. Das EP hatte unter anderem die Möglichkeiten für nationale Anbauverbote erweitert, seine Vorschläge wurden aber nie umgesetzt.
Quelle: hib

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Politik

Funktion der Bezahlung für die „Ökologisierung der Agrarpolitik“ bezweifelt

Von der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik werden voraussichtlich nur geringe Impulse für eine Verbesserung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft ausgehen. Zu dieser Einschätzung sind Wissenschaftler des Thünen-Instituts gelangt, die die Politikbeschlüsse der EU zum sogenannten Greening analysiert haben. In ihrem Bericht bewerten die Thünen-Wissenschaftler unterschiedliche Optionen zur Ausgestaltung des EU-Rahmens in Deutschland. Sie empfehlen, möglichst schnell eine ökologische Begleitforschung zum Greening zu etablieren, um empirische Grundlagen für eine verbesserte Agrarpolitik zu schaffen.
Quelle: Thünen-Institut

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Politik

Bundesländer Deutschlands für Ausstiegsklausel

In der Debatte um den Anbau gentechnisch veränderter (gv-) Pflanzen in der EU hat sich der Agrarausschuss des Bundesrates vorige Woche fast einstimmig für ein Selbstbestimmungsrecht der Mitgliedstaaten ausgesprochen. Eine Mehrheit der Bundesländer hatte bei den Verhandlungen um die sogenannte opt out-Lösung die Bundesregierung aufgefordert, sich für eine rechtssichere Möglichkeit für die Mitgliedstaaten stark zu machen.  Damit soll erreicht werden, dass der Anbau der umstrittenen gv-Pflanzen innerhalb ihres Hoheitsgebietes verboten werden kann, berichtet das Portal Biotechnologie. Die Länder lehnen insbesondere den Vorschlag der EU ab, im Falle eines nationalen Anbauverbotes, zunächst das Antrag stellende Unternehmen konsultieren zu müssen. Befürwortet wird hingegen, die Möglichkeiten für Anbauverbote im EU-Gentechnikrecht im Hinblick auf lokale und regionale Umweltauswirkungen oder sozioökonomischer Auswirkungen zu erweitern.
Quelle: Biotechnologie.de

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Politik

Hendricks: „Die Weichen für mehr Naturschutz stellen“

Bundesnaturschutzministerin Barbara Hendricks (BMUB) will die Weichen für mehr Naturschutz in Deutschland stellen. "Wenn wir gefährdete Tiere und Pflanzen in Deutschland erhalten wollen, brauchen wir eine Kurskorrektur in mehreren Bereichen", sagte Hendricks bei der Vorstellung der neuen Berichte zur Lage der Natur. Die jüngste Bestandsaufnahme zeige neben einigen Erfolgen auch, dass mehr für den Naturschutz getan werden müsse. Als Handlungsfelder benannte Hendricks die Energiepolitik, die Landwirtschaft und den Hochwasserschutz. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz (BfN) mahnt in der gemeinsamen Pressemitteilung des BfN und des BMUB, dass die landwirtschaftlich genutzten Lebensräume aus Naturschutzsicht in einem überwiegend schlechten Zustand sind.
Quelle: BfN

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Politik

Wissenschaftler kritisieren Koalition und befürchten geringere Ausgaben für die Forschung

Deutliche Kritik am Koalitionsvertrag übt das Gutachten für „Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2013“ (18/760), das namhafte Wissenschaftler verschiedener Universitäten verfasst haben und die Bundesregierung als Unterrichtung veröffentlich hat. Wie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) auf seiner Website berichtet, heißt es darin: „Der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien gibt an einigen Stellen Anlass zur Befürchtung, dass Investitionen in Forschung und Innovation in den Hintergrund treten werden. Aus innovationspolitischer Perspektive enttäuscht der Vertrag, weil er wesentliche Konzepte, die in den Wahlprogrammen der einzelnen Regierungsparteien enthalten waren, nicht aufnimmt“, schreiben die Mitglieder der Expertenkommission Forschung und Innovation.

mehr beim VBIO

direkt zum Gutachten beim Deutschen Bundestag (pdf)

Politik

Fünf Bundesländer gegen gv-Pflanzen

Fünf Bundesländer haben im Bundesrat wie erwartet Anträge zum Zulassungsprozedere für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen eingereicht. Sie zielen auf mehr Selbstbestimmung ab. Anlass für die Debatte ist die bevorstehende Zulassung der gentechnisch-veränderten Maissorte 1507 innerhalb der Europäischen Union. Bei einer Abstimmung des EU-Ministerrates im Februar in Brüssel hatten die Anbaugegner nicht die nötige Stimmenmehrheit erhalten. Der Grund: Vier Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, hatten sich eines Votums enthalten (vgl. Meldung vom 12.2.2014). Die Entscheidung liegt nunmehr wieder bei der EU-Kommission.  Gesundheitsminister Tonio Borg hatte bereits angekündigt, die umstrittene Gentechnik-Maissorte zuzulassen, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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Politik

Ist Koexistenz beim Anbau von gv-Mais möglich?

Zumindest theoretisch ist es denkbar, dass auch nach einer EU-Zulassung in Deutschland Landwirte 1507-Mais nutzen und auf ihren Feldern ausbringen wollen. Dann müssten sie jedoch zahlreiche Regeln einhalten, mit denen Vermischungen und Einkreuzungen in konventionelle Maisprodukte vermieden werden sollen. Doch ob eine solche Koexistenz von „gentechnischer“ und konventioneller Erzeugung überhaupt möglich ist, darüber gehen die Meinungen ziemlich auseinander, schildert das Portal „Pflanzen.Forschung.Ethik.“
Quelle: Pflanzen.Forschung.Ethik

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Politik

Gemischte Bilanz nach achtzehn Jahren Gentechnik-Pflanzen in den USA

Die Landwirte in den USA haben durch gentechnisch veränderte (gv) Nutzpflanzen wirtschaftlich profitiert, obwohl sie inzwischen deutlich mehr für das Saatgut zahlen müssen als zu Beginn der 2000er Jahre. Der Verbrauch von Insektiziden konnte seitdem deutlich gesenkt werden, Herbizide werden dagegen verstärkt eingesetzt, weil Unkräuter resistent geworden sind, berichtet das Portal Transgen. Es zitiert den Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), für den die Erfahrungen mit dem Anbau von gv-Pflanzen ausgewertet wurden. Bei der Entwicklung neuer gv-Nutzpflanzen spielen inziwschen agronomische Merkmale wie die Trockentoleranz oder Produkteigenschaften wie der Nährstoffgehalt eine immer größere Rolle.
Quelle:Transgen

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Politik

EU diskutiert nationale Anbauverbote

Die EU-Umweltminister haben am 2. März in Brüssel erneut über nationale Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen diskutiert. EU-Zulassungen sollen beschleunigt werden, den EU-Mitgliedsstaaten wird allerdings eine neue Ausstiegsoption offen gehalten. Laut einem eingereichten Entwurf des griechischen EU-Ratsvorsitzes sollen die wissenschaftlichen Legitimierungen für ein nationales Verbot um sozioökonomische Kriterien erweitert werden. Ob des Kompromisses zeichnet sich nach jahrelangem Stillstand nun eine Einigung in der Kommission ab. Sowohl Gentechnik-Gegner als auch Befürworter kritisieren den Entwurf jedoch als halbherzig, resümiert das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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Politik

Anbau von Gentechnik-Pflanzen: Fast alle wollen die Ausstiegsklausel - Deutschland zögert noch als gedacht

Die Möglichkeit für EU-Mitgliedsstaaten, den Anbau EU-weit zugelassener gentechnisch veränderter Pflanzen bei sich zu verbieten, rückt näher. Nachdem ein erster Anlauf für nationale Ausstiegsklauseln vor zwei Jahren gescheitert war, hat sich der Rat der EU-Umweltminister heute erneut damit beschäftigt. Beschlüsse wurden nicht gefasst. Jedoch hat sich eine deutliche Mehrheit dafür ausgesprochen, die derzeitigen EU-Rechtsvorschriften zu überarbeiten und darin Ausstiegsklauseln vorzusehen. Deutschland hat sich noch nicht eindeutig festgelegt. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) stellte in Aussicht, dass sich die Bundesregierung bald der Mehrheit der Mitgliedsländer anschließen werde.
Quelle: Transgen.de

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Politik

Wenn die Politik Zukunftswissen stiehlt

Die Schulreform, die das Fach Biologie in einem Gemischtwarenladen namens „Naturphänomene und Technik“ aufgehen lassen will, erzürnt Dirk Maxeiner und Michael Miersch in einem Artikel der Tageszeitung „Die Welt“. Auch die DBG hatte in vier Thesen Bedenken gegen die Abschaffung des Schlüsselfaches geäußert.
Quelle: Die Welt

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Politik

EFI-Gutachten kritisiert Innovationspolitik der Bundesregierung und beklagt Abwanderung der Forschenden

Die sechsköpfige Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat zum siebenten Mal ihr Jahresgutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vorgelegt. Am 26. Februar wurde die 260-seitige Expertise an Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht. Die Kritik der Berater fiel dieses Mal besonders deutlich aus. Ihr Urteil: das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist überflüssig, Deutschland in der Hochschulmedizin abgehängt und das deutsche Forschungssystem für Spitzenforscher zu unattraktiv. Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka widersprachen dieser Einschätzung, meldet das Portal Biotechnologie. Wie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) berichtet, beklagt das Gutachten auch, dass die besten deutschen Wissenschaftler ins Ausland gingen und nicht mehr zurück kämen. Demnach sei das deutsche Forschungssystem für Spitzenforscher derzeit nicht attraktiv genug. Darunter leide die Forschungsqualität in Deutschland.

Quellen: Biotechnologie.de

VBIO

Politik

Zum Baden-Württembergischen Plan, das Fach Biologie abzuschaffen

„Es käme doch auch kein Schulpolitiker auf den Gedanken, die Fächer Englisch, Französisch und Spanisch zu einem Fächerverbund 'Moderne Fremdsprachen' zusammenzuschließen“, begründet ein Praktiker aus der Lehrerausbildung gegenüber der Online-Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt“, warum er nichts von dem Ansinnen der Landesregierung in Baden-Württemberg hält, die Fächer Biologie, Physik und Chemie in einem Fach „Naturphänomene und Technik“ aufgehen zu lassen. Auch die DBG hält nichts vor einer Zusammenlegung der drei Fächer und hat dazu vier Thesen aufgestellt.

Quellen: Die Welt

DBG

Petition gegen die Pläne in BW

Politik

Landesregierung in Baden-Württemberg will Biologie in 5. und 6. Klasse abschaffen

Beim Verband der Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) Baden-Württemberg, in dem viele Biologielehrer aber auch Hochschullehrer und freie Biologen organisiert sind, zeigt man sich entsetzt über das aktuelle Vorhaben der grün-roten Landesregierung, den Biologieunterricht in der Orientierungsstufe des Gymnasiums aufzulösen. Der VBIO Baden-Württemberg lehnt diese Pläne nachdrücklich ab und bittet alle, eine Petition zu unterzeichnen, die das verhindern will. Mit ihrer Unterschrift haben sich schon über 3.700 Personen für die Petition stark gemacht.

Der Landesverband bittet: Unterzeichnen auch Sie für ein solides biologisches Grundlagenwissen zukünftiger Generationen!

Quelle: VBIO

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Ausbildung · Politik

Studiensituation in Deutschland hat sich verbessert

Die Mehrheit aller Studierenden in Deutschland ist mit der Organisation ihres Studiengangs zufrieden. Das ist eine Aussage des 13. Studierendensurvey, der am 18. Dezember vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlicht wurde. Wahlmöglichkeiten von Kursen und Modulen, die Erfüllbarkeit der zeitlichen Vorgaben und die Abstimmung der Lehrinhalte auf das Prüfungssystem werden überwiegend positiv wahrgenommen. "Der Hochschulpakt und der Qualitätspakt Lehre haben dazu beigetragen, die Studiensituation in Deutschland zu verbessern. Die Anstrengungen von Bund und Ländern haben Wirkung gezeigt. Hochschulen, Bund und Länder dürfen nicht nachlassen, gute Studienbedingungen zu gewährleisten", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.
Quelle: BMBF

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Politik

Gentechnik-Sicherheits-Verordnung auf den Weg gebracht

Wie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) berichtet, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vor Kurzem den Entwurf einer "Verordnung zur Neuordnung des Rechts über die Sicherheitsstufen und Sicherheitsmaßnahmen bei gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anlagen" (kurz: Gentechniksicherheitsverordnung, GenTSV) vorgelegt (siehe: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/GlaeserneGesetze/Referentenentwuerfe/GenTSV-E.html).
Quelle: VBIO

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Politik · Publikation

Fachgesellschaften zum Open-Access-Plan-S

Die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften haben sich mit einer kurzen gemeinsamen Stellungnahme zum Plan S positioniert. Der Plan S fordert ab 2020 verpflichtend einen vollständigen und sofortigen offenen Zugang zu den von den zusammengeschlossenen europäischen Forschungsförderorganisationen (cOAlition S) geförderten wissenschaftlichen Veröffentlichungen ein. Im Prinzip begrüßen die großen Fachgesellschaften Plan S. Sie fordern aber ihrerseits mehr Zeit für die ihrer Meinung nach notwenigen und sorgfältigen Diskussion über die Folgen sowie über die Vor- und Nachteile des Plans S. Sie kritisieren daher die vorgegebene Frist für Rückmeldungen als zu eng bemessen. In dieser kurzen Zeit sei es nicht möglich, einen umfassenden Diskussions- und Entscheidungsprozess in den Gesellschaften zu organisieren. Das kritisieren die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften, DMV (Deutsche Mathematiker Vereinigung), DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft), DVGeo (Dachverband Geowissenschaften), GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) und VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland) in ihrer Stellungnahme.

Quelle: VBIO

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DBG · Politik

Statement: Keine Nachweismethode für genomeditierte Nutzpflanzen

Die gentechnische Methode, mit der ein genetisch veränderter Raps erzeugt wurde, lässt sich nicht mit einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachweisen. Dies kann nicht so funktionieren, wie es ein kürzlich in der Zeitschrift Foods erschienener Artikel nahelegt1). Die im Foods-Artikel beschriebene Methode eignet sich lediglich für den Nachweis und die Quantifizierung einer spezifischen Punktmutation im Gen AHAS1C. Diese Mutation ist in der von der Firma Cibus entwickelten Raps-Sorte Falco enthalten, die resistent gegen Sulfonylharnstoff- und Imidazolinon-Herbizide ist. Die Methode weist also lediglich ein spezielles DNA-Muster in dieser Raps-Pflanze nach.

Die in der Zeitschrift erwähnte Methode eignet sich jedoch nicht, die Ursache der Punktmutation festzustellen, also ob sie durch die modernen Methoden der Genomeditierung entstand oder durch ungerichtete, zufällige Mutagenese etwa nach radioaktiver Bestrahlung. Somit steht auch keine Methode zur Verfügung, mit Genscheren erzeugte Nutzpflanzen durch eine quantitative Polymerasekettenreaktion (qPCR) nachzuweisen.

Es ist zudem keineswegs sicher, dass die untersuchten Rapslinien tatsächlich durch Genomeditierung mit Hilfe der Oligonukleotid-vermittelten Mutagenese (ODM) erzeugt wurden. Im Gegenteil ist vielmehr davon auszugehen, dass die Punktmutation in dem oben genannten Gen der Elternlinie BnALS-57 nicht durch ODM, sondern spontan während der Gewebekultur entstanden ist (somaklonale Variation), wie eine Studie nahelegt2).
 
Diese Methode ist somit ungeeignet, durch Genomeditierung erzeugtes Saatgut (im Sinne der EU Direktive 2001/18/EC) von nicht reguliertem Saatgut (also in der EU-Direktive ausgenommenen Verfahren wie Strahlungs- oder chemische Mutagenese) zu unterscheiden.

Eine Nachweismethode für die genetischen Veränderungen von Pflanzen, die mit den neuen Verfahren der Genom-Editerung entstanden sind, wäre die Voraussetzung um die oben erwähnte, vom EuGH erlassene Richtlinie umsetzen zu können. Demnach müssen die neuen Methoden wie die frühere Gentechnik reguliert werden, in der jedoch oft fremde Gene eingebracht wurden, die sich einfach nachweisen lassen.

Auch wenn der Foods-Artikel dies nahelegt, ist es weiterhin nicht möglich mit Genomeditierung erzeugte Nutzpflanzen von in der Natur zufällig mutierten oder durch radioaktive bzw. chemische Mutagenese entstandenen Pflanzen zu unterscheiden.   

Die DBG appelliert daher weiterhin an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

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Prof. Dr. Andreas P.M. Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf),
Sprecher des Exzellenz-Clusters für Pflanzenforschung CEPLAS und
Präsident unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)


1) Chhalliyil et al. (2020): A Real-Time Quantitative PCR Method Specific for Detection and Quantification of the First Commercialized Genome-Edited Plant. Foods, 9, 1245

2) Novel Food Information - Cibus Canola Event 5715 (Imidazolinone and Sulfonylurea Herbicide Tolerant). https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/genetically-modified-foods-other-novel-foods/approved-products/novel-food-information-cibus-canola-event-5715-imidazolinone-sulfonylurea-herbicide-tolerant.html). Kanadisches Gesundheitsministerium, abgerufen am 9.9.2020

Politik

Stellungnahme der ZKBS zum Vorschlag der EU-Kommission zur Neuregulierung von NGT-Pflanzen

Die Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) begrüßt die Initiative der Europäischen Kommission für eine angepasste Regulierung von Pflanzen, die mit "Neuen Genomischen Techniken (NGT)" gezüchtet wurden. Dabei geht die Kommission konkret auf die vorgeschlagene Grenze von 20 inserierten Nukleotiden (Insertionsgröße) und die maximale Anzahl von Veränderungen ein. Zwei sachkundige ZKBS-Mitglieder aus den Bereichen Umwelt- und Naturschutz gaben zur Stellungnahme Minderheitsvoten ab.

Quelle: ZKBS

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